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Martinz-Urteil: Anfang vom Ende der Polit-Korruption?

02.10.2012 | 14:08 |   (DiePresse.com)

Das "konsequente Urteil" in der Causa Birnbacher könnte "Signalwirkung" für Österreichs Politik, glauben Meinungsforscher.

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Die Urteile im Strafprozess in der "Causa Birnbacher" werden Österreich noch lange beschäftigen, das glauben zumindest Meinungsforscher. Das "konsequente Urteil" von Richter Manfred Herrnhofer habe "Signalwirkung für die Zukunft", sagte etwa OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zur APA. Die Aufarbeitung der Skandale werde "noch Jahre dauern", meinte die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle im ORF.

"In einigen Jahren wird man möglicherweise sagen: 2012 war ein wichtiges Jahr in Österreich. 2012 ist das Ende der politischen Korruption eingeläutet worden", sagte Bachmayer. Dass wegen der Urteile mögliche Affären aus der Vergangenheit ans Tageslicht treten, kann sich der OGM-Chef allerdings nicht vorstellen: "Ich glaube nicht, dass weitere Leichen exhumiert werden."

"Vertrauen in die Justiz gestärkt"

Durch die Härte der Urteile sei es zu einer Art Paradigmenwechsel gekommen. "Bisher hat die Meinung vorgeherrscht, dass es sich Politiker letztlich immer richten können. Darunter ist jetzt ein deutlicher Schlusspunkt gesetzt", so Bachmayer. Für die Politik im allgemeinen war der Prozess sowieso ein herber Schlag. "Das Vertrauen in die Politik ist weiter beschädigt worden. Das Vertrauen in die Justiz hingegen gestärkt", erklärte der Meinungsforscher.

Für Stainer-Hämmerle hat der Prozess endgültig zutage gefordert, "dass die ÖVP Mittäter war." Ein Schaden für die ÖVP sei eindeutig da. Zwar habe die Partei "deutliche Schritte gesetzt" und einen Großteil ihrer Mannschaft ausgetauscht. "Ob die Wähler das goutierten, bleibt abzuwarten", so Stainer-Hämmerle. OGM-Chef Bachmayer gibt der ÖVP sogar passable Chancen: "Die neue VP-Riege kann sagen: Das ist Vergangenheit. Sie kann das Urteil zu einem Argument für die neue Gruppe machen."

(APA)

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111 Kommentare
 
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Die Strafen sind zu Klein,das wehre besser.

Alle Berufspolitiker vor ein Volksgericht, fuer die Schuldigen, folgende Strafen:
Aberkennung der Staatsbuergerschaft und sofortige Landesverweisung.Verfall des ergaunerten Vermoegens zun gunsten des Staates.
Bildung einer Regierung, von Fachleuten mit Charakter und Verantwortungsbewusstsein.
Nur dann koennen wir ruhig schlafen, zur Zeit leider nicht.
Die Macht geht vom Volke aus,dann nuetzt endlich diese Macht und befreit euch von diesen miesen geldgierigen Verbrechern.

Haaaalooo schlafen alle.....

Was ist mit dem veruntreuten Geeeeeld. Haft und Rückzahlung oder nur Haft???? Weil wenns so ist kenne ich da Genug leute die für einpaar Millionen die Haft auf sich nehmen würden. 2 jahre Haft dann krank und auf Kur und dann Hafterlass... Sehr gerecht wenn vom Volk jemand zu viel Arbeitslosengeld oder Kindergeld kassier darf fleißig zurückzahlen. Die Haben recht nur ein Scheinprozess um das Geld reinzuwaschen...

Antworten Gast: Bodo Rakete
07.10.2012 07:47
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Re: Haaaalooo schlafen alle.....

wo er recht hat, hat er recht!

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Schluß mit lustig

und jetzt Verhandlungen für:
den "Ich entschlage mich der Aussage" Grafen,
den Ex-Innenminister (wie hieß der nochmal) dann den "Part of the Game" Uwe,
den Ex-Finanzminister (mei, ist der momentan still)
dann noch die unschuldigen Inseratenschalter von Werner "Stillstand" bis zum "ich habe einen runden Geburtstag" Wolferl!
usw.
(Liste bitte erweitern!)
Danke im Voraus

Bald ist Schluß mit Lustig in diesem Land.
Anonymous, Occupy-Bewegung, Onlineaktivisten - es gärt im Volk!

Die Politiker müssen sich daran gewöhnen ...

... dass Österreich kein Selbstbedienungsladen (mehr) ist, in dem man sich und/oder seiner Partei Vorteile zuschanzen kann,
... dass Korruption kein Kavaliersdelikt ist, sondern hart bestraft wird,
... dass der Wähler sich nicht mehr alles gefallen lässt, und sich dann auch noch dafür bedankt.

Dann braucht man auch nicht mehr von einem Schauprozess sprechen und ob das jetzt Unrecht ist.

Denn das muss auch gesagt werden: Jeder "Hendldieb" wird spätestens beim zweiten oder dritten Mal härter bestraft. Und das ist Usus, da spricht niemand von "Schauprozess".

Und jetzt kann man darüber diskutieren, welche Taten verwerflicher sind und mehr Schaden anrichten ...

Albtraum....Schauprozess...Gericht unter Druck....

all seine Aussagen zeigen eines: er hat nicht das geringste Unrechtsbewusstsein. Eigentlich müsste er sich bei jedem einzelnen Österreicher entschuldigen und den Rest seines Lebens ein schlechtes Gewissen haben.

Wir sind reich - NOCH!!

Es wird in unserem kleinen, schönen und enorm reichen Land abgezockt, gelogen, betrogen und Schwachsinn erzählt, dass es kaum zu ertragen ist. Man gewinnt den Eindruck, als hätten die meisten Volksvertreter jeglichen Coleurs dieses Landes den Sinn für Realität oder gar den Verstand verloren. Gerade versucht ein weiterer Minister zu erklären, dass ein lächerlicher Webauftritt ein paar Millionen kostet. Über ein Netzwerk von Agenturen, Beratern und Lobbyisten schöpfen ausnahmslos alle Parteien, und selbst Einzelpersonen den Rahm ab von dem gar nichtr mehr sicher ist, ob er noch da ist. Staatsnahe Betriebe zahlen kaum Steuern und dann taucht auch noch ein altersstarrsinniger 80jähriger auf mit Schilligfantasien.
Wenn wir das als Gesellschaft weiterhin zulassen und uns lieber wie die Kühe um einen Parkplatz am Samstag vor einem Baumarkt streiten, dann wird es ein böses Erwachen geben, fürchte ich.

Unverschämte Präpotenz

Zuerst den Hals nicht voll bekommen und dann jammern.
Die unverschämte Präpotenz ist leider vielen unserr "Volkseliten" anzumerken.
Ich hoffe, dass es auch wirklich bei den fünfeinhalb Jahren unbedingt bleibt und eine bitte an die Justiz, so weiter zu machen und nicht ins "Bockshorn" jagen lassen.

Gast: Gast 324
03.10.2012 09:13
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Fehler im Artikel

Nicht Martinz hat für ein Gutachten Geld bekommen, sondern Birnbacher.

Lg an die Redaktion

Re: Fehler im Artikel

...und damit ist Martinz sohin unschuldig? Das können Sie nicht wirklich glauben. Oder?

Re: Re: Fehler im Artikel

So wie ich das sehe, ist das sollte eine Korrektur des Inhalts sein und keine Wertung!

Re: Re: Fehler im Artikel

Martinz hat kein Geld für das Gutachten bekommen. Das ist so und deswegen ist ein Fehler im Artikel, auf den der Gast hingewiesen hat.
Mehr steht da nicht. Den Schluss, dass Martinz deswegen unschuldig wäre haben Sie selber gezogen.
Und der Schluss ist auch falsch, weil Martinz ja sehr wohl Geld bekommen hat. Nur eben nicht von der Holding für das Gutachten, sondern dann später von Birnbacher. Was im Artikel ja auch an anderer Stelle vorkommt.

Re: Fehler im Artikel

Für die ÖVP und Haider-Party!

Gast: Ali 99
03.10.2012 09:02
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Harte Strafe in Kärnten

der capo dei capi hat sich, Gott sei Dank, rechtzeitig selbst eine ab-lebenslange Strafe verpasst

Gast: Nepomuk
03.10.2012 09:02
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Uneinsichtig


Der verurteilte Politiker zeigt sich schulduneinsichtig.

Das allein bedingt eine dramatisch höhere Strafe.

Wenn das Schule macht ...

... dann müssen wir damit rechnen, dass 80 % der derzeitigen Politiker die nächsten 20 Jahre im Häf'n verbringen.
Da wäre eine kleine Verwaltungs- und Staatsreform wohl auch noch drinnen?

Re: Wenn das Schule macht ...

hoffen wir mal das alle ihre Strafen bekommen. Wir brauchen Profis in der Politik nicht diese Betrüger!

Re: Re: Wenn das Schule macht ...

und wie wollens in diesem Klima und bei der Bezahlung Profis für diese Ämter bekommen?

Gast: tc_t
03.10.2012 08:34
1 0

es könnte einem glatt das herz über soviel ungerechtigkeit brechen...

eh nur a bissl geld genommen, und dann sooo drakonische strafen.... er ist ja ganz arm

Gast: Hans M..
03.10.2012 08:24
2 0

Die Strafe ist zu erhöhen

Man muss sich auch die Berufungsrichter vorknöpfen,es kann doch nicht sein das wenn man in Berufung geht einfach automatisch das Strafmaß reduziert bekommt. Dazu fällt mir gerade die Sanin ein.
Wie kann so was möglich sein?

Gast: Bärenfalle...
03.10.2012 06:36
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Viel zu wenig.

Schadenssumme / jährliches Netto-Durchschnittseinkommen eines Österreichers = Mindeststrafe in Jahren.

Natürlich würde ich für die Abschaffung der Luxusknäste wie Leoben plädieren.

Ein paar Container in einem umzäuntem Steinbruch reichen doch völlig aus, senkt auch die Kosten für den Steuerzahler.


Re: Viel zu wenig.

Naja, gar so viel Luxus gibt es in einem Gefängnis nicht. Ich empfehle Ihnen eine Exkursion (habe ich anlässlich meines Gerichtsjahres vor ein paar Jahren in Graz Jakomini gemacht); ich möchte da keinen einzigen Tag einsitzen. Anzunehmen ist, dass er nach etwa der Hälfte der Strafe auf Bewährung entlassen wird, "gute Führung" vorausgesetzt. Die Voraussetzungen dafür (Erstvollzug, kaum Rückfallgefahr, fortgeschrittenes Alter etc.) wären dafür gegeben. Trotzdem: weder 2, 3 noch 5,5 Jahre werden ihn läutern, er hat nicht das geringste Unrechtsbewusstsein sondern sieht sich als Opfer.

Gast: Hans M..
03.10.2012 06:05
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Härte

Hier sprechen alle von Härte.
Also ich weiß nicht was da hart sein soll,schließlich geht es hier um Lug und Betrug von unseren selbsternannten Leistungsträgern. Um 12 Millionen Euro umgerechnet 168 Millionen Schilling von unserem hart verdientem Steuergeld.
Für mich ist dieses Urteil viel zu milde. Und alle die dieses Urteil zu hart finden sollten Martinz und Co mithelfen dieses veruntreute und ergaunerte Geld zurück zuzahlen. Da müsst ihr dann aber lange arbeiten. Ein Leben wird nicht ausreichen dagegen sind doch 5 Jahre geschenkt.

Re: Härte

in Schilling umrechnen, das würde jetzt wahrscheinlich auch der Stronach machen...

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Re: Re: Härte

Immerhin die letzte ernstzunehmende Währung, die Österreich hatte.

Antworten Antworten Gast: Hans M..
03.10.2012 08:27
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Re: Re: Härte

Nur wegen den Relationen. Den Österreichern muss man immer wieder einmal vor Augen halten um welche Wahnsinnssummen hier eigentlich geht.

 
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