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Sondersitzung: BZÖ will "Fair-" und "Business-Tax"

05.10.2012 | 07:03 |   (DiePresse.com)

Das BZÖ fordert eine baldige Steuerreform zur Entlastung des Mittelstandes. In der Sitzung wird auch das Aus für den U-Ausschuss beschlossen.

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Das BZÖ lädt heute in den Nationalrat zu einer Sondersitzung. Das dringliche Anliegen der Orangen ist eine baldige Steuerreform, die einheitliche Sätze und damit verbunden weniger Belastungen für die Österreicher bringt. Für Normalbürger soll es eine "Fair Tax" geben, für Unternehmen eine "Business Tax".

Bündnis-Klubchef Josef Bucher führt in der Begründung seines "Dringlichen Antrags" an Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) aus, dass laut Wifo jede Steuerentlastung zu einem Wirtschaftswachstum von 0,25 Prozent und einem Anstieg der Beschäftigung um rund 4000 Beschäftigte führe. Eine langfristige Steuersenkung, die den Mittelstand entlaste, sei also das Gebot der Stunde. Dies gelte umso mehr, als viele mit ihrem verdienten Geld nicht mehr auskämen und vor allem Familien Gefahr liefen in die Armut abzusinken.

"Fair Tax"

Nach Einschätzung des BZÖ muss es der Bevölkerung wie ein Hohn vorkommen, wenn sie erfährt, dass die Regierung scheinbar ohne jedes Limit Geld für marode Banken, die sich auf den internationalen Finanzmärkten verzockt haben, aufbringe. Dazu kämen noch die Aufwendungen für jene Staaten, die durch ihre budgetäre Disziplinlosigkeit in ernste Zahlungsprobleme geraten seien.

Geht es nach dem Bündnis, muss jetzt schleunigst etwas für die Österreicher getan werden. Beantragt wird die Umsetzung des "Fair Tax"-Modells. Bis 11.000 Euro sollen zehn Prozent abgezogen werden, als Ersatz für die derzeitigen Sozialversicherungsabgaben. Darüber käme ein einheitlicher Steuersatz von 39 Prozent zum Tragen, allerdings mit einem 11.000 Euro-Freibetrag eingerechnet.

"Business Tax"

Ferner will das BZÖ unter dem Titel "Business-Tax", dass die bisherigen Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit und Gewerbebetrieb) zu einer Einkunftsart für Unternehmen zusammengefasst werden. Weiters vorgesehen: eine rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung, indem allen Unternehmen ein Wahlrecht zukommt, sich auch nach den Vorschriften für Körperschaften, d.h. mit einem Steuersatz von 25 Prozent besteuern zu lassen.

Leisten kann sich Österreich nach Rechnung des Bündnisses eine Steuerentlastung auch in schwierigen Zeiten. Die Frage der Finanzierbarkeit stelle sich in Anbetracht der längst überfälligen Staats- und Verwaltungsreform und der damit möglichen Einsparungen nicht, schreibt Bucher und verweist darauf, dass der Rechnungshof ein Potenzial von "unglaublichen 15 Milliarden Euro" an Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung errechnet habe.

(APA)

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27 Kommentare
 
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Gast: kleinerZyniker
05.10.2012 18:17
1 0

Business Tax

Wenn dadurch die Unternehmer mehr zahlen wäre das gesamte System an sich finanzierbar.

Jedoch: Dann würde keiner mehr Unternehmer sein wollen und es wäre nicht mehr so.

Wer mit Phrasen wie "Fair-" und "Business-Tax"

um sich wirft, darf sich nicht wundern, dass man ihn nicht nicht ernst nimmt.

Auch wenn dahinter eine Idee steckt, die vielleicht diskussionsfähig wäre. Mit solchen Anglizismen zeigt man die Zugehörigkeit zu einer verbrauchten vorgestrigen Politikregeneration.

Es fällt auf, parteiübergreifend, Politiker die den Anschluss nicht mehr gefunden haben betrachten Anglizismen als zeitgemäß.

Finde den Fehler...


natürliche Personen: 50% Lohnsteuer
Körperschaften: 43.25% und
Privatstiftungen 25% (jeweils Endbelastung beim Empfänger)

-

Ich fordere 25% Lohnsteuer für alle Arbeitnehmer.

Gast: wir_zahlen_wie_bloed
05.10.2012 10:25
5 0

Steuern auf Arbeit runter - SOFORT

Sozialversicherung nicht vergessen - landet doch eh alles im gleichen Staatstopf:

von 0 - 4.230 EUR/Monat(Höchstbemessungsgrundlage)
20 % Sozialversicherung Dienstnehmer
20 % Sozialversicherung Dienstgeber und dann noch

Lohnsteuer:
0,00 % bei 0 bis 11.000 Euro jährlich
36,5 % bei 11.000 bis 25.000 Euro
43,2143 % bei 25.000 und 60.000 Euro
50 % bei über 60.000

Und vom kläglichen Rest dann noch:
10 % Mehrwertsteuer (Miete, Grundnahrungsmittel)
20 % alles andere

Bitte ein System wo EIN Betrag an EIN Amterl abgeführt wird, aufteilen und weiterleiten werden die wohl noch schaffen, wär super - gerade für KMUs wenn man eine Gehaltsabrechnung ohne Steuerberater schafft.


2 2

Re: Steuern auf Arbeit runter - SOFORT

Und warum darf ich mir meine Sozialversicherung nicht aussuchen?

Ist das BZÖ jetzt auch schon eine Kummerlpartei?
Oder bietet sie das gar nimmer an, weil das österreichische Volk schon komplett zu Kommunisten degeneriert ist.
Freiheit bedeutet, i möchte mir mein KV, PV aussuchen können. Warum will diese Freiheit niemand?

Re: Re: Steuern auf Arbeit runter - SOFORT

Wenn Sie sich die Sozialversicheru aussuchen wollen, so kommt dis sehr teuer. Versicherungen haben eine Verwaltungsaufwand inkl. für Werbungund Marketig von 20%+
unsere staatliche Sozialversicherung einen Verwaltungsafwand von ca. 3%, sie eben keinen Wbe- und Marketingaufwand treiben muss.

Re: Re: Steuern auf Arbeit runter - SOFORT

..aussuchen?
Aber nur wenn ich auch KEINE ankreuzen darf!!

Re: Re: Re: Steuern auf Arbeit runter - SOFORT

Ich hoffe, falls Sie schwer erkranken, was ich Ihnen nicht wünsche, sind Sie damit einverstanden, dass Sie alles aus ihrem orivatem Vermögen bezahlen und wenn dieses aufgebraucht ist, dass man Sie dann verrecken läßt.

Gast: chris990099
05.10.2012 09:25
3 2

tax

Es wäre auch eine Entlastung für die niedrigsten Einkommen. Da bisher bei einem Jahreseinkommen von EURO 11000, 1642 Euro Sozialversicherung anfallen. Bei diesem Flattax Modell bei EURO 11000 Jahreseinkommen mit 10% Steuer aber nur EURO 1100 Steuer anfallen. Also ein Gewinn von 462 EURO.

Gast: gast55
05.10.2012 09:18
3 3

hat das der us-schauspieler

der dann us-präsident wurde in den 80er jahren nicht auch eingeführt?

war nicht besonders erfolgreich, das ganze

eine steuerreform bringt nichts!!!

nur der eingriff in das zins- und zinseszinssystem dürfte erfolg versprechen

Hey, da arbeitet ja doch noch wer^^


Re: Hey, da arbeitet ja doch noch wer^^

das nennen Sie arbeiten.

Sozialversicherung?

Sind in diesen 39% die Sozialabgaben (ASVG, Krankenkasse, ...) schon enthalten oder kommen die extra dazu? Das wäre mal wichtig zu erfahren.

Weil wenn sie enthalten sind, ist es wirklich eine Erleichterung. Wenn die noch extra kommen.....zahlt man mehr als bis jetzt. Weil Momentan gelten
bis 11.000 0 Prozent
11.000 bis 25.000 36,50 Prozent
25.000 bis 60.000 43,2143 Prozent
ab 60.000 50 Prozent

Also wäre es für die, die zwischen 11.000 und 25.000 verdienen ein Verlust, für die Reichen hingegen ein Gewinn.

http://www.finanz-blog.at/04/10/lohnsteuertabelle-2012-osterreich/3089.html

0 2

Re: Sozialversicherung?

Falsch! Den Reichen ist es wurscht. Denken sie mal nach.

Re: Re: Sozialversicherung?

Ausnahme von obiger Berechnung sind natürlich alle legalen Steuervermeidungstricks wie Stiftungen etc. Die gehören sofort abgeschafft

Re: Re: Sozialversicherung?

Dass es den Reichen egal ist, ist mir schon klar. Es würde ihnen trotzdem mehr überbleiben von ihrem Geld.

Gast: Ökonom, Univ.Doz.
05.10.2012 08:33
5 4

Völliger Schwachsinn, sowohl wirtschaftspolitisch als auch unsozial


Wer eine Flattax fordert, schädigt die Kaufkraft der unteren und mittleren Einkommen und damit die Wirtschaft.

OK aber...

Im Grunde ein vernünftiger Gedanke. Aber der Übergang zwischen 11000:- und grösserem Einkommen müsste erklärt werden. Z.B.: Bei 11000:- 10% Steuer = 1100:-.
Bei z.B. 12000:- 39% Steuer von 1000:- (nach abgezogenem Freibetrag von 11000:-) = 390:-. Erst bei einem Einkommen von 13000:- sind 1170:- Steuer zu bezahlen!? Oder habe ich den Vorschlag falsch verstanden?

Antworten Gast: Kaufmann 1010
05.10.2012 08:35
3 3

Re: OK aber...

da hast du vieles nicht verstanden!

Re: Re: OK aber...

Wenn Sie schon bemerken dass er vieles falsch verstanden hat und es besser wissen: Bitte um Aufklärung.
Oder war das nur ein Post um andere dumm dastehen zu lassen?

3 4

Seppi Bucher

versteht es immer wieder seinem BZÖ Aufmerksamkeit zu verschaffen. Und das setzt imensen Fleiß voraus, weil es in Zeiten der Skandalaufarbeitung schwierig ist, seine politischen Botschaften zu platzieren. Bravo!

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Seppi Bucher


3 6

interessant

das BZÖ möchte also den Mittelstand und niedrige Einkommen höher besteuern als sehr hohe Einkommen. Letztere sogar ordentlich entlasten im Vergleich zum jetzigen System.


4 4

Re: interessant

5! Setzen, nochmal lesen!

5 1

Re: Re: interessant

rechnen sie mal das alte System und das BZÖ System durch bevor sie so einem Unsinn auf den Leim gehen.

System aktuell:
0,00 % bei 0 bis 11.000 Euro jährlich
36,5 % bei 11.000 bis 25.000 Euro
43,2143 % bei 25.000 und 60.000 Euro
50 % bei über 60.000

System Bucher:
0,00 % bei 0 bis 11.000 Euro jährlich
39 % bei 11.000 bis 25.000 Euro
39 % bei 25.000 und 60.000 Euro
39 % bei über 60.000

Das Durchschnitseinkommen in Österreich beträgt 24.516 Euro Brutto.
Man erkennt als sehr leicht das Hohe und sehr Hohe Einkommen plötzlich massiv entlastet werden. Während niedrige und mittlere Einkommen (die Mittelschicht) viel höher belastet wird.Wenn man diesen nicht genauer definierten Freibetrag miteinrechnet dann könnte man meinen das die 39% erst ab 22% anfallen (von der Gesamtsumme). Was wieder für die Mittelschicht am schlimmsten ausfallen würde. Oder meint die schlaue BZÖ das erst 39% Steuern bezahlt werden müssen vom Teil der die 22 000 übersteigt? Das würde bedeuten das die Steuereinahmen in Österreich so extrem einbrechen würden das wir in einem Jahr den Staatsbankrott anmelden müssten.
Klingt alles äusserst durchdacht. Hauptsache sie geben sich als schlauer Oberlehrer.

Antworten Antworten Antworten Gast: kleinerZyniker
05.10.2012 18:21
0 1

Re: Re: Re: interessant

Ein 45% Steuersatz wäre noch realisierbar.

 
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