22.05.2013 12:11 Merkliste 0

Fekter: "BZÖ-Idee reißt Lücke von 20 Milliarden Euro"

05.10.2012 | 12:28 |   (DiePresse.com)

Die Finanzministerin steht den Steuerplänen des BZÖ skeptisch gegenüber. Eine "Flat-Rate" würde die Reichsten "mega-entlasten", auch die Finanzierung der Sozialausgaben über Steuermittel lehnt sie ab.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

VP-Finanzministerin Maria Fekter erkennt in den Steuerplänen des BZÖ zwar einige gute Argumente. Die würden aber noch kein gutes Modell machen, erklärte die Ressortchefin in der Beantwortung des "Dringlichen Antrags" des Bündnisses in einer Sondersitzung des Nationalrats am Freitagvormittag. Das Konzept des BZÖ würde nach Rechnung Fekters eine Lücke von 20 Milliarden reißen. Damit könnte der Wohlstand in Österreich nicht aufrecht erhalten werden.

Dass am Steuersystem etwas zu korrigieren ist, findet allerdings auch die Finanzministerin. Neben einer spürbaren Entlastung für Familien will Fekter mittelfristig den Eingangssteuersatz senken. Die 36,5 Prozent seien "leistungsfeindlich", ohnehin trage der Mittelstand die größte Steuerlast.

Reichsten würden "mega-entlastet"

Eine "Flat-Rate" von 25 Prozent möge vielleicht wünschenswert sein, aber es gelte zu bedenken, wer davon am meisten profitiere. Denn gerade die Reichsten und Besserverdiener würden damit "mega-entlastet". Nichtsdestotrotz ist nach Meinung Fekters auch beim Spitzensteuersatz Bewegung nach unten nötig. In Deutschland gebe es einen Grenzsatz von 43 und der fange erst bei 250.000 Euro an: "Das würde ich mir für unseren Mittelstand auch wünschen."

Aufräumen will die Ministerin mit den diversen Privilegien im Steuersystem: "Jede Zunft hat ein besonderes Privileg im Steuerwesen." Insgesamt gebe es im System 560 Ausnahmen, kritisierte Fekter.

Was für die Finanzministerin keinesfalls in Frage kommt ist, die Sozialausgaben nicht mehr über Versicherungsbeiträge zu finanzieren sondern über Steuermittel, wie das vom BZÖ vorgeschlagen wurde. Es gebe in Österreich einen sehr breiten Konsens, dass das Sozialversicherungssystem für Pensionen, Gesundheit und Arbeitslosigkeit nicht aus den Augen verloren werden solle.

U-Ausschuss endet am 16. Oktober

Der parlamentarische U-Ausschuss zu den Korruptionsaffären bekommt indes heute sein Ablaufdatum verpasst. Die Koalitionsfraktionen haben zu Beginn der Sondersitzung des Nationalrats einen Fristsetzungsantrag eingebracht, der ein Ende des Ausschusses mit 16. Oktober vorsieht. Am Nachmittag wird der Fristsetzer debattiert und abgestimmt. Ohnehin sind nur noch Ausschusstermine bis 11. Oktober festgesetzt. Der einzige noch ausstehende Zeuge, der bisher fix zugesagt hat, ist der Investor Martin Schlaff, der für den 11. sein Kommen angekündigt hat.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

55 Kommentare
 
12
Gast: Orange-in-Wien
06.10.2012 17:38
1 1

Bilanz von Frau Dr.Fekter und Cap

Was habt ihr schon für Österreich in den letzten 4 Jahren weitergebracht?

Frau Fekter wo ist die vielfach angekündigte Steuerreform?
Und wieso hat ihr Vorgänger Josef Pröll versprochen die Steuern NICHT zu erhöhen, dies ist aber geschehen?
Diese ÖVP ist nicht mehr wählbar!

Und Herr Cap wie hat bitte die SPÖ zur Entlastung
der unter und Mittelschicht beigetragen?

Ja genau gar nicht.
Lediglich diese unnötige Mindestsicherung gibt es.
Besser wäre zudem ein Bürgergeld, wo der Anreiz arbeiten zu gehen geschaffen wird.
Und weiters könnten wenn das Bundesheer in ein Profiheer mit freiwilligen Miliz umgewandelt wird Arbeitslose sich Geld dazuverdienen in Form der "Bürgerhilfe" (welche den Zivildienst ersetzen soll).

Auf die kleinen hinhauen können SPÖ und ÖVP aber selbst was weiterbringen nicht im geringsten.

Wenn euch eine Steuerreform wo jeder von der Unterschicht an bis ganz nach oben mehr Geld in der Tasche übrig hat nicht passt dann zeigt euren Gegenentwurf.
Aha es gibt keinen, also setzen Nicht Genügend!

Gast: ROTENbeobachter
06.10.2012 11:45
2 1

Margot-Maria Fekter-Honneker

Wie sie sich doch immer mehr gleichen. Kommunissmus 1970 = "oe"VP heute.

Totengräberin

Die Fekter ist die Totengräberin des Mittelstandes, zumindest hauptverantwortlich. Das letzte Enteignungspaket der Regierung trägt ihre Handschrift. Natürlich sind Faymann und Spindelegger genau so mitschuldig, aber wenn sie Charakter hätte, würde sie sofort zurücktreten. Leider ist bei unseren Regierungspolitikern kein Rückgrat zu erkennen.

rechnen können ist so links-links

fekter sagt, wenn man die steuern für die millionäre senken würde, würde das ein loch von 20 milliarden im budget reißen. mit diesem beweis, dass sie rechnen kann hat sie sich endgültig als linkse entlarvt.

die marktkonform-bürgerliche antwort auf diesen einwand kann nur lauten: NA UND? das kann man wieder einsparen bei "bürokratie", insbesondere derjenigen, die diese loser wie arbeitslose, pensionisten und kranke hinten und vorne bedient (auch genannt: "sozialstaat"). da kann man die 20 milliarden die man onkel frank, khg, meinl und anderen leistungsträgern schenkt sofort wieder reinspielen.

Gast: Konservativer
05.10.2012 18:00
6 3

Ich habe mir die Inhalte nicht einmal genauer angesehen. Fekter ist dagegen. Also ist die Idee gut. Ende.


Re: Ich habe mir die Inhalte nicht einmal genauer angesehen. Fekter ist dagegen. Also ist die Idee gut. Ende.

und noch einen doppler bitte!

Gast: kleinerZyniker
05.10.2012 18:00
1 1

so fern mir Cap und Fekter

auch ideologisch liegen, haben diese diesmal sogar recht mit Ihren Aussagen:
"Im Hinblick auf das, was das BZÖ bei der Hypo Alpe-Adria zu verantworten habe, finde er die Initiative der Orangen „ziemlich mutig“, bekannte Cap. „Dieses Steuermodell des BZÖ ist ein Bucher-Steuerentlastungsmodell“, denn Bucher würde damit jährlich 17.000 Euro weniger Steuern zahlen, rechnete er schließlich vor."

und
"Das Konzept des BZÖ würde nach Rechnung Fekters eine Lücke von 20 Milliarden reißen."

Habs schon letzte Woche kommentiert:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1297931/Fekter_BZOeIdee-reisst-Luecke-von-20-Milliarden-Euro?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do
" target="_blank">http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1297931/Fekter_BZOeIdee-reisst-Luecke-von-20-Milliarden-Euro?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do


Warum keine Flat-Tax mit 45%?
Das nützt den Armen und Fleißigen und die Reichen zahlen mehr Steuern!

Gast: kleinerZyniker
05.10.2012 17:59
4 1

so fern mit Cap und Fekter

auch ideologisch liegen, haben diese diesmal sogar recht mit Ihren Aussagen:
"Im Hinblick auf das, was das BZÖ bei der Hypo Alpe-Adria zu verantworten habe, finde er die Initiative der Orangen „ziemlich mutig“, bekannte Cap. „Dieses Steuermodell des BZÖ ist ein Bucher-Steuerentlastungsmodell“, denn Bucher würde damit jährlich 17.000 Euro weniger Steuern zahlen, rechnete er schließlich vor."

und
"Das Konzept des BZÖ würde nach Rechnung Fekters eine Lücke von 20 Milliarden reißen."

Habs schon letzte Woche kommentiert:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1297931/Fekter_BZOeIdee-reisst-Luecke-von-20-Milliarden-Euro?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

Warum keine Flat-Tax mit 45%?
Das nützt den Armen und Fleißigen und die Reichen zahlen mehr Steuern!


Gast: Lukas
05.10.2012 17:21
5 4

Reiche "mega-entlasten" ist shortly ein dummes Gerede

einer Finanzministerin, die offenbar völlig überfordert ist!

Gast: Gast 2012
05.10.2012 17:18
11 1

Östzerreichs Wohlstand ist durch ESM-Vertrag bedroht

und das haben unsere Politkapazunder von SPÖVP mit grüner Unterstützung ganz allein und am Bürger vorbei in aller Eile beschlossen.

Gast: magra
05.10.2012 17:11
11 3

nicht das bzö...

....sondern bankenhaftungen, esm, eu, eurokrise, verschweundungssucht der jeweiligen ministerien, etc. reißen diese lücke.

7 1

Re: nicht das bzö...

Schuldentilgung/Zinsen nicht vergessen

5 6

Fekter

ist sowas von peinlich: REICHE ZAHLEN KEINE EINKOMMENSTEUER!!!!

6 0

Re: Fekter

Sowas nennt sich auch noch Finanzministerin!
Dumm oder Lügnerin, sie hat die Wahl.

Wo ist noch Wohlstand?

wo sieht die nach all den jahren versteckter inflationsrate noch wohlstand? mit einem mitteleinkommen bei 1400 netto kann man keine familie mehr erhalten, geschweige denn bisschen was weglegen oder haus in angriff nehmen. von denen, die noch weniger haben, ganz zu schweigen. endlich davonjagen die thuss... und man nennt es nicht "lücke", man nennt es endlich steuersenkung.

Gast: Paz
05.10.2012 16:46
2 3

Vereinfachung

Eine Vereinfachung des Steuersystems ist wünschenswert. Zu befürchten ist, dass die vorgeschlagene Flattax die kleinen und mittleren Einkünfte belastet und die hohen Einkünfte entlastet.
Darüber hinaus wird zu überprüfen sein ob das Budget eine Verringerung der Einkünfte verkraften könnte!?
Die Slowakei möchte angeblich von ihrem Flattaxsystem wieder abgehen.

5 0

Re: Vereinfachung

Sowas kann man nachrechnen. Aber die Ausnahmen und Schlupflöcher nicht vergessen, die sind das Kraut in der Suppe!

Re: Vereinfachung

das sind alles schreckliche, von fekter und co. natürlich absichtlich gestreute mißverständnisse um flat- bzw fairtax. (oder mancher wie bzö mags doch so meinen): aber an sich heisst das ausnahmen abschaffen bei den höchsten gewinnen (banken, industrie, ausländische gewinne in österreich, weg mit der abschreibarkeit von investitionen/verlusten im ausland etc.) die kleinen einkommen bis 15.000 oder 20.000 pro jahr bleiben ek-steuerfrei. zumindest ist das bei stronach so. und wenn dann all diese mehreinnahmen in der kasse ankommen: steuersenkung aufs notwendige.

Mega-Entlastet?

Warum, die zahlen den gleichen Prozentsatz wie jeder andere auch. Ich finde das fair und bin noch weit weg davon, zur Oberschicht zu gehören.

4 2

Re: Mega-Entlastet?

Naja, sie geht davon aus, dass viele nicht prozentrechnen können, und schürrt damit das SPÖ Bild: gleicher Prozentsatz bedeutet gleich Steuerhöhe.

Gast: Eyjafjallajoekul
05.10.2012 15:46
2 0

20 milliarden was?

gehirnzellen?

Gast: wtf
05.10.2012 15:40
11 0

Was wurde übrigens aus der Verwaltungsreform?


Davon hört man keinen Mucks mehr. Österreich leistet sich weiterhin 9 Minikaiserreiche und eine Armee an unnötigen Landes-, Bundes- und sonstigen Räten und -abgeordneten. PFUI!

Belastet wird der Mittelstand und die Familien. Danke!

0 0

Re: Was wurde übrigens aus der Verwaltungsreform?

Ich bin sicher man arbeitet schon daran, wie man dann die machtzentren und deren arme benennen wird. Man hat halt noch keine Lösung gefunden, und darum muss die Reform noch warten.

Gast: Abgezockter Wähler
05.10.2012 15:26
4 0

Wie wäre es, bei der Parteienfinanzierung und anderen “mega” unnötigen Ausgaben zu sparen?

Bei einem Blick auf meinen Lohnzettel geht mir das Messer in der Tasche auf. Die “Leistungspartei” ÖVP ist seit Jahrzehnten in der Regierung und die Belastung des Faktors Arbeit ist ungeschlagen hoch.

Für den fleißigen Mittelstand: Unwählbar!

Gast: Allesistmöglich
05.10.2012 15:25
10 1

Fekter als Rechenkünstlerin

Ich bin erstaunt, wie schnell Frau Fekter ausrechnen konnte, was die Vorschläge des BZÖ kosten. Bei den Griechen machen wir ja das große Geschäft.

 
12