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Stronach versus Strache

06.10.2012 | 17:51 |   (Die Presse)

Umfragen zufolge wird Stronach vor allem der FPÖ schaden. Vorn liegt Strache aber im Internet – nun auch mit FPÖ-TV.

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Die Zahlen sind eindeutig: 17 Prozent jener, die bei der Nationalratswahl 2008 die FPÖ gewählt haben, würden jetzt zum Team Stronach wechseln, errechnet Meinungsforscher Peter Hajek in einer Umfrage für ATV. Bei den potenziellen FPÖ-Wählern ist der Anteil sogar noch größer: Laut Imas-Institut könnten sich 39 Prozent für den Neo-Politiker erwärmen. Auch weitere Umfragen kommen zum Schluss: Das Team Stronach, das auf elf bis 16 Prozent geschätzt wird, wird vor allem der FPÖ schaden.

Warum? Die Antwort ist die naheliegende: Auch Stronach schöpft aus dem Protestpotenzial. Inhalte sind für diese (nicht sehr loyale) Wählergruppe zweitrangig. Ihr gehe es um „Anti-Establishment-Effekte“, sagt Hajek, darum, dass die Partei „nicht zum politischen System gehört“. Genau das glaube man Stronach eher: „Strache ist so lange dabei. Würden wir abfragen, ob er ein Politiker ist, würden das alle bejahen. Bei Stronach bin ich nicht sicher.“

Einen Vorteil hat die FPÖ aber in den Social Media. Unter Facebook-Usern ist Strache bei der Kanzlerfrage laut Hajek sogar Nummer eins. Seit September ist das FPÖ-Online-Angebot um eine Facette reicher: Unter dem Titel „FPÖ-TV“ produzieren fünf FPÖ-Mitarbeiter ein wöchentliches, fünfzehnminütiges Magazin, das via YouTube verbreitet wird und dessen Intro an die „Zeit im Bild“ erinnert. Die Leitung hat Alexander Höferl, der Sprecher von Martin Graf. Die Premiere hält laut Höferl bei 12.000 Klicks. FPÖ-TV soll aus dem „FPÖ-Society-Bereich“ berichten sowie „Politisches und Investigatives“ abdecken. In der aktuellen Ausgabe geht es um die Wehrpflicht und die Gemeindebauwohnung von Grün-Politiker Peter Pilz – Großaufnahme der Wohnungstür inklusive. uw

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2012)

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12 Kommentare
Gast: hcberlusconi
07.10.2012 13:15
1 2

Strache wäre gerne Berlusconi

FPÖ-TV, wie lieb... So wie Berlusconi!

Antworten Gast: Trollblume
07.10.2012 21:24
0 1

Re: Strache wäre gerne Berlusconi

zum glück fehlt ihm die reichweite

Gast: Eyjafjallajoekul
07.10.2012 03:34
3 2

STROH 80 vs Koksnase

was für ein wettbewerb!

Gast: wienerboy
06.10.2012 22:50
1 4

protestwähler

denke nicht das die stronsch wähler protestwäler sind! zur zeit ist es die beste partei österreichs!

Gast: Gast 2012
06.10.2012 22:19
2 4

loyale Wähler?

wird es nur geben wenn auch die Parteien gegenüber dem Bürger loyal sind. Heute verscherbeln SPÖVP mittels ESM-Vertrag die Zukunft der Bürger und sind nur mehr Brüssel hörig. Die Österreicher zu fragen bevor sie so weitreichende Entscheidungen treffen halten die abgehobenen Parteibonzen für unnötig.

Antworten Gast: gillian
07.10.2012 15:25
0 0

Re: loyale Wähler?

An Gast2012: Ich bin völlig Ihrer Meinung. Allerdings glaube ich nicht mehr an "Brüssel" als den obersten Hort der Ignoranten und Abkassierer unter andauerndem Sirenengesang: Schauen Sie ins neue "Format", Seite 24!

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Vom Protestwähler zum überzeugten Wähler

Zum Ersten ist der Artikel nicht namentlich gekennzeichnet - traut sich der Redakteur nicht, seinen Namen drunter zu schreiben?

Zum Zweiten hat Mr. Anonymous, wie schon vieler seiner Vorschreiberlinge, eines nicht erkannt:

Vielleicht erfolgt das erste Mal Strache oder Stronach wählen aus Protest. Nimmt man aber dann zur Kenntnis, wie man als Wähler in diversen medialen Kommentaren diffamiert wird ("ungebildet", "beschränkt", "kurzsichtig"...), dann überkommt einen so richtig die Wut, auf die da oben, auf die Systemerhalter, auf die neunmalklugen Schreiberlinge, die den Wählern vorschreiben wollen, was sie denken dürfen und was nicht.

Dann - spätestens dann - wird man zum überzeugten Wähler. Daher ist es letztendlich auch egal, ob Strache oder Stronach. Das Lager derer, die von Rot/Schwarz endgültig genug haben, wird täglich größer, und zwar aus Überzeugung.

Gast: asaea
06.10.2012 20:03
2 3

12.000 Klicks sind nicht viel.

Zeigt halt, dass bei der Politikverdrossenheit schon ein medialer Furz groß genug ist, um in die Zeitung zu kommen.

Jetzt geht es um unser Österreich

das von den Politikern dieser Generation schamlos ausgebeutet wird.
Protestwähler -


wir waren das mal.


Wir sind keine Protestwähler


Re: Wir sind keine Protestwähler

wir wollen Veränderung