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Erste Ergebnisse: Burgenland hat gewählt

07.10.2012 | 18:57 |   (DiePresse.com)

In allen 171 Gemeinden wurden neue Vertretungen gewählt. Die ÖVP verlor den Bürgermeistersessel in der Bezirkshauptstadt Güssing an die SPÖ.

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Im Burgenland sind heute in allen 171 Gemeinden die Bürgermeister und Gemeinderäte neu gewählt worden. 259.444 Wahlberechtigte hatten die Möglichkeit, für die kommenden fünf Jahre über die politischen Kräfteverhältnisse in den Gemeindestuben zu bestimmen. In jenen Kommunen, wo heute kein Bürgermeisterkandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhielt, findet am 4. November eine Stichwahl statt.

--> zu den Wahlergebnissen

Um 17 Uhr haben die letzten Wahllokale geschlossen. Noch sind aber nicht alle Stimmzettel ausgezählt. Ein Überblick, in welchen ausgezählten Gemeinden sich etwas geändert hat: 

  • Die VP verliert ihren Stadtchef in der Bezirkshauptstadt Güssing an die Sozialdemokraten. SP-Spitzenkandidat Vinzenz Knor gewann mit 58,6 Prozent der Stimmen den Bürgermeistersessel. Im Gemeinderat hat die SPÖ nun 13, die ÖVP 12 Mandate. Im südburgenländischen Mischendorf kommt es zu einer Rochade mit umgekehrten Vorzeichen: SP-Bürgermeisterin Brigitte Schendl (SPÖ) muss ihr Amt an Martin Csebits (VÖP) abtreten. Im Gemeinderat wanderten zwei Sitze von den Sozialdemokraten zur Volkspartei, die nun elf Mandate hat. Die SPÖ stellt künftig zehn Gemeinderäte.
  • In Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) ist die Entscheidung noch nicht gefallen, die Bürger müssen am 4. November zur Stichwahl. Auch in Großhöflein wurde die Entscheidung vertagt: Dort schaffte es der Spitzenkandidat der Liste Burgenland, Wolfgang Rauter, mit 42,9 Prozent in die Stichwahl, SPÖ-Amtsinhaber Oswald Kucher kam nur auf 29,4 Prozent. Und im Gemeinderat ist die Liste Burgenland nun mit acht Mandaten stärkste Fraktion vor der SPÖ mit sieben.

  • Kleinste Gemeinde: In Tschanigraben mit 78 Wahlberechtigten schmälerte das Antreten der ÖVP die SP-Dominanz. Statt 100 Prozent kamen die örtlichen Sozialdemokraten "nur" auf 71,8 Prozent, sie verloren zwei Mandate an die ÖVP. Die Wahlbeteiligung war in dem Mini-Ort mit 91 Prozent respektabel.

    Kurioses: Kurioses gab es schon vor der Wahl aus Marz, einem Vorort von Mattersburg. zu vermelden: Dort fehlt die SPÖ nämlich auf dem Stimmzettel. Der Spitzenkandidat der örtlichen SPÖ, gleichzeitig Vizebürgermeister, hatte den Wahlvorschlag erst nach Fristende eingebracht. VP-Bürgermeister Gerhard Hüller kam ohne Gegenkandidaten auf 87,6 Prozent der Stimen. Im Gemeinderat sind nur nur noch die ÖVP mit 19 und die FPÖ mit ihren beiden einzigen Kandidaten auf der Liste vertreten.
  • Die Ausgangslage: Die SPÖ stellte bisher 88 Ortschefs, die ÖVP 78. In Deutschkreutz amtiert ein Ortschef der Liste Burgenland. Die Bürgermeistersessel in Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg), Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) sowie in Bocksdorf und Rohr (beide Bezirk Güssing) sind in den Händen von Bürgerlisten.
  • Spannend wird es in Eisenstadt: Die ÖVP hat in der Landeshauptstadt eine absolute Mehrheit zu verteidigen. Kurioses gab es schon vor der Wahl aus Marz, einem Vorort von Mattersburg. zu vermelden: Dort fehlt die SPÖ nämlich auf dem Stimmzettel. Der Spitzenkandidat der örtlichen SPÖ, gleichzeitig Vizebürgermeister, hatte den Wahlvorschlag erst nach Fristende eingebracht.

Nicht nur im Burgenland wurde heute gewählt: Auch die Bürger in der niederösterreichischen Statutarstadt Krems waren aufgerufen, über die Zusammensetzung des Gemeinderates in den kommenden fünf Jahren zu entscheiden.

(APA/Red.)

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36 Kommentare
 
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Gast: africano
08.10.2012 18:25
0 0

Kein Burgenländer Witz .

Ein SPÖ Politiker machte den Vorschlag ,Burgenländer nach Griechenland zu schicken , um den Griechen bei ihren Problemen zu helfen.

Kurioses

Sehr geehrte Redaktion,

auch wenn Sie von der Kuriosität der fehlenden SPÖ mehrfach berichten, es wird nicht kurioser!
MfG

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Der oft gescholtene Burgenlandwitz wurde heute Realität


die Altparteien wurden gestärkt...

Gast: wolfi48
07.10.2012 20:47
0 1

Komisch

Komisch wie die, die am meisten nach Volksentscheidungen und direkter Demokratie schreien, diese dann schließlich zur Kenntnis nehmen!?
Sie ärgern sich meistens "Blau" und meinen offenbar, dass sich rund 90 % der BurgenländerInnen geirrt hätten!


Gast: Bello
07.10.2012 20:21
1 0

Was kann man von einem Burgenländer verlangen???

Sind die Burgenländer wirklich so zurückgeblieben? Sehen die denn nicht, was uns die SPÖ, ÖVP und GRÜNE die ganze Zeit eingebrockt haben? Ich hoffe nur, dass es nicht das restliche Österreich nachmacht.

Gast: SOana
07.10.2012 20:14
0 0

Vorsicht

Gemeinderatswahlen sind reine Personenwahlen, dass ist also nicht auf Bundesebene umzulegen. Ihr wählt doch auch keinen unsympathischen, unfähigen Politiker obwohl euch die Farbe gefällt ;)

Gast: Göü
07.10.2012 20:12
1 0

Ja ihr Burgenlandler

die Witze sind jetzt Realität geworden. Habts schon recht gehabt dass ihr die rote Brut wieder gewählt habt.Denn wenn die euch das weiße aus den Augen nehmen, tut es nicht so weh und ist für euch anscheinend am leichtesten auszuhalten.
Jetzt braucht ihr euch auch nicht zu wundern, dass die Wiener euch die Parkplätze madig machen die ihr ihnen bisher verstellt haben.

Die Schilfschneider sind wirklich zurückgeblieben!(2.Versuch)


Ein normaler Österreicher würde sich die Finger abschneiden, bevor er Rot oder Schwarz wählt!


Nie wieder werde ich über einen Burgenländerwitz lachen.

Jetzt weiß ich, dass die wirklich so sind.

Antworten Gast: Die Vernunft ...
07.10.2012 20:08
1 0

Re: Nie wieder werde ich über einen Burgenländerwitz lachen.

Die Vernunft scheint doch auch im östlichsten Bundesland "um sich zu greifen"!
.
BE(GASWEG), heißt "Burgenlandmenergie" ist schon seit >40 Jahren "der SPÖGoldwert"!

hier sieht man plakativ, welche Einsparungspotentiale es in ö gibt...

in Wien gibt es einen bezirksvorsteher für die paar Leute im Burgenland... der Föderalismus kostet uns zig Millionen ...

Ja, die Burgenländer lassen sich von vorne bis hinten anprunzen!

Ich erinnere nur an die letzten Wahlen, wo ein ÖVP Kandidat Wahlmanipulation betrieben hat! Natürlich wurde er bei der Wahlwiederholung wieder gewählt.

Und was wählen die restlichen Burgenländer? Richtig. Parteien die ihre Kommunikationsdaten überwachen, sie bevormunden und ihr Steuergeld andre Staaten schenken. Dafür erhöhen wir die Möst in Österreich, weil Treibstoff eh so billig ist!

Ja, die Österreicher lieben Zwangsenteignung und Zwangsvorschriften!

Gast: Bürgenländerin
07.10.2012 18:22
5 14

SPÖ-ÖVP. ÖVP-SPÖ. Fad.

Die Piraten müssen mehr Schwung rein bringen.

Gast: Gruselig
07.10.2012 17:53
10 7

Und jetzt soll noch einer Behaupten,

dass wir nicht Griechenland sind.

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Kalifornien mit 37 Millionen Einwohnern kommt mit einem Gouverneur aus


das Burgenland braucht für die paar Hanseln 171 feister Politwampen, jeweils mit jochbezahlter Entourage, um das Land zu gigantisch höheren Kosten mies zu verwalten.

Gaulschreck im Rosennetz...

Re: Kalifornien mit 37 Millionen Einwohnern kommt mit einem Gouverneur aus

Aha! Da gibt es also keine Gemeinden und Bürgermeister!
Geht's noch?

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Aha! Da gibt es also keine Gemeinden und Bürgermeister!

Richtig!
Bis hinunter zur lokalen Feuerwehr und Polizei. Nicht in unserer staatlich daueralimentierten Hofschranzenart. Dort und en USA finanzieren sich die kleinsten entities selbst oder gehen bust. Das mach den gewaltigen Unterschied in Effizienz aus!

Antworten Gast: Johann S
07.10.2012 17:31
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Re: Kalifornien mit 37 Millionen Einwohnern kommt mit einem Gouverneur aus

Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist nicht sehr legitim.
Auch Kalifornien hat in jeder Kommune einen Bürgermeister.
Scherzhaft sei noch angemerkt,daß nicht alle Burgenländer"Hansl"als Vornamen tragen.

0 1

Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist sehr wohl legitim.

denn bei beiden handelt es sich um Kernobst einer ähnlichen Familie.

Und genauso ist es bei meinem Vergleich - nicht das selbe aber vergleichbar.
Und das es in den USA so was wie Proporz, Paritätische, Kammern und Koalitionen unserer maligner Prägung gibt können sie nur Minderbemittelten in Österreich andrehen.

Re: Kalifornien mit 37 Millionen Einwohnern kommt mit einem Gouverneur aus

Ihr Glück das Dummheit nicht weh tut. Einen Gouverneur (also Landeshauptmann) mit Bürgermeistern zu vergleichen.

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...und rechnen könne Sie, Graf Starhemberg, auch nicht...

wenn Sie die Bevölkerungszahl des Burgenlandes und die dort in der politischen Verwaltung semi-beschäftigten Personen in Relation zu jener in Kalifornien setzen (könnten - denn dazu wäre die Kenntnis von Schlussrechnung Voraussetzung) dann würden Sie auf Zahlen kommen die absolut astronomisch wären.

Aber das braucht es gar nicht – wenn Sie die gesamte Verwaltung und deren prozentuellen Aufwand im Verhältnis zum Budget / Gesamtzahl der Bevölkerung der EU ins Verhältnis zu jener Österreichs incl. der lokalen Vorfeldorganisationen setzen würden, würden Sie feststellen dass mit der Mannschaft die wir in Österreich beschäftigen die gesamte EU verwalten könnten. So die was leisten würden, natürlich.
Davon Österreich der Schweiz zu messen, die keinen einzigen Beamten mehr in der Verwaltung beschäftigt, gar nicht zu reden.

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Kommunalwahlen...

...sind kaum richtungsweisend. Wenn der amtierende Bürgermeister "gut" ist, wird seine Partei auch immer wieder gewählt, auch wenn (bis auf Überzeugungswähler) die Leute sonst anders wählen. So kann es passieren, dass jemand in der Gemeinde den SPÖ-Bürgermeister unterstützt, im Land den ÖVP-Landeshauptmann, und bei den NR-Wahlen eben grün, blau oder orange wählt.

nur 5 bürgermeister

von 171, die nicht der spö oder övp angehören.
nicht nur topographisch sondern auch parteipolitisch eine (teilweise) öde
(s)teppenlandschaft.

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171 Gemeinden!!!!

Luxus, für die größe von Burgenland würde ein Bürgermeister genügen!

Antworten Gast: Fprester
07.10.2012 16:44
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Re: 171 Gemeinden!!!!

Hat nicht kürzlich der Rechnungshof aufgezeigt, dass die optimale Gemeindegrösse bezüglich der Verwaltungskosten bei 5000 Einwohnern liegt?

Re: 171 Gemeinden!!!!

und wieso hat in quasi jeder Bezirk seinen "Bürgermeister"?

 
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