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SPÖ sitzt auf großem Schuldenberg, ÖVP "saniert"

07.10.2012 | 10:28 |   (DiePresse.com)

Die Kanzlerpartei steht mit fünf Mio. Euro in der Kreide. Ihr Rechenschaftsbericht ist zudem lückenhaft. ÖVP, Grüne und BZÖ bezeichnen sich indes als "schuldenfrei". Vor allem bei der ÖVP ist das erstaunlich.

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Mit Ausnahme der SPÖ haben die Parlamentsparteien ihren Schuldenstand im Vorjahr teils kräftig reduziert. Das geht aus den Rechenschaftsberichten der Parteien für das Jahr 2011 hervor. Allein die FPÖ hat demnach über drei Millionen Euro getilgt. ÖVP, Grüne und BZÖ bezeichnen sich heute gar als schuldenfrei. Besonders erstaunlich ist das bei der ÖVP, die noch zu Jahresbeginn auf einem millionenschweren Schuldenberg saß, diesen nach eigenen Angaben aber im ersten Halbjahr abgezahlt hat.

Die Parteien müssen ihren Schuldenstand zwar nicht veröffentlichen, die jährlichen Rechenschaftsberichte lassen aber Rückschlüsse auf die finanzielle Lage zu. Dort müssen die Parteien nämlich bekannt geben, in welcher Höhe sie neue Kredite aufgenommen haben und wie viel Geld in Zinsen und Tilgungen floss.

ÖVP "saniert"

Für die ÖVP ergab das zuletzt folgendes Bild: Für die vorzeitige Wahl 2008 und die EU-Wahl 2009 musste sich die Partei mit 8,6 Mio. Euro verschulden, in Zinsen und Tilgungen flossen seither aber nur 3,4 Millionen Euro (davon allein 2,6 Millionen Euro 2011). Anfang 2012 musste die Partei also noch auf deutlich über 5 Mio. Euro Schulden gesessen sein. Mittlerweile ist die ÖVP aber "saniert", wie Generalsekretär Hannes Rauch sagt: Man habe die Schulden im ersten Halbjahr abbezahlt.

Dass die ÖVP dafür noch gezielt anonyme Großspenden akquiriert haben könnte, bevor mit 1. Juli die Spendenoffenlegung in Kraft trat, weist Rauch jedoch zurück. "Selbstverständlich" gebe es in einer Partei auch Spenden, ausschlaggebend sei aber gewesen, dass die Länder ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen seien und dass man die Strukturen verschlankt habe. Zumindest im Vorjahr wurde der Schuldenabbau durch Großspenden aber zumindest deutlich erleichtert: Der Rechenschaftsbericht weist Spendeneinnahmen von 1,3 Millionen. Euro aus, das entspricht der Hälfte der Zinsen und Tilgungen.

SPÖ sitzt auf großem Schuldenberg

Für die SPÖ bestätigt Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter dagegen nach wie vor einen Schuldenstand von rund fünf Millionen Euro. Die SPÖ hatte zusätzlich zu den "normalen" Wahlen auch den Bundespräsidentenwahlkampf 2010 zu schlagen und nahm von 2008 bis 2010 Kredite von insgesamt rund 5,1 Millionen Euro auf. In Zinsen und Tilgungen flossen seit 2008 allerdings nur 2,5 Millionen Euro. Kräuter verweist dennoch auf eine "positive Tendenz" durch den Sparkurs beim Personal- und Sachaufwand. Ein schuldenfreier Start ins Wahljahr 2013 werde sich aber "nicht ausgehen". Großspenden gab es für die SPÖ (wie auch für FPÖ und Grüne) 2011 nicht.

Der Rechenschaftsbericht der SPÖ für 2011 weist übrigens eine Lücke von über 900.000 Euro auf. Grund laut Bundesgeschäftsführer Kräuter: Die Zeile mit dem Einnahmen-Saldo (de facto der Verlust zum Jahresende) sei offenbar "verloren gegangen". Daher werde man den Rechenschaftsbericht nun korrigieren und noch einmal veröffentlichen, "damit alles seine Ordnung hat", so Kräuter.

FPÖ baut Schulden ab

Keine Auskunft war vorerst von der FPÖ zu erhalten. Die Partei hat ihre Finanzen seit der Abspaltung des BZÖ jedoch voll auf Öffentlichkeitsarbeit und den Abbau der "Altschulden" ausgerichtet, andere Ausgabenposten wurden zurückgefahren. Zudem weist die Parteibilanz seit Jahren hohe Überweisungen des Parlamentsklubs aus, 2011 auch Zuwendungen der Landesparteien von 1,7 Millionen Euro. Ergebnis: Die FPÖ hat im Wahljahr 2008 zwar 900.000 Euro Kredit aufgenommen, seither (bis inklusive 2011) aber 8,6 Millionen Euro in Tilgungen und Zinsen gesteckt, davon allein 3,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Grünen sind laut Generalsekretär Stefan Wallner seit heuer schuldenfrei und bereits mit dem Ansparen für den Wahlkampf beschäftigt. Insgesamt rechnet Wallner mit einem Wahlkampfbudget von 3 Mio. Euro, weitere 900.000 Euro fließen in "Vorwahlaktivitäten" wie die aktuelle Plakatkampagne und die Sommertour von Parteichefin Eva Glawischnig.

BZÖ lässt Frist verstreichen

Das BZÖ hat als einzige Partei die Frist für die Veröffentlichung des Rechenschaftsbericht 2011 verstreichen lassen. Diese hätte bis 30. September 2012 erfolgen müssen. Nach Angaben eines Parteisprechers ist das Bündnis jedoch ebenfalls schuldfrei. Als Grund für die Verzögerung wurden Terminprobleme mit dem Wirtschaftsprüfer angeführt.

(APA)

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54 Kommentare
 
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Unglaublich

in was für einer Pretoulie wir sitzen.
Immer mehr kristallisiert sich heraus was ÖVP/SPÖ in den letzten 20 Jahren getrieben haben.
Die haben uns sowas von verraten und ausgesackt.
Ich hoffe das viele Wählen gehen werden.
Nur wenn jeder dieses einzige Recht wahrnimmt das uns unsere DEMOKRATIE gelassen hat, nur dann könnte es gehen DIESE SPÖ/ÖVP Brut von ihren FUTTERNÄPFEN zu entfernen.

Team Stronach.

SPÖ setzt ihren Namen um

Schulden Partei Österreichs
Wir machen Schulden für Euch und für Uns!

Gast: bergziege
07.10.2012 22:45
1 0

Wen wundert es?

Ein Argument mehr, weshalb die SPÖ in Wien und wo immer es möglich erscheint, heftig kassieren muss. In der ÖVP sitzen doch des Rechnungswesens Mächtige und keine dilettantischen Emporkömmlinge.

SPÖ sitzt auf großem Schuldenberg

nichts, was sich nicht mit ein paar Inseraten in Ordnung bringen läßt. Die Verdoppelung der Parteienförderung wird für das Catering der Funktionäre und für einen Deutschkurs für Laura aufgebracht.

P.S. wie bereits erwähnt hat Gusenbauer die SPÖ längst saniert. Wie hat es Faymann geschafft, in so kurzer Zeit derartige Schulden anzuhäufen ?

Gast: raasdorfer
07.10.2012 20:26
1 0

Die ÖVP ist halt eine Wirtschafts Partei

Die wissen halt noch wie man Wirtschaftet. Alle Unternehmen wo die SPÖ daran beteiligt ist, oder war, haben noch nie wirklich gewußt wie man Gewinn schreibt um schuldenfrei zu sein.

Hoffen wir,

dass die ÖVP nicht durch jene Art der Parteienfinanzierung saniert wurde, die gerade Gegenstand eines Gerichtsverfahrens gewesen ist.

Bitte um Offenlegung der Geldquellen, Herr Rauch, damit wir sicher sein können, dass alles so sauber ist, wie wir das erwarten.

4 0

was ist ein sozialist? einer der kein geld hat und es mit allen teilen will!!!


Aber natürlich, die ÖVP ist ja die Wirtschaftspartei!

Das ist das was unsere billigen Medien unseren primitiven Bürger seit Jahrzehnten eintrichtern!

Ein paar Millionen für eine Homepage - mann kennt sich ja gut aus was was kosten darf! Und wenn es erst mal darum geht, wie man ein Unternehmen führt, na Servas sind die Kompetent!

Gusenbauer hatte noch Freunde wie Schlaff

Faymann lässt sich seinen Werbeaufwand vom Steuerzahler bezahlen.

Ich bin mir selbst nicht sicher was schlimmer ist.

Gast: Krautinger F
07.10.2012 18:43
1 0

Kein Problem

Die "Reichen" sollen zahlen.

Spezialität der Roten:

Das Geld ausgeben, das andere erwirtschaften, um Wählerstimmen einzukaufen.

Gast: Krautinger F
07.10.2012 18:43
0 0

Kein Problem

Die "Reichen" sollen zahlen.

Spezialität der Roten:

Das Geld ausgeben, das andere erwirtschaften, um Wählerstimmen einzukaufen.

0 0

Sanierung

Fazit: mit Homepages lässt sich ein Partei gut sanieren.

Gast: h775
07.10.2012 18:18
0 3

nichts neues die övp saniert sich schon lange auf kosten der bürger


Gast: Gast 2012
07.10.2012 17:57
9 0

um die SPÖ mache ich mir keine Sorgen

die erhöhen einfach Steuern, Gebühren und Abgaben und für ihre Werbung in Zeitungen und im ORF kommt der Steuerzahler zwangsweise auf!

Gast: Till aus dem Haus der Freude
07.10.2012 17:18
4 1

Na ja, man hat es sich mit dem Elsner...

...verscherzt, als man ihn als alleinigen BAWAG-Sündenbock in die Wüste jagte.
Nachdem er den Golfplatz von Aix-en-Provence mit einer Zwei-Mann-Zelle in der Josefsstadt tauschen musste, ist er verschnupft...

...deshalb ist es schwer vorstellbar, dass der "Marcel" noch einmal ein "Hofer"-Plastiksackerl (oder war's doch von Tiffany?) 'rüberwachsen lässt um die Baddei zu sanieren.

Müssen halt wieder die Mitglieds-Beiträge erhöhen, die Roten. Wer kann sich das Partei-Büchel dann noch leisten? Die Flicks? Der Mateschitz? Die Rothschilds oder gar der Androsch?? Vielleicht macht man dem Uncle-Frank ein Angebot...

Antworten Gast: UKW aus dem Haus der Trauer
07.10.2012 19:45
0 0

Re: Na ja, man hat es sich mit dem Elsner...

"Müssen halt wieder die Mitglieds-Beiträge erhöhen, die Roten. Wer kann sich das Partei-Büchel dann noch leisten?"

Das ist wirklich bitter. Der Mittelstand kann sich in Österreich nicht einmal mehr das SPÖ-Parteibuch leisten. Wie sollen da die einfach gestriickten Leute noch jemals einen Beamtenjob ergattern? Vielleicht braucht es einen staatlichen Zuschuss? Eine Förderung? Einen Absetzposten von der Einkommenssteuer?

Ich hoffe die UNO lässt diesen Umstand in ihren nächsten Armutsbericht einfließen. Die Herren Küüberl und Laandau sollten das Caaritas-Budget anzapfen für die armen SPÖ-Mitglieder. Hausmeister ohen SPÖ-Parteibuch? Undenkbar in Österreich. Ich bin tief erschüttert, traurig, untröstlich.

Nächstes Jahr sind wir schuldenfrei!

Könnten die "Finanzexperten" der ÖVP den österreichischen Staatshaushalt auch einmal so sanieren?

Gast: Doividl
07.10.2012 15:58
6 3

Privatkonkurs?

Sie können nicht mit ihrem ergaunerten Geld wirtschaften!

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Re: Privatkonkurs?

richtig!!
die övp zeigt vor wie man mit schmiergeld von teurofighter, radaranlagenbau und anderen zahlern firmen umgeht!

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Gusenbauer sanierte SPÖ!

Ich erinnere mich an die Schlagzeile, wo Gusenbauer die SPÖ sanierte und keine Schulden bestanden! In wenigen Jahren hat es Dr.Dr.Dr. Feigmandl wieder geschafft den ursprünglichen Zustand der SPÖ herzustellen!!! Dasselbe gelingt ihn auch mit Österreich, selbstverständlich mit vorbildlicher Unterstützung der ÖVP!!!

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Re: Gusenbauer sanierte SPÖ!

Gegen Faymann war Gusenbauer ein Gott ;)

Gast: schüsselfekter
07.10.2012 15:37
11 3

övp: schuldenfrei

hier würde der staatsanwalt garantiert ein riesiges betätigungsfeld finden. wenn er ermitteln dürfte. zum glück gibt es jede menge schützende hände.

die

SPÖ wird das schon machen und zwar mit Steuergeld so wie damals die Landesverräter !

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Da sieht man wieder,

wie die SPÖ sich selbstlos aufopfert. Nichts ist ihr für uns zu teuer. Vor allem nicht die Propaganda.

Gast: bezahlto
07.10.2012 14:29
6 0

Vor allem bei der ÖVP ist das erstaunlich. -- WIESO?

Die ÖVP verteidigte das Zentrum hingegen mit dem Verweis, dass Dialog unverzichtbar sei und Wien eine Stadt des Dialogs bleiben solle. Da dürfe man auch die (in Saudi-Arabien führenden) Wahhabiten nicht ausschließen, meinte Mandatar Reinhold Lopatka.

Die ehemalige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) soll als stellvertretende Generalsekretärin dienen.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1263114/Koenig-AbdullahZentrum-darf-sich-in-Wien-ansiedeln" target="_blank">http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1263114/Koenig-AbdullahZentrum-darf-sich-in-Wien-ansiedeln

Na geh……

Ich dachte dafür hätten wir jetzt die Parteien Finanzierung erhöht das sowas nicht vorkommt…

 
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