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Rauch: Die ÖVP ist schuldenfrei

07.10.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Die ÖVP habe ihren Millionen-Schuldenberg im ersten Halbjahr 2012 abgezahlt, heißt es aus der Partei. Nicht nur mit Spenden. Die SPÖ hat hingegen nach wie vor einen Schuldenstand von fünf Millionen Euro.

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Wien/Red./Apa. Die Parlamentsparteien haben ihren Schuldenstand im Vorjahr teils kräftig reduziert. Das geht aus den Rechenschaftsberichten für 2011 hervor. Allein die FPÖ hat über drei Millionen Euro getilgt. ÖVP, Grüne und BZÖ bezeichnen sich als schuldenfrei. Besonders erstaunlich ist das bei der ÖVP, die noch zu Jahresbeginn auf einem millionenschweren Schuldenberg gesessen ist.

Die Parteien müssen ihren Schuldenstand zwar nicht veröffentlichen, die jährlichen Rechenschaftsberichte lassen aber Rückschlüsse auf die finanzielle Lage zu. Denn darin muss bekannt gegeben werden, welche Kredite aufgenommen wurden und wie viel Geld in Zinsen und Tilgungen floss.

Für die ÖVP ergab das folgendes Bild: Für die vorzeitige Wahl 2008 und die EU-Wahl 2009 musste sich die Partei mit 8,6 Millionen Euro verschulden, in Zinsen und Tilgungen flossen seither aber nur 3,4 Millionen Euro (2011 allein 2,6 Millionen Euro). Anfang 2012 muss die ÖVP also noch deutlich mehr als fünf Millionen Euro Schulden gehabt haben. Mittlerweile sei die Partei aber „saniert“, sagt Generalsekretär Hannes Rauch. Man habe die Schulden im ersten Halbjahr getilgt.

Dass die Partei noch schnell anonyme Großspenden akquiriert haben könnte, bevor mit 1. Juli das neue Parteispendengesetz in Kraft getreten ist, weist Rauch zurück. „Selbstverständlich“ gebe es in einer Partei auch Spenden. Ausschlaggebend sei aber gewesen, dass die Länder ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen seien und man die Strukturen verschlankt habe. Zumindest im Vorjahr wurde der Schuldenabbau durch Großspenden aber zumindest erleichtert: Der Rechenschaftsbericht weist Spendeneinnahmen von 1,3 Millionen Euro aus.

 

SPÖ: Fünf Millionen Euro Außenstände

Die SPÖ hat hingegen nach wie vor einen Schuldenstand von fünf Millionen Euro, wie Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter erklärte. Die Partei hatte neben den „normalen“ Wahlen auch den Bundespräsidenten-Wahlkampf 2010 zu schlagen und nahm von 2008 bis 2010 Kredite von rund 5,1 Millionen Euro auf. In Zinsen und Tilgungen flossen seit 2008 aber nur 2,5 Millionen Euro. Durch den Sparkurs beim Personal- und Sachaufwand gebe es aber „eine positive Tendenz“, sagte Kräuter. Schuldenfrei werde man aber nicht in das Wahljahr 2013 gehen können. Großspenden bekam die SPÖ (wie auch die FPÖ und die Grünen) im Vorjahr keine.

Keine Auskunft war vorerst von der FPÖ zu erhalten. Die Grünen sind laut Auskunft von Generalsekretär Stefan Wallner seit heuer schuldenfrei. Das BZÖ hat seinen Rechenschaftsbericht für 2011 zwar noch nicht veröffentlicht. Nach Angaben eines Sprechers hat die Partei aber keine Außenstände.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2012)

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44 Kommentare
 
12
Gast: Hans M..
09.10.2012 09:08
2 0

Ihre Parteien könne sie sanieren,binnen kurzer Zeit

aber Österreich nicht.
Ach ich Trottel,wir mit unserem Steuergeld haben sie ja saniert.
In dem Fall haben wir Steuerzahler jetzt die Schulden übertragen bekommen oder wie?
Und darauf sind die auch noch Stolz,Danke.

Gast: gewürzt
09.10.2012 08:26
2 0

Parteien schuldenfrei



..na bei gewissen ist das ja kein Problem bei all den "part of the games"...

Gast: Hans M..
09.10.2012 07:20
2 0

Oberfaul

Wenn das alles mit rechten Dingen zu gegangen ist dann will ich ab jetzt Dobbernic heißen.
Sollte ich mich irren und es ist doch mit rechten Dingen zugegangen dann sind das die besten Sanierer der Welt,die sollte man dann sofort nach Griechenland,Spanien und Portugal schicken.

Gast: Fretz
08.10.2012 23:19
1 0

zwei Millionen Euro für Fischer Wahlkampf bei der SPÖ!?

-der soll seine Jobbewerbung selbst bezahlen.

So viel Wert ist der Fischer gar nicht.

2 0

Kunststück

Wenn die Gfraster sich einfach die Parteienförderungen erhöhen.

Größte Überraschung ist die Höhe der Parteienförderung des Bundes, die mit 4,6 Euro pro Wahlberechtigtem deutlich über der geplanten Untergrenze von 3,10 Euro liegt. In absoluten Zahlen läuft das nahezu auf eine Verdoppelung hinaus: Nach heutiger Rechtslage sollten für 2012 rund 15,259 Mio. Euro an Parteienförderung ausgeschüttet werden. Künftig werden es 29,13 Mio. Euro jährlich sein, die regelmäßig an die Inflation angepasst werden.

Gast: auf die Langfingerschauer
08.10.2012 15:40
3 0

welche Bankengesetze wurden im Zeitraum der Schuldenabhängigkeit von Seiten der ÖVP erlassen?

"Für die vorzeitige Wahl 2008 und die EU-Wahl 2009 musste sich die Partei mit 8,6 Millionen Euro verschulden, in Zinsen und Tilgungen flossen seither aber nur 3,4 Millionen Euro (2011 allein 2,6 Millionen Euro). Anfang 2012 muss die ÖVP also noch deutlich mehr als fünf Millionen Euro Schulden gehabt haben."

- bei wem hat sich die ÖVP verschuldet?
- bei Raiffeisen?
- kann diese Bank bei der ÖVP so Druck für Gesetze zu deren Vorteil machen?

- welche Bankengesetze wurden im Zeitraum der Schuldenabhängigkeit von Seiten der ÖVP erlassen?

- warum hat der Staat über Parteifördrungerhöhung die Schulden der ÖVP decken müssen?

Gast: ÖVP Betrachter
08.10.2012 15:35
3 0

Irgendwie kommt Rauch immer etwas seltsam in Bildern und Inhalten rüber.

- so chaotisch wie die ÖVP intern.

Gast: Steuerzahler, der nicht mehr die ÖVP wählt
08.10.2012 15:11
3 0

"Die ÖVP ist schuldenfrei." - Toll! Dafür wurde ja die Parteiförderung erhöht

- dafür hat der Staat mehr Staatsschulden. Jaja, der Steuerzahler zahlt schon.

Typisch ÖVP. Bereicherung auf Kosten anderer.

Antworten Gast: Bärenfalle...
08.10.2012 22:18
0 1

Re: "Die ÖVP ist schuldenfrei." - Toll! Dafür wurde ja die Parteiförderung erhöht

Es gilt der Korruptionsvorbehalt wie bei jeder Berichterstattung zum Thema Parteien.


Gast: Kaeka W5
08.10.2012 11:57
3 0

Aber Österreich hat nach 13 Jahren VP-Finanzminister

mehr Schulden denn je zuvor!

klar,

die Wirtschaft läßt doch die Schwarzen nicht verkommen!

Man erinnere an den Raub am Steuerzahler; VERDOPPELUNG DER PARTEIENFÖRDERUNG!


Gast: Scharfrichter
08.10.2012 10:30
3 4

SPOe... pfeift schon aus letztem Loch...moralisch und wirtschaftlich

Blecha Karl (im 80-Lebensjahr) als letzter Hoffnungstraeger einer auf allen Ebenen versagenden SPOe..., nebeb den vielen Parteiblindgaengern in der vordersten Reihe ... neben Feymann, Rudas, Cap etc.

Gast: ehschowissen2012
08.10.2012 09:20
6 0

ich weiss wer das alles gezahlt hat

und ich weiss wo diese Geld herkommt. Das Ergebnis von vieler Hände Arbeit ... zohlt jo eh alles der Staat .... und wo der sein Geld herkriegt wissen wir ....

Und wenn das Entschulden so schnell geht, dann sind die Parteien mit der MEGA-Parteienfinanzierung ja eh bald im Plus - oder werden dafür sorgen dass sie das Geld unter die eigenen Leute bringen (Agenturen, Berater)

momentan keine BAWAG da?

Also die SPÖ 300 Mio Schulden hatte (siehe http://wirtschaftsblatt.at/archiv/unternehmen/911113/index ) kam kurz darauf die BAWAG Pleite und zufällig zeitgleich war die SPÖ unter Gusenbauer war schuldenfrei. Sowas wird bei uns nie untersucht ...

0 2

Re: momentan keine BAWAG da?

Alles nur Zufälle der Geldfluß wurde nie untersucht ,schließlich will ja auch bei Gericht jeder weiterkommen

1 3

Sowas wird bei uns nie untersucht ...

es wurde untersucht und der Geldgeber auch gefunden.

Es war jener der auch Gusis Einstiegsparty aus seiner Kleingeldlade bezahlt hat - eine "Schlaff'sche" Sache...

Re: momentan keine BAWAG da?

Ich erlaube mir hinzuweisen, daß das ATS 300 Mio im Jahr 2000 waren. Mit Inflation sind das heute ca. EUR 30 Mio.

Gast: Zyni
08.10.2012 07:13
6 1

Also diesen Schmafuh kann er wem anderen erzählen

ich würde zu gerne wissen, was SPÖVP so geheim an MIttel gebunkert haben. Liechtenstein, Schweiz und anderswo. 67 Jahre Österreich Ausbeutung muss sich doch in riesigen Milliardenbeträgen niederschlagen.

Antworten Gast: Zwickerl
08.10.2012 08:26
2 2

Re: Also diesen Schmafuh kann er wem anderen erzählen

wenn sie die Medien aufmerksam lesen, dann wird ihnen bekannt sein, dass der ÖGB eine Stiftung in Liechtenstein hat?
Fragen sie einmal nach, wie viele Millionen da drauf sind?

Gast: Bärenfalle...
08.10.2012 06:59
5 0

Ist doch positiv.

Wenn die ÖVP dann 2013 auf der Oppositionsbank Platz nehmen muss und die Einnahmequellen versiegen werden wenigstens keine Gläubiger geschädigt.

ja, mit Dubiosen Geldern

wird man auch Schuldenfrei .

Antworten Gast: Besenkammerl
08.10.2012 08:27
2 1

Re: ja, mit Dubiosen Geldern

UND WO HER HATTE HER HATTE HERR GUSENBAUER DAS GELD UM DIE SPÖ ZU SANIEREN? Ein Schelm der Schlechtes dabei denkt?


8 0

Die gesamte Parteifinanzierung ist legalisierter Diebstahl


am hilflosen Steuerzahler.

Die Politwampen stopfen sich völlig leistungslos am Buffet an die der Bürger ausrichtet. Ein Parlament das eine Schande für ein westliches Land ist (dokumentiert durch TV Übertragungen) vergenusszwergelt durch ein Kammer - bzw. Gewerkschaftsunwesen und gequält mit gigantischen Zwangsabgaben, Gebühren und Steuerbelastungen. Oft verfassungswidrig versteuertes Einkommen mehrfach versteuern zu müssen nimmt dem Land jeden unternehmerischen Atem.
Und da stellen sich die Handeln hin und behaupten sie hätten sich "entschuldet"? Mit welcher kaufmännischen Leistung bitte - außer Wegelagerei?
Gestohlen haben sie alle zusammen was das Zeug hält - im Machttaumel der Hybris scheint sich das Diebsgesindel und Politwanzen alles erlauben zu können.

Antworten Gast: Kleopatra
08.10.2012 07:36
1 0

Re: Die gesamte Parteifinanzierung ist legalisierter Diebstahl

Man muss sich auch weiters fragen wieviel nicht legalisierter Diebstahl dabei ist.

Gast: rasierer rasierer
08.10.2012 04:58
4 1

Der ÖVP kann man zur Personalauswahl nur gratulieren

ein Tiefflieger nach dem anderen.

 
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