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13./14. Gehalt: Experten für neue Steuern

08.10.2012 | 17:57 |   (Die Presse)

Das Steuersystem soll radikal einfacher werden, fordert eine Gruppe aus Führungskräften und Ökonomen für die ÖVP.

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[Wien/ett] Mit radikalen Vorschlägen lässt jetzt die von Vizekanzler ÖVP-Obmann Michael Spindelegger eingesetzte Expertengruppe „Unternehmen Österreich 2025" aufhorchen. Während die SPÖ zunehmend Druck macht für neue Steuern auf Vermögen und Erbschaften, fordert die Initiative, in der seit dem Frühjahr rund 300 Führungskräfte aus Wirtschaft und Wissenschaft tätig waren, in ihrem am Montag vorgelegten Abschlussbericht Steuerentlastungen und eine Senkung der Tarife.

► Steuern und Sozialbeiträge: Im Zuge einer umfassenden Vereinfachung des Abgabensystems, bei dem Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zusammengefasst und vereinheitlicht werden sollen, wird auch an einem jahrzehntelangen Tabu gerüttelt, an der bisherigen Form des steuerbegünstigten 13. und 14. Gehalts, also des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. Konkret wird im Konzept der Experten vorgeschlagen, bisherige Ausnahmen und Begünstigungen, darunter auch die sogenannte „Sechstel-Begünstigung", in ein radikal vereinfachtes Modell zu „integrieren". Bisher sind das 13. und 14. Gehalt nur mit sechs Prozent besteuert.

► Niedrigere Eingangstarife: Im Gegenzug sollen dafür die Tarife, beginnend beim Eingangssteuersatz von derzeit 36,5 Prozent, aber auch der Spitzensteuersatz von bisher 50 Prozent, gesenkt werden. Statt der bisherigen drei Stufen, die Belastungssprünge für die Steuerzahler zur Folge haben, würde der gemeinsame Tarif von Steuern und Sozialbeiträgen linear steigen. Ziel ist es auch, die Abgabenquote in Österreich auf unter 40 Prozent zu drücken (derzeit liegt Österreich bei 43 Prozent).
ÖVP-Chef Spindelegger winkte jedoch nach der Präsentation am Montag auf Anfrage der „Presse" über die Einbeziehung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes ab: „Das ist ein Thema, da werden wir uns nicht finden." Und: „Ich will das 13./14. Gehalt nicht antasten." Das sei seine persönliche Meinung, er werde aber alle Vorschläge in der ÖVP zur Diskussion vorlegen. Die Umsetzung der steuerpolitischen Pläne zählte Spindelegger zu den „mittelfristigen" Vorhaben.

► Nein zu Vermögensteuern: Im Gegensatz zur SPÖ sieht die Expertengruppe, die ihre Überparteilichkeit ausdrücklich betont, „keinen weiteren Handlungsbedarf" bei Vermögensteuern. „Allenfalls" sei das bei der Grundsteuer „mit Begleitmaßnahmen zur Senkung der Lohnabgaben" notwendig.

► Neue Privatisierungswelle: Ganz auf einer Linie mit den Experten ist Spindelegger bei einem anderen Punkt, der gemeinsam mit den Projektleitern, WU-Vizechefin Regina Prehofer und Bernhard Gröhs (Deloitte), präsentiert wurde: Es soll eine weitreichende Privatisierung aller öffentlichen Unternehmen (Post, OMV, Teile der ÖBB, Asfinag) geben. Für Spindelegger ist das eine „gute Grundlage" für Verhandlungen über einen neuen Regierungspakt.

► Lohnsonderregelungen: Zu den insgesamt zehn „Stellhebeln", bei denen die Initiative zum Anpacken rät, damit Österreich 2025 ein „Land der Erfolge" wird, zählt auch die Arbeitswelt: Eines der Ziele ist eine Anhebung des Pensionsantrittsalters (ohne Jahre zu nennen). Brisant ist unter anderem der Vorschlag, dass mit Betriebsvereinbarungen „in begründeten Fällen" Kollektivvertragsregeln umgangen werden können und Löhne auch „ungünstiger", also niedriger als laut Kollektivvertrag, ausfallen dürfen.

► Kündigungsschutz lockern: Gefordert wird eine Aufweichung des Kündigungsschutzes für Beschäftigte über 50 Jahre. Das gefalle ihm wenig, stellte Spindelegger allerdings fest, während er sonst mit vielen Plänen einverstanden sei.

Das Konzept soll jedenfalls „keine Hirnübung" bleiben, versicherte der ÖVP-Chef. Möglichst rasch umsetzen will der Vizekanzler jetzt vor allem Offensiven für Jungunternehmer sowie Maßnahmen für eine Exportoffensive zur Ankurbelung der Konjunktur.

► Persönlichkeitswahlrecht: Im politischen Teil des Konzepts drängt die Initiative „Unternehmen Österreich 2025" auf eine Stärkung des Persönlichkeitswahlrechts. Dieses Vorhaben soll nach VP-Plänen noch vor der Nationalratswahl umgesetzt werden. Welche Stellhebel er denn generell bewegen wolle? Spindelegger: „Ich arbeite ständig an Stellhebeln, um den Koalitionspartner zu etwas zu motivieren."

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337 Kommentare
 
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Gast: nuaibis
10.10.2012 09:43
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Stiftungen

Das wäre ein Thema! Da wäre genügend Geld vorhanden. Leider sind da die Eier unserer Politiker nicht vorhanden.
Das 13 und 14 Gehalt wäre nicht einmal ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein.

jede menge kampfposter unterwegs

vorwahlzeit, löwelstraße rüstet auf

mehr oder weniger strikt nach

dem fahrplan von friedmann. weniger staat, mehr privat, gewerkschaften schwächen, hire

Gast: Gneißer
09.10.2012 19:22
0 0

Ich hab da enien Verdacht!

Die roten Politiker wählen auch immer Schwarz, damit die övp gerade so stark wird, daß sich mit ihr eine große Koalition ausgeht!
Dann kann sie sicher sein, daß die övp immer die Durchsetzung der sozialen Forderungen der spö verhindert! Das würde ja auch die roten Politiker treffen!
Wo kämen denn sonst die vielen Schwarzwähler her?
Diese Packelei - heute nennt man es Netzwerken - muß sich aufhören!
Kein geheimes Wahlrecht für Politiker!

in ö

zahlen 10% 50% der EST bzw. LST und
50% überhaupt keine Steuer so gehts wohl auch nicht ! - die ganze rote Partei ist nur darauf aus viele davon zu haben damit sie ewig an der Macht bleibt !

Antworten Gast: Aufklärer
09.10.2012 19:09
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Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

Wenn man SV-Beiträge, Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer, und Mehrwertsteuer berücksichtigt, liefert jeder Steuerzahler um die 35 % seines Einkommens ab,
Der Arme, wie der Reiche!

Re: Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

leider beginnt schon die progessionsstufe oberhalb 10.000 € nach abzug der sv mit 35% - ihre rechung kann nicht stimmen - wie immer rechnen könnens halt nicht in der löwelstraße

Antworten Antworten Antworten Gast: Helferlein
10.10.2012 10:33
0 0

Re: Re: Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

Dafür zahlt der Reiche auch nur 25% Kest!
Sie haben nicht das Recht, hier das 1x1 erklärt zu bekommen!
Lernens doch bitte lesen!

Re: Re: Re: Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

der arme zahlt auch nur 25 % kest weil das die hälfte von 50% höchstprogression sind. was für ein 1x1 ? das der roten, das heißt gib mir dein geld dann ist es mein geld.
im übrigen ist die mwst auch nur 20
% ...???? noch ein paar solche argumente ?!?!?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Aufklärer
10.10.2012 18:49
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

Ich habe von SV-Beiträgen, Einkommensteuer, KESt, Mehrwertsteuer berücksichtigen und abliefern geschrieben! Logo?

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Re: Re: Re: Unsinn! Immer diese Lügen der Lohnschreiberlinge des REICHENschutzbundes (vulgo övp) MehrwertSTEUER zahlt jeder!

Ich frag mich aber schon wer da jetzt die dümmlichere Meldung abgegeben hat. Die Aussage 50% zahlen überhaupt keine Steuern wurde mittlerweile sogar hier im Forum schon zig mal durchgekaut. Jemand mit ein wenig Verständnis von Steuerrecht sollte das eigentlich nicht mehr so von sich geben.

Antworten Gast: 1Aufgeweckter
09.10.2012 16:59
1 0

Re: in ö


seien Sie nicht gar so naiv.

Wer keine LST mehr bezahlt weiß wem er seine miserable Existenz zu verdanken hat und wählt sicher nicht die SPÖ. Nicht einmal für die Mindestsicherung.

Re: Re: in ö

leider nein, gerade diese menschen sind in der hand der roten in der sie sich freiwillig oder unfreeiweillig begeben haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Seffi
09.10.2012 19:24
0 2

Re: Re: Re: Hör endlich auf, Dich zu blamieren!

!

Gast: schnapsi
09.10.2012 15:48
2 4

danke liebe ÖVP

nun ist es klar: die Övp will eine Gesellschaft der Herren(ihre Klientel) und vieler Sklaven(die unselbstständig Beschäftigten)
damt habt ihr es geschafft, für die nächsten 520 Jahre meine Stimme nicht zu bekommen....

Mitt Romneys Buberl- und ein Mäderl Partie ....

lässt grüßen. Für diese Unternehmen-machen-mehr-Profit-Vorschläge braucht man Wissenschaftler. War wohl ein schönes und teures Seminarhotel....

Wenn das nicht revolutionär ist!

Eines muss man schon sagen, mit solch revolutionären Ideen bleibt kein Stein auf dem anderen! Nun im Ernst, nichts als abgedroschene Phrasen. Vor allem gibt es bei vielen Punkten dieses visionären Programmes in anderen Ländern schon schlechte Erfahrungen. Es wäre jedoch wunderbar, würde sich die Vision erfüllen, dass diese konservative Partei irgendwann einmal so zertrümmert sein wird, dass sie nicht einmal mehr bei einem Mehrheitswahlrecht (eine gefährliche Drohung!) in Frage kommen kann.

Antworten Gast: IQ
09.10.2012 15:02
2 1

Re: Wenn das nicht revolutionär ist!

Ich denke,Eugenio,dass Ihr, von mir ausdrücklich unterstütztes Anliegen/Vision 2013 erfüllt werden wird!
ZERTRÜMMERUNG-das schafft die ÖVP bis zur Wahl 2013-GANZ LOCKER!
Die Neocons dieser Partei finden nämlich jedes Dreckhäufchen in der Wüste-ABSOLUT TRITTSICHER!

Gast: julius van loth
09.10.2012 14:17
1 0

Flexible Zahler

Flexibel Zahler in allen Lebenslagen mit minimalen arbeitsrechtlichen Schutz und maximaler Steuerbelastung - so stellt sich die ÖVP die Zukunft der Österreicher vor.

Der Euro muss rollen für die Freunderln aus allen Parteien und die tüchtigen Griechen im Süden Europas.

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Unglaublich

Löhne unter dem Kollektivvertrag
Weniger Kündigungsschutz
Senkung des Spitzensteuersatzes
Senkung des Freibetrages
Weniger Progression

Und natürlich weiter ein striktes Nein zu Einkommen ohne Leitung (Erben)!

Fazit: mehr Geld für Spitzenverdiehner, Schutz von Millionenerben, weniger Rechte für Arbeitnehmer, insbesondere Niedrigverdiener.

Die ÖVP wird ihrer Rolle als arbeitnehmerfeindlicher Anwalt der Reichen mal wieder gerecht.

Gast: Nase voll
09.10.2012 14:12
4 1

wo bleiben die Strukturreformen in der öffentlichen Verwaltung?


Alle ins ASVG!!!!

Es gibt keine Andersgestellten, Herr Adamovich.

Gast: KFJ
09.10.2012 13:51
6 0

Statt Steuererhöhungen...

...lieber Politikereinsparungen!!!

Selbsterhaltungstrieb

Natürlich fordern Experten neue Steuern. Ohne solche haben die Regierungen kein Geld und sie demnach kein Einkommen. Ohne Geld können sich die Ministerien ja keine Berater um Millionen leisten und sonst braucht diese Experten ja niemand... ;-)

Der Vollständikeit halber:

Die größten Nehmer in Sachen Korruption sind die ÖVPler!

Gast: gast123456
09.10.2012 13:48
6 0

Kommen dann in Österreich

auch wie in Deutschland die 1 Euro Jobs.
Das sind die Leibeigenen des 21. Jahrhundert.

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Diese führungskräfte,


 
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