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Krems: ÖVP stolpert über Parkzonen

08.10.2012 | 18:06 |   (Die Presse)

Die umstrittene und zuletzt heftige Diskussion um gebührenpflichtige Parkzonen in Krems hat ÖVP-Bürgermeisterin Inge Rinke das Amt gekostet. Ihr Rücktritt bedeutet auch einen Rückschlag für Erwin Pröll.

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Wien/Kb. Die umstrittene und zuletzt heftig diskutierte Parkraumbewirtschaftung in Krems wurde zum Stolperstein für die ÖVP-Bürgermeisterin Inge Rinke. Mit der Einführung der großflächigen grünen und blauen Zonen zog Rinke den Unmut der Bevölkerung auf sich und bekam bei den Gemeinderatswahlen am Sonntag die Rechnung dafür präsentiert.

Die ÖVP sackte von 20 auf nur noch 15 der 40 Mandate ab. Die SPÖ erreichte 16 Sitze im Rathaus (siehe Grafik). Als sich ihre Niederlage abzeichnete, bot Rinke noch vor dem Vorliegen des Endergebnisses ihren Rücktritt an.

Auch ÖVP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner sieht „die Parkzonendiskussion sicherlich als Auslöser des erwartet knappen Wahlausgangs in Krems“. Rinkes Entscheidung zurückzutreten, sei zu respektieren.

Die gebührenpflichtigen grünen und blauen Parkzonen gelten in Krems seit 1. Mai dieses Jahres. Beide sind nur im Einfahrtsbereich beschildert, innerhalb der Zonen gibt es keinen weiteren Hinweis. In der grünen Dauerparkzone kostet das Parken wochentags von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr 50 Cent die Stunde, ein Tagesticket gibt es für zwei Euro.

In der blauen Kurzparkzone innerhalb der grünen Zone zahlt man in derselben Zeit einen Euro pro Stunde. Gebührenfrei ist das Parken unter der Woche lediglich in der ersten Stunde (mit einer Parkuhr) und zwischen 12 und 14 Uhr. Die maximale Parkdauer beträgt drei Stunden. Eine nicht unkomplizierte, teure Regelung, der in Krems großer Widerstand in Teilen der Bevölkerung vorausgegangen ist.

Dämpfer für Pröll

Rinkes Niederlage wenige Monate vor der Landtagswahl in Niederösterreich bedeutet auch einen Rückschlag für Landeshauptmann Erwin Pröll. Rinke gilt als seine enge Vertraute, dennoch hat er sich zu ihrem Rücktritt bisher noch nicht geäußert.

Landesgeschäftsführer Karner sieht in dem Wahlergebnis wenig überraschend keinen Stimmungstest für die Landtagswahlen und fürchtet auch keine Auswirkungen darauf. Er spricht von einer „Kremser Entscheidung in einer Kremser Wahl“, die größtenteils von lokalen Themen geprägt gewesen sei.

Krems war seit 1955 bei elf Wahlgängen in der Hand der ÖVP. Bis zu diesem Sonntag hatte die SPÖ nur 1950 die Mandatsmehrheit. Die Wahlbeteiligung ist weiter gesunken. Betrug sie vor fünf Jahren 65,99 Prozent, übten diesmal 62,63 Prozent der 23.060 Wahlberechtigten ihr Stimmrecht aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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84 Kommentare
 
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Gast: polarisieren
10.10.2012 11:41
0 1

gemeideratswahlen

Kein Mensch ist ohne Fehler !Die Berater der Frau Bürgermeister haben versagt.

Cäsarismus

Nicht über die Parkzonen ist die ÖVP gestolpert, sondern an der Art des Umgangs mit den Leuten, am sogenannten proelling.

Selten, dass der Landeshauptmann so laut schweigt...

Die Kremser haben's verstanden, ...

.... sie wurden gepröllt und das ist die Antwort.

Gast: 23
09.10.2012 08:56
4 1

Parkzonen??

..gestolpert über Parkzonen???
Das Thema scheint ein Selbstläufer zu sein.
Nur die Politik hats nicht verstanden.
das kommt mir bekannt vor (Parkpickerl in Wien)
..na dann ...warten wir die nächsten Wahlöen in Wien ab. Danek rot-grün.auf wiedersehen....

Gast: wake_up
09.10.2012 07:02
0 4

wer soll das noch glauben???

vielleicht ist das wahl-votum von manipulationen geprägt?! darüber schon mal gedanken gemacht?

vieles spricht dafür.

wundern würde es wohl kaum einen österreicher, mit einem mindest-
IQ einer stubenfliege ;)

bin selbst in krems umgebung aufgewachsen und kann nur sagen

fuer eine 25,000 einwohner stadt sind solche aktionen einfach nur mehr grotesk

da wird viel zu viel interveniert

und was ist mit dem parkdeck am bahnhof los? kann mich noch erinnern (die guten alten zeiten) da konnte jeder rauf wie er wollte - heutzutage muss man schon 5 euro ablegen?

wie waers mit massiv ausgaben senken, dann kann man auch die einnahmen senken und das leben macht wieder mehr spass im KR

Gast: egi
08.10.2012 20:20
13 2

Wechsel!

Für NÖ alles andere nur nicht die ÖVP und für Wien alles andere nur nicht die SPÖ, das wäre ein erster Schritt die Korruption in Österreich zu verringern usw.

Nach Krems kommt Wien an die Reihe!

"heftig diskutierte Parkraumbewirtschaftung in Krems wurde zum Stolperstein für die ÖVP-Bürgermeisterin"

Das lässt ja hoffen, dass es Häupl und seiner Griechin ähnlich ergehen wird!

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Re: Nach Krems kommt Wien an die Reihe!

wenn schon blöd daherreden, dann wenigstens die wahrheit!
maria vassilakou ist griechischstämmige österreicherin!
blaue nullnummern verstehen das nicht . siehe kärnten: ein slowenen abkömmling ,wie der dobernig sagt das er kein richtiger kärntner ist!

Re: Re: Nach Krems kommt Wien an die Reihe!


Schon was von ihrer doppelten Staatsbürgerschaft gehört? Manche sind eben gleicher, auch wenn grünideologische Jünger das für ihre eigenen Bonzinnen wegleugnen möchten.

Antworten Antworten Gast: 6rf
08.10.2012 21:33
7 3

Re: Re: Nach Krems kommt Wien an die Reihe!

who cares, ob griechin oder nicht.

abgewählt gehört sie.

Re: Re: Re: Nach Krems kommt Wien an die Reihe!

Vassilakou soll abgewählt werden, nur weil sie im Sinne der WienerInnen das kostenlose Parken der für Wien nicht erforderlichen Einpendler aus NÖ eingeschränkt hat?
Muss man als Wr. Landespolitiger unbedingt die Interessen Niederösterreichs vertreten, gegen Wr. Interessen?

Antworten Antworten Gast: periclesG
08.10.2012 21:27
5 1

Re: Re: Nach Krems kommt Wien an die Reihe!

Greichischstämmige Österreicherin! Und weil sie das ist, hätte sie ja fast in Griechenland kandidiert, nicht?

Übrigens: warum hat sie eigentlich nicht? Also - ich wäre sie sehr gerne los!

Gast: Positivdenker
08.10.2012 19:20
9 2

Hoffentlich

gehen die Landtagswahlen für die Pröllpartei auch so aus wie die Gemeinderatswahlen in Krems. Hoffentlich!

1 0

Auch nicht schlecht.

1520 Wahlberechtigte pro Wahlkreis.

Gast: kremserbürger
08.10.2012 13:53
6 0

falsche personalpolitik bringt rinke niederlage

wenn man einen karl klein, der genau das gegenteil eines sympathieträgers ist, zum parteiobmann macht und dann noch den gedesag-chef, der für viele kremser für das zubetonieren der letzten freien flächen und somit für den verlust von lebensqualität steht, ins boot holt, so muss sich frau rinke nicht wundern, wenn sich viele kremser vor den kopf gestossen fühlten. auch ich habe diesmal zum ersten mal nicht ÖVP gewählt!

4 2

Das kommt vom vielen Weinsaufen dort.


Vorgeschmack

Das ist nur ein Vorgeschmack auf die Wahl 2013. Die Packelei und Vertuschungsaktionen schaden der ÖVP mehr als der SPÖ.
Die Krone als Parteizeitung der SPÖ informiert ihre Leserschaft - wollen wir es höflich ausdrücken - etwas einseitig.

Faylusconis Medienbestechung ist widerlich und wird hoffentlich hart bestraft - bei den Kronelesern und SPÖ-Wählern war sie aber durchaus erfolgreich - zumindest aus Sicht der SPÖ und der Krone :-)

Antworten Gast: @Frigidaire
08.10.2012 14:02
6 3

Re: Vorgeschmack

Ja, und der Vorstoss des VP-Chefs "alle Staatsbetriebe zu privatisieren" kann nur als VErzweiflungsangriff gewertet werden.

Denn diese - unter roter Schirmherrschaft stehenden - Betriebe üwrden kurzfristig geld in die Staatskasse spülen, langfristig aber sowohl für den Staat als auch für die Landsleute ein schlechtes Geschäft sein.

Die VP verrät also unserer aller Zukunft, um sich und ihrem untergehenden (Landes) imperium ein auf Zeit weiteres ÜBerleben zu sichern...

DIe VP wird untergehen, die Verstädterung, die Unfähigkeit der Bankenherrschaft über die BEvölkerung, die Mensdorff-poulyereinen und Grassereien haben der Bevölkerung die Augen geöffnet.

Die Schwarzen rudern nurmehr hilflos herum, und Pröll hat ausserhalb seines Fürstentums die Beliebtheit einer angefaulten Tomate...

Heute hat die VP exklusiven Zugriff auf behördliche und staatliche Organisationen obwohl sie nurmehr von 20% gewählt wird.

Das ist demokratisch sowie rechtsstaatlich bedenklaich und kommt einer Oligarchenherrschaft nahe...

Re: Re: Vorgeschmack

schlechtes geschäft? sagt WER?

Re: Re: Vorgeschmack

schlechtes geschäft? sagt WER?

Verwunderlich ist....

...dass es da nicht Wahlen gibt wo keiner mehr hingeht.

Wem Wählen?

Ja wem vor lauter Korruption in allen Parteien kennt sich doch keiner aus,also Wählt man immer die selben.

Antworten Gast: UKW
08.10.2012 11:42
8 3

Lern Deutsch !


Re: Lern Deutsch !

ALLERDINGS, ganz falsch liegt er nicht!

Gast: so ist es !
08.10.2012 10:56
4 0

Was war denn das bloß?

Grundstückskauf, Bürgerspitalstiftung, Grüne Zonen, Weigerung, Rechnungshofempfehlungen auch nur zu ignorieren ...
.. und zuviel an öffentlichem Geld verbrannt, sinnlos oder bewusst?
Beides ist nicht erwünscht, und die KSL haben stets gut informiert, dafür sind sie belohnt worden!

 
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