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Vier Parteien sind "schuldenfrei"

08.10.2012 | 18:06 |   (Die Presse)

Die ÖVP soll allein heuer fünf Millionen Euro Schulden getilgt haben. Wie dieser fulminante Schuldenabbau gelang, darüber kann nur spekuliert werden. Die SPÖ braucht - etwa wegen Fischer-Wahlkampf - noch länger.

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Wien/Aich. Im kommenden Jahr steht die Nationalratswahl an. Und im Vorfeld versuchen die Parteien, ihre Finanzen – mehr oder weniger – in Ordnung zu bringen. Vor allem der ÖVP gelang ein fulminanter Schuldenabbau: Von den rund fünf Millionen Euro Schulden, die sie zu Jahresbeginn hatte, ist nichts mehr übrig. Wie das gelang, darüber kann nur spekuliert werden. Generalsekretär Hannes Rauch verweist bloß auf eine Mischung aus Einnahmen (sprich Spenden), schlankeren Strukturen und Zahlungen von Länderparteien.

Insider vermuten, dass die Länderparteien heuer schon länger ausstehende Beträge bezahlt und so geholfen haben, das Finanzloch zu stopfen. Die ÖVP bekommt aber traditionell auch mit Abstand am meisten Großspenden. Allein im Vorjahr erhielt die Partei von Gönnern 1,3 Millionen Euro. Großspenden, die ab 1. Juli 2012 geleistet wurden, müssen Parteien aber namentlich offenlegen. Mutmaßungen, dass die ÖVP deswegen noch schnell vor dem 1. Juli anonyme Spenden akquiriert und so die Schulden getilgt habe, werden von der Partei zurückgewiesen.

Bei der SPÖ beträgt der Schuldenstand noch fünf Millionen Euro – obwohl bei Personal- und Sachaufwand bereits gespart wurde. So hat die Parteizentrale nun zehn Mitarbeiter weniger. Allerdings musste die SPÖ im Gegensatz zur ÖVP bei der Bundespräsidentschaftswahl 2010 Geld investieren, weil sie einen Kandidaten (Heinz Fischer) unterstützte. Das soll rund zwei Millionen Euro gekostet haben. Den Schuldenstand wolle man in den nächsten fünf Jahren komplett abtragen, kündigt Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter im Gespräch mit der „Presse“ an: Helfen solle dabei die heuer erhöhte Parteienförderung, das neue gesetzliche Limit bei Wahlkampfkosten (sieben Millionen Euro), und ein verantwortungsvolles Wirtschaften.

 

FPÖ befreite sich von Altlasten

„Wir sind so gut wie schuldenfrei“, verkündet hingegen FPÖ-Bundesfinanzreferent Eduard Schock. Die einst hohe Schuldenlast sei vor allem durch den kleinen Personalapparat reduziert worden. Zudem erhält die FPÖ regelmäßig Zuwendungen vom FPÖ-Parlamentsklub, auch Landesparteien zahlten ein.

Auch die Grünen sind nach eigenen Angaben schuldenfrei. Laut Generalsekretär Stefan Wallner spart man sogar schon für den Wahlkampf im kommenden Jahr. Auch das BZÖ erklärte, ein Jahr vor der Nationalratswahl keine Schulden zu haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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44 Kommentare
 
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Gast: rasierer rasierer
08.10.2012 04:58
4 1

Der ÖVP kann man zur Personalauswahl nur gratulieren

ein Tiefflieger nach dem anderen.

Schulden

Sie haben unser Steuergeld gestohlen und damit ihre Werbung bezahlt.

hab bis jetzt nur die überschrift gelesen...

... aber dank der homepage fürs landwirtschaftsministerium glaub ich das sogar!

Re: hab bis jetzt nur die überschrift gelesen...

nja steht nix erhellendes drinnen.

worte sind wind

Gast: netzwerker5
07.10.2012 22:54
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Spender gesucht

Deshalb war keine Zeit für ein sinnvolles, glaubwürdiges Zukunftsprogramm für Ö.! Der politische Rechenschaftsbericht ist zeigt noch ein beachtliches Leistungsdefizit für Ö! Ob da noch Ideenspender für die ÖVP einspringen werden?

Gast: Hannelore Busch
07.10.2012 22:10
3 0

Woher...

...hat die ÖVP bloß das Geld?

Es gilt die Unschuldsvermutung!

Gast: jeder weiß woher das geld gekommen ist
07.10.2012 22:04
3 0

alles supersauber


Gast: Puff Daddy
07.10.2012 22:02
1 0

Schuldenfrei vielleicht, schuldlos nicht

Abgesehen von der wirklich historischen Erbschuld der Schüssel-Ära und der epochalen Verluderung der Innenpolitik in dieser Zeit kann und darf die ÖVP -Verhindererhaltung im U-Ausschuss nicht vergessen werden.

Soviel Wahlkampfbudget gibt's gar nicht...

Gast: Das Recht geht vom Volk aus!
07.10.2012 21:33
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Dafür werden halt die Raika-Kunden

wieder irgend eine Gebührenerhöhung verkraften müssen oder mit noch niedrigeren Zinsen für das Sparbuch leben müssen. Vielleicht wird auch einfach der Kurier oder das Profil teurer :)

Aber alleine daran sieht man wie diese Herrschaften mit Geld umgehen. Wirtschaften kann von denen offenbar keiner. Großspenden erhalten und noch jedes Jahr höhere Parteienförderungen und trotzdem kommen sie mit dem Geld nicht aus.

Und die selben Leute entscheiden über Dinge die sich dann ESM, Fiskal-Pakt und so nennen.

Stronach bitte gehens in die Politik von mir aus könnte man mit Frank Stronach sogar eine art Sonderregierung wie in Italien einführen die ein paar Jahre oben steht und diesen Polithaufen ordentlich einmal außmistet.

Gast: karottenschneider
07.10.2012 21:19
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na, so eine Überraschung.


Gast: horst maier
07.10.2012 21:02
1 0

korruption wirkt


Titelzeile ernst genommen:

Die Schulden haben sich also "in Rauch aufgelöst"? :o))

Gast: raasdorfer
07.10.2012 20:29
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Respekt

Die ÖVP weiß halt wie man Wirtschaftet. Ist halt eine Unternehemer Partei.

Lastenfrei wäre die ÖVP, wenn sie solche Generalsekretäre nicht nötig hätte....


Das mag schon sein: "Die ÖVP ist schuldenfrei" - aber ....

sie ist in praktisch alle Malversationen und Gaunereien in unserer Republik unmittelbar verstrickt und daher SCHULDIG.

Vom ersteren könnte sie sich durch Beiträge und Spenden befreien, vom zweiten nur durch einen radikalen Personalaustausch von mindestens 80 % ihrer Repräsentanten. Und dazu wird sie erst durch die Wähler oder durch die Strasse gezwungen werden und die Lumpen in der Partei werden biszuletzt oben auf der Korruptionssuppe schwimmen.

Das ist zugleich das Hauptproblem der ÖVP, das weder durch einen Ehrenkodex, nicht durch ein Exekutivkomitee und selbstredend nicht durch einen Obmann gelöst werden kann, der zu Lichals Zeiten bei allen Schweinerein zumindest als Mitläufer beteiligt war und genau weiss, wie der Laden läuft und notfalls seinen Spin(n) Doctor in Sankt Pölten (der Nabel der Welt) zur Rate zieht.

Ich kenne keinen im mittelständischen Umfeld, der auch nur noch einen Cent auf diese Partei setzt. Sie hat gleichermassen die Anständigkeit wie die Wirtschaftskompetenz für den klein- und mittelständischen Unternehmen und Sicherer des Arbeitsfriedens in Österreich eigenhändig in den Sand gesetzt.

Antworten Gast: Karli Kraus
08.10.2012 10:47
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Re: Das mag schon sein: "Die ÖVP ist schuldenfrei" - aber ....

können sie für ihre Behauptungen auch Beweise liefern?
Die Art ihrer Argumentation erinnert mich an die Hexenjagd im Mittelalter!
Aber vielleicht haben sie den Text nicht einmal selber formuliert, sondern ist ihnen von der Agitationstruppe vorgegeben worden?

Gast: Papa Schlumpf
07.10.2012 19:57
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Wieviel an Kickbackzahlungen waren dafür nötig?


Gast: spottdrossel
07.10.2012 19:56
2 0

das kann doch ernsthaft niemand wundern.


Gast: Clever
07.10.2012 18:22
9 0

Man habe die Schulden im ersten Halbjahr getilgt.

In Zusammenarbeit mit der Hypo Alpe-Adria?

 
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