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ELGA: Patienten dürfen sich abmelden

08.10.2012 | 18:07 |  von iris bonavida (Die Presse)

18 Monate haben die Verhandlungen gedauert, doch jetzt ist es fix: SPÖ und ÖVP haben sich über die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte ab dem Jahr 2013 geeinigt. Gespeichert wird aber erst ab 2015.

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Wien. 18 Monate haben die Verhandlungen gedauert, doch jetzt ist es fix: Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) kommt – das Gesetz dazu wird heute, Dienstag, im Ministerrat beschlossen. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger haben sich am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz erleichtert über die Einigung gezeigt. Es sei ein „gutes Gesetz“, meinte Rasinger – obwohl der erste Entwurf noch „ein Auto mit fünf Rädern, aber ohne Bremsen“ gewesen sei.

1 Was ist die Elektronische Gesundheitsakte genau?

Die Elektronische Gesundheitsakte soll eine Art Lebenslauf über die eigene Krankengeschichte sein – mit einigen Einschränkungen. Bestimmte Daten werden elektronisch gesammelt und gespeichert, der jeweilige behandelnde Arzt kann sich durch das System ein Bild von den vergangenen Behandlungen machen und seine eigene Behandlung darauf abstimmen.

2 Welche Daten werden bei ELGA gespeichert?

Entlassungsbriefe aus dem Spital, Labor- und Radiologiebefunde sowie verschriebene Medikamente werden zunächst gespeichert. Weitere Daten (Notfalldaten, Anamnese, Impfpass, aber auch Patientenverfügungen) sollen folgen. Die Daten bleiben dezentral (etwa in den Spitälern) gespeichert und werden über ELGA zusammengeführt.

3 Wer hat Zugang zu den medizinischen Daten?

Grundsätzlich gilt die eigene E-Card als Schlüssel für die Daten: Zugang haben Ärzte und andere Gesundheitseinrichtungen, bei denen sich der Patient für eine Behandlung angemeldet hat – und zwar jeweils für 28 Tage. Apotheken haben nur für den aktuellen Tag Zugriff auf die Medikamentenübersicht. Aber auch der Patient selbst kann online nachsehen, wer sich wann seine Akte angeschaut hat.

4 Wann geht es mit der Speicherung los?

Bis 2013 werden das Zugangsportal, die Widerspruchsstellen für die Patienten sowie eine ELGA-Ombudsstelle errichtet. Ab 2015 müssen öffentliche Spitäler, ab 2016 die Apotheken und niedergelassenen Ärzte, ab 2017 die Privatkrankenanstalten die Gesundheitsdaten ihrer Patienten speichern. Zahnärzte haben bis Jänner 2022 Zeit.

5 Sind Patienten gezwungen, daran teilzunehmen?

Nein. Die Sache hat dennoch einen Haken: Denn wer nicht will, dass seine Daten gespeichert werden, muss dies extra schriftlich bekannt geben. Das kann man bei einer eigenen Ombudsstelle tun – die muss allerdings erst errichtet werden. Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, dass man sich noch abmelden kann, bevor eine Elektronische Akte errichtet wird. Aber auch einzelne Befunde bzw. Medikamente können aus ELGA gestrichen werden.

6 Sind Ärzte gezwungen, daran teilzunehmen?

Nein – zumindest theoretisch. Ärzte sind verpflichtet, Labor- und Radiologiebefunde und Medikamente sowie Spitäler zusätzlich die Entlassungsbriefe zu speichern. Sonst haben die Ärzte ein „Verwendungsrecht“, sie können, müssen aber nicht mitmachen. Wahlärzte ohne Kassenvertrag müssen ebenfalls nicht teilnehmen, der Patient kann aber eine Speicherung verlangen. Allerdings können Ärzte haftbar gemacht werden, wenn sie aufgrund einer Nichtverwendung von ELGA-Daten einen Fehler machen.

7 Wie steht es um die Sicherheit der Daten?

Nur Gesundheitsdienstanbieter, die einen Behandlungskontext nachweisen können, sollen auf die Daten zugreifen dürfen. Zugriffe werden protokolliert, der Datenverkehr soll über gesicherte Netze laufen. Bei Missbrauch von Daten drohen Strafen. Arbeitgebern, Behörden, Versicherungen und Kassenchefärzten ist der Zugriff verboten. Das gilt auch für Betriebsärzte.

8 Wie viel kostet die Einführung von ELGA?

Bis 2017 werden 130 Mio. Euro investiert. Ab 2018 kommen laufende Kosten von 18 Millionen Euro jährlich auf. Für Ärzte, Apotheken und Privatkrankenanstalten ist eine Anschubfinanzierung (15 Millionen Euro) vorgesehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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128 Kommentare
Gast: tc_t
09.10.2012 07:50
0 1

wunderbar... andere sorgen haben wir ja zur zeit nicht...


Gast: adfsdf
09.10.2012 07:44
3 0

Es gibt eine Zwangsanmeldung und das DARF ich mich abmelden. Ich danke untertänigst.


Gast: newpete
09.10.2012 07:37
3 4

Seltsam

Patienten "dürfen" sich abmelden. Die Ärzte sind dagegen.

Mir ist schon klar, dass die Bedenken wegen des Datenschutzes nicht groß genug sein können.

Aber das ist sicher nicht die Intension der Ärzte. Sie sehen eine weitere Einschränkung ihrer Möglichkeiten die Krankenkassen und Patienten abzuzocken. Wenn alle Befunde gespeichert sind, braucht man nicht normals untersuchen und kann nichts mehr verdienen.

Das ist der Grund für die Ablehung der Ärzte. Das war auch schon bei der E-Card der Grund für die Ablehung. Man kann nicht mehr kreativ abkassieren.

Patienten dürfen sich abmelden

Interessante Wahrnehmung der Presse, zumindest wenn man gestern die ZiB2 gesehen hat.

Da habe zumindest ich das so verstanden, dass man als Patient lediglich den Zugang zu den (bereits vorher ungefragt erfassten) Daten ablehnen kann, aber eben nicht die Speicherung derselben, was zwei komplett verschiedene Paar Schuhe sind.

Und alleine schon die Formulierung "dürfen sich abmelden" zeigt, wie weit wir bereits wieder gekommen sind.

Aber egal ob ich nun die Einsicht in meine Daten künftig verweigere oder nicht, dem Missbrauch werden hier Tür und Tor geöffnet.

Orwell würde vor Neid erblassen ...

Gast: Datenmißbrauch durch die Hintertür (zur Parteienfinanzierung?)
09.10.2012 07:22
6 0

Was heißt "dürfen"??? In allen zivilisierten Ländern kann man freiwillig teilnehmen, während wir in unserer Scheindemokratie überfallsartig zu Zwangsteilnehmern gemacht werden!!! Der Austritt ist im hinterfotzigen Ö zwar formal, jedoch nicht de facto möglich!!! P R O T E S T !!! P R O T E S T !!!

Welche Frechheit sich damit die Stasi-SPÖ gemeinsam mit ihrem Schoßhündchen, der Spindelegger-ÖVP, leistet, verdeutlicht ein Blick ins noch demokratische, deutlich weniger korrupte & verhaberte benachbarte Ausland:

DEUTSCHLAND: „Verpflichtend ist für die Versicherten die Speicherung der Verwaltungsdaten. Alle darüber hinaus gehenden Informationen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten gespeichert. Daher bleibt der Patient in Deutschland Herr über seine Daten.“  http://www.elgainfo.at/international/deutschland/

SCHWEIZ: „Die Schweizer Regierung setzt bei der Planung ihrer elektronischen Patientenakte auf transparente Zusammenarbeit aller Beteiligten und auf umfassende Information der Bevölkerung. Es sind die guten Leistungen...die die Schweizer überzeugen...sollen, freiwillig mitzumachen. Wichtig ist: Auch Patienten, die dem elektronischen Patientendossier zustimmen, sollen weiterhin die Kontrolle über ihre Daten haben. Denn wer Zugriff auf die Daten erhält, entscheidet der Patient. Er kann auch bereits gewährte Zugriffsrechte wieder entziehen. Zudem wird der Patient aktiv in Entscheidungen einbezogen, die seine Gesundheit betreffen.“ http://www.elgainfo.at/international/schweiz/

Initiiert wurde dieses Projekt - wie gemunkelt wird - von einem Wiener Exil-Perser mit besten Geheimdienstkontakten...

Geködert werden die gutgläubigen Patienten, weil ELGA bestechend praktisch ist. Damit liefern sie leichtgläubig ihre sensiblen Daten dunklen Mächten frei Haus!


Gast: tsetse77
09.10.2012 07:03
6 0

Anmelden wäre die Lösung

Wer auch nur die geringsten Bedenken hat, dass seine Diagnosen, Befunde und Medikamente irgendwo im weltweiten Netz zu finden sind - und natürlich auch für viele Nichtbefugte einsehbar sind - braucht sich nur abzumelden: www, ein paar Klicks und die Sache ist erledigt. Unfair ist dabei nur, dass viele, insbsondere Ältere, mit dem www nicht so vertraut sind. Daher gibt es für mich nur eine korrekte politische Lösung: Wer ELGA haben will, soll sich aktiv im www anmelden. Wer überzeugt ist, dass ELGA nützlich ist, wird dann selber aktiv werden. Dazu fehlt aber 'der Politik' der Mut, dieses Vorgehen zuzulassen, eine Zwangsbeglückung ist ja viel einfacher.

Gast: Spitzelsystem wie in Nordkorea, ideal für Stasi & Co.
09.10.2012 06:05
7 0

Da ELGA nahezu sanktionslos Datenmißbrauch ermöglicht und die Abmeldung künstlich erschwert ist, wird sich jeder Vorsichtige & Vernünftige abmelden! Auch das Durchpeitschen ohne genaue Information der Betroffenen läßt nichts Gutes ahnen.

Was stimmt nun?
ORF und "Die Presse" berichten differierende Inhalte!!!

http://news.orf.at/stories/2144916/2144888/
Zugriff auf die eigenen Daten nur mit „Bürgerkarte“ = Erschwernis!!!

http://news.orf.at/stories/2144916/
Spätestens ab 2016 seien alle Kassenvertragsärzte verpflichtet, sich dem Projekt anzuschließen. Wechselberger kritisierte allerdings auch die Regelung für Patienten. Bereits Ende 2013 werde per Gesetz für jeden Patienten völlig ungefragt ein elektronischer Gesundheitsakt angelegt. !!!
„Wollen Patienten künftig aus dem System aussteigen, müssen sie dies selbst beantragen. Gespeichert werden ihre sensiblen Gesundheitsdaten dennoch (!!!), nur für die Ärzteschaft sind sie nicht mehr sichtbar“, so Wechselberger weiter. http://news.orf.at/stories/2144916/2144897/

Geahndet als Kavaliersdelikt!
Wegen nur geringer Strafe wird die Weitergabe bzw. der Weiterverkauf illegal heruntergeladener Patientendaten zum lukrativen Nebenerwerb!

In D und der Schweiz können sich die Patienten freiwillig zur Teilnahme anmelden - während man sich im zwanghaft diktatorischen Österreich nur unter Schwierigkeiten abmelden kann, was sich als Farce entpuppt, da erst der Ombudsmann als Abmeldestelle geschaffen wird, nachdem für jeden ein elektronischer Akt angelegt wurde, wodurch eine Nichtteilnahme gar nicht mehr möglich ist (die sensiblen Daten werden trotzdem gespeichert - für wen? wozu?).

Viel Ungereimtes macht das angepriesene ELGA-Projekt wie Facebook ziemlich dubios!


Gast: was mich interessieren würde...
09.10.2012 02:22
6 0

ist folgendes:

wie man bisher gehört hat,unterliegen ärzte der schweigepflicht über patientendetails.

meine frage nun an eventuell anwesende experten im forum:

welche rang hat dieses gesetz?wird es nun aufgehoben und duchr ein anderes ersetzt,welches ärzte SOGAR ZWINGT,die patientendaten an elga zu melden????

ist das nicht aufforderung zum gesetzesbruch???

an und für sich

an und für sich eine gute sache.

aber:
mir fehlt die selbstverwaltung meiner daten.
kann ich z.b. sensible daten wie krebs selber verwalten, dass meine apothekerin nicht sieht, dass ich es habe, wenn ich eine cortisonsalbe benötige.

sicher, manche werden damit überfordert sein, sich das selber zu säubern und zu regeln.
seien es migraten oder auch ältere menschen, welche nicht mit computer umgehen können.

ich für meinen teil werde mal die opt-out option nehmen.
einsteigen kann ich ja dann, wenn es für mich wichtig werden sollte. (hoffentlich nie)

Antworten Gast: netzwerker5
09.10.2012 07:42
3 0

Re: an und für sich

Wie wäre es mit einer Patienteninitiative? Über das eigentliche Objekt der Aktivitäten wird drübergefahren. Wir haben nichts zu reden, dürfen aber alles zahlen!!! Gesundheitsbehörden und Krankenkassen wissen genau, was uns guttut-und alle sagen danke!

Ich bin für ELGA

Es ist eigentlich verwunderlich, daß es Ärzte und Patienten teilweise nicht begrüßen, wenn eine Anamnese dadurch doch wesentlich verläßlicher ist und erleichtert wird; auch wurden bisher Laborbefunde und Befunde auf der Basis von bildgebenden Verfahren (teilweise mit hoher Strahlenbelastung) in kurzen Abständen ohne Notwendigkeit doppelt oder mehrfach erhoben. Der Patient mußte mit ganzen Aktenpaketen einen neuen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, die Rechte wußte nicht, was die Linke bereits veranlaßt hatte. Die Angst vor dem sogenannten gläsernen Patienten scheint mir eher lächerlich, denn außer den Ärzten wird sich niemand für die Wald- und Wiesenbefunde der meisten Leute interessieren; so wichtig ist man meistens nicht. Arbeitgeber oder solche, die es werden sollen, haben, wenn ich das richtig sehe, keinerlei Zugriff auf die Daten. Fälle, in denen das Ärztegeheimnis mißachtet wurde, hat es vor ELGA wahrcheinlich vereinzelt auch gegeben. Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile. Die hohen Kosten der Einführung des Systems werden wahrscheinlich durch eingesparte Mehrfachbefunde samt damit verbundenen administrativen Kosten aufgewogen.

Re: Ich bin für ELGA

Es steht trotzdem zu befuerchten, dass der Vertrauensarzt einer Firma - so ganz im Vertrauen - Daten recherchiert. Hier muss jeder selbst wissen, ob er seine Daten ins Netz stellen laesst.

Dienstgeber wird's freuen.

Re: Re: Ich bin für ELGA

... wer lesen kann, ist klar im Vorteil

3 0

und wieder gegen das volk

warum bin ich als bürger gezwungen mich abmelden zu müssen dumme und hirnlose politiker .das wäre doch ein thema für eine volksbefragung aber unsere politiker fürchten sich vor den volk.

Arztgeheimniss auf der Waage ...

-Wenn die sagen es wird 2013 eingeführt dann kommts eh erst 2015.

-Wenn die Daten gespeichert werden ist das Arztgeheimniss ADE weil man die
Zugriffe nur schwer kontrollieren kann

-Wenn sich alle abmelden weil jeder Wert auf das Arztgeheimniss legt, ist die ganze Aktion um sonst.

-Ausserdem hat det zuständige Hausarzt meines Vertrauens eh alle Daten gespeichert.

UNSERE STEUERGELDER WERDEN SCHON WIEDER FÜR NIX VETPULVERT, UND WENN DANN NOCH EIN POLITIKER MIT "FINANZDEFIZIT" KOMMT UND MEHR STEUERN HABEN MÖCHTE ZEIG ICH IHM DEM M....FINGER

Re: Arztgeheimniss auf der Waage ...

Wo kann ich das Formular ausfüllen, ich hoffe dass es da bald eine Anlaufstelle gibt um die Sinnlosigkeit aufzuzeigen.

Gast: sozisforbanker
08.10.2012 23:18
6 0

orwell 1984, war ein schmarrn dagegen-was die bankenkonzerne und sozialisten nun machen; dem volk bleiben nur mehr sozialabbau, überwachung, kontrolle und abermrd.schulden über;


Gast: netzwerker5
08.10.2012 22:56
4 1

zum sinneswandel

...eine Art Lebenslauf über die eigene Krankengeschichte sein – mit einigen Einschränkungen. Zitatende.
Mit welchen Informationseinschränkungen bei meiner Krankengeschichte muss mein Arzt rechnen? Stimmt es, dass psychische Erkrankungen und bestimmte Infektionserkrankungen nicht dokumentiert sein werden, auch wenn dafür regelmäßig Medikamente einzunehmen sind? Wir brauchen bei diesem System entweder die vollständige Information, sicher aber nicht nur ein paar G`schichterln.

Re: zum sinneswandel

50% der Menschen entwickeln im
Laufe ihres Lebens Behandlungsbedarf wegen psychischer Probleme; 25% der Menschen bis zum 14. Lebensjahr, 38% bis zum 24. Lebensjahr. Menschen mit psychischen Problemen haben ein erheblich groesseres somatisches Erkrankungsrisiko, abgesehen von einer Vielzahl koerperlicher Funktionsstoerungen. Daher macht es keinen Sinn, psychiatrische Diagnosen abzuspalten. Solange perfekte Gesundheit Bedingung fuer Jobs, Lebens-und Kreditversicherungen ist, bleibt die Wahrung des Arztgeheimnisses auch wirtschaftlich-existentielle Notwendigkeit.

Gast: sags
08.10.2012 22:45
11 1

Kein Politiker

wird jemals ELGA für sich zulassen.
Zu groß ist die Gefahr im Wahlkampf mit der eigenen Krankengeschichte konfrontiert zu werden

Re: Kein Politiker

Richtig. Interessant wären dann vor allem Fällevon Alkohol- oder sonstigem Drogenabusus.

Die Herren wären wunderbar erpressbar...

Gast: Das Recht geht vom Volk aus!
08.10.2012 22:42
10 0

Das ließt sich wie ein "Sparabo-Angebot" welches man

ungefragt via e-Mail bekommt und bei mir in der Regel immer im Spam-Ordner landet.

Achja und um nicht zu vergessen:
"Ihr schweigen wird als Zustimmung gedeutet"

Ich bin nicht von gestern natürlich muss man auch die Moderne Netzverbindung für mehr effizienz im Gesundheitswesen nutzen.

Aber um es klar auszudrücken (damit keine Missverständnisse auftreten) Ich hab sorge dass ein Halbstarker Hacker der sich dann wieder "Anonymus" "im Dienste der Daten-Transparenz" ein Schlupfloch bei ELGA findet und Unsere Daten dann frei verfügbar im Internet stehen.

<<Ich gebe ein Fiktives Beispiel: Es muss für Frau "Mustermann" die sich um einen Job in einer Bank-Filiale bewirbt sicher toll sein wenn dann ihre Kollegen und Geschäftskunden dann im Internet frei lesen können dass sie z.B. mit HIV oder durch einen einfachen Zeckenbiss mit einer anderen unheilbare Krankheit infiziert ist.>>

Ich frage mich ob es Herr Stöger begrüßen würde wenn plötzlich alles von seinem Fußabdruck seiner Geburt bis hin zu irgendwelchen Prothesen oder Operationen alles im Internet steht.

Eine Elektronische Akte ist eine tolle Sache. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber sie ist von Menschenhand gemacht. Menschen machen fehler.
Und wenn in einem Archiv (wie in der ZiB2 abwertend dargestellt wurde) ein Zettel verloren geht wäre es auch schlimm aber längst nicht so verheerend wie dass eine Komplete Akte mit 2, 3 Mausklicks im Internet landen oder via USB-Stick zum Nächsten Hacker-Kongress getragen werden.

Antworten Gast: zukunftsfroh
08.10.2012 23:20
4 0

Re: Das ließt sich wie ein "Sparabo-Angebot" welches man

Unsere Daten können nicht gehackt werden - sagen doch unsere Gesundheitspolitiker. Das muss genügen. Und jetzt ist endlich Schluss mit der Debatte - ELGA kommt.

Re: Re: Das ließt sich wie ein "Sparabo-Angebot" welches man

Nicht für mich. Weil ich werde mich sicher abmelden.

Gast: Der Mann von der Straße
08.10.2012 21:37
7 1

Schon die Überschrift ist reinster Schmonzes:

"Patienten dürfen sich abmelden" - aber die sind dann nicht weniger
"gläsern" als andere Patienten, bloß mit einem zusätzlichen Vermerk,
daß es sich bei diesen Individuen um "System-Feinde" handelt .

Der nächste Schmarrn: "Wann geht die Speicherung los..."
Fakt ist, in Wien wird seit mindestens 20 Jahren so ein System geführt,
hier ist bestenfalls die Frage, ab wann das offiziell in ELGA übergeht ! ! !

Abstreiten hilft nichts, Zensur hilft auch nichts, Wien ist das Stasi-Hauptquartier !

Gast: Arzt aus dem Ausland
08.10.2012 21:28
2 10

gute Idee

Ich als Arzt (aus Überzeugung nicht mehr in Österreich tätig) finde es gut, was mit dieser ELGA geplant ist. Es begegnen mir täglich sicherlich 10 Patienten, bei denen eine vernünftige Anamnese (bzgl. der Medikation, der Vorerkrankungen, relevanter Begleiterkrankungen, etc.) aus den unterschiedlichsten Gründen einfach nicht möglich ist. Und das behindert und verschlechtert meine diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten teils erheblich - mit zeitlich, finanziell und gesundheitlich negativen Folgen.

Ich bin gespannt, ob Österreich den "Mumm" hat, dieses bisher beispiellose Vorhaben trotz aller Widerstände und zweifellos vorhandenen Gefahren des Missbrauchs durchzuziehen.

Auch wenn es hier vor ahnungslosen Postern nur so wimmelt, die gern alles Neue unreflektiert verteufeln - dies wäre eine Chance für dieses Land und sein untergehendes Gesundheitswesen.

Antworten Gast: regah
09.10.2012 11:21
0 0

Re: gute Idee

unverständlich wie sich manche Leute hier in diesem Forum aufregen! Ich kann auch vorwiegend Vorteile von diesem System sehen. Typisch österreichisch! Die meisten können nur jammern und sehen vor lauter Pessimismus nix mehr!

Auch wenn es hier vor ahnungslosen Postern nur so wimmelt, die gern alles Neue unreflektiert verteufeln

Ich bin schwer beeindruckt.

Offenbar erhält man heutzutage im Zuge einder medizinischen Ausbildung auch das bekanntlich völlig unkomplexe Knowhow eines DB-Administrators samt Expertenwissen in IT-Security an der Uni mitgeliefert.

Ich bin wirklich froh, dass Sie hier so eindrucksvoll Ihre "Ahnung" zu diesen Themen gezeigt haben.

Und Hacker sind natürlich nur eine Erfindung der Systempresse, genauso wie Sicherheitslücken und Viren nur dem Erhalt von IT-Jobs dienen.

Sie sind ein echter Tausendsassa...

Antworten Gast: Mag dr arztt
08.10.2012 22:25
3 3

Re: gute Idee

Ich als Arzt (aus Überzeugung nicht mehr in Österreich tätig)
aufpudeln aber als Arzt versagt in Ö und dann deine unnötigen Kommentare

Wahrscheinlich so ein möchtegern Dakatari^^

1 8

Re: gute Idee

Der Großteil der Poster hier hat Angst vor Veränderung. Und zwar generell. Das kommt im hohen Alter gar nicht so selten vor.

Was aber sein soll, dass man jederzeit und überall darauf Zugriff hat, denn Österreich glaubt zwar ist es aber nicht, der einzige Staat mit Ärzten und Gesundheitssystem.

Re: gute Idee

vielleicht lesen sie mal das posting vor ihrem (von frisal). so wirds nämlich aussehen in elga.
und beispiellos ist es auch nicht (siehe skandinavien).
und davon, dass sie ihren patienten beibringen, etwas verantwortung für sich selbst zu übernehmen halten sie wohl gar nichts?

Antworten Antworten Gast: Arzt aus dem Ausland
08.10.2012 22:36
2 2

Re: Re: gute Idee

"und davon, dass sie ihren patienten beibringen, etwas verantwortung für sich selbst zu übernehmen halten sie wohl gar nichts? "

nein, davon halte ich nichts.

Und das zeigt eben auch, dass Sie (und viele andere in diesem Forum) keine Ahnung davon haben, wie der medizinische Alltag abläuft. Sie wollen doch nicht ernsthaft einer 84jährigen, schwerhörigen, multimorbiden und prädementen Frau beibringen, endlich Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Und jetzt raten Sie einmal, wer zum Arzt geht. Das sind nicht die jungen, gesunden, technikaffinen Kommentar-Schreiber von diepresse.com...

Dass einiges an technischen und datenschutzrechtlichen Hausaufgaben zu erledigen ist, das bezweifle ich nicht. Dass ELGA an sich eine gute Sache ist, da bin ich mir sicher.

Re: Re: Re: gute Idee

Komisch. Ich bin jung, großteils gesund und technikaffin.........und trotzdem geh ich ab und zu zum Arzt. Ich glaub ich mach da was falsch....

Antworten Gast: dfg
08.10.2012 21:48
5 1

Re: gute Idee

aus medizinischer sicht kann ich ihnen nur zustimmen, da sich unser schlaraffenland aber im bezug auf datenschutz noch in der steinzeit befindet (jede weiß alles und tuschelt es unzähligen leuten weiter, ich kenne auch praktische ärzte welche JETZT schon gerne in ihrer "coolness" gschichtln ihrer patienten weiter erzählen), habe ich keine lust, dass der vorzimmerdrachen nun noch mehr herumstöbern und am gehsteigtratsch dies und das weitererzählen kann.

ja ich weiß, wir ja alles dokumentiert - aber in dieser menge an datenflut glaubt doch nicht ernsthaft IRGENDEIN NAIVLING, dass es auffällt, wenn der drache A vom arzt B in patientendaten herumwühlt (könnte ja die urlaubsvertretung gewesen sein).

wie gesagt, as medizinischer sicht perfekt. aber beim datenschutz sind wir noch weit hinter dem ostblock .... und beweise dafür gibt es mehr als genug. und die ausrede "schwarze schafe gibt es überall" kann bei gesundheitsdaten wirklich nicht mehr zählen!!!!!

0 2

Re: Re: gute Idee

Durch eine Fehldiagnose kann es schnell passieren, dass es ihnen wurscht sein kann, was wer mauschelt.

Es gibt viele Möglichkeiten der Speicherung und Speicherort. Alles hat vor und Nachteile.

1 0

Ich war jetzt in drei Linzer Krankenhäusern,

und wenn die recht unterschiedlichen Befunde der drei hintereinander untersuchenden Abteilungen dann in die Elektronische Gesundsheitsakte kommt, dann kann ich mich gleich erschießen.
Will damit sagen, wer schreibt was in die Gesundheitsakte, und wird mit dem Patienten darüber geredet, was man über ihn hineinschreibt oder werden die Herrn Ärzte darin wieder einmal auf die Art aktiv, die man manchmal zu akzeptieren hat. Oder ist das ganze nur wieder eine teure Bürokratievermehrungsaktion.

Antworten Gast: derkünstler
08.10.2012 23:05
0 0

Re: Ich war jetzt in drei Linzer Krankenhäusern,

Das will doch die Behörde, dass alle - noch so divergierende Befunde gespeichert werden, damit alle nachfolgenden medizinischen Stellen Freude an der Auswahlmöglichkeit haben. Oder es diskutiert jeder Patient mit jedem Arzt seinen Befund und den Umfang der Veröffentlichung - ganz nach Belieben. Klingt doch gut?

0 0

Re: Ich war jetzt in drei Linzer Krankenhäusern,

So wie es im Artikel steht, können sie Einsicht nehmen, dass sollte wohl eine Selbstverständlichkeit sein.

Gast: rigby
08.10.2012 21:19
3 1

elga

wie schön,dass die övp wieder einmal in die knie gegangen ist.was ja weiter nicht schlimm wäre,nur öffnet sie die tore für eine massive verschlechterung-sowohl für patienten als auch für ärzte!und für den steuerzahler sowieso.
wundern kann es kaum,betrachtet man den gesundheitssprecher rasinger.zwar arzt,aber offensichtlich inkompetent und nicht durchsetzungsfähig.
überall sind ela-ähnliche syteme gescheitert und wurden teilweise wegen exorbitanter kosten wieder ausgesetzt.
bravo övp-rasinger!

Antworten Gast: die meisterlichen
08.10.2012 23:11
1 0

Re: elga

Die ÖVP hat dzt ein Händchen (?) für die Wirtschaft - das mehrjährig vorbereitete ELGA-projekt konnte doch nicht mehr gestoppt werden. Vielleicht läßt sich herausfinden, welchen tüchtigen Lobbyisten es letztlich doch gelang, entgegen aller bisher gewürdigten Einwände die politische Entscheidung zu erreichen?

Gast: sadfdsf
08.10.2012 21:12
5 0

Irgendwie erinnert das an die Lügen anläßlich der EU-Volksabstimmung

Genauso wird es mit diesen Daten sein.

Versprochen - schon gebrochen.

Wer einmal lügt dem glaubt man nicht ...


Gast: Jo smith
08.10.2012 21:11
3 0

Wirtschaftsinteressen haben sich wieder durchgesetzt!

Hunderte Millionen Investition mit vielen Unbekannten. Die "Einsparungen" werden mit Sicherheit nicht eintreffen dafür werden einige Firmeninhaber sehr reich und Zuständige im Ministerium und Hauptverband werden sehr bald mit Consulting Verträgen belohnt!

Und bezahlen werden es wieder die Steuerzahler!!

Antworten Gast: netzwerker5
08.10.2012 23:14
1 0

Re: Wirtschaftsinteressen haben sich wieder durchgesetzt!

Auch das politische Werden dieses ELGA-projektes wird sicherlich- wie bei uns üblich- in völliger Transparenz nachvollziehbar sein. Traut sich jemand drauf wetten?

Na schau - jetzt braucht der Bürger nur noch den RFID Chip

und der Arzt hat gleich ohne zu tun alle Daten vorliegen.

Es muss schön sein Politiker zu sein, wenn das ganze Volk dumm ist!

Gast: walbur
08.10.2012 20:35
7 0

Auch

wenn die Presse gewohnt "Auer"freundlich agiert. Die Daten werden zentral in der Affinity Domain abgelegt. Die Mär von der dezentralen Speicherung ist ein PR und Marketing Gag. Bitte besser recherchieren!

Gast: vcbfgdfgdfgdfdfgd
08.10.2012 20:15
3 1

UMKEHRSCHWUNG FÜR POLITIKER

also wenn man grundsätzlich dafür ist, wenn man sich nicht dagegen ausspricht, ist schon mal ein sehr sehr bedenkliches ding.

aber OK, ich bin dann auch dafür: JEDER politiker wird grundsätzlich mal als verlogen und korrupt angenommen, außer er widerspricht und kann dies auch beweisen.

mal schauen, wie viele "saubere" politiker übrig bleiben würden in unserem selbstbedieungsschlraffenland für politiker ...

Herr BM Stoeger braucht eine gute Haftpflichtversicherung

Anything that can go wrong-
will go wrong. Murphy's Law ist akueller denn je zuvor, besonders seit der Finanzkrise 2008. Und die Saetze fuer Schadenersatz sind entsprechend gestiegen.

Antworten Gast: dsdsfsdf
08.10.2012 21:55
0 0

Re: Herr BM Stoeger braucht eine gute Haftpflichtversicherung

Wozu?? herr sepperl pröll hat nachweislich mit seinem "guten geschäft mit den krediten" der republik einen mehrfach milliarden schaden hinzugefügt, hat sich dann feige aus der politik zurückgezogen wo ihm schon alles auf den kopf gefallen ist und grinst nun kurze zeit später wieder vollkommen gesund auf eine fett dotierten posten im raika-konzern aus der wäsche.

seinen hinterlassenen "kolateralschaden" zahlt ja eh der steuerzahlen in unserem deppenland ...

Re: Herr BM Stoeger braucht eine gute Haftpflichtversicherung

seit wann wurde je ein politiker für die folgen seiner tätigkeit zur verantwortung gezogen?


8 0

Kosten

Warum kostet eine Datenbank 130 mios?

Antworten Gast: guest1
08.10.2012 21:12
8 0

Re: Kosten

na wenn schon eine webseite 8mio. kosten darf, hat man sich gedacht, kann man ja für eine datenbank mehr verlangen