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ELGA: Patienten dürfen sich abmelden

08.10.2012 | 18:07 |  von iris bonavida (Die Presse)

18 Monate haben die Verhandlungen gedauert, doch jetzt ist es fix: SPÖ und ÖVP haben sich über die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte ab dem Jahr 2013 geeinigt. Gespeichert wird aber erst ab 2015.

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Wien. 18 Monate haben die Verhandlungen gedauert, doch jetzt ist es fix: Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) kommt – das Gesetz dazu wird heute, Dienstag, im Ministerrat beschlossen. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger haben sich am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz erleichtert über die Einigung gezeigt. Es sei ein „gutes Gesetz“, meinte Rasinger – obwohl der erste Entwurf noch „ein Auto mit fünf Rädern, aber ohne Bremsen“ gewesen sei.

1 Was ist die Elektronische Gesundheitsakte genau?

Die Elektronische Gesundheitsakte soll eine Art Lebenslauf über die eigene Krankengeschichte sein – mit einigen Einschränkungen. Bestimmte Daten werden elektronisch gesammelt und gespeichert, der jeweilige behandelnde Arzt kann sich durch das System ein Bild von den vergangenen Behandlungen machen und seine eigene Behandlung darauf abstimmen.

2 Welche Daten werden bei ELGA gespeichert?

Entlassungsbriefe aus dem Spital, Labor- und Radiologiebefunde sowie verschriebene Medikamente werden zunächst gespeichert. Weitere Daten (Notfalldaten, Anamnese, Impfpass, aber auch Patientenverfügungen) sollen folgen. Die Daten bleiben dezentral (etwa in den Spitälern) gespeichert und werden über ELGA zusammengeführt.

3 Wer hat Zugang zu den medizinischen Daten?

Grundsätzlich gilt die eigene E-Card als Schlüssel für die Daten: Zugang haben Ärzte und andere Gesundheitseinrichtungen, bei denen sich der Patient für eine Behandlung angemeldet hat – und zwar jeweils für 28 Tage. Apotheken haben nur für den aktuellen Tag Zugriff auf die Medikamentenübersicht. Aber auch der Patient selbst kann online nachsehen, wer sich wann seine Akte angeschaut hat.

4 Wann geht es mit der Speicherung los?

Bis 2013 werden das Zugangsportal, die Widerspruchsstellen für die Patienten sowie eine ELGA-Ombudsstelle errichtet. Ab 2015 müssen öffentliche Spitäler, ab 2016 die Apotheken und niedergelassenen Ärzte, ab 2017 die Privatkrankenanstalten die Gesundheitsdaten ihrer Patienten speichern. Zahnärzte haben bis Jänner 2022 Zeit.

5 Sind Patienten gezwungen, daran teilzunehmen?

Nein. Die Sache hat dennoch einen Haken: Denn wer nicht will, dass seine Daten gespeichert werden, muss dies extra schriftlich bekannt geben. Das kann man bei einer eigenen Ombudsstelle tun – die muss allerdings erst errichtet werden. Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, dass man sich noch abmelden kann, bevor eine Elektronische Akte errichtet wird. Aber auch einzelne Befunde bzw. Medikamente können aus ELGA gestrichen werden.

6 Sind Ärzte gezwungen, daran teilzunehmen?

Nein – zumindest theoretisch. Ärzte sind verpflichtet, Labor- und Radiologiebefunde und Medikamente sowie Spitäler zusätzlich die Entlassungsbriefe zu speichern. Sonst haben die Ärzte ein „Verwendungsrecht“, sie können, müssen aber nicht mitmachen. Wahlärzte ohne Kassenvertrag müssen ebenfalls nicht teilnehmen, der Patient kann aber eine Speicherung verlangen. Allerdings können Ärzte haftbar gemacht werden, wenn sie aufgrund einer Nichtverwendung von ELGA-Daten einen Fehler machen.

7 Wie steht es um die Sicherheit der Daten?

Nur Gesundheitsdienstanbieter, die einen Behandlungskontext nachweisen können, sollen auf die Daten zugreifen dürfen. Zugriffe werden protokolliert, der Datenverkehr soll über gesicherte Netze laufen. Bei Missbrauch von Daten drohen Strafen. Arbeitgebern, Behörden, Versicherungen und Kassenchefärzten ist der Zugriff verboten. Das gilt auch für Betriebsärzte.

8 Wie viel kostet die Einführung von ELGA?

Bis 2017 werden 130 Mio. Euro investiert. Ab 2018 kommen laufende Kosten von 18 Millionen Euro jährlich auf. Für Ärzte, Apotheken und Privatkrankenanstalten ist eine Anschubfinanzierung (15 Millionen Euro) vorgesehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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128 Kommentare
Antworten Gast: guest1
08.10.2012 21:12
8 0

Re: Kosten

na wenn schon eine webseite 8mio. kosten darf, hat man sich gedacht, kann man ja für eine datenbank mehr verlangen

Selbstverständlich

soll man diesem System widersprechen! Die Speicherung diverser 'delikater' Angelegenheiten im medizinischen Bereich kann die Berufslaufbahn einer Person unter Umständen erheblich beeinträchtigen. Das ist gleich der Speicherung der erfassten Daten der Mobilfunkanbieter - wenn dies auch eingeschränkt ist - nur auf einer viel unbewussteren Ebene!

Antworten Gast: dfgafg
08.10.2012 21:18
2 0

DIese Daten braucht man selbstverständlich um

a) Selbstmorde zu verhindern
b) weitere zig Terrorakte in Österreich zu verhindern
c) unzählige Verbrechen schon im Keim zu verhindern
d) dem totalen Überwachungs- und Untertanenstaat näher zu kommen.

Das geheime Programm: Die Lebensbedingungen so gestalten, dass die Österreicher bei einem allfällige FP-Wahlerfolg gar keinen Unterschied mehr merken ! Auch eine Möglichkeit....

Bei DER Demokratur hätt ma den Kaiser gleich in Schönbrunn lassen können !

Re: DIese Daten braucht man selbstverständlich um

Sie haben den Nagen auf den Kopf getroffen! Es wäre schön, hätten mehr ÖsterreicherInnen einen so angenehm kritischen Verstand!

die elga

führen sie nur für die künftigen quotenmedizienerinnen der uni wien ein!

Re: die elga

Zivilcourage kennt keine Quote

Gast: smart
08.10.2012 18:53
5 0

ombudsstelle

Super das diese erst errichtet werden muss, alles erst im nachhinein wie beim parkpickerl voll schlau wieder einmal denn ich möchte mich jetzt schon streichen lassen aus diesem Datensammelsystem.

Gast: Gast II
08.10.2012 18:48
11 0

Wieder eine Zwangsbeglückung, die ja nur unser Bestes will!


Gast: Der Indianer
08.10.2012 18:32
12 0

ELGA

ELGA: Patienten "dürfen" sich abmelden!
Eine starke Headline, liebe iris bonavida!
Ich bin ganz nervös,- was wir alles dürfen...
Also SPÖVP sind schon großzügig.

Einsicht für Patienten nur mit Bürgerkarte

und wieder ein Versuch, die gescheitete Bürgerkarte dem Bürger schmackhaft zu machen.
Von der Totalüberwachung ganz zu schweigen...

Gast: netzwerker5
08.10.2012 14:59
14 0

Die Drohung mit der Haftung

Allerdings haften die Ärzte, wenn sie aufgrund einer Nicht-Verwendung von ELGA-Daten einen Fehler machen.Zitatende. Da werden die Ärzte aber sehr viel Zeit für die Lektüre der Lebenskrankengeschichte bei neuen Patienten brauchen. Und viele Menschen haben eine sehr lange Krankengeschichte. Und diese Krankengeschichte steht dann über ELGA zur Verfügung? Keine Befundanforderungen von anno dazumal mehr? Das wird suuuuper!

Gast: eine Million Milliarden
08.10.2012 14:58
10 0

"Ein schöner Tag" und "der gute Arzt" ?

der Stöger braucht Elga sonst fühlt er sich nicht richtig modern 2012, das ist aus seiner Sprachgewandtheit zu schließen.

Gute Mediziner/Innen schauen sich doch in erster Linie den kranken Menschen an.
Sprechstundenhilfen sind aber ab jetzt hoffentlich voll informiert.

Gast: Gläserne
08.10.2012 14:54
15 0

vorwärts, wohin und wozu

George Orwell-schau oba!!!
nun-mein Vertrauen in Ärzte ist mehr als endenwollend-eigentlich gar nicht vorhanden-=> ich werde sicherlich die Opting-Out Variante wählen und werde es auch meiner Familie raten!!!


Am besten zurück ins Mittelalter ...

Ich bin froh, wenn mein Arzt alle meine Daten im Zugriff hat und nicht mühsam recherchiert werden muss, welche Befunde es noch gibt ...

Ich habe Vertrauen zu meinen Ärzten und habe keine Angst, dass diese die Daten missbräuchlich verwenden ....

Aber ich gehe natürlich davon aus, dass die ELGA-Systeme gut gesichert sind.

Ich bin auch nicht besonders ängstlich, denn dann müsste ich mein Bankkonto aufgeben (Online-Banking sowieso), mich aus dem SV-System ausklinken, bei meinem Arzt alle Daten und Befunde vernichten lassen, meinen Melderegistereintrag löschen lassen, meine Telefone abmelden, alle Einträge bei Adresshändlern löschen lassen, mein Hotmail- und mein Facebook-Konto selbstverständlich auch, usw.

Und bei vielen dieser Dinge weiß ich nicht einmal ob das möglich ist ...

Aber ich weiß natürlich, dass Daten vernetzt werden können. Da verlasse ich mich aber auf unseren Rechtsstaat, der technisch und rechtlich ein sicheres Umfeld schafft bzw. ist.

Re: Am besten zurück ins Mittelalter ...

zwischen bankdaten (zahlen, sonst nichts) und der "vollständigen" medizinischen information ist halt ein kleiner unterschied. kein mensch wird sich im notfall auf die computerdaten verlassen.
und: vergessen sie nicht, ihre schuhgröße, die kragenweite und die zigarettenmarke ins netz zu stellen. sie brauchen sich dann um gar nichts mehr selbst zu kümmern...

Antworten Gast: Meine Daten gehören mir und nicht den Parteien!
08.10.2012 15:08
16 3

Re: Am besten zurück ins Mittelalter ...

Werter Herr "Intellektueller", es geht nicht darum, ob mein Arzt Zugriff auf meine Daten hat. Es geht darum, dass später "Gesundheitsdienstleister" Zugriff auf die, durch Ihren Arzt erhobenen, Daten haben werden und die unterliegen nicht der ärztlichen Schweigepflicht.Außerdem möchte ich mir in Fragen meiner Gesundheit keine Vorschriften von einem Maschinenschlosser machen lassen, der die Tragweite seiner Entscheidungen möglicherweise intellektuell nicht erfassen kann...

12 1

Kosten / Nutzen?

Schön und gut, wissen Sie aber auch, dass es für die meisten "Errungenschaften" die uns mit ELGA versprochen werden, schon funktionierende Lösungen gibt?
Lesen Sie mal das hier:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1263343

ELGA ist mit
* Gesamtkosten von 130 Mio. € in den Jahren 2010 bis 2017 und
* laufende Kosten von 18 Mio. € pro Jahr ab 2018
veranschlagt.
Wenn man sich die üblichen Kostenentwicklungen bei solchen Projekten anschaut, kann man wohl ohne weiteres noch die Hälfte drauflegen ...
... für etwas, das es eigentlich schon gibt ...

ein Fall von Lobbyismus??

Schon bemerkenswert, wie die Regierung dieses ELGA-Projekt gegen Widerstand von Patienten , Datenschützer und Ärztekammer durchdrückt. Normalerweise zeichnet sich diese Regierung unter Studienabbrecher Faymann durch Untätigkeit und Zuschauen aus . Woher also diese Energie ? Es riecht schon verdammt nach Lobbyismus (bevor Schüssel Bundeskanzler war nannte man es einmal Bestechung)- es geht ja um fast 200 Millionen Euro - ich bin schon gespannt, ob wir nicht hier in den kommenden Jahren vom nächsten Skandal erfahren werden, vielleicht erfahren wir dann auch bei welcher Jagdveranstaltung diese ELGA -Projekt ausgemauschelt wurde und wer dabei wir.

damit siemens und politiknahe konsorten

ihre aufträge einsacken können.
nock ein a propos zum "guten arzt" der elga verwenden wird: nur ein toter indianer ist ein guter indianer hiess es irgendwo bei karl may? (vielleicht kann herr pröll das zitat zuordnen?)

Gast: Mr.
08.10.2012 14:02
9 0

Schön

Gibts dafür schon eine Parlamentarische Mehrheit?

Antworten Gast: Gläserne
08.10.2012 14:56
12 0

Re: Schön

parlamentarische Mehrheit ist durch Klubzwang gesichert--die Freiheit der Abgeordneten ist doch eine Chimäre

Gast: netzwerker5
08.10.2012 13:33
6 0

diesmal mit transparenz???

Wie immer - die Wirtschaft hat sich wieder einmal durchgesetzt. Ob es dafür Provisionen geben wird? Welche Lobbyisten waren diesmal zwischen Ministerium und dem IT-anbieter im Einsatz? Die Presse hat doch investigativen Journalismus angekündigt...

13 2

Den ersten Tag, wo man sich abmelden kann

werd ich die "Opting-Out-Regelung" in Anspruch nehmen. Alles, was gegen dich verwendet werden kann, wird auch eines Tages gegen dich verwendet. Stichwort: Banken-CDs, die sich irgendwer illegal kopiert und an Staaten weiterverkauft.

Gast: Demo Kreatur
08.10.2012 12:55
6 0

... wie geplant 2013 in Kraft?

Was meinen denn da unsere Volksvertreter, werden "die" gar nicht mehr in den Werdegang eines Gesetzes mit eingebunden?

Re: ... wie geplant 2013 in Kraft?

die volks"vertreter" könnte man auch problemlos durch abstimmungsmaschinen ersetzen, die der clubobmann bedient.

wäre wenigstens billiger

Gast: ehschowurscht
08.10.2012 12:43
4 0

Ende 2013/Anfang 2014

...da hat der Alois einen ganz anderen Job - irgendwo in einem "geschützten Bereich"-machts euch keine Sorgen was die heute-morgen oder übermorgen noch durchdrücken wollen - sie haben fertig!!!!!

Gast: diegedanken
08.10.2012 12:11
4 5

Glauben sie es oder nicht

Ich hab Einblick in die ganze Sache bekommen, und war auch auf E-Health Konferenzen wo der Fall Österreich vorgestellt wurde, von E-Card bis hin zur ELGA. (Das war während der Planungs-Zeit)

Das System wurde geplant um den Ärzten möglichst viel zu erleichtern und den (jetztigen) "Daten-Sauhaufen" zu vereinheitlichen, und natürlich Vorteile für die Kassen zu schaffen (die würden sich sonst nicht einspannen lassen). Es wurde Wert gelegt, das es möglichst unbedenklich, aber dennoch praktikabel bleibt. Es gab Expertenrunden schon von Anfang mit IT-Fachleuten, Krankenkasse, Bund, und der Ärztekammer, und alle beteiligten konnten Bedenken äußern und in gewissem Maß die Konzeption lenken.

Opt-Out deshalb, weil ansonsten das System kein Erfolg wird, da sich die Leute nicht darum reissen, aber eigentlich einen Vorteil haben dadurch.

Bedenken gibt es natürlich von Datenschutz-Seite, da das ein Paradebeispiel ist wo alles 100% sicher sein muss. In der derzeitigen Form, und mit dem was ich als Informatiker aus den Plänen mitbekommen habe, werde ich persönlich dabei bleiben und mein opt-out nicht wahrnehmen, bei der eCard haben auch alle geschrien.

Ist keine Anleitung was zu tun ist, aber ich wollte doch etwas Aufklärung beitragen. Bei Interesse finden sie übrigens unter :
http://www.elga.gv.at/index.php?id=39
übrigens rechtliches und konzeptinelles.

Kein IT-System ist zu 100 % sicher. Punkt.

Selbst wenn alle technischen Optionen ausgeschöpft werden, um die höchstmögliche Sicherheit zu gewähren, bleibt noch immer der größte Unsicherheitsfaktor, der Mensch:
niemand kann verhindern, dass z.B. ein zugangsberechtigter Systemadministrator z.B. große Mengen Daten kopiert und gewinnbringend veräußert, oder evt. auch nur einzelne Datensätze einem befreundeten Personalverantwortlichen zur Verfügung stellt ...

PS:
Höchstmögliche Sicherheit geht außerdem immer zu Lasten des Benutzungskomforts, was sich wiederum negativ auf die Akzeptanz seitens der "Gesundheitsdiensteanbieter" auswirken wird ...

Antworten Antworten Gast: diegedanken
08.10.2012 14:54
0 0

Re: Kein IT-System ist zu 100 % sicher. Punkt.

Das kann mit jedem derzeitigen KIS (Krankenhaus Informationssystem) genauso passieren. Und auch bei ihrer Kreditkarten-Firma, ihrem Arbeitgeber, ..

Und deswegen hab ich auch geschrieben "Datensicherheit vs. Praktikabilität". Die Zugriffsverläufe werden gesichert und können nur eingesehen werden. Das heißt wenn es Auffälligkeiten gibt, hat man auch einen zugehörigen Account + Zugriffsticket der Unsinn gemacht hat.

Was hilfts?

Was hilft's einem wenn man weiß, wer die Daten monetarisiert hat, die Daten aber trotzdem "öffentlich" sind ...

Antworten Gast: Demo Kreatur
08.10.2012 13:01
0 2

Re: Glauben sie es oder nicht

"... zu tun ist, aber ich wollte doch etwas Aufklaerung beitragen."

Ihr Umgang mit unserer Rechtschreibung, laesst mich an Ihrer Kompetenz zweifeln, hier etwas "reissen" zu wollen?

Antworten Gast: Durchsichtig
08.10.2012 12:57
4 0

Re: Glauben sie es oder nicht

Danke für den Link, den habe ich aber schon vor Ihnen gefunden, ohne IT Spezialist zu sein.

Ihr Vertrauen in die IT versteht sich aus Ihrer beruflichen Tätigkeit aber wie wir alle wissen - Wikileaks schau oba - ist kein System vor Hackern sicher.

Mit der nötigen Motivation kann in jedes EDV System geknacht werden !

Für mich gilt jedoch, ich möchte nach wie vor nur mit meinem Arzt meine Gesundheit bzw. meine Krankheiten besprechen und der MUSS Bescheid wissen aber dafür trage ich selbst Sorge und nicht ein undurchsichtiges System!

Antworten Antworten Gast: diegedanken
08.10.2012 13:11
0 0

Re: Re: Glauben sie es oder nicht

Mir war klar das die Leute den Link meist finden, aber nachdem sich einige (inklusive paradoxerweise sie selbst) sich beschweren das das System nicht dursichtig ist, hab ich ihn reingetan damit man die Dokumente finden kann.

Jedes kann geknackt werden. Aber wenn die Daten die dahinter liegen so verschlüsselt sind das es >10 Jahre dauert hat es keinen Sinn einzubrechen. Abgesehen davon das sie hier keine Kreditkarten-Daten oder ähnliches haben was sich _sehr_ schnell zu Geld machen lässt.

Und gerade aus meiner Tätigkeit heraus weiß ich wie man an Daten kommen kann, und was getan werden muss damit es nicht passiert. Das ist alles andere als selbstverständlich im IT-Bereich weil viele nach der Devise handeln das man ja die Sicherheit nachher machen kann, oder nicht so genau sein muss. Ich hab Vertrauen in die IT, aber bin deshalb nicht zwangsläufig blind, denn viele setzten Dinge schlampig um.

Und wie schon gesagt, das System ist komplett durchsichtig wenn sie sich die Mühe machen würden ein bischen zu lesen, aber ein Posting geht offenbar schneller.

Antworten Gast: netzwerker5
08.10.2012 12:16
2 0

Re: Glauben sie es oder nicht

es geht nicht um die technik- es geht um den inhalt- und um die geplanten ausnahmen. wann werden endlich die fakteen veröffentlicht?

Antworten Antworten Gast: diegedanken
08.10.2012 13:05
1 0

Re: Re: Glauben sie es oder nicht

Die Fakten sind alle frei zugänglich unter dem Link. Auch (nicht-technische) Dinge, wie "wer hat wann wo und womit" Zugriffsrechte.

Gast: luegendetektor
08.10.2012 12:09
4 0

alles gespeichert

....alle Befunde und gesundheitsrelevanten Dokumente.Zitatende. Das ist eine glatte Lüge, wenn man den Menschen nicht wahrheitsgemäß erklärt, was unter dieser obigen Behauptung wirklich gemeint ist. Und die Ärztekammer hat sich mit ihrer scheinkritischen Haltung der Politik wieder einmal angedient. Datenschutz und Transparenz wird wieder einmal missachtet.

Gast: Wer zahlt mehr, sind käuflich. Ihre Parteien...
08.10.2012 11:58
6 0

Parteiendiktatur

Kann ein fähiger Jurist Auskunft geben, ob diese Konstruktion überhaupt verfassungsgemäß ist? Vor allem die Regelung, dass Krankheitsdaten auch bei einem Opt Out gesammelt werden und nur ihre Sichtbarkeit eingeschränkt wird? Können sich die beiden korruptesten Parteien der letzten Zeit, so einfach über die Bürger hinwegsetzen? Ist eine Verfassungsklage möglich?

Ich erkläre bereits jetzt:

mein opting out.

Antworten Gast: asff
08.10.2012 12:39
3 0

Re: Ich erkläre bereits jetzt:

Schließe mich an. Anonymous reibt sich schon die Hände.

Unsere Steuergelder flutschen nur so runter vom Konto vor lauter Reformen und Kontrollmassnahmen ...

...

Gast: Durchsichtig
08.10.2012 11:01
7 0

NEIN ZU ELGA

Die Möglichkeit nur zu sagen wenn man die ELGA nicht will, ist ein weiterer Schritt zur Entmündigung der Bürger dieses Landes.

Jetzt wird man nicht mehr gefragt ob man einverstanden ist, dass die persönlichsten Daten nicht nur von Ärzten, sondern von allen Personen im medizinischen Bereich eingesehen werden können.

Danke unserer Demokratie, dass sie uns schön langsam im Stich lässt!

Meine Antwort zur ELGA wird sein: Ich möchte NICHT daran teilnehmen.

Antworten Gast: Demo Kreatur
08.10.2012 13:06
3 0

Re: NEIN ZU ELGA

"Meine Antwort zur ELGA wird sein: Ich möchte NICHT daran teilnehmen."

Steht im Moment nicht zur Wahl, was Sie möchten. Ihre Volkvertreter erfüllen im Parlament die Interessen der Lobbyisten, Wählerwünsche werden erst kurz vor der nächsten Wahl wieder -zumindest- in Überlegungen mitenbezogen!

Unwichtiges Resort

Überraschenderweise wird das Gesundheitsministerium von den Regierungsparteien immer als das unwichtigste Resort eingestuft, denn sonst könnte es nicht sein, dass an der Spitze immer unfähige Leute stehen. Soweit ich mich zurück erinnern kann war das leider immer so.

Gast: einMal
08.10.2012 10:36
4 0

Das Ende des seligmachenden Endlosfortschrittgaubens...

ELGA ist Plan eines Gesamtkonzepts. Wer interessiert sich schon für die Wehwechen seiner Mitbürger? Am Ende werden alle zur Verfügung stehende Daten eines Menschen zusammengeführt und zentral "verwaltet". Somit haben die Herren dieser Welt eine unvergleichbare Waffe gegen das Volk in der Hand. Selbstverständlich unterbuttert man diese Maßnahmen mit Anti-Missbrauchsbestrebungen. Wer sich dagegen wehrt, wird solange gegen ein Gewaltsystem anlaufen bis er kapituliert oder endgültig ausgegrenzt sein wird. Und dann folgt die Angstmache per Medien: "Man hätte dem armen Kind das Leben retten können, wenn nur die Daten zur Verfügung gestanden wären...".

Wer immer noch an den seligmachenden Endlosfortschritt glaubt, wird sein blaues, katastrophales und eskalierendes Wunder erleben...


Antworten Gast: netzwerker5
08.10.2012 12:13
4 0

Re: Das Ende des seligmachenden Endlosfortschrittgaubens...

Und das ist erst der Anfang für gravierende gesundheitspolitische wie auch gesellschaftspolitische Veränderungen. George Orwell´s 1984- ein wieder lesenswertes Buch. Und ja nicht rausoptieren bitte.

Antworten Antworten Gast: Durchsichtig
08.10.2012 13:42
2 0

Re: Re: Das Ende des seligmachenden Endlosfortschrittgaubens...

Sie haben recht, wenn man sich "rausoptiert" muss man siche erst recht vor "Big brother is watching you" fürchten!

Das Beispiel vom George Orwell "1984" bewahrheitet sich nicht erst seit heute.
Das geht schon sehr lange so, nur waren wir Bürger zu faul um das zu verhindern und jetzt geht es uns schön langsam an den Kragen.

In der NS-Zeit hatten die vielen Verfolgten auch eine opting out Möglichkeit, mämlich ganz schnell das Land zu verlassen. Aber diese menschenverachtende Maschinerie hat akribisch alle gefunden.

Mir wird schön langsam angst und bang!!!!

Gast: Das dritte Auge
08.10.2012 10:03
3 0

Kein Problem

Sollten meine Persönlichen Gesundheitsdaten allerdings durch fahrlässiges Handeln, irrtümlichen Fehler oder durch eine kriminelle Tat welcher art auch immer plötzlich für jeden Abrufbar im Netz stehen
dann sehen wir uns vor Gericht wieder Herr Stöger!

PS: Gibt es eine Information wo ich mich dann ausdrücklich verständigen kann dass ich diesen Unsinn nicht mitmachen will?

Hoffentlich kommt auch genügend Aufklärung wie man aus dem Schnüffelprogramm aktiv aussteigen kann !!


Warum keine selektive Möglichkeit?

Ich habe nichts dagegen, wenn meine Blutgruppe, Allergien, Implantate etc. vermerkt sind - im Gegenteil!
Aber muss wirklich jedes Wimmerl und jeder Fusspilz in die ELGA Dateien??

Antworten Gast: Satyr
08.10.2012 10:13
2 0

Re: Warum keine selektive Möglichkeit?

Ja, weil Deine Daten an die Wirtschaft verkauft werden und Du dann Kosmetikprogramme und Fußpilzsalben über Internet angeboten bekommst

ELGA

hoffentlich ist sie blond...
Wieder so ein Wrkzeug, das keiner braucht, aber unbedingt kammen muss um den Bürger wie unter einem Mikroskop betrachten zu können.
Die Diktatur hat begonnen...