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13./14. Gehalt: Schieder warnt bei Steuerplänen

09.10.2012 | 16:09 |  VON KARL ETTINGER UND THOMAS PRIOR (DiePresse.com)

Staatssekretär sieht in ÖVP-Expertenkonzept „Belastung für Arbeitnehmer". SPÖ-Gewerkschafter fordern „Strafsteuer" auf Überstunden. Spindelegger hat bereits erklärt, er wolle das Gehalt „nicht antasten".

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Wien, Es kommt nicht so oft vor, dass ÖVP-Obmann Michael Spindelegger und SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder einer Meinung sind. Beim 13. und 14. Gehalt, also beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ist das allerdings der Fall. Schieder steht dem Vorschlag der von der ÖVP eingesetzten Expertengruppe aus Wirtschaft und Wissenschaft, im Zuge einer Vereinfachung des Steuersystems die bisherige Form des steuerbegünstigten 13. und 14. Gehalts zu „integrieren", „mehr als skeptisch" gegenüber. „Einfach die Sechstelbegünstigung zu streichen, das halte ich nicht für fair", betonte Schieder am Dienstag im Gespräch mit der „Presse". Denn: „Das wäre eine Belastung der Arbeitnehmer." Der begünstigte Steuersatz beträgt bisher sechs Prozent.

Spindelegger hat bereits erklärt, er wolle das 13. und 14. Gehalt „nicht antasten". Schieder warnt, die Gegenfinanzierung bei einer Entlastung und Vereinfachung des Steuersystems sei nicht klar: „Das ist nicht so eine lockere Sache. Da erwarte ich schon, dass diese Fragen substanzieller beantwortet werden." Seine Skepsis rührt auch daher, dass die von der SPÖ zur Finanzierung vorgeschlagenen Vermögensteuern in dem Expertenpapier für die ÖVP nicht befürwortet werden.
Denn beim SPÖ-Bundesparteitag diesen Samstag in St. Pölten wird die in einem Leitantrag formulierte Forderung nach Vermögensteuern im Vordergrund stehen. Die SPÖ-Gewerkschafter, die seit Langem für „Reichensteuern" eintreten, warten in ihrem Antrag an den Parteitag noch mit anderen brisanten Anliegen auf.

Ein Euro pro Überstunde

Wegen der vielen Überstunden macht sich die Fraktion der SPÖ-Gewerkschafter (FSG) mit deren Chef Wolfgang Katzian für eine Art „Strafsteuer" stark, die von den Arbeitgebern bezahlt werden müsste. Diese solle einen Euro pro geleisteter Überstunde ausmachen. Das sei eine „Arbeitsmarktsabgabe". Begründet wird dieser Vorstoß damit, dass dann Überstunden für Unternehmen weniger attraktiv würden. Die hohe Zahl an Überstunden in Österreich stehe, so wird argumentiert, „dem Abbau der Arbeitslosigkeit entgegen".
Die SPÖ-Gewerkschafter lehnen eine Erhöhung von Massensteuern wie etwa der Mehrwertsteuer strikt ab. Insgesamt bleibt eine Steuertarifreform mit der Entlastung des Faktors Arbeit im Gegenzug zur Anhebung der Vermögensteuern erklärtes Ziel.
Die SPÖ dürfte sich am Samstag auch mehrheitlich für ein bundesweites Verbot des kleinen Glücksspiels, also von Spielautomaten, aussprechen. Ein entsprechender Antrag wurde von einigen Landesorganisationen im Schulterschluss mit der Parteijugend und der SPÖ Alsergrund (die mit diesem Anliegen in Wien bereits erfolgreich war) eingebracht. Konkret wird eine „einheitliche, leicht zu vollziehende, bundesweite Verbotsregelung" vorgeschlagen, um Spielern innerhalb Österreichs keine Ausweichmöglichkeit zu geben. Derzeit sind die Automatenzulassungen nämlich Ländersache.
Die Antragskommission, sagt Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter zur „Presse", habe „eine Annahme empfohlen". Er selbst werde auch dafür stimmen, weil es sich um eine wichtige Maßnahme gegen die Spielsucht handle. Dabei gehe es vor allem um die Familien Betroffener. Spielsüchtige gibt es in Österreich - je nach Studie - zwischen 20.000 und 60.000.

Glücksspielverbot umstritten

Die SPÖ Burgenland teilt Kräuters Sicht der Dinge nicht: Die beste Schutzmaßnahme sei eine Legalisierung, die mit einer strengen Kontrolle einhergehe, heißt es in Eisenstadt. Dass die Spielautomaten auch eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle sind, muss nicht extra dazugesagt werden.
Erlaubt ist das kleine Glücksspiel derzeit in Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und dem Burgenland. In Wien laufen die Lizenzen 2015 aus, überall anders ist es verboten.

 


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129 Kommentare
 
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Gast: WilfriedW
11.10.2012 19:35
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Das "sogenannte" Expertenteam von "Österreich 2025"

Wenn man sich das Komitee für das ÖVP-Projekt "Österreich 2025" ansieht, sieht man schwarz.

Pharmamanager, Bankmanager, ÖVP-Industrielle, Konzern-Vorstände, Vizepräsident der ÖVP-Industriellenvereinigung, Osteuropäische Konzernchefin (ÖVP-Mitglied), Bundesspartenobmann der ÖVP-Wirtschaftskammer, Raiffeisen-Manager, ÖVP-Steuerberatung Deloitte, Nestle-Chef (möchte Wasser als Lebensmittel, Befürworter für den Ausverkauf unseres Wassers, über ihn gibt es eine sehr gute und schockierende Doku "Bottled life" bitte unbedingt ansehen).

Das sind die wichtigen Experten, die über unser Leben bestimmen wollen.

Wir sagen: N E I N D A N K E

Unsere Anwort gibt es bei der nächsten Wahl.

Gast: Areopag
11.10.2012 09:18
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enteignen statt besteuern

Statt über Vermögenssteuern zu knausern, muss endlich die Enteignung der mit Scheinlegalität gestohlenen und zusammengerafften Vermögen kommmen und in Bildung, Lebens- und Arbeitskultur investiert werden. Die Beendigung des drückenden Unrechts wird die Menschen beflügeln und glücklich machen.

Die menschenverachtende Destruktivität der gemütskranken Manager und Politiker, die sich an Ausbeutung der Menschen und der Erde begeilen, wird so oder so zu Ende gehen.

Dieser Neoliberalismus hat keine Zukunft, wie Feudalismus und Faschismus wird er an den eigenen Widersprüchen scheitern und von den Menschen abgeschüttelt und entsorgt werden.

Wir sollten schon jetzt damit beginnen und Vermögen enteignen statt besteuern.

Der 13. und 14. Gehalt sind Lohn, den wir im letzten halben Jahr erarbeitet haben, der uns aber monatelang vorenthalten wird!


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schön das die Debatte wieder nur um eines geht.....

Ziel dieser Arbeitsgruppe war es mEn Vorschläge zu erarbeiten, wie Österreich ein Ort werden/bleiben kann, wo alle Menschen gemeinsam arbeiten und sich wohlfühlen. Es dreht sich nicht alles um Steuern, 13/14 etc. Es wäre schön, wenn Sie alle einen Blick auf die Eckpfeiler der Initiative und deren Ergebnisse werfen und sich Ihre eigene Meinung bilden würden.

http://www.unternehmen-oesterreich2025.at/

So wie es jetzt ist, wird Österreich seine Führungspositionen Schritt für Schritt verlieren. Arbeiten wir doch alle gemeinsam daran, dass es auch zukünftig einfach nett bei uns ist. Ob Rot, Schwarz, Grün, Blau, Orange...egal ob Arbeiter, Angestellter, Beamte,....jeder wird seinen Beitrag leisten müssen.

Es stimmt; die Expertengruppe ist sehr unternehmerlastig aber man sollte sich schon im klaren sein: ohne Unternehmen viele Jobs weniger. Wir müssen uns auch im klaren sein, dass Österreich über kurz oder lang kein Produktionsland bleiben wird (DG Anteil, Gruppenbesteuerung etc). Bildung und Fokus auf KMU mit besonderer Berücksichtigung von Forschung u DL kann ein Standbein für die Zukunft sein.

Es gibt viel zu tun und Sie werden merken; das Resultat dieser Initiative soll als Beitrag zu einer gemeinsamen Diskussion gesehen werden.

Antworten Gast: Widerstandgarantiert
11.10.2012 19:39
0 0

Österreich gehört nicht nur der ÖVP

Die Expertengruppe besteht vollkommen aus ÖVP-Mitgliedern.

Sowas lassen wir uns nicht gefallen.

Gast: jkjkkjk
10.10.2012 13:49
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OPTION zum 13. und 14. Bezug

Wie wäre es mit einer option (Wahlmöglichkeit)

Entweder man zahlt die Steuer in gleicher Höhe jeden Monat

oder

immer 6 Monate lang - so wie bisher schon - etwas mehr und lässt sich dann vom Staat den Unterschied bei Urlaubs- bzw Weihnachtsgeld "schenken" (abzüglich 100 EUR, davon 50 für die Lohnverrechnung)

Dann kann jeder wie bisher sein geld erst später erhalten und amit glücklich bleiben.

Strafsteuer auf Überstunden oder ......

....... noch höhere Abgaben auf Leistung.

Gerechterweise muss dann Leistungsverweigerung der SPÖ Doktrin zu Folge, in gleichem Ausmaß höher belohnt werden.

Re: Strafsteuer auf Überstunden oder ......

Was erwarten Sie schon von diesem vom "Zentral"sekretär über Nacht wundersam zum "Staats"sekretär mutierten Bonzen und Apparatschik ?


Gast: Steuerexperte in allen Fragen
10.10.2012 13:12
5 0

Wozu braucht man das ...

Schlage vor wir liefern gleich unseren gesamten Gehalt an den Staat ab (Steuerquote 100%) und der Staat entscheidet was wir wirklich zu leben "brauchen" und sorgt sich um unsere Wohl, das Wohnen, Grundnahrung. alles streng geregelt, planwirtschaftlich verwaltet - Eh alles easy oder?

Wenn es jetzt rote Stricherl hagelt, dann hat man die Ironie nicht verstanden.

0 0

Warum so viele Steuern?

Einkommen jeder Art, werden auf ihr Konto bei der verstaatlichen Bank ueberwiesen und nach, den Abzuegen fuer Steuer und saemtlichen Sozialabgaben, auf ihr Konto gutgeschrieben.
Der Steuersatz richtet sich nach der Hoehe des Einkommens.
Nur eine Krankenkasse und Pensionsart fuer alle Buerger. Die SPOE,reden von Solidarietaet und Bruederlichkeit; die OEVP von Bruederlichkeit und Naechstenliebe. Jegliche Privilegien und Sonderrechte muessen verschwinden. Vor dem Gesetz sind alle gleich,oder irre ich mich?
Es gibt nur Girogeld und kein Bargeld, dass ist die einzige Moeglichkeit,um Betruegereien jeder Art, zu vermeiden. Dann ist auch kein Untersuchungsausschuss noetig. Es koennte keiner mehr, mit dem Koffer sein Schwerzgeld in das Ausland bringen.
Es gibt nur diese eine Steuer, keine Mehrwertsteuer usw.Der Staat und die Wirtschaft koennte dadurch sehr viele Millionen einsparen.

Gast: 1+1+10
10.10.2012 12:54
1 1

Sämtliche Einkommen, auch Erbschaften und Geschenke, sollten zusammen mit dem Erwerbseinkommen nach dem Einkommensteuertarif versteuert werden müssen!

Alles andere ist unlogisch, inkonsequent, ungerecht!

Antworten Gast: uizuu
10.10.2012 13:52
2 0

auch Bankabhebungen!: Sämtliche Einkommen, auch Erbschaften und Geschenke, sollten zusammen mit dem Erwerbseinkommen nach dem Einkommensteuertarif versteuert werden müssen!

genau, und die Bankabhebungen vom eigenen Konto auch! und die Geburtstagsgeschenke! und der Vorteil eine Gemeindewohnung oder Friedenszinswohnung zu haben! und Kinderlosigkeit! und Bl..dheit!

und Bl..dheit!

*lach* ! Österreich wäre schlagartig schuldenfrei :-)

Gast: Zwinsi
10.10.2012 12:51
1 2

Wo bleiben die Vermögenssteuern ?

?????

Antworten Gast: dfdf
10.10.2012 13:54
4 0

Re: Wo bleiben die Vermögenssteuern ?

auf Politikerpensionen zum Beispiel!

11.000 x 14 Monate x 30 Jahre sind 4,62 Mio.

Davon 2 % Vermögensteuer sind EUR 92.400 Vermögensteuer pro Jahr! (nur 2,77 Mio in 30 Jahren)

Gast: gneisl Herman
10.10.2012 12:41
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VERMÖGENSSTEUERN SIND DIE GERECHTESTEN STEUERN !

!

Antworten Gast: Steuerblecha
10.10.2012 13:25
2 1

Re: VERMÖGENSSTEUERN SIND DIE GERECHTESTEN STEUERN !

Solange man nicht bereits vorher 50% seines Einkommens an Steuern abgeliefert hat. Aber beides geht nicht, das führt zur Enteignung!!

Kleines Glücksspiel endlich bundesweit verbieten

Eigentlich sollten alle Parteien endlich für ein endgültiges, bundesweites Verbot des kleinen Glücksspiels eintreten.

Der Volkswirtschaftliche Schaden durch die von den Automaten verursachte Spielsucht ist enorm.

PS: Herr Graf von Novomatic konnte innerhalb kurzer Zeit auf sein Vermögen verdoppeln und ist nun ex aequo mit Herrn Mateschitz reichster Österreicher!

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Experten

Eine Lachnummer diese aus wohlbekannten abhängigen zusammengewürfelten Parteidiener sind ein schlechter Vorwand.

Gast: Knall Hart
10.10.2012 11:10
3 3

Her mit Erbschafts-, Schenkungs-, Vermögenszuwachs- und Vermögenssteuern!

Die Vermögensverteilung (Konzentration) in Österreich ist bereits demokratiegefährdend, weil die REICHEN sich Politiker, Medien, Urteile, Gesetze, etc. kaufen können!

Re: Her mit Erbschafts-, Schenkungs-, Vermögenszuwachs- und Vermögenssteuern!

Weg mit all den dummen Steuervorschlägen, oder noch nicht bemerkt, daß diese Banditen in der Regierung unser Steuergeld überall hinschicken, nur für uns ist es überall zu wenig. Diese Herrschaften müßten alle sofort enteignet und in Zwangsarbeit geschickt werden.

Antworten Antworten Gast: ifrogamoi
10.10.2012 12:42
0 0

Re: Re: Her mit Erbschafts-, Schenkungs-, Vermögenszuwachs- und Vermögenssteuern!

Und dann?

Gast: Reimerling
10.10.2012 11:07
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Der Reichtum der Reichen muß reichen, die Schulden des Staats zubegleichen!

!

Re: Der Reichtum der Reichen muß reichen, die Schulden des Staats zubegleichen!

Nur: die hams ja net verursacht, die Schulden. Das waren alle jene, die SPÖVP gewählt haben, um in den Empfang von allerlei Sozialleistungen zu kommen. Die Mehrheit der Ösis zahlt nicht mal Einkommenssteuer, so schauts aus, Freuderl.

Antworten Antworten Gast: StVO
10.10.2012 16:07
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Re: Re: Der Reichtum der Reichen muß reichen, die Schulden des Staats zubegleichen!

Von den Sozialleistungen sind die Schulden des Staates sicher nicht gekommen. Diese sind zu einem sehr erheblichen Teil durch Subventionen an die Wirtschaft und Landwirtschaft entstanden, wobei die Subventionen in erster Linie zur Erhöhung der einkommen der entsprechenden Eigner gedient haben und die angeblich gefährdeten Arbeitsplätze bloß Vorwand waren.

Antworten Antworten Gast: Gerlinger
10.10.2012 12:45
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Re: Re: Der Reichtum der Reichen muß reichen, die Schulden des Staats zubegleichen!

Die Bankenrettung dien überwiegend dem Schutz großer Vermögen!

 
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