18.05.2013 18:48 Merkliste 0

Grüne: Fünf Euro Internetabgabe für Download-Freiheit

10.10.2012 | 11:33 |   (DiePresse.com)

Die Abgabe würde 140 Millionen Euro bringen und soll jegliche Up- und Downloads straffrei stellen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Grünen wollen Downloads von Filmen, Musik und Software straffrei stellen und gleichzeitig die Rechteinhaber zufrieden stellen. Wie der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl im Standard vorschlägt, sollen fünf Euro pro österreichischem Breitbandanschluss pro Monat reichen, um das zu ermöglichen. Die Internetabgabe, in früheren Konzepten auch "Content Flat Rate" genannt, soll als Alternative zu ständigen Verschärfungen und neuen Gebühren wie die Festplattenabgabe dienen. Bei 2,2 bis 2,3 Millionen Breitbandanschlüssen soll die Abgabe 140 Millionen Euro im Jahr bringen.

"Es verdienen nur die Anwälte"

Das Geld soll Zinggl zufolge je nach Nutzung der Inhalte verteilt werden. Dafür müsste aber eine Analyse des Datenverkehrs auf den Geräten der Zahlenden stattfinden. Das soll aber nur auf freiwilliger Basis geschehen. Wer mitmacht könnte nach Zinggls Vorstellungen selbst bestimmen, welche Rechteinhaber welchen Anteil der Gebühr erhalten. Der Grüne gibt aber zu, dass für die Durchführung einer solchen Flat Rate eine Änderung der entsprechenden EU-Richtlinien nötig wären. Zinggl warnt vor Verschärfungen für alle Bürger, denn dann "verdienen nur die Anwälte".

Im Gespräch mit DiePresse.com hatte Zinggl 2010 bereits entsprechende Idee geäußert und eine Änderung des Urheberrechts gefordert. Er hatte damals mit zwei Jahren gerechnet, bis das geschehen könnte. Bisher konnten die Grünen ihre "Content Flat Rate" noch nicht in die Nähe einer Umsetzung bringen.

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

97 Kommentare
 
1 2 3
Antworten Gast: Ano.nym
10.10.2012 14:13
2 9

Re: Typisch .....

Also sind Konsumenten nun mit alkoholosierten Rasern gleichzusetzen ?
Wenn ich einen Radfahrer mit 80 km/h ramme brauch ich ja auch blos ne Strafe zahlen und dann is die Sache aus der Welt gelle ?
Weil der Radfahrer hat ja keinen ersichtlichen Schaden, und trifft im Krankenhaus ja evtl. sogar noch die Liebe seines Lebens...

Was sie da geflissentlich übersehen ist, dass nicht jeder Downloader gleichzeitig kriminell ist oder überhaupt einen Schaden verursacht. Ich würde eine solche Abgabe begrüssen, da ich durch sie endlich eine legale und faire Handhabe gegen die GIS Raubritter hätte.

Antworten Antworten Gast: mka
10.10.2012 15:07
4 2

Re: Re: Typisch .....

Ihr Kommentar ist derartig schwachsinnig, ich ernenne Sie daher von Anonym auf Anusnym.

Gast: Silbersurfer
10.10.2012 13:46
13 0

Alternativer Ansatz

Wie wäre es anstatt eines typsichen kommunistischen Lösungsansatzes zu wählen wo alles für eine Leistung zahlen sollen die sie gar nicht nutzen die Konzerne auf eine vernünftige Preis-Leistungs-Schiene zu bringen. Z.b. Filmverleih: 1,50 €, Musik 0,50 €, ganze CD 5,- € und OHNE DMR-Scheiss damit ich nicht jedes mal zittern muss wenn ich auf einen neuen PC umsteige. Bin sicher, die Leute würde das zahlen, wiel die Bequemlichkeit kombiniert mit Rechtsicherheit eine angenehme Sache sind.

Re: Alternativer Ansatz

Das Problem liegt im Copyright Gesetzt, für das es in jedem Europer Land noch ein eigenes gibt. Das macht Österreich (und andere kleine Staaten) unintessant für Firmen wie Netflix und Hulu.

In Wien können sich die Bezirke nicht einmal auf etwas wichtiges wie ein vernünftiges Straßen System einigen, wie erwarten sie das die EU sich auf ein einziges Copyright Gesetzt einigen soll?

PS: Bei 1,50€ pro Film können sie 3 Filme für 5€ im Monat ansehe. Bei dem Grünen System können sie 1.000 Filme downloaden (in Top-Qualität, Ohne DRM, und legal).

1 0

Re: Re: Alternativer Ansatz

Jaja, träumen Sie nur.
Es werden genauso Abmahnungen kommen wenn Sie downloaden, egal was die Grünen sagen.
Außerdem - was mache ich mit 1000 Filmen? Warum eine Zwangsbeglückung?
Wer das will soll zahlen, wers nicht will zahlt nicht.


17 1

Na sicher

Einen Bundestrojaner der den Datenverkehr mitschreibt installieren. Soweit kommt 's noch. Kein Wunder, dass den Grünen diese Orwellsche Vorstellung gefällt, sind sie doch mit der SPÖ die staatsgläubigste Partei im Parlament.

So eine Content Flat Rate gibt es übrigens schon. Denn auf Speichermedien (Festplatte, DVD usw.) wird dank unserer kleptokratischen Politiker bereits eine Pauschalabgabe eingehoben, allerdings ohne irgendeine Gegenleistung. Bevor die nächste Gebühr erhoben wird, gehört dort einmal ein Nutzen hergestellt bzw. diese Abgabe abgeschafft.

Antworten Gast: hiihaa
10.10.2012 22:28
0 0

Re: Na sicher

Bundestrojaner ist etwas Deutsches. Das wird es nie in Österreich geben - egal, was Sie sagen.

Aussage wie Jahreskarte f. 100€

Gibt sonst nichts hinzuzufügen.

Ein realistischer Preis wären 40€ im Monat, auf freiwilliger Basis.

Gast: regenschauer
10.10.2012 13:26
3 0

freiheit

hat man sch immer schon erkaufen müssen - von fürsten, sünden, sex, staatsmännern, ehefrauen.....

Gast: WFP
10.10.2012 13:17
9 2

Kommunismus pur


11 0

Wiedereinmal ein Generalverdacht der Grünen!


Antworten Gast: veritas
10.10.2012 13:20
5 2

Re: Wiedereinmal ein Generalverdacht der Grünen!

Warum so polemisch?

Sie bezahlen eine Abgabe auf Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten,Cd-Rohlinge, DVD-Rohlinge, interne Speicher von Smartphones.....

Eigentlich sollte es längst legal sein downzuloaden, denn immerhin fallen diese Abgaben nicht zu gering aus.

Gast: mir reichts
10.10.2012 13:03
4 0

was

sind breitbandanschlüssel?

ein wenig sorgfalt, ich versteige mich sogar mit einem wunsch nach korrekturlesen, wäre nutzerfreundlich.

ach ja, grüne, wie schauts denn mit der gehsteigsteuer aus? wann kommt denn die?

2 0

schutzgeld

für ambros u. co.

0 1

Eins ist auch klar!

Sollte das kommen, bricht das Netz zusammen!

0 0

Re: Eins ist auch klar!

Ich meinte damit, weil dann jeder auf einmal runterladen wird und dieser Traffic werde im "übertriebenen Sinn" das Netz zusammenbrechen lassen!

die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

jeder Internetzugriff ist ein Download, d.h. alle müssen zahlen. Also auch die zigtausende User, die nur Content, aber keine Filme, Musik oder Software downloaden. Gerecht ist das nicht. Das ist dann zusätzlich wie bei der ORF-Abgabe eine Gebühr für die alle bezahlen auch wenn nur ein Teil Nutzer sind. Eigentlich brauchen wir weniger derartiger ungerechter Gebühren und nicht mehr.

Re: die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

Aber Internet Seiten sind auch "Content" (Bilder, Text, Information, etc.), also auch wenn sie keine Piraterie betreiben, ist diese Gebühr angebracht.

Sehen sie es mal so: Wenn ein Teil diese Geldes an die Seite DiePresse.com gehen würde, bräuchte diese vielleicht keine Werbung (besonders da Werbung eher ungeliebt ist, oder sogar komplett geblockt wird).

Re: Re: die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

ich habe ja argumentiert, warum für normalen Content keine Gebühr angebracht ist. Wenn Ihr Satz dann damit endet "ist diese Gebühr angebracht", schreiben Sie das genaue Gegenteil ohne Gegenargument. Soll ich auf meinem Blog, der von mir aus ein Bild meiner Katze enthält, Gebühren bezahlen ? Wofür denn bitte ???

Antworten Gast: Johann S
10.10.2012 13:19
7 2

Re: die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

Gebe Ihnen voll recht.
Warum sollen alle User blechen,wenn man

derartiges nicht nutzt.

Irgendwie typisch grün.
Fr Gr

1 7

Re: Re: die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

Lustich, ein jeder hier downloadet (zB.: Daten der Presse). Eine Steuer, die auch noch zweckmäßig für Künstler verwendet wird ist doch eh toll.

Re: die grüne Verbotspartei schlägt wieder zu

Die Piraten nennen das Kultur-Flatrate.


 
1 2 3