Gericht kann gemeinsames Sorgerecht anordnen

10.10.2012 | 15:00 |   (DiePresse.com)

Justizministerium und Frauenministerium haben sich geeinigt: Bei strittigen Trennungen kann das Gericht eine gemeinsame Obsorge verfügen. Ledige Väter erhalten ein Antragsrecht auf Obsorge.

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Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) haben sich nach langen Verhandlungen auf ein neues Familienrecht geeinigt. Und das bringt Vätern mehr Rechte in Fragen des Sorgerechts. Unverheiratete Väter bekommen das Recht, die Obsorge zu beantragen - auch, wenn die Mutter dies nicht gutheißt. Damit werden Forderungen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und des Verfassungsgerichtshofs erfüllt. Zur Zeit ist es so, dass bei unehelichen Geburten die Obsorge zunächst der Mutter alleine zusteht.

Auch in der Frage der gemeinsamen Obsorge gibt es eine Neuerung: Bisher sah das Gesetz vor, dass bei einer Scheidung oder Trennung die alleinige Obsorge entweder die Mutter oder der Vater bekommt, sofern man sich nicht auf eine gemeinsame Obsorge einigen kann.

--> Das Familienrechtspaket im Überblick

Künftig soll aber das Gericht die Möglichkeit haben, auch bei strittigen Scheidungen eine gemeinsame Obsorge zu verfügen, wenn dies dem Kindeswohl entspricht. Bei strittigen Trennungen gibt es künftig eine "Phase der vorläufigen elterlichen Verantwortung", eine Abkühlungsphase. Das Gericht entscheidet dabei für sechs Monate eine vorläufige Lösung. Beide Elternteile sollen in dieser Zeit Kontakt zum Kind haben, die bisherige Obsorgeregelung bleibt in dieser Phase aufrecht. Das Verhalten während dieser Zeit soll dann in die endgültige Entscheidung des Richters einfließen.

Besuchsrecht soll besser durchsetzbar werden

Das Besuchsrecht wird zum "Kontaktrecht" und soll künftig besser durchsetzbar werden. Dazu gibt es einen Maßnahmenkatalog. So kann das Gericht beispielsweise einen Besuch bei der Familienberatung anordnen. Flexibler soll das Namensrecht werden - alle Familienmitglieder können künftig einen Doppelnamen führen.

Erleichterungen sind auch für Patchworkfamilien geplant: Diese dürfen künftig Dinge der alltäglichen Obsorge aufeinander übertragen - also etwa, eine Entschuldigung bei Krankheit unterschreiben. Das gelte auch für Regenbogenfamilien.

Ministerinnen sehen "Meilenstein"

Karl und Heinisch-Hosek freuten sich bei der Präsentation der Pläne über den "Meilenstein". Der Entwurf soll noch am Mittwoch in Begutachtung gehen und mit 1. Februar 2013 in Kraft treten.

Das Paket sehe eine "klare rechtliche Definition des Kindeswohls" in zwölf Punkten vor, erläuterte Karl. Das Kindeswohl werde zum Maß aller Dinge, den Richtern werde eine klare Entscheidungsgrundlage geliefert. Festgehalten sei etwa, dass verlässliche Kontakte zu beiden Elternteilen wichtig seien.

Grüne: "Absurd und weltfremd"

FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller und FPÖ-Justizsprecher Peter Fichtenbauer äußerten sich zurückhaltend. "Im Bereich der gemeinsamen Obsorge ist die Bundesregierung hoffentlich nicht auf halbem Wege stehen geblieben", so die beiden Mandatare. Die FPÖ werde das Familienrechtspaket mit kritischer Erwartungshaltung überprüfen. "Die schon längst europarechtlich vollzogene Erkenntnis des Rechtes des Kindes auf beide Elternteile muss der Primat des Zuganges zum Obsorgerecht sein", betonte Fichtenbauer.

"Zu denken, dass eine gesetzlich verordnete gemeinsame Obsorge, auch wenn die Eltern sich streiten, dem Kindeswohl dient, ist absurd und realitätsfremd", meinte hingegen die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol. Die Grünen befürworteten eine gemeinsame Obsorge nur dann, wenn sich beide Eltern darauf einigen können. "Das Gemeinsame kann nicht per Gesetz verordnet werden", ergänzte Justizsprecher Albert Steinhauser. Erfreut zeigten sich die Grünen dagegen über die Liberalisierung des Namensrechts.

"Nur wenige Verbesserungen für die Kinder" in den ausgehandelten Obsorge-Regelungen sieht BZÖ-Familiensprecherin Ursula Haubner. Die große Chance, dass die gemeinsame Obsorge zum Regelfall werde, sei "leider verpasst" worden. "Es ist traurig, dass nach dem jahrelangen rot-schwarzen Streit ein löchriges Flickwerk herauskommt." Positiv an der Vorlage seien die beschleunigten Verfahren und die Verankerung des Kindeswohls im Gesetz.

(APA)

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243 Kommentare
 
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Kindgerecht sieht anders aus:

Meiner Meinung nach sollten Kinder ganz SELBSTVERSTÄNDLICH bei beiden Elternteilen leben können, weg mit dem zwangsweisen "hauptsächlichen Aufenthaltsort", an dem ALLE Rechte und Pflichten (Familienbeihilfe, Alimentation, Pflegeurlaub) hängen. Wünschenswerter Normalfall: die Kinder leben zu gleichen Teilen bei Vater wie auch Mutter ("Doppelresidenz"), die selben Rechte und Pflichten für beide Elternteile. Wenn ein Teil sich außerstande sieht, die Kinder die halbe Zeit zu betreuen und der andere Elternteil mehr Zeit und Aufgaben übernimmt, ist entsprechend vom anderen Elternteil finanzieller Ausgleich zu zahlen. Ideale Lösung? Nein, sicher auch nicht, aber sicher besser als die derzeit betriebene weitgehende Trennung von einem Elternteil und die für den/die Unterhaltszahlende(n) recht ungerechte Lösung.

Wie soll sich der Richter das "anschauen"?

Geht er zu den Leuten nach Hause? Oder glaubt er so wie bisher einfach den Behauptungen der Mutter?

Gast: Verzeifelter
16.10.2012 10:01
2

Solange

Solange noch männerdiskriminierende staatslenkende und gesetzgebende Feigmänner Männer sind und Frauen wie die Frauenministerin ungestraft Feministenpolitik machen können, wird sich nichts ändern. Ohne Männerlobby ist mit demokratischen Mitteln nichts zu bewegen. Auf Frauengnade zu hoffen, war in den vergangenen Jahrtausenden immer eine Fehleinschätzung.

Antworten Gast: JETZT SOFORT
17.10.2012 17:13
2

Re: Solange

Verzweifelter hat Recht!

Männer haben keine politische Lobby im österreichischen Staatsfeminismus der gnadenlos Kinder und Männer den ungerechtfertigten Frauenprivilegien opfert.

Manche Frauen jammern über die Geschichte während HEUTE MÄNNER SYSTEMATISCH DISKRIMINIERT WERDEN.

Antworten Antworten Gast: Was soll's
18.10.2012 00:21
1

Re: Re: Solange

Kurzfassung:
"Staatsfeminismus", "gnadenlos", "systematische Diskriminierung" > aber Hauptsache Frauen jammern ;)
Im Übrigen ging es konkret um die vom Verzweifelten angesprochene angebliche "jahrtausendelange" Diskriminierung von Männern durch Frauen
Man wird abwarten müssen, vielleicht kommt ja irgendwann die automatische gemeinsame Obsorge, aber dann werden's schön schauen, weil die Gegenreaktion der Frauen, die alle Pflichten haben und jetzt die damit einhergehenden Rechte auch noch abtreten sollen, wird auch nicht ewig auf sich warten lassen. Bis jetzt hat Frau die Nachteile in Kauf genommen, weil sie zumindest in einigen Bereichen besser dran war (Kompensationsstrategie), aber das wird's dann auch nicht mehr spielen. In diesem Sinne: Freuen Sie sich auf den kommenden Neo-Feminismus, denn er wird schrecklich und böse und ganz fürchterlich gemein sein (noch viel viel übler als jetzt)... aaaargh ;)

Re: Re: Re: Solange

Fragt sich nur, warum H-H die bisherige Gesetzeslage mit Zähnen und Klauen verteidigt und mit der Gemeinsamen Obsorge bis zur Verurteilung Österreichs vor dem EGM gewartet hat!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Was soll's
24.10.2012 18:28
0

Re: Re: Re: Re: Solange

Tja, man muss leider sagen, dass H.H. hier politisch sehr unklug agiert hat, indem sie den Väterrechtlern das Terrain überlassen und die Munition geliefert hat...Im Übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass sie anders agieren würde, wenn sich die Gesellschaft bereits so weit emanzipiert hätte, dass auch Männer ihren Teil an den familiären Pflichten wahrnehmen (dürfen)


Antworten Antworten Antworten Gast: JETZT SOFORT
18.10.2012 15:35
2

Re: Re: Re: Solange

Ihre Zusammenfassung ist ja länger als mein Posting...und dann noch unrichtig.

Sie glauben scheinbar hier geht es um ein Feilschen zwischen Frauen und Männern. Ich bin der Meinung, hier geht es um Kinder und um Grundsätze (Verfassungskonformität, Menschenrechte, Recht auf beide Eltern).

Sie wollen ungerechtfertigte Frauenprivilegien auf Kosten von Kindern und Männern. Ich will echte Gleichbehandlung und Kinder die auch nach Trennung von beiden Eltern geliebt und betreut werden können.

Ihre Argumentation erklärt warum der Femifaschismus von immer mehr Menschen, inkl. Frauen, abgelehnt wird.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Was soll's
18.10.2012 21:27
0

Re: Re: Re: Re: Solange

Schon wieder Femifaschismus, wird's Ihnen nicht langsam selbst zu fad?
Und Sie haben ganz recht, Kinder haben ein Recht auf Liebe UND Betreuung durch beide, also fordern wir doch alle die gleichwertige Väterkarenz und Teilzeitstellen auch für Männer! Wie gerne würde ich wochentags 50:50 Männer und Frauen in den Kindergärten, auf den Spielplätzen, beim Wäschewaschen, Bügeln, Kochen, Schulaufgabenbetreuung etc. sehen :)
Und Sie irren, viele der Frauen, die den Feminismus ablehnen, tun das (meiner Erfahrung nach) weil sie sich nie mit der Theorie beschäftigt haben (so wie Sie), noch keine Kinder haben oder weil sie in "vermeintlich" stabilen Beziehungen leben, in denen sie sich noch nicht mit dem Gedanken an ein Danach beschäftigt haben... In "erfahrenen" Frauen-Kreisen hingegen rumort es gewaltig (dass sie das noch nicht mitbekommen haben liegt vermutlich daran, dass sie die Frauenseite gar nicht sehen bzw. hören wollen) > aber auf die Väterrechts- wird eine Forderung nach Väterpflichten kommen, warten Sie's ab :)
Wenn es Väterrechtlern tatsächlich um die Kinder ginge, würden Sie schon längst, parallel zur Forderung nach automatischer gemeinsamer Obsorge auch auf Väterkarenz und Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestehen (das wird ja bislang immer nur als Frauenthema behandelt > Kinder haben aber in den seltensten Fällen nur eine Mutter > also warum klinken sich die Väterrechtler hier aus?)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: JETZT SOFORT
19.10.2012 20:48
2

Re: Re: Re: Re: Re: Solange

Wenn man Ihre Postings liest, können Sie einem wirklich leid tun. Es muss für Sie schrecklich sein in einer Welt mit Männern zu leben. Ich frage mich, ob Sie auch manchmal zurück finden...in einen Zeit bevor Sie so dachten...als die Welt noch nicht getrennt war in böse Männer und gute Frauen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: was soll's
20.10.2012 16:53
0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Solange

Können Sie einmal lesen, was ich geschrieben habe und sachlich argumentieren bevor Sie persönlich werden? Ich habe explizit geschrieben, dass ich Frauen nicht für die besseren Menschen halte. Im Übrigen danke für die nettgemeinte Mitleidsbekundung, aber tatsächlich brauche ich es nicht, ich habe es nämlich geschafft nette, intelligente und weltoffene Menschen jeglichen Geschlechts um mich zu versammeln :)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Opfer-Mütter
21.10.2012 19:44
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Solange

Ihre persönliche Differenzierung honoriere ich (i.e. dass Sie nicht alle ...für halten..), aber leider sind Sie damit in der Femifaschismusbewegung allein auf weiter Flur.

Lesen Sie doch einmal den Artikel. Es ist übrigens schon fast pervers, dass so etwas gerade im Femifaschismuskampfblatt Standard erscheint:

http://derstandard.at/1350258913666/Taeter-Vaeter-und-Opfer-Muetter

Antworten Antworten Antworten Gast: JETZT SOFORT
18.10.2012 15:35
1

Re: Re: Re: Solange

Ihre Zusammenfassung ist ja länger als mein Posting...und dann noch unrichtig.

Sie glauben scheinbar hier geht es um ein Feilschen zwischen Frauen und Männern. Ich bin der Meinung, hier geht es um Kinder und um Grundsätze (Verfassungskonformität, Menschenrechte, Recht auf beide Eltern).

Sie wollen ungerechtfertigte Frauenprivilegien auf Kosten von Kindern und Männern. Ich will echte Gleichbehandlung und Kinder die auch nach Trennung von beiden Eltern geliebt und betreut werden können.

Ihre Argumentation erklärt warum der Femifaschismus von immer mehr Menschen, inkl. Frauen, abgelehnt wird.

Antworten Gast: Was soll's
17.10.2012 10:19
1

Re: Solange

So jetzt langsam wird's wirklich absurd...
Es sind noch nicht einmal 100 Jahre vergangen, seit Frauen überhaupt wählen dürfen, vor nicht einmal 40 Jahren musste Frau noch den werten Ehemann fragen, ob sie überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen darf (meine Oma hatte dieses Problem noch und raten Sie mal mit welchen Vorstellungen die Väter und Mütter meiner Generation aufgewachsen sind, die Rechtslage vergangener Generationen prägt die Geschlechterfrage bis heute) und nicht zuletzt sind erst 23 Jahre vergangen, seit Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand gewertet wird. Also hier von einer jahrtausendelangen Diskriminierung von Männern durch Frauen zu sprechen zeugt von Nichtwissen! Leben Sie in einem Paralleluniversum?

Die Mogelpackung perfekt inszeniert!

Wir brauchen keine Experten um zu wissen:
Ein riesen Erwerbsbereich der Scheidungsindustrie lag bis dato völlig brach.

DIE NICHT VERHEIRATETEN VÄTER,

durften bis dato noch nicht gegen die Wand anlaufen, jetzt dürfen auch sie für das Nichts ansuchen. Bis dato durften sie keine Richterjobs sichern, keine Gerichtsgebühren entrichten, mit keinen 10 bis 12.000 Euro die Gutachtermafia entlohnen zur eigenen Entsorgung usw...Viele Jugendamtsmitarbeiter können nun neu eingestellt werden, ihr Aktionsbereich wird weiter ausgeweitet usw…und nicht zu vergessen auch hunderte neue Anwälte erhalten Einstieg in die Scheidungsindustrie.

Die Richter bleiben dieselben. Das Jugendamt ebenso und wird ausgeweitet in den Behinderungen gegen die Väter- und Kinderrechte. Viel Geld und Arbeitsplätze werden eröffnet. Die Gutachter werden maximalst aufgerüstet. Das bedeutet im Klartext für Ottonormalverbraucher…

"Aus welchem Grund sollte sich was ändern!?"
„Wem würde das in der Scheidungs-Partei-Österreichs nützen? Wem?

...,desto länger ein Prozess seine Laufzeit schreibt hält der Anwalt seine Klienten...aufwachen...180.000 Scheidungen pro Jahr in der BRD - 30.000 in Österreich...tausende Kinder sind gute Ware, daher die Begriffe wie Scheidungsindustrie und Scheidungshuren (Buchautor Gerald Zeiner) usw...hier geht es wohl kaum um Trennung oder gar Kinder. Hier wird ein Multimilliarden Euro Business unter den Gruppen aufgeteilt und tausende Arbeitsplätze gehalten und weiter ausgebaut...alles klar!

Gast: Apothekerwaage
12.10.2012 15:18
1

Väter erhalten etwas mehr Rechte


Rechtsstaat: Darfs a bisserl mehr sein?

Gast: bergziege
11.10.2012 19:46
3

Das Pikante an der Sache ist,

dass beide Ministerinnen kinderlos sind. Dieses Gesetz wird mehr Unfrieden als Frieden stiften. Arme Kinder.

Antworten Gast: Was soll's
11.10.2012 20:41
0

Re: Das Pikante an der Sache ist,

Also noch einmal: Persönliche Erfahrung, da immer individuell geprägt, bedeutet noch nicht Qualifikation... Die Gehrer war selbst Lehrerin, war sie deshalb eine gute Unterrichtsministerin?
Wissenschaftliche Fundierung und die Kenntnis von Statistiken, logisches, systemerkennendes Denken, etc. machen eine gute Ministerin / einen guten Minister aus...
Vielleicht haben die beiden Ministerinnen sich, wie einige Frauen, die ich kenne, auch einfach aus dem Unwillen heraus in diesem für beide Geschlechter ungerechten System Kinder zu bekommen, keine Kinder und möchten anderen Frauen und Männern die Entscheidung dafür mittels der nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen (allerdings gehören dazu auch eine verpflichtende Väterkarenz, offensichtlich Quotenregelungen, weil sich sonst gar nichts bewegt und dann ja auf jeden Fall die automatische gemeinsame Obsorge mit Einspruchsrecht für beide Geschlechter, bessere Bezahlung in schlecht bezahlten, weil hauptsächlich von Frauen ausgeübten Berufen etc.etc.> aber da wehrt sich ja die von greisen Männern erleuchtete Wirtschaftskammer) erleichtern, schon daran gedacht?

Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Im Vergleich zur jetzigen war die Gehrer eine Koriphäe!

Antworten Antworten Antworten Gast: was soll's
24.10.2012 18:43
0

Re: Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Konkrete Beispiele, bitte!
Die Schmied versucht zumindest was weiterzubringen, scheitert aber immer wieder am Widerstand reaktionärer Interessensvereinigungen sowie an den jahrzehntelang aufgestauten Versäumnissen in der Unterrichtspolitik , die Gehrer hingegen hat nicht einmal versucht, etwas zum Positiven hin zu verändern...kann mich noch an den Sager die Jugend solle doch bitte wieder mehr Kinder in die Welt setzen erinnern, also unter einer Koriphäe stell ich mir was anderes vor...

Antworten Antworten Gast: Stop der Feminismushetze
11.10.2012 21:05
3

Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Persönliche Erfahrung ist ein Teil der Qualifikation.

Zu welchem Arzt gehen Sie lieber? Einem mit Jahre langer Praxis? Oder einem frischen Uniabsolventen ohne jegliche Praxis? Na eben.

Die Feminismusministerin hat scheinbar nicht nur keine Praxis (keine Kinder); sie hat auch kein Studium (=Metapher für sonstigen Qualifikation).

Sie haben in einem Punkt Recht: automatische gemeinsame Obsorge mit Einspruchsrecht für beide Geschlechter

Der Femifaschismus ist doch am Ende: Wer nur Parkikularinteressen der Frauen auf Kosten von Kindern und Männern vertritt, ist rücktrittsreif.

Wir brauchen keine Feminismushetzerinnen, die mit Halbwahrheiten Frauen gegen Männer aufhetzen. Frauen fühlen sich zu Unrecht diskriminiert und Männer werden systematisch benachteiligt.

Wir brauchen auch ganz bestimmt keine Quoten, sondern Auswahl nach Qualifikation.

Wir brauchen auch keine verpflichtende Väterkarenz, weil diese Entscheidung Privatsache ist, die den Staat nichts angeht.

Wenn Frauen mehr verdienen wollen, sollen sie in besser bezahlte Berufe gehen. Wenn Männer in sog. Frauenberufe gehen, verdienen sie auch nicht mehr. Das hat doch nichts mit Diskrimierung, sondern mit der Wertigkeit von Berufen sowie der freiwilligen Berufswahl von Frauen zu tun. Man kann halt nicht alles haben: bequeme Jobs und Spitzeneinkommen.

Sie haben in einem Punkt Recht: Wir brauchen dringend die automatische gemeinsame Obsorge mit Einspruchsrecht für beide Geschlechter

Antworten Antworten Antworten Gast: Was soll's
13.10.2012 18:54
0

Re: Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Alleine die Wortkombination Femifaschismus zeigt, dass sie weder von politischem Faschismus noch von feministischer Theorie eine Ahnung haben, Sie diskreditieren sich hier nur selbst, aber bitte...
Zu dem ganzen anderen habe ich schon genügend gepostet, ich sehe also keine Veranlassung, extra noch einmal zu antworten... weil so viele die Heerespflicht als Beispiel für die Benachteiligung anführen: Welche Parteien sind denn für die Wehrpflicht? Bingo, die Männerparteien FPÖ u. ÖVP und einige AusreisserInnen bei der SPÖ, also bitte...
Abgesehen davon (ich habe es schon 2mal gepostet und jedes Mal wurde mein Kommentar von der Zensur gelöscht, warum auch immer)
Ja zur Abschaffung der Wehrpflicht und Ja zur Einführung eines gemeinsamen sozialen Jahres , man kann wirklich keinen Mann mit Waffe in der Hand in der Umgebung gebrauchen (Familien konnten so noch nie beschützt werden, eher im Gegenteil)
JA zu einer allmählichen Angleichung des Pensionsantrittsalters (das tatsächliche Pensionsantrittsalter unterscheidet sich bei den Geschlechtern ohnehin nur unwesentlich)
JA zur verpflichtenden Karenz für beide Geschlechter (hat in der Praxis leider einen Haken bei den Selbstständigen, muss also auch berücksichtigt werden) > dann auch ein JA zur automatischen gemeinsamen Obsorge
JA zu Quoten, wenn den Firmen genug Anlaufzeit gegeben wird um Frauen in ihre Traineeprogramme einzubinden
JA zum Vaterschaftstest bei der Geburt um diesen natürlichen Nachteil der Männer auszugleichen

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Feminismuskeule
14.10.2012 12:25
2

Re: Re: Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Objektiv betrachtet, sind Männer in der heutigen Gesellschaft systematisch diskriminiert: Obsorge, Wehrpflicht, Pension, Stellenbesetzung / Unitests.

Feminismus ist nur der Versuch arbeitsloses Fraueneinkommen auf Kosten der Männer zu generieren.

Um das zu erreichen, wird mit Halbwahrheiten getrommelt, wie dem Äpfel-Birnen Lohnvergleich.

Ergebnis: Frauen fühlen sich benachteiligt (wie Frau Was Soll's) und Männer werden systematisch diskriminiert.

Wir sollten endlich alle Menschen gleich behandeln und die wirklichen sozialen Probleme angehen (z.B. Vermögensverteilung) als uns von den Feministinnen weiter gegeneinander aufhetzen zu lassen.

FEMIFASCHISMUS bezeichnet adäquat die Politprogaganda der Feministinnen.

Ich verstehe, dass Sie der Begriff stört, weil er Ihnen die Bezeichnungshoheit nimmt. Genau darum geht es um aufzuzeigen welche Auswirkung diese politische Agitation mit Halbwahrheiten in Wirklichkeit hat.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Was soll's
14.10.2012 13:04
0

Re: Re: Re: Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Sie sind im Phrasendreschen siehe "Feminismus ist nur der Versuch arbeitsloses Fraueneinkommen auf Kosten der Männer zu generieren" wirklich bewandert, oder?
Mir geht es nicht darum, dass mir die Bezeichnungshoheit genommen wird, sondern darum, dass Sie offensichtlich keine Ahnung haben, wovon Sie überhaupt sprechen, wenn Sie die ganze Zeit über den Feminismus herziehen... Wie gesagt, wenn ich über Evolution etwas wissen will, nehme ich ja auch nicht die Bibel her um darüber etwas zu erfahren... Frage: Wenn die Aufteilung der Erziehungsarbeit in der Beziehung ja eine reine Privatsache ist, dann muss es ja bitte die Obsorge auch sein, oder? Aber nein, da brauchen wir schon eine gesetzliche Verordnung...
Sie sind nicht in der Lage logisch zu argumentieren und die Leerstellen in Ihrer Argumentation füllen Sie mittels leerer Phrasen, funktioniert ja bei der FPÖ auch so gut...
Noch einmal, der Begriff Feminfaschismus zeigt nur einen absoluten Informationsmangel auf Ihrer Seite auf und beweist, dass sie weder von feministischer Theorie noch politischem Faschismus eine Ahnung haben, Sie können sich im Übrigen eine erneute Antwort darauf gerne ersparen, denn leere Worthülsen, die immer wiederholt werden, sind auf Dauer einfach langweilig...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ossi06
16.10.2012 08:56
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Das Pikante an der Sache ist,

Wenn Frau die Sachargumente ausgehen, greifen sie das Gegenüber an. Armselige Vorgangsweise einer argumentfreien Beschimpfung um ungerechtfertigte Privilegien zu sichern. lg

 
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