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Vermögenssteuern: SPÖ will das "scheue Reh erlegen"

13.10.2012 | 16:24 |   (DiePresse.com)

SP-Chef Faymann wirbt am Parteitag in St. Pölten für eine Erhöhung der Grundsteuer und die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer. Sein Verhalten in der Inseratenaffäre verteidigt er.

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"Vorwärts GenossInnen - Auf ins Wahljahr" - mit diesem Slogan empfing Parteichef Werner Faymann Samstagvormittag von ganz in rot gehaltenen Groß-Transparenten die Delegierten zum 42. ordentlichen Parteitag der SPÖ in St. Pölten. Höhepunkt der Veranstaltung soll dann auch die Wiederwahl des Parteivorsitzenden sein, der 93,8 Prozent aus dem Jahr 2010 zu verteidigen hat. Das Generalthema der Veranstaltung lautet "Mehr Gerechtigkeit! Verantwortung für Österreich und Europa!".

Faymann warb in seinem rund 50-minütigen Grundsatzreferat für eine Verkleinerung der Kluft zwischen Arm und Reich über stärkere Vermögenssteuern. Er forderte eine Erhöhung der Grundsteuer sowie die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer. Die Erlöse daraus will Faymann unter anderem für einen Ausbau der Ganztagesschul-Plätze verwenden.

Für den Koalitionspartner fand Faymann kritische Worte in der Steuerfrage. Der SPÖ-Chef spottete ein wenig über die jüngste Anti-Vermögenssteuer-Fibel der ÖVP, in der seitenlang "Raubersgeschichten" verbreitet würden. Ihm persönlich bedeuteten dagegen die Sorgen der jungen Arbeitslosen mehr als die Sorgen der Reichen vor einer Reichensteuer.

"Noch jedes scheue Reh ist erlegt worden"

Auf die ÖVP und ihre Fibel schossen sich auch andere Redner ein. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder meinte in Richtung von VP-Politikern wie Finanzministerin Maria Fekter, Klubchef Karlheinz Kopf und Generalsekretär Hannes Rauch, diese verteidigten wohl die Erbschaftssteuer, weil für sie mit Fleiß und Intelligenz nicht so viel zu holen sei. Kämpferisch gab sich Klubchef Josef Cap: "Was der Rauch mit der Fibel aussendet, ist die Sehnsucht: Er will eine stärkere Konfrontation mit uns, die kann er haben."

Oberösterreichs SPÖ-Chef Josef Ackerl sieht den Koalitionspartner in einem "bemitleidenswerten intellektuellen Zustand". Noch schärfer formulierte er in Richtung Banken, bei deren Vertretern er volkswirtschaftliches Volksschulniveau ortet und "Trotteln" in den Vorstandsebenen erkennt.

Pensionistenchef Karl Blecha ortete nach Faymanns Rede "Aufbruchsstimmung" beim Thema Vermögenssteuern. Das leistungsfreiste Einkommen, also die Erbschaft, dürfe nicht unbesteuert werden, forderte ÖGB-Präsident Erich Foglar. Optimistisch bei der Umsetzung zeigte sich Ackerl: "Noch jedes scheue Reh ist erlegt worden", meinte er zum von der ÖVP verbreiteten Bild, dass Vermögen wie ein scheues Reh sei.

Inseratenaffäre: "So blöd sind wir nicht"

Faymann thematisierte in seiner Rede auch die Inseraten-Affäre, die er nicht mit Korruptionsvorwürfen gleich gesetzt haben will. Man könne der Meinung sein, dass zu viel inseriert wurde, es könne aber nicht so sein, dass der "politische Mitbewerber" meine, seine Inserate seien die guten und die der SPÖ die schlechten: "So blöd sind wir nicht."

Dass er nicht im U-Ausschuss erschienen ist, begründete Faymann nur indirekt. Dieser sei keine Wahlkampf-Plattform. Die SPÖ lasse sich jedenfalls von den anderen Parteien, "die im Sumpf stecken". Wer den Unterschied zwischen persönlicher Bereicherung und Inseraten nicht kenne, dem erkläre er ihn gerne.

U-Ausschuss soll Minderheitenrecht werden

Parlamentarische Untersuchungsausschüsse sollen nach dem Willen der SPÖ künftig zum Minderheitenrecht werden. Ein entsprechender Initiativantrag der Sozialistischen Jugend wurde von der Antragskommission zur Annahme empfohlen. Umgesetzt werden soll die Reform "spätestens" in der nächsten Legislaturperiode. Dazu soll eine neue Geschäftsordnung beschlossen werden.

Das Minderheitenrecht ist schon seit Jahren in Diskussion und es gab eigentlich auch schon eine Zusage von SPÖ und ÖVP an die Opposition, die Reform einzuleiten. Das Scheitern dieser Initiative wird in erster Linie der SPÖ angelastet, da sie sich als einzige Fraktion einer außerparlamentarischen Schiedsstelle für Streitfragen verweigert hat.

Schulz: Transaktionssteuer "großer Erfolg"

Martin Schulz hatte zu Beginn des Parteitags als Einpeitscher fungiert. Der Präsident des EU-Parlaments warb für eine Vertiefung der europäischen Integration. Getreu dem Parteitagsmotto rief er zu "mehr Gerechtigkeit" innerhalb und zwischen den europäischen Völkern auf. Faymann streute er Rosen und schrieb ihm das "Urheberrecht" für die nun auf den Weg gebrachte Finanztransaktionssteuer zu, die "einer der größten Erfolge unserer politischen Bewegung in Europa seit Jahren" sei. "Das Urheberrecht im Europäischen Rat für diese Finanztransaktionssteuer liegt bei Werner Faymann", rief Schulz unter dem Applaus der Delegierten.

Einen kleinen Gag erlaubte sich die niederösterreichische ÖVP, die die Parteitagsteilnehmer mit Kipferln empfingt - beigelegt ein Folder, wie gut es in Niederösterreich doch sei, weil hier eine Regierungspartei arbeite und entscheide - und nicht dauernd verschiebe und vertage. ÖGB-Vizechefin Sabine Oberhauser reagierte auf die Aktion, indem sie das Kipferl-Sackerl auf der Bühne zerplatzte - das sei das einzige, was man mit neo-liberalen Ideen machen könne.

(APA/Red.)

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618 Kommentare
 
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"Vorwärts nur bei SPD-GenossInnen", Stillstand bei SPÖ-GenossInnen?

Sollen die reichen Griechen endlich zur Steuerbezahlung gezwungen werden?
Soll sich auch die SPÖ wie die SPD massiv gegen die Steuerflucht der reichen Griechen einsetzen?
Sind Sie auch, wie Sigmar Gabriel (SPD) völlig zurecht fordert, der Meinung, dass die europäischen Regierungen das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren sollen, bis diese nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben?
Nehmen Sie an folgender Umfrage teil! Machen Sie damit sichtbar, was für Sie wichtig ist! http://is.gd/6n5uZG

Sollen die reichen Griechen endlich zur Steuerbezahlung gezwungen werden?

Sind Sie auch, wie Sigmar Gabriel (SPD) völlig zurecht fordert, der Meinung, dass die europäischen Regierungen das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren sollen, bis diese nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben?
Nehmen Sie an folgender Umfrage teil! Machen Sie damit sichtbar, was für Sie wichtig ist!
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Thread&threadID=171

Gast: obama for president
16.10.2012 08:39
1 0

Faymanderl

Faymanderl, Du jämmerlicher Darsteller eines Politikers! Du bist eine Fehlbesetzung eines Politikers, hast du Deine Stellenbeschreibung nicht gelesen? Oder kannst Du so schlecht lesen wie du Fremdsprachen beherscht?

Du bist ein richtiger schwacher, volkswirtschaftlich ungebildeter Politiker, selbst Deine ach so tollen Reden helfen Dir nicht mehr, Deine Parteifreunde zu überzeugen! Da kannst Du Dir noch so viele deutsche Gleichgesinnte einladen, hilft Dir nix!!!

Faymanderl, bleib zu Haus, mach es so wie der Heinzi, sperr Dich am Klo ein und warte auf die Anlieferung der Kronenzeitung, das Niveau dieser Zeitung entspricht exakt Deiner Intelligenz! Der Pandi weiss schon was er schreiben muss, schließlich bezahlst Du auch dafür(ich meinte die Staatsbetriebe auf die Du Einfluss hast!)

Leider liebes Faymanderl muss ich Dir sagen, dass Du unwählbar bist und eine Schande für Österreich! Du bist korrupt, lügst und narrst das Volk, gemeinsam mit Deinem Freund, dem Vierterlkönig, ich meinte dem Veltlinerkönig! Wenn der nicht mehr trinkt, gerät der Weinabsatz in Wien ins stocken!

Ackerl

der Ackerl in der zib2 war echt der hammer:

der Faymann "führt" und gut durch die krise.

ich habe ihn nicht einmal seine massnahmen im tv und sein handeln gesehen, wie er seine "massnahmen" erklärt.

zum ergebnis:
offensichtlich sind 83,43 Prozent noch wo angrennt.
das ist ein beschämend hoher prozentsatz.

Gast: Blöd grinsen & lügen
15.10.2012 19:58
0 0

Das Wernerle wird zum Weinerle - und hoffentlich 2013 endlich abserviert!!!!!!!!!!!!!

Selbst viele der Genossen trauen ihm nicht mehr!

Gast: peterwamser@me.com
15.10.2012 16:02
0 0

Dürfte ich fragen ...

wo mein vormittäglicher Kommentar geblieben ist ?

Der Ackerl ..

.. sollte sich fragen, w a r u m sich niemand etwas sagen traut!!

1 0

Mein Problem

Ist der Kanzlerdarsteller jetzt wegen seiner dümmlichen Ansagen von den Genossen/innen nicht gewählt worden, oder weil denen seine dümmlichen Ansagen noch nicht weit genug gehen.

Wenn man einen SPÖler fragt, was denn ein Spekulant sei, erfährt man warum 83.4% den W.F. wählten.


10 0

Target 2/ESM

Die EU Politik von Faymann und Co ist nicht professionell. Sie setzt unsere Ersparnisse und zukünftige Penisonen aufs Spiel. Anders als die klugen Finnen haben SP/VP und Grüne Steuergelder für die PIIGS eingesetzt, ohne dafür Sicherheiten zu verlangen.
Es fehlen Vorschläge für die Reform der EZB bzw. des gesamten EU Nationalbankensystems. Das Transparenzpaket, obwohl auch nicht ohne Bedeutung, steht bezüglich Auswirkung auf das Wohlstandsniveau in keinem Verhältnis zum Blindflug in der EU Politik. Auch SP Funktionäre können das zunehmend erkennen.

Sinnlose Information

Das wird den Herrn Faymann stören!
Genau wie der U-Ausschuss den Wählern und ihn 2013 stören wird.
Die Rotwähler werden immer Rotwähler bleiben.

Factum illud; fieri infectum non potest

Gast: freund?
14.10.2012 17:41
1 0

Bissl fad , hier auf Erscheinen oder nicht, oder


nach Stunden , weit hinten, der eigenen Kommentare zu warten .

Jaaaa, ruhig, Brauner, ich weiß, die Zeitung gehört mir nicht !

Aber es ist halt schnarchig .

Gast: Sag zum Abschied ...
14.10.2012 17:40
6 0

Allzu rational scheint hier zeitweise nicht moderiert zu werden

Sonst wäre nicht auch eine harmlose kleine Plauderei hinausgeflogen, in der es etwa heißt:

Werner, das wird ein bisserl weh tun auf dem Parteitag.

Was denn?

Wir haben schon die Genossen eingeteilt, die dich diesmal nicht wählen werden.

Warum denn?

Damit wir für die Nationalratswahl den Mitleidseffekt bekommen. Wenn es danach ausschaut, dass der Vorsitzende in Schwierigkeiten ist, werden die kleinen Genossen sich nicht mehr trauen, das Kreuzerl woanders zu machen.

Na gut, wenn ihr meint. Wie viel werde ich denn bekommen?

Damit es wirkt, muss es das schlechteste Ergebnis eines Vorsitzenden überhaupt werden. Wir haben ausgerechnet, dass bei 83 Prozent das Optimum zwischen „Saftige Watsch'n“ und „Fast schon rücktrittsreif“ ist.

Aha, 83 Prozent. Klingt gar nicht so schlecht.

Falsche Antwort, Werner. Du musst nämlich unbedingt ganz traurig dreinschau'n.

Das ist aber schwer!

Du musst es üben, Werner. Stell dir vor, die ÖBB sagen nein zu Inseraten.

Gast: Ins Stammbuch geschrieben
14.10.2012 16:58
9 4

Jedes

zensurierte und nicht erschienene Posting wird sich nächstes Jahr in eine Stimme für die FPÖ verwandeln. Ihr könnt euren Gönner durch willkürliche Zensur nicht mehr retten.

Sie werden doch nicht in einer Demokratie, die keine und sich nur so nennt, ist wählen gehen???

Machen Sie besser etwas vernünftiges im Rahmen der Familie.

Re: Sie werden doch nicht in einer Demokratie, die keine und sich nur so nennt, ist wählen gehen???

"die keine ist und sich nur so nennt", so war es gemeint.

4 3

Re: Jedes

Do you really understand German ?
Pleas read all postings again one more time. You finally will come to the conclusion that you have misunderstood most of them. I am sure you meant ".... jedes zensurierte.. eine Stimme mehr fuer die SPÖ. "But if you really need some help in German , pls let me know . It will be a pleasure for me to help you out of your misery ! (and of course if requested your "minderbemittelten blauen Schluempfe" as well)

0 0

Re: Re: Jedes

Ich habe "please" geschrieben, merkwuerdig!

Antworten Antworten Gast: Ins Stammbuch geschrieben
14.10.2012 18:14
4 1

Re: Re: Jedes

Oh no, youre on the wrong track. I really mean what i say, you can be sure. You can put your SPÖ where the sun never shines. Thats where they belong, an thats where they at home.

0 1

Re: Re: Re: Jedes

"where the sun never shines" - Sie meinen London?

0 3

Re: Re: Re: Jedes

Estoy muy sorprendido ! "Austrian Blaue Schluempfe "hablan inglés tambien ,¡increible! Que revolución,que pasa?

Gast: Gäääähn
14.10.2012 16:57
2 4

Die Kommentare in den ersten drei Seiten (von hinten) gehn ja noch,

aber dann ist meistens nichts lesenswertes mehr dabei!

6 2

Re: Die Kommentare in den ersten drei Seiten (von hinten) gehn ja noch,

Deutsch : ...nichts Lesenswertes...
Fuenf, setzen .

Gast: Akanthus
14.10.2012 16:35
3 0

Warum nicht

Fayner Wermann?
Unter diesem Synonym könnte Werner Faymann ja als böser Zwilling seiner selbst für die We(h)rpflicht sein und dadurch mit einem perfekten Spagat die Partei wieder einen... Das wäre auch nicht viel seltsamer als seine restliche "Strategie"!

Gast: uburoi
14.10.2012 16:34
5 0

das hat man davon!

maria theresia fekter wurde schon beim friedensnobelpreis übersehen, und jetzt das.

Immer Steuern und noch mehr Steuern nein

Statt Reichen steuer Arbeitsplätze schaffen das sollte
für jeden der Reich ist und es geschafft hat eine Pflicht sein.Leider hat die SPÖ Faymann und auch andere Parteien keine Iden für die Zukunft da hat schon manches Kommentar mehr drauf als diese Politik.

 
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