20.05.2013 00:26 Merkliste 0

SPÖ-Parteifinanzen: "Armut ist keine Schande"

13.10.2012 | 13:22 |   (DiePresse.com)

Die SPÖ nimmt sich erst für 2016 vor, schuldenfrei zu sein. Von 2010 auf 2011 hat die Partei fast 10.000 Mitglieder verloren.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Mitgliederschwund setzt die SPÖ auch finanziell unter Druck. Wie Parteikassier Christoph Matznetter beim Parteitag in St. Pölten berichtete, wurden seit 2000 zwar 80 Prozent der damals 25,5 Mio. Euro Schulden abgebaut (der aktuelle Schuldenstand beträgt demnach rund fünf Mio. Euro), schuldenfrei will man aber erst bis 2016 sein. Nötig dafür wird laut Matznetter sowohl die Inflationsanpassung der Mitgliedsbeiträge als auch ein Sparkurs der Bundespartei sein. "Armut ist keine Schande, aber sie tut leider weh", so Matznetter mit Blick auf die Finanzlage der Partei.

Die SPÖ hat von 2010 auf 2011 fast 10.000 Mitglieder verloren und stand zum Ende des Vorjahres bei 225.009 Mitgliedern. Dementsprechend sank auch der Anteil der Bundespartei an den Beiträgen von 3,4 auf 3,3 Mio. Euro. Matznetter plädierte daher, wie auch die Kontrollkommission der Partei, für eine Inflationsanpassung der Beiträge. Denn "seltsamerweise" sei die SPÖ - anders als die ÖVP - nicht in der Lage gewesen, ihre Schulden noch im ersten Halbjahr zu tilgen. Die ÖVP solle nun einmal erklären, warum die Spendenfreudigkeit ihrer Unterstützer vor Inkrafttreten des Transparenzpakets plötzlich gestiegen sei, so Matznetter.

Obwohl die Parteienförderung zum 1. Juli angehoben wurde, rechnet Matznetter mit der Entschuldung der Partei erst im Jahr 2016. Grund: Mit der Anhebung der regulären Parteienförderung wurde die Wahlkampfkostenrückerstattung für Nationalratswahlen gestrichen und in den kommenden Jahren seien drei bundesweite Wahlen zu schlagen (Nationalratswahl 2013, EU-Wahl 2014 und Bundespräsidentenwahl 2016).

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

5 Kommentare
Gast: guckmal
14.10.2012 20:56
0 0

add: "Armut ist keine Schande, aber sie tut leider weh", so Matznetter mit Blick auf die Finanzlage der Partei.

eine dreistere Aussage gibts wohl nicht mehr!

Der Blick sollte sich auf die Armut in Österreich richten und nicht auf die Finanzlage der Partein!"

DAMNED !

Gast: pächter der wahrheit
13.10.2012 14:13
3 0

Ist ja auch kein Problem

wenn ich die Parteiförderungen selbst erhöhen kann und ich dementsprechende Förderungen von parteinahen Organisationen und sonstige Spenden wie beim Skylink und bei den ELGA (IBM und Siemens danken!).


5 1

zum kotzen

schwarz rot muss weg so schnell wie möglich.

Gast: Pensador
13.10.2012 14:03
0 1

Armut und Reichtum können Schande oder auch nicht sein.

Und Reichtum ist auch keine Schande.
Aber sowohl Armut als auch Reichtum können natürlich auch Schande sein.
Armut dann, wenn man aus Faulheit und Verantwortungslosigkeit nichts unternimmt, um aus der Armut herauszukommen und immer nur auf die anderen wartet, die angeblich schuld sind und damit "verpflichtet", einem dauernd herauszuhelfen.
Reichtum dann, wenn er nicht redlich erworben wurde und wenn er nicht bereit ist, für die Allgemeinheit und auch für Arme was zu tun.
Und zwar nicht über immer höhere Steuern, sondern über private Wohltätigkeit und Wohltätigkeitseinrichtungen. In den USA ist es (was gerne bei uns verschwiegen wird), für Reiche unmöglich, nicht grosszügige Spenden oder irgendwelche Stiftungen oder Einrichtungen für Bedürftige zu finanzieren.
Wer sich da drücken würde, der wäre bald mit einem allgemeinen Boykott bedroht.

Gast: Linke Bagagge
13.10.2012 13:37
3 0

Wenn man von der SPÖ

dazu gemacht und verurteilt wird aber schon.