Die ÖVP hat am Samstag mit einem Aussendungsreigen auf die Steuer-Forderungen der SPÖ reagiert. "Nur beim Abkassieren herrscht Einigkeit in der SPÖ, das hat mit Gerechtigkeit null Komma nichts zu tun", erklärte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch. "Statt die harte Arbeit der Österreicher zu honorieren, schürt die SPÖ Neiddebatten und droht den Fleißigen mit einem Griff in ihre Geldbörse", so Rauch.
Auch der Bauernbund und der Wirtschaftsbund sowie die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung wiesen die Forderungen der SPÖ nach Steuererhöhungen zurück. Österreich sei mit einer Abgabenquote von 44,1 Prozent schon jetzt ein Hochsteuerland in Europa und liege auch mit dem Spitzensteuersatz von 50 Prozent im internationalen Spitzenfeld, meinte etwa WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Gleichzeitig werde in Österreich im internationalen Vergleich stark umverteilt. IV-Präsident Georg Kapsch forderte Strukturreformen anstelle von standortschädlichen Steuererhöhungen und Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner sprach von "Steuer-Märchen".
FPÖ: "Vermögenssteuern sind Diebstahl"
Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lehnte die roten Ideen ab: "Vermögenssteuern sind ein Diebstahl an den arbeitenden Menschen, da diese nochmals bereits versteuertes Einkommen und langfristige abbezahlte Kredite für Immobilien versteuern sollen".
Als "zerstrittenes Sektionsmitgliedertreffen mit Faymannscher Belastungsorgie" bezeichnete BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland den SPÖ-Parteitag in St. Pölten. Die einzige Botschaft Faymanns lautete: "Mit neuen Steuern den Mittelstand endgültig ausbluten."
(APA)
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