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Ohrfeige für Faymann: Nur 83,43 Prozent bei Wiederwahl

14.10.2012 | 11:30 |   (DiePresse.com)

Der Bundeskanzler fährt bei der Wiederwahl zum SP-Vorsitzenden das schlechteste Ergebnis in der jüngeren Parteigeschichte ein. Die anderen Parteien reagieren mit Häme.

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Ein historisch schlechtes Ergebnis für Werner Faymann: Der Bundeskanzler kam am Samstag beim Parteitag in St. Pölten bei seiner zweiten Wiederwahl zum SP-Vorsitzenden nur auf 83,43 Prozent.

Das ist das schlechteste Ergebnis eines SPÖ-Chefs ohne Gegenkandidaten in der jüngeren Parteihistorie. Bisheriger Negativ-Rekordhalter war hier Fred Sinowatz, der sich im Herbst 1987 mit 88 Prozent begnügen musste. Faymann selbst hatte 2008 bei seinem ersten Antreten 98,4 Prozent erreicht, bei seiner zweiten Wiederwahl 2010 noch 93,8 Prozent.

Zu den Gründen für Faymanns Wahlschlappe zählen vermutlich die Inseratenaffäre samt dem Nicht-Erscheinen im U-Ausschuss, der Schwenk bei der Wehrpflicht und das Transparenzpaket, das bei vielen roten Teilorganisationen für Unmut sorgte. Offene Kritik wurde am Parteitag nicht geäußert.

Ackerl: "Schande, was da abgelaufen ist"

Faymann sagte am Samstag zu dem Ergebnis lediglich, er müsse einfach jene 85 Delegierten, die ihn nicht gewählt hätten, davon überzeugen, dass "unser Kurs richtig ist". Offen sauer zeigte sich dagegen Oberösterreichs SP-Chef Josef Ackerl: "Feig, feig feig" sei es, dass Delegierte Faymann ohne vorherige Diskussion, was ihnen nicht gefalle, gestrichen hätten. Offenbar "können wir es nicht ertragen", nicht in Opposition zu sein: "Es ist eine Schande, was da heute abgelaufen ist."

In seiner Rede am Parteitag hatte Faymann die Delegierten auf neue Vermögenssteuern eingeschworen und sein Verhalten in der Inseratenaffäre gerechtfertigt.

Kräuter: Eine "bittere Pille"

"Licht und Schatten" bilanziert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter. Einerseits freute er sich über die "interessante und leidenschaftliche" inhaltliche Diskussion vor allem der jungen Delegierten, andererseits sei das "bescheidene Ergebnis" von Werner Faymann bei der Vorsitzenden-Wahl eine "bittere Pille", meinte Kräuter Sonntagvormittag.

Als möglichen Grund für die 85 Streichungen, die letztlich zu dem historisch niedrigen Ergebnis von gut 83 Prozent führten, sieht der Bundesgeschäftsführer, dass die Delegierten noch zu wenig mitbekommen hätten, dass Faymann in Europa die Finanztransaktionssteuer zustande gebracht habe: "Das ist noch nicht wirklich angekommen, was das für eine politische Leistung ist."

Die Korrupten tragen Schuld

Dazu kämen die neuen Transparenzregelungen. Die kleinen Funktionäre sähen, dass die "schwarz-blauen Kriminellen und Korrupten" noch immer frei herumliefen, während sie sich selbst sogar bei Tombolas mit strengen Vorschriften abmühen müssten. Kräuter glaubt, dass es hier sogar zu einer Novellierung kommen muss durch die Einführung einer Bagatellgrenze. Entsprechende Signale habe er nämlich von relevanter Seite auch von der ÖVP und den Grünen gehört. Dass die Partei Faymann sein Nicht-Erscheinen vor dem U-Ausschuss in der Inseraten-Affären nicht verziehen hat, glaubt Kräuter hingegen nicht.

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FPÖ: Faymann soll zurücktreten

Die FPÖ legte Faymann nach der "superpeinlichen Schlappe" bei der Wiederwahl den Rücktritt nahe.  "Wenn nicht einmal die eigenen Genossen ihrem Kanzler das Vertrauen aussprechen, ist es höchste Zeit für Faymann die politische Bühne zu verlassen", erklärte Generalsekretär Harald Vilimsky.

Das BZÖ ortetet ein "Debakel der Sonderklasse", das zeige wie gespalten die Sozialdemokratie sei. Bündniskoordinator Markus Fauland hämisch: "Der SPÖ-Chef kann sich mit diesem Wahlergebnis schon auf die kommende NR-Wahl 'freuen'".

Für den Grünen Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner ist das Wahlergebnis die Folge von Faymanns eigener "Selbstbeschädigung". Faymann müsse nun regieren statt inserieren und den U-Ausschuss als Minderheitenrecht umsetzen. "Er muss schleunigst von der Seite der Vertuscher auf die Seite der Aufklärer wechseln", so Wallner: "Ich hoffe, dass die SPÖ-Parteispitze die deutlichen Signale am heutigen SP-Parteitag hört und auch versteht."

ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch interpretierte das Ergebnis als Absage der SPÖ-Basis an Vermögenssteuern: Diese sei offenbar "überzeugt, dass Eigentumssteuern a la SPÖ ungerecht sind, weil sie den Mittelstand und Familien treffen".

Schwache Ergebnisse auch für Burgstaller und Cap

Außer Faymann wurde am Samstag auch noch Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller - wohl wegen ihres Jas zu Studiengebühren - abgestraft. Sie erhielt im Vorstand bloß 86,6 Prozent. Klubchef Josef Cap musste sich mit 88,7 Prozent begnügen, wohl auch wegen seiner Verteidigung des Nicht-Erscheinens Faymanns vor dem U-Ausschuss.

Der in der Wehrpflicht-Debatte auch innerparteilich unter Druck stehende Verteidigungsminister Norbert Darabos schnitt mit 94,25 Prozent deutlich besser ab.

(Red./APA)

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618 Kommentare
 
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"Vorwärts nur bei SPD-GenossInnen", Stillstand bei SPÖ-GenossInnen?

Sollen die reichen Griechen endlich zur Steuerbezahlung gezwungen werden?
Soll sich auch die SPÖ wie die SPD massiv gegen die Steuerflucht der reichen Griechen einsetzen?
Sind Sie auch, wie Sigmar Gabriel (SPD) völlig zurecht fordert, der Meinung, dass die europäischen Regierungen das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren sollen, bis diese nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben?
Nehmen Sie an folgender Umfrage teil! Machen Sie damit sichtbar, was für Sie wichtig ist! http://is.gd/6n5uZG

Sollen die reichen Griechen endlich zur Steuerbezahlung gezwungen werden?

Sind Sie auch, wie Sigmar Gabriel (SPD) völlig zurecht fordert, der Meinung, dass die europäischen Regierungen das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren sollen, bis diese nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben?
Nehmen Sie an folgender Umfrage teil! Machen Sie damit sichtbar, was für Sie wichtig ist!
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Thread&threadID=171

Gast: obama for president
16.10.2012 08:39
1 0

Faymanderl

Faymanderl, Du jämmerlicher Darsteller eines Politikers! Du bist eine Fehlbesetzung eines Politikers, hast du Deine Stellenbeschreibung nicht gelesen? Oder kannst Du so schlecht lesen wie du Fremdsprachen beherscht?

Du bist ein richtiger schwacher, volkswirtschaftlich ungebildeter Politiker, selbst Deine ach so tollen Reden helfen Dir nicht mehr, Deine Parteifreunde zu überzeugen! Da kannst Du Dir noch so viele deutsche Gleichgesinnte einladen, hilft Dir nix!!!

Faymanderl, bleib zu Haus, mach es so wie der Heinzi, sperr Dich am Klo ein und warte auf die Anlieferung der Kronenzeitung, das Niveau dieser Zeitung entspricht exakt Deiner Intelligenz! Der Pandi weiss schon was er schreiben muss, schließlich bezahlst Du auch dafür(ich meinte die Staatsbetriebe auf die Du Einfluss hast!)

Leider liebes Faymanderl muss ich Dir sagen, dass Du unwählbar bist und eine Schande für Österreich! Du bist korrupt, lügst und narrst das Volk, gemeinsam mit Deinem Freund, dem Vierterlkönig, ich meinte dem Veltlinerkönig! Wenn der nicht mehr trinkt, gerät der Weinabsatz in Wien ins stocken!

Ackerl

der Ackerl in der zib2 war echt der hammer:

der Faymann "führt" und gut durch die krise.

ich habe ihn nicht einmal seine massnahmen im tv und sein handeln gesehen, wie er seine "massnahmen" erklärt.

zum ergebnis:
offensichtlich sind 83,43 Prozent noch wo angrennt.
das ist ein beschämend hoher prozentsatz.

Gast: Blöd grinsen & lügen
15.10.2012 19:58
0 0

Das Wernerle wird zum Weinerle - und hoffentlich 2013 endlich abserviert!!!!!!!!!!!!!

Selbst viele der Genossen trauen ihm nicht mehr!

Gast: peterwamser@me.com
15.10.2012 16:02
0 0

Dürfte ich fragen ...

wo mein vormittäglicher Kommentar geblieben ist ?

Der Ackerl ..

.. sollte sich fragen, w a r u m sich niemand etwas sagen traut!!

1 0

Mein Problem

Ist der Kanzlerdarsteller jetzt wegen seiner dümmlichen Ansagen von den Genossen/innen nicht gewählt worden, oder weil denen seine dümmlichen Ansagen noch nicht weit genug gehen.

Wenn man einen SPÖler fragt, was denn ein Spekulant sei, erfährt man warum 83.4% den W.F. wählten.


10 0

Target 2/ESM

Die EU Politik von Faymann und Co ist nicht professionell. Sie setzt unsere Ersparnisse und zukünftige Penisonen aufs Spiel. Anders als die klugen Finnen haben SP/VP und Grüne Steuergelder für die PIIGS eingesetzt, ohne dafür Sicherheiten zu verlangen.
Es fehlen Vorschläge für die Reform der EZB bzw. des gesamten EU Nationalbankensystems. Das Transparenzpaket, obwohl auch nicht ohne Bedeutung, steht bezüglich Auswirkung auf das Wohlstandsniveau in keinem Verhältnis zum Blindflug in der EU Politik. Auch SP Funktionäre können das zunehmend erkennen.

Sinnlose Information

Das wird den Herrn Faymann stören!
Genau wie der U-Ausschuss den Wählern und ihn 2013 stören wird.
Die Rotwähler werden immer Rotwähler bleiben.

Factum illud; fieri infectum non potest

Gast: freund?
14.10.2012 17:41
1 0

Bissl fad , hier auf Erscheinen oder nicht, oder


nach Stunden , weit hinten, der eigenen Kommentare zu warten .

Jaaaa, ruhig, Brauner, ich weiß, die Zeitung gehört mir nicht !

Aber es ist halt schnarchig .

Gast: Sag zum Abschied ...
14.10.2012 17:40
6 0

Allzu rational scheint hier zeitweise nicht moderiert zu werden

Sonst wäre nicht auch eine harmlose kleine Plauderei hinausgeflogen, in der es etwa heißt:

Werner, das wird ein bisserl weh tun auf dem Parteitag.

Was denn?

Wir haben schon die Genossen eingeteilt, die dich diesmal nicht wählen werden.

Warum denn?

Damit wir für die Nationalratswahl den Mitleidseffekt bekommen. Wenn es danach ausschaut, dass der Vorsitzende in Schwierigkeiten ist, werden die kleinen Genossen sich nicht mehr trauen, das Kreuzerl woanders zu machen.

Na gut, wenn ihr meint. Wie viel werde ich denn bekommen?

Damit es wirkt, muss es das schlechteste Ergebnis eines Vorsitzenden überhaupt werden. Wir haben ausgerechnet, dass bei 83 Prozent das Optimum zwischen „Saftige Watsch'n“ und „Fast schon rücktrittsreif“ ist.

Aha, 83 Prozent. Klingt gar nicht so schlecht.

Falsche Antwort, Werner. Du musst nämlich unbedingt ganz traurig dreinschau'n.

Das ist aber schwer!

Du musst es üben, Werner. Stell dir vor, die ÖBB sagen nein zu Inseraten.

Gast: Ins Stammbuch geschrieben
14.10.2012 16:58
9 4

Jedes

zensurierte und nicht erschienene Posting wird sich nächstes Jahr in eine Stimme für die FPÖ verwandeln. Ihr könnt euren Gönner durch willkürliche Zensur nicht mehr retten.

Sie werden doch nicht in einer Demokratie, die keine und sich nur so nennt, ist wählen gehen???

Machen Sie besser etwas vernünftiges im Rahmen der Familie.

Re: Sie werden doch nicht in einer Demokratie, die keine und sich nur so nennt, ist wählen gehen???

"die keine ist und sich nur so nennt", so war es gemeint.

4 3

Re: Jedes

Do you really understand German ?
Pleas read all postings again one more time. You finally will come to the conclusion that you have misunderstood most of them. I am sure you meant ".... jedes zensurierte.. eine Stimme mehr fuer die SPÖ. "But if you really need some help in German , pls let me know . It will be a pleasure for me to help you out of your misery ! (and of course if requested your "minderbemittelten blauen Schluempfe" as well)

0 0

Re: Re: Jedes

Ich habe "please" geschrieben, merkwuerdig!

Antworten Antworten Gast: Ins Stammbuch geschrieben
14.10.2012 18:14
4 1

Re: Re: Jedes

Oh no, youre on the wrong track. I really mean what i say, you can be sure. You can put your SPÖ where the sun never shines. Thats where they belong, an thats where they at home.

0 1

Re: Re: Re: Jedes

"where the sun never shines" - Sie meinen London?

0 3

Re: Re: Re: Jedes

Estoy muy sorprendido ! "Austrian Blaue Schluempfe "hablan inglés tambien ,¡increible! Que revolución,que pasa?

Gast: Gäääähn
14.10.2012 16:57
2 4

Die Kommentare in den ersten drei Seiten (von hinten) gehn ja noch,

aber dann ist meistens nichts lesenswertes mehr dabei!

6 2

Re: Die Kommentare in den ersten drei Seiten (von hinten) gehn ja noch,

Deutsch : ...nichts Lesenswertes...
Fuenf, setzen .

Gast: Akanthus
14.10.2012 16:35
3 0

Warum nicht

Fayner Wermann?
Unter diesem Synonym könnte Werner Faymann ja als böser Zwilling seiner selbst für die We(h)rpflicht sein und dadurch mit einem perfekten Spagat die Partei wieder einen... Das wäre auch nicht viel seltsamer als seine restliche "Strategie"!

Gast: uburoi
14.10.2012 16:34
5 0

das hat man davon!

maria theresia fekter wurde schon beim friedensnobelpreis übersehen, und jetzt das.

Immer Steuern und noch mehr Steuern nein

Statt Reichen steuer Arbeitsplätze schaffen das sollte
für jeden der Reich ist und es geschafft hat eine Pflicht sein.Leider hat die SPÖ Faymann und auch andere Parteien keine Iden für die Zukunft da hat schon manches Kommentar mehr drauf als diese Politik.

 
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