19.06.2013 04:08 Merkliste 0

"Die christliche Prägung nicht verlieren"

13.10.2012 | 18:19 |  von Regina PÖll (Die Presse)

Staatssekretär Sebastian Kurz und Laizist Niko Alm über Ethik als Alternative zum Religionsunterricht, das Problem politische Bildung und die Frage, ob man sich vor muslimischen Zuwanderern fürchten muss.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Herr Kurz, haben Sie seinerzeit überlegt, sich vom Religionsunterricht abzumelden?

Sebastian Kurz: Ich glaube, jeder junge Mensch überlegt das das eine oder andere Mal. Bei mir war der Religionsunterricht Gott sei Dank immer sehr gut gemacht und er hat einen breiten Überblick auch über soziale Fragen, andere Religionen und Werte gegeben. Darum bin ich im Nachhinein froh, dass ich mich nie abgemeldet habe.

Herr Alm, hat der Religionsunterricht dazu beigetragen, dass Sie heute Atheist sind?

Niko Alm: Kaum. Der Firmunterricht hat dazu beigetragen, weil mir da zum ersten Mal bewusst geworden ist, dass ich eigentlich nie an etwas geglaubt habe. Ich habe mich aber trotzdem nicht vom Religionsunterricht abgemeldet, weil mich das Thema Religion immer interessiert hat und ich auch keinen großen Erkenntnisgewinn für mich in einer weiteren Freistunde gesehen hätte.

 

Vom Ministranten, der Sie waren, zum Atheisten ist es aber ein weiter Weg, oder?

Alm: Relativ weit, ja, und es hat bei mir viele Jahre gedauert.

Kurz: Ich war nie Ministrant.

Wie wichtig ist Religion und im Speziellen Religion in der Schule für Sie?

Kurz: Ich glaube, dass Religion grundsätzlich sehr wichtig für die Menschen ist, dass Werte etwas Wichtiges sind und Religion ein guter Zugang ist, um sich mit eigenen Grundwerten auseinanderzusetzen. Religion in der Schule ist wichtig, weil wir da alle jungen Menschen in einem geregelten System erwischen. Religionsunterricht ist in der Schule wesentlich besser aufgehoben als irgendwo im Hinterhof.

Wie groß ist die Gefahr des Hinterhofs?

Alm: Die Gefahr mag gegeben sein, aber die Lösung kann nicht ein konfessioneller Religionsunterricht sein. Sondern das muss sich vielleicht einmal der Verfassungsschutz genauer anschauen. Sonst droht da etwas Problematisches oder gar Illegales.

Und ein Ethikunterricht könnte dieses Problematische oder Illegale dämpfen?

Alm: Natürlich. Wichtig ist, dass Schülern Werte und Ethik vermittelt werden, die für alle gleichermaßen gelten – und auch alle gemäß Außensicht wesentlichen Religionen und ihre Eigenschaften.

Kurz: Ich sehe keinen Grund, den Religionsunterricht aus der Schule zu drängen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir in Österreich das Problem hätten, dass sich alle so fanatisch zur eigenen Kultur, Tradition, Geschichte und religiösen Prägung bekennen. Im Gegenteil: Wir haben doch immer mehr Leute, die nicht recht wissen, wo sie hingehören und hinsollen. Und gerade Kinder, die zugewandert sind oder zur zweiten Generation zählen, fragen sich: Wie bringe ich meine Religion und das Österreicher-Sein unter einen Hut, gerade wenn ich nicht christlich geprägt bin? Ein Religionslehrer, der hier aufgewachsen ist und das Land gut kennt, kann einen wichtigen Beitrag leisten.

Würde Österreich in zwanzig Jahren anders aussehen, wenn man den Religionsunterricht an den Schulen abschafft, der ja großteils ein katholischer ist?

Kurz: Ich finde es immer wieder sehr spannend, dass siebeneinhalb Millionen christlich geprägter Menschen sich davor fürchten, von fünfhunderttausend muslimisch geprägten Menschen überrannt zu werden. Aber: Wenn wir den Religionsunterricht und auch noch anderes aufgeben, entscheiden wir uns natürlich klar gegen die christliche Prägung unseres Landes, und das halte ich persönlich nicht für gut.

Alm: Ich habe keine Angst vor der christlichen Prägung, und schon gar nicht vor nicht christlicher Zuwanderung, die Prägung wird uns nicht verloren gehen. Falls doch, wäre dieser Verlust eine Tochter der Zeit und sicher nicht davon abhängig, ob es Religions- oder Ethikunterricht gibt.

Kurz: Was wir dringend brauchen, ist ein Ethikunterricht für alle, die nicht im Religionsunterricht sind. Statt Freistunden sollen auch sie sich mit Werten auseinandersetzen, die braucht jedes Kind.

Und wer soll sie definieren?

Kurz: Das ist natürlich eine Herausforderung. Aber es geht ja heute nicht mehr um den totalen Frontalunterricht oder die große Keule, mit der dem Schüler etwas reingedrückt wird, sondern darum, zu lernen, sich mit etwas auseinanderzusetzen, etwa mit den Fragen des Zusammenlebens, mit Religionen, Religionsgemeinschaften, dem Umgang mit religiösen Menschen, Respekt. Wobei es natürlich eine Verfassung gibt, die eindeutig Grundwerte definiert. Man kann sich auch die Grundhaltungen der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften ansehen. Bedeutende Philosophen haben sich mit Wertefragen auseinandergesetzt. Wir haben aber schon Ethikunterricht als Schulversuch, und ich habe nicht den Eindruck, die Kinder wären dort schlecht aufgehoben. Wir haben auch die Ausbildung zum Ethiklehrer, für die sich viele Religions- oder Philosophielehrer interessieren.

Alm: Religionslehrer sollten aber nie den konfessionsfreien Ethikunterricht abhalten dürfen, das wären dann sozusagen unfaire Verhältnisse. Das sollen andere machen.

Gerade in der ÖVP werden Werte als Parteilinie propagiert, beginnend mit dem Anstand. Welche Werte müssen in der Schule vermittelt werden?

Kurz: Was ist denn das Problem unserer Politik? In Wahrheit, dass wir, quer durch alle Parteien, viel zu stark eine umfragebasierte Politik machen. Wir haben viel zu sehr das Gefühl, dass ein Politiker, ehe er überhaupt etwas macht, eine Meinungsumfrage gemacht hat, ob das eh g'scheit ist, was er da sagt. Aber was wir in der Politik und in jedem anderen Lebensbereich brauchen, sind Leute, die ein klares Fundament haben. Die wissen, wofür sie stehen, und dafür dann auch eintreten.

Was muss man einem, sagen wir, vierzehnjährigen Schüler am ehesten mitgeben?

Alm: Das übersteigt meinen Kompetenzbereich. Ich würde der Gesellschaft aber ungern ein Wertedefizit unterstellen, ein solches hat es auch immer gegeben. Grosso modo sehe ich aber keine Verlotterung.

 

Aber Werte halten Sie für wandelbar. Oder?

Alm: Ja, klar. Das haben die vergangenen Jahrhunderte auch deutlich gezeigt: wie man mit anderen Meinungen, mit der Frau in der Gesellschaft umgegangen ist. Eine Neuorientierung ist oft auch gegen Religionen und dominierende Gruppen erstritten worden.

Kurz: Ich bin überzeugt, dass es die Weltreligionen und Religionsgemeinschaften waren, die unser Wertesystem stark geprägt haben. Und in Österreich und Europa sind wir durch ein christlich-jüdisches Wertesystem geprägt.

Alm: Ich glaube einfach nicht so ganz an die Geschichte, dass einmal jemand Werte auf eine Steintafel diktiert bekommen hat.

 

Finden Sie es respektlos, wenn Herr Alm ein Nudelsieb aufsetzt so wie für sein Führerscheinfoto – wegen der Kirchenprivilegien?

Kurz: Was heißt respektlos. Wir leben in einem Land, das Gott sei Dank demokratisch geprägt ist, in dem Religions- und Meinungsfreiheit gilt. Und da halte ich es durchaus für legitim, dass Leute eine andere Einstellung vertreten, als vielleicht ich sie habe.

Und dass sie ein Nudelsieb aufsetzen?

Kurz: Und dass sie, wenn sie das wollen, ein Nudelsieb aufsetzen. Was nichts daran ändert, dass ich in der Sache in vielem anderer Meinung bin. Aber auch so etwas muss in einem Land wie Österreich möglich sein.

Käme ein Ethikunterricht in Österreich im Regelunterricht, würde das je nach Modell 25 bis 106 Millionen Euro im Jahr kosten. Wer soll das bezahlen?

Kurz: Bei unserem Modell mit verpflichtendem Ethikunterricht für jene Kinder, die keinen Religionsunterricht besuchen, wären es rund 25 Millionen. Und das sollte uns die Wertevermittlung für all jene, die nicht in Religion gehen, allemal wert sein. Sie bekommen damit ein wichtiges Grundgerüst mit.

Eine Variante ist auch, dass das Thema Ethik in alle anderen Fächer integriert wird, statt dass es ein eigenes Fach gibt.

Kurz(ironisch): Das funktioniert dann so gut wie bei der politischen Bildung.

Alm: Ganz genau. Also das ist sicher nicht die von mir präferierte Variante. Wenn man das ernsthaft will, sollten die Kosten von bis zu 106 Millionen auch kein Thema sein.

 

Sebastian Kurz, 26Jahre, ist seit April 2011 Integrationsstaatssekretär, seit 2009 Bundeschef der Jungen ÖVP und seit 2008 Landeschef der JVP Wien. Von 2010 bis 2011 saß Kurz im Wiener Landtag und Gemeinderat. Nach dem Gymnasium leistete er von 2004 bis 2005 seinen Präsenzdienst, danach begann er ein Jusstudium an der Universität Wien, das zurzeit ruht.


Niko Alm, 37Jahre, ist seit Mai 2011 Vorsitzender des Zentralrates der Konfessionsfreien sowie Sprecher der Laizismus-Initiative. Der Publizist schuf 2011 Super-Fi, ein Unternehmen, das er leitet und Einzelbetriebe für Marketing, Musikplattformen, Social Media und Magazine umfasst. Super-Fi gestaltete auch schon Kampagnen der österreichischen und europäischen Grünen.

Seit Jahren verhandeln die Koalitionsparteien über regulären Ethikunterricht an Schulen. Die ÖVP will Ethik „nur“ als Alternative für Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben oder konfessionsfrei sind. Das würde 25 Mio. Euro im Jahr kosten, sagt Staatssekretär Sebastian Kurz. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) geht von 44 Mio. Euro aus. Ihre Partei bevorzugt aber „Ethik für alle“, Religion soll nicht mehr unterrichtet werden. Kosten: 53 Mio. Euro (bei einer Stunde pro Woche) bzw. 106 Mio. Euro (zwei Stunden).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

61 Kommentare
 
1 2
Antworten Gast: Die Marie
14.10.2012 19:21
3 13

Bitte sich erst ausführlich bilden, dann das Diskutieren versuchen!

Einige haben keine blasse Ahnung, warum es Religionsunterricht gibt.
Da wird dann als "Begründung" gegen Religionsunterricht der Satz "Religion ist privat" hergenommen.
Schmerzt so viel Unwissen nicht manchmal?

Gast: Klaus
14.10.2012 10:31
10 10

werde erst mal erwachsen!

"Kurz: Ich glaube, dass Religion grundsätzlich sehr wichtig für die Menschen ist"

Bub, werde erst mal erwachsen wenn du dich an den Tisch der Erachsenen dazusetzen willst und mitreden willst.

Lebenserfahrung bekommt man nicht durch ein Parteibuch oder durch Steigbügelhalten.

Antworten Gast: gruss vom buberl
14.10.2012 14:11
6 1

Re: werde erst mal erwachsen!

Lebenserfahrungen können unterschiedlich sein. Respekt vor einer anderen Meinung wäre zu erwarten, meinungsdiktatorische Besserwisserei (Intoleranz) ist für eine Diskussion un-brauchbar.

8 1

Re: werde erst mal erwachsen!

Ich empfinde dieses Statement als selbstdisqualifizierend. Keine Substanz, kein inhaltliches Argument...lediglich ein neutrales Attribut einer Person negativ - ja sogar beleidigend - angesprochen um eine eigene Aussage zu untermauern. Peinlich...

Gast: um 10
14.10.2012 10:07
11 1

Jenseitig - Bikini als Religionsthema

So lange es offizielle Vertreter von Religionen gibt, die z.B. ein Problem mit Bikinis haben, so lange hat die Gesellschaft genau darauf zu achten, was diese Leute mit ihr vor haben.

http://derstandard.at/1339639278870/Islam-in-Oesterreich-Muss-ein-Maedchen-unbedingt-einen-Bikini-tragen

Gast: tantum quantum
14.10.2012 06:11
2 0

Ihr Nick sagt alles

über Sie.

Ausbildund

Welche Ausbildung braucht man eigentlich in der Wirtschaft um monatlich mehr als 14000 Euros zu kassieren. Noch dazu, wo dieser Jungspund alles nachplappert, was Strache verlangt hat. Daß Kinder Deutsch lernen sollen, meint doch jeder.

Antworten Gast: andenzensor
14.10.2012 14:15
4 0

Re: Ausbildund

Daß Kinder Deutsch lernen sollen, meint doch jeder. Zitatende. Der Jungspund weiss eben, dass Deutschkenntnisse nicht allseitig forciert werden, und deshalb meldet er sich - gottseidank - immer wieder, damit endlich eine Diskussion beginnt, und nicht nur inhaltsleere Aufgeregtheiten verbreitet werden.

5 21

Religionsunterricht

Im Artikel wird behauptet, dass der Religionsunterricht ein guter sei. Nach 8 Jahren "katholischen" Religionsunterricht kennen die Kinder oft nicht einmal die grundlegendsten Glaubensinhalte. Es werden stundenlang Mandalas gemalt oder Filme geschaut, die nichts mit Religion zu tun haben, dabei können sie oft nicht einmal das "Gegrüßet seist du Maria" und schon gar nicht den "Engel des Herrn". Bevor man sich mit fremden Religionen beschäftigt, sollt man einmal die eigene kennen.

Antworten Gast: sodale
15.10.2012 13:04
7 0

Re: Religionsunterricht

eine frage: welche ist denn nun die "eigenen religion"

und kommen sie mir nicht mit: die in die man geboren wurde...das gibt es in diesem zusmamenhang nicht.

0 0

Re: Re: Religionsunterricht

Jeder Schüler muss sich deklarieren, welches Religionsbekenntnis er hat oder ob er ohne Bekenntnis ist. Nach dieser Religionszugehörigkeit wird er unterrichtet. Man kann sich vom Religionsunterricht auch abmelden. Wer das nicht tut hat das Recht für seine Religion und Konfession den Religionsunterricht zu erhalten.

Antworten Gast: Hischtor
14.10.2012 18:44
17 3

Und auch die Schattenseiten

sollte jeder Katholik lernen, damit er weiss, womit er sich beschäftigt. ZB die vielen Kriege, die Folter und die Morde an 100.000en Menschen - alles ausgeführt im Namen des Christentums.

Antworten Gast: netzwerker5
14.10.2012 14:21
1 1

Re: Religionsunterricht

Solange niemand begreift, dass in Ö. ein beachtlicher Zivilisationswechsel passiert und es nicht mehr um die Aufarbeitung persönliche Religionstraumata, sondern um die Zukunft unseres Landes geht, solande werden die Initiativen von Kurz nur zur Nabelschau einzelner Religions-beleidigter führen. Hinterm Gartenzaun gibt`s noch was...

Antworten Gast: SineIraEtStudio
14.10.2012 11:08
23 4

Re: Religionsunterricht

Also, ich hatte 12 Jahre katholischen Religionsunterricht. Inhalt:

- Anschreien von Schülern
- ständige Angst
- weltfremdes Gewäsch
- ...

Highlight: Schulbeichte beim Religionslehrer.

Sorry, ein Glaube, der solche Zustände hervorbringt, gehört nicht auf Kinder losgelassen.

Geheilt. Danke.

Gast: Für eine strikte Trennung von Staat und Kirche
13.10.2012 22:00
23 5

Staat und Religion vertragen sich nicht

Vom Staat bezahlter Religionsunterricht an staatlichen Schulen muss baldmöglichst eingestellt werden.

Dass in Österreich Religionslehrer an staatlichen Schulen unterrichten und vom Staat bezahlt werden, die Kirche aber ihnen ungestraft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen (Kündigung bei Scheidung etc...) auferlegt, ist ein echter Skandal.

Private Schulen dürfen Religionsunterricht natürlich anbieten, sofern sie keine Zuschüsse vom Staat kassieren.

Ob und wie ein staatlicher Ethikunterricht angeboten wird, kann von den Parteien ausgehandelt werden.

3 16

Nur für Schüler, die sich zum Glauben bekennen.

Es bekommt jeder Schüler nur den Religionsunterricht zur eigenen Konfession. Wer sich zum Glauben bekennt, soll im Religionsunterricht auch die notwendige Information erhalten.

5 2

zur eigenen Konfession

FALSCH:
Die Konfession ist die, in die er von seinen eltern gestoßen wurde, nicht die eigene.

25 5

Säkular

In der säkularen Gesellschaft hat die Religion in den Schulen nichts verloren. Punkt.

Antworten Gast: entlebucher
14.10.2012 21:43
7 0

Re: Säkular

vollkommen richtig. Am wenigsten geht es aber die ÖVP und diesen Nachplapperer an,
was andere Menschen denken.

Gast: Analyst
13.10.2012 21:40
22 2

Kurz: .. überzeugt, dass .. Weltreligionen und Religionsgemeinschaften unser Wertesystem ..geprägt haben.

Ja, Herr Kurz, und genau diese Prägung hat zu Kulturzerstörung und noch Schlimmerem geführt, wie die Geschichte beweist. Die so gelobte "religiöse Prägung" ist verantwortlich für Menschenrechtsverletzungen ohne Ende, für Diskriminierung Andersdenkender und Frauen, für Ausbeutung und Unterdrückung. Herr Kurz, wachen Sie auf und lernen Sie Geschichte! Wir brauchen keine christlichen "Werte" sondern eine Bildung, die wirklich auf ethischen Grundsätzen beruht!

Antworten Gast: gruss an kurz
14.10.2012 14:30
0 12

Re: Kurz: .. überzeugt, dass .. Weltreligionen und Religionsgemeinschaften unser Wertesystem ..geprägt haben.

Die Hoffnung auf ethische Werte stirbt scheinbar zuletzt. Europa hat doch schon sein "schreckliches" christliches Erbe entsorgt. Und damit seine Identität. Wir sind nämlich nicht mehr wir, wir sind inzwischen Multikulti. Und wer seine Identität nicht mehr kennt, wird von jenen verdrängt, welche persönliche Überzeugungen haben. Die Demographie sagt uns bereits ganz genau unsere Zukunft voraus. Die Geschichte wäre lehrreich, wenn sich Menschen dafür interessieren würden - oder sogar noch lesen könnten....

Gast: ROTFRONT
13.10.2012 21:09
16 3

Die vielen Missbrauchsopfer werden die christlichen "Wurzeln" schon nicht vergessen.

Wetten?
Und es werden sicher noch reichlich "christliche Wurzeln" im Umlauf sein.

3 15

Die Ewiggestrigen haben auch die Kreuze abgehängt.


Gast: bisonje
13.10.2012 20:23
5 3

Ethik nach dem Spindelegger - oder Stronach - Katalog ?


Gast: deutschemeister
13.10.2012 20:02
18 6

der Bursche soll gefälligst

seine Finger von der Erziehung religionsloser Kinder lassen und sich um die eigenen Probleme kümmern.
Die Innitzer- Jahre sind längst vorbei, den Blödsinn
brauchen wir nicht noch einmal.

Gast: Lang weil nicht kurz..
13.10.2012 19:53
20 3

was bitte ist an der Reichenpartei ÖVP

mit ihrer menschenverachtenden Politik "christlich"???
"eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr ..." wird Zeit dass es mal ordentlich scheppert..

Re: was bitte ist an der Reichenpartei ÖVP

Menschenverachtend ist es, den Buerger ueber ausufernde Sozialleistungen vom Staat abhaengig zu machen.

Gast: Dümmliches Geschwätz
13.10.2012 19:49
15 7

Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Sorry, aber mir wird schlecht wenn ein halbgebildeter ÖVP Schnösel Grundsatzfragen unseres Bildungssystems mitbestimmen will, dass er im übrigen selbst doch nichtmal erfolgreich beendet hat. Wenn er sich mit seinen 26 Jahren dann noch anschickt bzw. dazu berufen fühlt eine allgemeine Wertediskussion in eine bestimmte Richtung führen zu wollen ist das eigentlich so absurd, dass es mich wundert wieso dies überhaupt ernst genommen und abgedruckt wird.
ÖVP Emporkömmlinge: bitte schaut euch einmal die Welt an, macht wirkliche Lebenserfahrungen ( bitte schließt eure Berufsausbildung ab und hackelt ein paar Jahre), reflektiert und bildet euch dann ein fundierteres WELTBILD. Pseudointellektuelles Nachplappern könnt ihr gerne auf euren CV Buden kultivieren - aber verschont die Öffentlichkeit bitte...

Antworten Gast: schwätze
14.10.2012 15:05
0 2

Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Nach der Lektüre dieses Beitrags: der Herr weiss, wie`s geht. Besserwisser sind immer zu fürchten.

Antworten Gast: recht auf öffentlichkeit
14.10.2012 14:41
3 0

Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Was ist bitte ein fundiertes Weltbild? Ihr Weltbild sollte dann für andere der Massstab sein? Was hat übrigens Kurz persönlich mit den politischen Versäumnissen und mangelnden Zukunftsentscheidungen der Bildungsverantwortlichen zu tun? Kurz ist immerhin der Einzige, der wenigstens Möglichkeiten zu Veränderungen aufzeigt. Inhaltsleeres und überhebliches Schwadronieren haben und hatten wir schon.

Antworten Antworten Gast: Dümmliches Geschwätz
14.10.2012 19:37
0 0

Re: Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Bitte legen Sie mir nichts in den Mund was ich nicht gesagt habe. Mit "fundierterem Weltbild" meine ich, dass es eben Lebenszeit u. intellektuelle Anstrengung braucht sich über das katholische Weltbild, das den durchschnittlichen österr. Nicht-Sozialisten vom Elternhaus u. seinem Umfeld mitgegeben wurde, zu reflektieren u. sich AKTIV (nicht wie bei der Taufe u. größtenteils b.d. Firmung) für oder gegen ebendieses zu entscheiden. Die Fortsetzung dieser Zwangsbeglückung durch das staatliche Schulsystem ist mM. jedoch in mehrfacher Hinsicht abzulehnen. Privat soll bitte jeder den Gott anbeten etc. womit er sich wohl fühlt. Finde es auch in Ordnung wenn jemand herausfindet dass das Weltbild der Katholischen Kirche für ihn perfekt passt - Nur kann ich das nicht ernst nehmen wenn es von einem Heranwachsenden (daher glaube ich dass die 26jährige "Lebenserfahrung", 10 davon in ÖVP Strukturen, sehr wohl relevant u. nicht böswillig diskriminierend ist) kommt der dies relativ offensichtlich nur "pseudointellektuell nachplappert" und damit politisches Kleingeld wechselt. Dass Kurz natürlich nicht schuld an den österr. Missständen ist, ist doch klar. Dass er durch seine mit Allgemeinplätzen (Deutschkenntnis, Leistungsbereitschaft, positive Rolemodels) gesetzen PR-Kampagnen wirklich daran etwas ändert finde ich wirklich nicht - stellt für mich eher die Fortsetzung des Faymann Politk-Approaches dar. Aber Sie können das ja gerne anders sehen :-)

4 4

Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Zurück zur Sache: Selbst in Deutschland setzen sich Grün- und SPD-Politiker für einen konfessionellen muslimischen Religionsunterricht ein, weil sie sich davon eine mehr integrative Wirkung als von einem Ethikunterricht erwarten. Dass Hr. Kurz noch jung ist, ändert nichts am Gewicht seiner Argumente.

Antworten Antworten Gast: Dümmliches Geschwätz
14.10.2012 19:22
0 0

Re: Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Und Sie glauben ernsthaft dass die SPD und die Grünen hierbei kein Zielgruppenmarketing betreiben sowie es Basti Kurz ganz offensichtlich nicht für den katholische-konservativen Rand innerhalb seiner Parteistrukturen macht??

Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Das einzige was an ihren absonderungen zutreffend ist ist ihre selbstbeschreibung per gastnick ;)

Antworten Antworten Gast: Dümmliches Geschwätz
14.10.2012 19:45
0 0

Re: Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Super inhaltliche Kritik - Gratulation!
Um jetzt auch ihren Namen mit ins Treffen zu führen: Sie sehen ihre Meinung anscheinend als unfehlbar an, weshalb alles andere natürlilch "Absonderungen" darstellt - respect werter Herr.
Ihre Haltung ist im übrigen klarer Ausfluss eines religiösen Weltbildes, das per definition einen absoluten Wahrheitsanspruch stellt. Aber wenn das für Sie passt auch ok - ich erhebe meine Meinung nicht über die ihre.....

4 1

Re: Bildung u. Welt-Erfahrung vor fixem Weltbild

Der soll selbst eine ordentliche Ausbildung machen, bevor er mitredet.

 
1 2