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Sondersitzung: 14 "dringliche Fragen" an Berlakovich

15.10.2012 | 11:12 |   (DiePresse.com)

Die Opposition ortet den Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung und will den Landwirtschaftsminister zu Inseraten in der "Bauernzeitung" und den hohen Kosten der Ministeriumshomepage befragen.

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Zum Auftakt der Plenarwoche des Nationalrats wird VP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich am Montag zu einer Sondersitzung gebeten. Anlass sind seine Aussagen im U-Ausschuss zu den Korruptionsaffären, die der Opposition zu viele Fragen offen gelassen haben.

Nachforschen wollen die Oppositionsparteien unter anderem wegen der hohen Kosten für die Ministeriumshomepage sowie bezüglich der umfassenden Förderungen für die "Bauernzeitung". Schließlich sollen auch Inserate des Klimafonds unter die Lupe genommen werden, die nach Einschätzung der Opposition im Auftrag des Ministers zu dessen Eigenwerbung geschalten wurden. Zu insgesamt 14 Punkten soll Berlakovich ab 13.15 Uhr Antworten geben.

BZÖ: "Erschreckende Erkenntnisse"

Dazu hat das BZÖ am Montag eine Dringliche Anfrage eingebracht, die in der Begründung von "erschreckenden Erkenntnissen" über die "millionenteure Öffentlichkeitsarbeit" des Landwirtschaftsministers im U-Ausschuss spricht. Bemängelt wird etwa, dass bei den Schaltungen im Auftrag des Ministeriums Sachinformationen in der Regel nur einen Bruchteil ausgemacht hätten, die Fotos des Ressortchefs dagegen einen erheblichen Teil. Schluss des Bündnisses: Der wahre Werbezweck dürfte rein parteipolitisch motiviert gewesen sein.

Dubios ist für das Bündnis auch, dass ähnlich den Vorwürfen in der Causa Faymann/ÖBB ausgelagerte Einrichtungen für die Bewerbung des Ministers eingespannt worden sein könnten. Konkret spricht das Bündnis die "Genuss Region Österreich Marketing GmbH", die "AMA Marketing GbmH" und den Klima- und Energiefonds an. Bei letzterem wird besonders hervorgehoben, dass hier "völlig unnötige" 267.000 Euro zur Bewerbung eines Photovoltaik-Förderprogramms ausgegeben wurden, obwohl es ohnehin eine übergroße Nachfrage gab.

Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung

In den Raum stellen die Orangen auch den Verdacht der illegalen Parteifinanzierung über Inserate. Das BZÖ spricht etwa einen Rechnungshof-Bericht an, wonach zwischen 60 und 89 Prozent vom jährlichen Gesamtaufwand des Ministeriums für Einschaltungen in der "Österreichischen Bauernzeitung" und "Blick ins Land" drauf ginge. Ebenfalls aufklärenswert erscheint den Orangen, wieso zwischen 2006 und 2011 460.000 Euro für den Zukauf von Fachartikeln vom Agrarischen Informationszentrum, laut BZÖ ebenfalls ein VP-naher Verein, aufgewendet wurden.

Berlakovich hatte, angesprochen auf die Inserate, vor zwei Wochen im U-Ausschuss betont, damit "zielgruppenorientiert zu informieren". Auch meinte er, die Eigentümerverhältnisse des Blattes nicht zu kennen. Pikant: Sein Name steht im Impressum.

--> Nachlese: Berlakovich im U-Ausschuss

Ein besonderer Fall von Verschwendung ergibt sich laut Bündnis dadurch, dass zu viele Broschüren vom Ministerium hergestellt wurden, die dann vernichtet werden mussten: Kostenpunkt für die Vernichtung waren laut RH-Rohbericht 35.000 Euro. Schließlich kommt auch noch einmal die teure Ministeriumshomepage zu ihrem Auftritt. 4,39 Millionen sollen für Erstellung und Betreuung aufgewendet worden sein. Auftragnehmer war das "Land-, Forst- und Wasserwirtschaftliche Rechenzentrum". Das BZÖ bezweifelt, ob hier nicht ein Vergabeverfahren nötig gewesen wäre.

Bilanz: Was im U-Ausschuss geschah

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(Red./APA)

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16 Kommentare

Berlakovich meint also, dass sein Vorgänger Josef Pröll noch mehr Geld verschwendet hat.

Vielleicht hat er recht. Aber auch seine Verschwendung stinkt zum Himmel und ist möglicherweise strafrechtlich relevant.

Martinz wurde für viel kleinere Summen verurteilt.

Bei Berlakovich und Faymann geht es um viel mehr Geld. I
ch stelle mir die beiden vor, wie sie viele Jahre lang gemeinsam in einem kleinen Raum "Mensch ärgere dich nicht" spielen ;-)

Gast: RA
15.10.2012 14:31
2 0

Was unterscheidet Berlakovich von Faymann

Nichts !

Beide gehören wegen Untreue angeklagt.

Gast: Plach2
15.10.2012 14:06
3 0

Was unterscheidet uns von Rußland Nordkorea oder Kuba?

Lt. Verfassung sollte das Parlament die Regierung kontrollieren. Mit ihrer Mehrheit bestimmen SPÖ+ÖVP was ihrer Meinung nur zu kontrollierten ist.

5 1

Was unterscheidet die Parteien? NICHTS

Alle Berufspolitiker vor ein Volksgericht, fuer die Schuldigen, folgendes Urteil:
Verlust der Staatsbuergerschaft und Ausweisung aus Oesterreich.Das ergaunerte Vermoegen, verfaellt zu gunsten des Staates. Bildung einer Regierung, von Fachleuten mit Charakter und Verantwortungsbewusstsein.
Nur dann koennen die OesterreichInnen ruhig schlafen, zur Zeit, leider nicht.

Antworten Gast: Franz456
15.10.2012 14:08
3 0

Re: Was unterscheidet die Parteien? NICHTS

SPÖ+ÖVP Politiker können weiterhin machen was sie wollen!

Wir wählen sie seit 1945 ohnehin immer wieder. Da kann sogar der Putin noch einiges von uns lernen.


Re: Verlust der Staatsbuergerschaft und Ausweisung:

Aber wer nimmt das Gesocks?

4 0

Re: Re: Verlust der Staatsbuergerschaft und Ausweisung:

Egal, hauptsache weg. Und wenn sie für Nike in Bangladesch Schuhe nähen.

Österreich

braucht eine Regierung der Fachmänner ! keine Partei einfach Menschen die Ahnung haben die Parteibuch Wirtschaft geht mit schon auf dem ........

Re: Österreich - eine Regierung der Fachmänner?

Warum wollen Sie Frauen von vornherein ausschließen - verachtenswerter Sexismus :-o

wirklich erschreckend

die wahrheit ist noch viel erschreckender!

nicht nur das landwirtschaftsministerium inseriert in befreundeten medien.
schauen sie sich doch einmal die publikationen der spö-nahen echo medien an (z.b. wiener blatt). ganzseitige inserate von stadt wien und wiener stadtwerksbetrieben sind die regel. zum teil von monopolbetrieben, die auch mit dem teuersten inserat keinen zusätzlichen kunden gewinnen können.

welche öffentlichen und halböffentlichen betriebe noch gefälligkeitsinserate auf kosten des steuerzahlers schalten will ich gar nicht wissen.


Interessant, ein Bundesminister, der sich in den Untersuchungsauschuß getraut hat ....

.... widmet man eine weitere Sondersitzung, während ein Feig(ling)mann weiterhin ungeschoren bleibt.

Berlakovich

Diesem Mann ist alles zuzutrauen, vertrauenserweckend wirkt er gerade nicht. Ein klassischer ÖVPler halt!

Gast: Kirst J
15.10.2012 10:40
11 1

Muss ein Minister so banale Dinge wissen??

Auch meinte er, die Eigentümerverhältnisse des Blattes nicht zu kennen. Pikant: Sein Name steht im Impressum.

Nationalrat: Berlakovich wird zur Sondersitzung gebeten?

Wer sind wir denn?

Wir, "das Volk", bitten einen
Minister nicht - wir zitieren!
.
Das Parlament als höchstes Gremium einer Demokratie bedient sich der Minister, welche dem Volk Rechenschaft schuldig sind!

Antworten Gast: spottdrossel
15.10.2012 11:27
0 3

Re: Nationalrat: Berlakovich wird zur Sondersitzung gebeten?

Sie haben aber merkwürdige Vorstellungen, Sie sprechen hier von einem
VP - Minister, etwas mehr Respekt bitte.

Re: Re: VP - Minister, etwas mehr Respekt bitte.

Ihr Nick wird offenbar verkannt!
:-)