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Kurz: "Gibt nicht mehr Zuwanderung um jeden Preis"

16.10.2012 | 15:53 |   (DiePresse.com)

Heute gebe es einen "Kampf um die besten Köpfe" statt Zuwanderung für jeden, der das möchte, sagt der VP-Integrationsstaatssekretär.

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Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) sieht eine Versachlichung der Zuwanderungsdebatte in Österreich. Künftig werde es bei der Zuwanderung um den "Kampf um die besten Köpfe" gehen. Im Gegensatz zu den vergangenen 30 Jahren, wo es eine Zuwanderung ins Sozialsystem gegeben habe, müsse nun die Qualifikation im Vordergrund stehen, sagte Kurz am Dienstag in Brüssel, wo er EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström traf.

"Der Kampf um die besten Köpfe hat international begonnen. Es gibt nicht mehr Zuwanderung um jeden Preis und für jeden, der nach Österreich kommen möchte", sondern es gehe um klare Regeln, wobei Kurz den "Integrationsbogen spannen" will. Es gelte zu bedenken, dass es auf der anderen Seite neben einer steigenden Zuwanderung auch eine deutlich steigende Abwanderung aus Österreich gebe. "Österreicher mit türkischem Hintergrund und guter Ausbildung werden verstärkt in die Türkei abgeworben." Der jährlichen Zuwanderung von 130.000 Personen stünde derzeit schon eine Abwanderung von 100.000 Menschen gegenüber.

Bei der Einwanderung gelte es zu bedenken, dass 60 Prozent aus anderen EU-Ländern kommen. Dies bedeute wiederum, dass nur 40 Prozent überbleiben, die gesteuert werden können. Davon wiederum seien ein Viertel Asylwerber. Die Fehler der Vergangenheit will Kurz nicht prolongieren. Es sei nicht gescheit gewesen, "Drittstaatsangehörige mit extremen Kosten günstig studieren zu lassen. Das wurde vom österreichischen Steuerzahlern finanziert. Nach dem Studium haben die das Land verlassen, weil sie in Österreich nicht arbeiten durften".

Bei seinem Treffen mit der EU-Innenkommissarin habe er auch die aus dem Topf der Europäischen Union kommenden zwei Millionen Euro für den Integrationsbereich in Österreich erörtert. Dabei sei es darum gegangen, dass diese Gelder nicht nur für Drittstaatsangehörige verwendet werden können, sondern auch für EU-Bürger. Derzeit würden die Mittel beispielsweise bei Deutschkursen nur Zuwanderern aus den USA, dem Irak oder der Türkei gewährt, nicht aber einem Franzosen. Malmström sei diesem Vorschlag nicht abgeneigt gewesen.

Weg von Hetze und "Laissez faire"

Bei der Integration geht es Kurz darum, einerseits von der "Hetze" gegen Ausländer wegzukommen, andererseits aber auch den "Laissez faire"-Stil und ähnliche Träumereien zu unterlassen, wonach alles von allein gehe. Notwendig sei ein "positiver Zugang zur Integration durch Leistung. Die Menschen dürfen wir nicht danach beurteilen, woher sie kommen, sondern welchen Beitrag sie in Österreich leisten wollen".

Eines der wesentlichen Themen bei der Integration sei jedenfalls die Frühförderung der Sprache bei Kindern. "Jedes Jahr wandern 7.000 schulpflichtige Kinder nach Österreich zu. 70 Prozent der Volksschüler in Wien haben heute einen Migrationshintergrund. Man kann alles ignorieren wie die letzten 30 Jahren und sich nur auf das Thema Gesamtschule konzentrieren, aber wir werden das nicht lösen können ohne Frühförderung". Kurz bekräftigte die Notwendigkeit eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres, ideal wäre ein drittes. Nach drei Jahren Kindergarten "gibt es praktisch keine Sprachprobleme mehr für Migrantenkinder".

 

(APA)

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43 Kommentare
 
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Gast: mir reichts
18.10.2012 10:12
1 0

Nach drei Jahren Kindergarten "gibt es praktisch keine Sprachprobleme mehr für Migrantenkinder

ach so? interessant.

wie kommt es dann, dass jugendliche nach 8 jahren schule noch immer nicht deutsch können?

Gast: mir reichts
18.10.2012 10:10
0 0

ist

in den zuwanderungszahlen auch die familienzusammenführung enthalten? denn sonst kommt mir die zahl zu niedrig vor.

Gast: Be-obachter
17.10.2012 20:06
0 0

Jetzt wärs an der Zeit,

diejenigen schadenersatzpflichtig zu machen, die in den vergangenen Jahrzehnten behauptet haben, der Zuzug würde uns nichts kosten!
Namen, Zeitungsauszüge mit Zitat und Datum kann ich zur Verfügung stellen.

Gast: gehgehgehe
17.10.2012 13:21
0 0

sie kommen trotzdem und sie bleiben um jeden preis


2 0

Die besten Köpfe sehe jeden Tag um mich herum!


Kommt er auch schon drauf, dass es unsinnig ist,

wenn Menschen einwandern um sich in unsere soziale Hängematte zu legen? Hat lange gedauert; hat er eigentlich endlich sein Jus-Studium fertig?

Gast: Wenninger B
17.10.2012 07:24
0 0

Das ist der springende Punkt

Die Menschen dürfen wir nicht danach beurteilen, woher sie kommen, sondern welchen Beitrag sie in Österreich leisten wollen".

Leider gibt es eine Riesengruppe, die durch Familiennachzug immer größer wird, deren Beitrag nur darin besteht, unser Sozial und Gesundheitssystem massiv zu belasten und gar nicht gewillt und in der Lage ist, deutsch zu lernen.

Herr Kurz: Wie wollen sie die besten Köpfe, wenn durch dieses Wahnsinnsgesetz des Familienzuzugs, genau die das Recht haben nachzukommen, die wir am wenigsten brauchen und die hier in ihrer Parallelwelt ihr gewohntes Leben des Herkunftlandes fristen, sprich, abgeschottet ihre Sozialleistungen "ersitzen"?

Gast: debattenbeobachter
16.10.2012 23:11
2 0

dranbleiben

Herr Kurz, Einzelkämpfer der Regierung bei heissen Themen: bitte dranbleiben - laut bleiben-sachlich bleiben- und endlich eine breite Diskussion erzwingen!

Gast: netzwerker5
16.10.2012 21:19
2 0

wünsche

Bin gespannt, welche Regierungsmitglieder sich zu diesem Thema noch vor den Vorhang trauen, oder ob Kurz Solist bleiben wird. Das Thema ist brennheiss, und die Diskussion will aber keiner in der Regierung.

jetzt ist es zu spät, Herr Kurz!

Ihre Vorvorvorvorvorvorgänger hätten bereits handeln müssen!

der mann ist gut

also muss er in österreich scheitern.

Gast: Drittstaatler
16.10.2012 19:58
1 2

Chauvinist!

Die FPÖ applaudiert.

Re: Chauvinist!

FPÖ-Phobie? :-)

viele Österreiche leider an der Rassismus-Phobie, witzigerweise erst seit 1945

aber sorry, ihr kommt trotzdem nicht in den Himmel, den könnt ihr nicht anschwindeln

Antworten Gast: baro palatinus
16.10.2012 20:27
2 0

Re: Chauvinist!

Sie werden es vielleicht nicht verstehen, aber der gemeine österreichische arbeitnehmer sieht die notwendigkeit, sein leben lang hoch besteuerte lohnarbeit zu leisten, um kulturfremde, ihn verachtende sozialfälle zu finanzieren nicht ein.

ob dieser gemeine, unselbständig erwerbstätige sich als zb einem briten, finnen oder belgier überlegen ansieht darf bezweifelt werden.

ahhh

...und das hat jetzt überhauuupt nix mit wahlkampf zutun herr kurz!

Lügner dreckiger, wie die anderen Banditen!

Antworten Gast: soeindreck
16.10.2012 21:17
0 4

Re: ahhh

Das Gekotze in diesem Forum wird beachtlich. Beisl is a Dreck dagegen...

0 0

Nicht um jeden Preis -

außer für Wahlerfolge.

Gast: phj
16.10.2012 19:25
2 0

kurz gesagt

er mausert sich

Gast: guten abend alle miteinander
16.10.2012 19:18
0 1

lieber herr kurz

stecken sie sich ihr lieblingsklientel schön langsam auf den hut. die kosten alle nur unser steuergeld, bringen tun sie nichts, ausser ärger.

Gast: Einmal KURZ nachgedacht
16.10.2012 19:18
2 1

Ein guter Ansatz Herr Kurz.

Ein paar Gehirnwindungen mehr währen nicht schlecht.

Da würde vielleicht im Treppenhaus und auf Gehsteigen nicht ausgespuckt werden und wir ersparen uns das „Tempelhupfen“.

Da würde vielleicht der Müllsack getragen werden und nicht hinter sich hergezogen, so dass öliges stinkendes Zeug über den ganzen Weg von der Wohnungstür bis zum Müllraum verteilt wird.

Und vielleicht würden auch die leeren Dosen und sonstigen Abfälle auch in den dafür aufgestellten Mistkübeln landen und nicht zwei Meter daneben.

Und möglicherweise wird auch zurückgegrüßt, auch wenn’s gerade nichts brauchen.

Ein Versuch ist es wert, Herr Kurz! Viel Glück!

Re: Ein guter Ansatz Herr Kurz.

Vielleicht sollten Sie nicht mit "Grüß Gott" grüßen. Probieren Sie es mit einem freundlichen "Hastu Problem?"

Gast: Macho
16.10.2012 18:50
5 1

Wenn jetzt die besten Türkischen Köpfe in die Zurückgehen,

dann bleiben noch immer 99% Türken in Österreich zurück.

Kann man es nicht umgekehrt machen?

Gast: So weit so gut
16.10.2012 18:48
1 0

Ja Kurzer

Die EU ist schon draufgekommen, bei dir dauert es halt etwas länger.

http://kurier.at/nachrichten/4515960-eu-will-wieder-visa-einfuehren.php

Re: Ja Kurzer

Und wem verdanken alles?

Der Chef der Europäischen Sozialdemokraten, Hannes Swoboda, erklärt, "dass freies Reisen ein Teil der EU-Integration und wesentlicher Bestandteil der Vorbeitritts­perspektive ist". Der Visazwang für die Balkanländer wäre "ein Rückschritt"

Gast: interpol
16.10.2012 18:28
5 1

die Sprüche von dem werden immer

unerträglicher, unausgegoren und unüberlegt, na, woher soll er es auch haben.

Antworten Gast: sprücheklopfer
16.10.2012 23:20
1 0

Re: die Sprüche von dem werden immer

Die Raunzer und die Teilnahmslosen haben immer schon Probleme gelöst, jaja. Schreibts doch vernünftige Vorschläge an die Parteizentralen, mailts an die Chefredaktionen diverser Tageszeitungen und engagierts euch einmal zu den brennenden Gesellschaftsfragen. Das Ankleckern vom Kurz bewirkt gar nichts.

 
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