20.05.2013 15:21 Merkliste 0

Inserate: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bures

17.10.2012 | 13:42 |   (DiePresse.com)

Infrastrukturministerin Bures wird in einer anonymen Anzeige Untreue vorgeworfen. Sie betont die "Rechtmäßigkeit der Vergabepraxis" und weist die Vorwürfe zurück.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen ein weiteres Regierungsmitglied wegen dessen Vergabepraxis bei Inseraten: SP-Infrastrukturministerin Doris Bures wird in einer anonymen Anzeige Untreue vorgeworfen, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch einen Eintrag des Bloggers Andreas Unterberger.

Bures reagierte am Mittwoch per Aussendung auf die Vorwürfe und beharrte auf der "Rechtmäßigkeit der Vergabepraxis" bei Inseraten in ihrem Ressort. Die Vergabe erfolge "streng nach den Geboten der Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit", ließ sie wissen. "Alle rechtlichen Bestimmungen werden eingehalten." Dies sei bereits im Sommer "streng geprüft und auch vom zuständigen Sektionschef als korrekt beurteilt worden".

"Bemerkung einer kleinen Beamtin"

Tatsächlich waren bereits im August kritische Stimmen bezüglich der Inseratenvergabe laut geworden. Die für Medienkooperationen zuständige Referentin des Ressorts bemängelte damals in einem internen Schreiben, dass Inserate zwischen Ministerbüro und Medien freihändig vergeben würden. Dadurch würden Rabattmöglichkeiten nicht genutzt, es gebe keine thematische und budgetäre Planbarkeit, eine sachliche und rechnerische Prüfung sei oft nicht möglich.

Der zuständige Sektionschef und damit Vorgesetzte der Referentin bezeichnete damals die Kritik als fachlich unrichtig. Und auch die Sprecherin von Bures sprach von "einer persönlichen Bemerkung einer kleinen Beamtin". Zu den nun bestätigten Ermittlungen konnte man im Ministerium noch nicht viel sagen: Weder die Staatsanwaltschaft, noch das Justizministerium hätten Bures davon in Kenntnis gesetzt, hieß es dort.

"Bezeichnend": FPÖ übt Kritik

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky nahm die Ermittlungen gegen Bures wiederum zum Anlass, deren Partei zu kritisieren: "Derzeit gibt es kaum ein SPÖ-Regierungsmitglied gegen das die Staatsanwaltschaft nicht ermittelt." Es sei zudem bezeichnend, "dass ausgerechnet jene Partei den Ausschuss abdreht, gegen deren Regierungsmitglieder die meisten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft laufen", so Vilimsky.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

50 Kommentare
 
12

klein

"einer persönlichen Bemerkung einer kleinen Beamtin"

bezeichnend, wenn man mitarbeiter/innen , egal welcher position, als "klein" bezeichnet.

widerlich.

Re: klein

In der Partei für die kleinen Leute kann ja sogar eine kleine Zahnarztassistentin eine kleine Ministerin werden.....;-(((

bezirksblatt

gerade im aktuellen bezirksblatt wieder eine sinnlose SPÖ viertelseite-anzeige.

na, wem gehört das bezirksblatt?

Gast: fulca
18.10.2012 12:41
1 0

Der Verschwender

Warum eigentlich nur Berlakovic, Faymann und Bures?
Die Landeshauptleute wären ein heißer Tip, insbesondere der aus Niederösterreich !!!

Gast: gast22
18.10.2012 12:15
1 1

dossier.at: "Die Wurzeln der Inseratenaffäre liegen in Wien."

Das System Faymann-Ostermayer-Bures ist nur der bundespolitische Abklatsch desjenigen Systems, das in der Wiener Landes- bzw- Gemeindepolitik seit vielen Jahren zum "Normalbetrieb" gehört:

---
In der Bundeshauptstadt geben Stadträte jedes Jahr Millionen Euro für Inserate aus - und sagen, die genauen Summen nicht zu kennen.

Dossier hat die Vergabe von Inseraten der Stadt und ihrer Firmen am Beispiel der Gratistageszeitung "Heute" untersucht. Das Ergebnis: Nur bei "Heute" geht es um rund 29 Millionen Euro - in siebeneinhalb Jahren.
---
http://www.dossier.at/inserate/

Gast: liesing
18.10.2012 11:16
2 1

aufs podium

Aufs Podium mit diesem Artikel (und ganz nach oben in die Schlagzeilen bitte). Damit hat DiePresse die Möglichkeit sich als modernes bürgerlich-liberales Forum zu präsentieren und sich deutlich vom linken Aufdeckungsjournalismus (der in dieser Angelegenheit erstaunlich sprachlos dasteht) zu distanzieren.
Und bitte auch aussprechen, dass es sich hier um Amtsmissbrauch von Doris Bures handelt. Untreue klingt ein wenig zu lieblich in diesem Zusammenhang.

Gast: Ellilelli
18.10.2012 10:39
0 1

Faymann und Bures

hatten angeblich ein besonderes Verhältnis, da färbt natürlich einiges ab!?

Gast: Clarizzi V
18.10.2012 08:42
0 2

Rot ist Sumpfgebiet

Dabei sind die meisten Frösche Grün.

Gast: Zwickerl
18.10.2012 07:22
3 2

Bitte bitte..

stellt den Beitrag wieder nach vorne!
Im Versteck schämt er sich so sehr - nur die Frau Bures nicht!

Gast: Wiener Wohnen
18.10.2012 00:56
4 2

Faymann muss gehen

Besser heute als morgen.

2 2

danke faymann danke spö

Vergabe von Inseraten der Stadt und ihrer Firmen am Beispiel der Gratistageszeitung "Heute" untersucht. Das Ergebnis: Nur bei "Heute" geht es um rund 29 Millionen Euro - in siebeneinhalb Jahren.

Gast: Ludmilla
17.10.2012 21:21
4 2

Ich würde Vorschlagen

Jemand anderer unabhängiger aus der Schweiz zb. sollte die Parteien einzeln überprüfen. Da kann keiner aus. Da muss jeder Aussagen und wenn sich einer der Aussage entschlägt ist er sofprt aus der Politik für immer auszuscheiden. Wie lange müssen wir Steuerzahler noch zusehen wie die SPÖ unser Geld an Banken und ander Länder Verschenkt . Ich denke schon, das es an skandalen die noch nicht bewiesen werden konnten furchtbar stinkt. Jeder einzelne Bürger wäre längst nur bei der geringsten Vermutung eingesperrt bis alles ans Tageslicht kommt. Es gilt für alle die unschuldsvermutung. Ich denke KHG ist ein Opfer gegenüber jene, beteiligten an Skandalen dieser Regierung die mit lächdelnden Gesicht noch Frei herumlaufen und sich denken man erwischt sie Nie.

5 2

Weshalb ist dieser Artikel in der alleruntersten Lade verkommen ?

Vom "Standard"war ja zu erwarten, dass ein Bericht darüber nach knapp drei Stunden spurlos verschwindet.
Die Inseratengeschenke von Bures spielen in der gleichen Liga wie jene von Berlakovich.
Weshalb diese noble Zurückhaltung ?

die SPÖ - immer für die kleinen Leut

die kleine Beamtin hat höchstwahrscheinlich eine wesentlich höhere Qualifikation als die frühere Zahnarzthelferin. Aber ohne Parteibuch ist sie natürlich ein Niemand.

Gast: eisenbahnerkurt
17.10.2012 19:46
10 2

Haha "kleine Beamtin"

Ach die Sozialdemokratie setzt sich immer so sehr für die armen und Unterdrückten ein.

Gast: PÖHSE
17.10.2012 19:33
8 2

Die halbe Regierung unter Tatverdacht, dabei



ist der mehrfache Hochverrat noch nicht einmal angezeigt !

Und solche Leute führen uns zur
EU-Schlachtbank !

Neu: der Inseratensong!


Herrlich!!!

http://soundcloud.com/mario-grabner/inserat

ein drefach Hoch

auf die "kleine Beamtin", sie hat vollkommen richtig gehandelt, präzise formuliert und ist das Steuergeld wert, das sie kostet! Ich hoffe es gibt mehr von dieser Sorte in den Ministerien!

Es interessiert doch niemanden,

ob "Rabattmöglichkeiten" genutzt wurden, ob es eine "thematische und budgetäre Planbarkeit" gab oder ob eine "sachliche und rechnerische Prüfung" möglich war. Regierungsinserate sind - außer für die Ministerparteien und die Nutznießer unter den Medien natürlich - hinausgeschmissenes Steuergeld. Niemand - außer natürlich die Minsisterparteien und die Nutznießer unter den Medien - benötigt diese routinemäßige veröffentlichten (oft sogar dämlich anmutenden) inserierten, mit Ministerbeweihräucherung bis zum Speiben angereicherten, Binsenweisheiten.

Und wenn wirklich "alle rechtlichen Bestimmungen" eingehalten wurden, dann sind die Gesetze falsch und gehören schleunigst geändert. Gesetze, die nämlich Steuergeldverschwendung in Millionenhöhe erlauben, können ja gar nicht richtig sein... ;-)

13 3

Für die Zentralmatura:

Nennen Sie zwei nicht korrupte österreichische Politiker! => Unlösbare Aufgabe!

Re: Für die Zentralmatura:

Faymann und Glawischnig.

Re: Re: Für die Zentralmatura:

Durchgefallen. Mit Pauken und Trompeten.

Gast: ein Steuerzahler
17.10.2012 17:29
13 3

eine kleine Zahnarzthelferin und eine kleine Beamte

man muß staunen, daß eine "kleine" Beamtin es wagt in einem SPÖ-Regime die korrupten Machinationen einer kleinen Zahnarzthelferin auf einem viel zu großem Ministersessel aufzudecken.

Gast: bitte nicht bohren
17.10.2012 17:28
7 3

weiss die liebe frau bures eigentlich

was rechtmäßig ist. ein paar ihrer genossen tun sich damit sehr schwer

16 4

ja ja der rote sumpf

und noch immer zeigt diese partei auf mit den finger auf andere.

 
12