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Zu viel Geld für Parteien: Kanzleramt korrigiert

18.10.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Peinliche Panne: Dem Budget zufolge erhalten die Parteien für das gesamte Jahr 2012 rückwirkend die erhöhte Parteienförderung. Bei der Budgeterstellung sei ein Fehler passiert, sagt Staatssekretär Ostermayer.

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. . Es kommt selten vor, dass sich Parteien mit Händen und Füßen gegen mehr Geld wehren. Diesmal waren sich die empörte Opposition und – nach einer Schrecksekunde – auch die Regierung einig: Eine rückwirkende Auszahlung der Parteienförderung für das gesamte Jahr 2012? – Nein danke! Warum diese dann schon im aktuellen Budget eingeplant ist? Ein Versehen, sagt Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ), „ein Fehler bei der Budgeterstellung – da schwirren immer tausende Zahlen herum“.

Ausgelöst wurde das, was zu Recht nach innenpolitischer Posse klingt, durch Anfragen zum Budget der Finanzministerin: Denn für 2013 sind erstaunliche 43 Mio. Euro für die Parteienförderung reserviert. Die Ursache für die hohe Summe: Die Anhebung der Parteienförderung, die mit 1. Juli 2012 beschlossen wurde, sollte rückwirkend für das gesamte Jahr 2012 ausbezahlt werden, also nicht erst ab 1. Juli, sondern schon ab 1. Jänner 2012. Zu verdanken ist der Geldsegen – 13,9 Millionen Euro für 2012 zusätzlich zu den 29,1 Mio. Euro für 2013 – einer Übergangsbestimmung im neuen Parteienfördergesetz. Demnach ist den Parteien „der Differenzbetrag, der sich für das Jahr 2012 [...] (aus alter und neuer Förderung) ergibt“, auszubezahlen, auch wenn das Gesetz selbst erst mit der zweiten Jahreshälfte in Kraft tritt.

So interpretierten es zumindest die Budget erstellenden Beamten im Finanzministerium und der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts: „Gemeint ist das ganze Jahr 2012. Das ist eindeutig“, hieß es gestern, Donnerstag, dort auf Anfrage der „Presse“. Insofern reagierte man im Verfassungsdienst, gelinde gesagt, erstaunt, als erst die Grünen per Aussendung gegen die „dreiste“ Rückwirkung mobil machten, und sich dann auch ÖVP und SPÖ – die das Gesetz beschlossen hatten – vom Geldregen distanzierten.

 

Korrektur im Ausschuss

Sowohl ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch als auch der SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter beteuern, diese Interpretationsvariante sei ihnen nie in den Sinn gekommen. Selbstverständlich, so Kräuter, sei die Erhöhung erst mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes geplant gewesen. Zusätzliche Mittel würden zurückgezahlt. Indessen sind sich auch externe Experten bei der Interpretation uneins: Während Politikwissenschaftler Hubert Sickinger eine Rückwirkung als „juristisch gewagte Auslegung“ und verfassungsrechtlich bedenklich bezeichnet, ist für Verfassungsjuristen Bernd-Christian Funk (Uni Wien) der Fall klar: „Die Rückwirkung mag politisch unschön sein, ist rechtlich aber in Ordnung.“ Schließlich zog das Bundeskanzleramt die Notbremse: „Es stimmt, dass man die Bestimmung so oder so interpretieren kann, aber es war stets klarer politischer Wille, dass die Erhöhung erst mit 1. Juli 2012 wirksam wird – ich habe selbst die Verhandlungen geführt“, sagt Ostermayer zur „Presse“. Warum man dann nicht zweites Halbjahr 2012“ statt „Jahr 2012“ in die Bestimmung geschrieben hat? Man sei bei den Verhandlungen zeitlich unter Druck gewesen und automatisch davon ausgegangen, dass es erst ab Juli gelte.

Der Förderbetrag soll nun im Budgetausschuss korrigiert werden: Statt der 13,9 Mio. Euro für das ganze Jahr 2012 werden „nur“ 6,9 Mio. fürs Halbjahr nachgezahlt. Insgesamt verringert sich die Summe von 43 Mio. auf 36,1 Mio. Euro (siehe Grafik). Viel ist es trotzdem – zum Vergleich: Heuer wurden 15,3 Mio. Euro Parteienförderung ausgezahlt. Die Streichung der Wahlkampfkostenrückerstattung – zuletzt 14 Mio. Euro – wird mehr als kompensiert. Eine Gesetzesänderung sei für die „neue“ Interpretation nicht nötig, sagt der Staatssekretär – es sei denn, eine Partei versuche die rückwirkende Auszahlung einzuklagen. Davon sei aber nicht auszugehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.10.2012)

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271 Kommentare
 
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Dieses vollständige Fehlen jeglichen Schamgefühls

ist auch eine Qualifikation.

Faymann & Co sollten damit in die P0RN0-Branche einsteigen; dort hat Faymann ohnedies schon jede Menge Facebook-Freunde, LongDongAnalSurfer etwa.

Re: Dieses vollständige Fehlen jeglichen Schamgefühls

Der Freund heißt LongDongAnalSurferUSA!

Re: Re: Danke

für die Korrektur!

Gast: gast22
19.10.2012 18:10
1 0

Die beiden Regierungsparteien (bzw. ReGIERungsparteien)

... sollen schön brav so weitermachen.

Wenn sie nicht lockerlassen, könnten bei der NR-Wahl 2013 in diesem Fall 40% durchaus erreichbar sein.

Beide zusammengerechnet.
;-)

Gast: Als angemeldeter User gesperrt
19.10.2012 18:07
2 0

Gester Vormittag war im Teletext folgender Satz zu lesen:

Das Gesetz sehe "eindeutig" die höhere Fördersumme für das Gesamtjahr vor, so das Kanzleramt.

Vonwegen Irrtum - die wollten austesten wie weit sie gehen können.

2013 ABWÄHLEN!! Schlimmer kann es nicht mehr werden.


Gast: manipura
19.10.2012 16:15
4 0

Tag der offenen Tür im Parlament am 26.10.

Am 26.10. ist Tag der offenen Tür im Parlament:
www.parlament.gv.at
Hingehen und den Abgeordneten direkt ins Gesicht sagen was missfällt!

Antworten Gast: PÖHSE
19.10.2012 17:07
4 0

Re: Tag der offenen Tür im Parlament am 26.10.


Direkt ins Gesichterl schlagen, was mißfällt !

Diese Freud'schen Verleser, immer !

Gast: manipura
19.10.2012 15:55
2 0

Tag der offenen Tür im Parlament am 26.10.

Am 26.10. ist Tag der offenen Tür im Parlament:
www.parlament.gv.at
Hingehen und den Politikern selbst ins Gesicht sagen was missfällt!

Gast: bürger 234974
19.10.2012 15:14
3 0

profis?

Wie unprofessionell sind diese Typen? Wofür zahlen wir den?
Wohl nur, damit er um unser Geld Inserate schaltet die keiner (ausser ihm und Faymann) braucht!
EIn guter Chef hätte den längst gefeuert - wir müssen bis zur Wahl warten.

Gast: gast45
19.10.2012 13:50
6 0

die gehören einfach weg ....


Gast: PÖHSE
19.10.2012 13:30
6 0

Volksabstimmung über die Paddeienförderung,



dann lernens SPAAAAREN !

Gast: ehschowurscht
19.10.2012 13:22
5 0

Kanzleramt

Man kann sagen und diskutieren was man will,

solange 90% einer Bevölkerung, egal welchen Landes, zu desinteressiert, zu dumm und zu faul zum denken und handeln ist, solange kann die Hochfinanz, die Großkonzerne, die Politiker und Medien machen was sie wollen.

Die restlichen 10%, die sich wahrscheinlich auch hier in den Kommentaren ausdrücken, haben nicht die geringste Chance etwas zu ändern.

So etwas nennt man auch Pöbelherrschaft.

Das einzige was hilft, ist die massive Verschlechterung der Lebenssituation der 90%.

Hunger, kein Geld für Medizin, kein Geld für Heizung und Strom – dann springen auch wieder die Hirnzellen der 90% an.
Vorher nicht.

So einfach ist das!

In der Geschichte, egal bei welchem Thema mussten denkende Menschen immer darauf warten, bis der Pöbel so weit geknechtet war, bis er sich verweigerte.
Dann kamen auch Veränderungen.

Tut mir leid an alle hier – aber auch ihr müsst warten bis es wieder so weit ist.
Sucht Euch Eure Nischen zum Überleben!

Boykottiert dieses System wo es nur geht und geht endlich auf die Straße (besonders in Wien) damit diese Politikerkreaturen wieder wissen wer der Souverän (lateinisch superanus ‚über allem stehend‘) in einer Republik ist - dies ist das Staatsvolk!!!!!!!

Sonst...wird sich an den Machenschaften nie etwas ändern!

Antworten Gast: Bärenfalle...
19.10.2012 13:54
0 0

Re: Kanzleramt

Es ist zu spät, eindrucksvoll unter anderem durch Experimente mit anderen Säugetieren bewiesen.

Die Paralellen sind nicht zufällig:

"... and there were far more mice than meaningful social roles...
With more and more peers to defend against, males found it difficult and stressful to defend their territory, so they abandoned the activity. Normal social discourse within the mouse community broke down, and with it the ability of mice to form social bonds.
The failures and dropouts congregated in large groups ... withdrawal occasionally interrupted by spasms and waves of pointless violence. ...

Procreation slumped, infant abandonment and mortality soared. Lone females retreated to isolated nesting boxes on penthouse levels. Other males, a group Calhoun termed “the beautiful ones,” never sought sex and never fought—they just ate, slept, and groomed, wrapped in narcissistic introspection. Elsewhere, cannibalism, pansexualism, and violence became endemic. Mouse society had collapsed."

"The mice had lost the capacity to rebuild their numbers—many of the mice that could still conceive, such as the “beautiful ones” and their secluded singleton female counterparts, had lost the social ability to do so."

http://www.cabinetmagazine.org/issues/42/wiles.php

Interessanterweise wurden in diesem Experiment (Nr. 25) keine sich verknappenden Ressourcen simuliert, sozusagen das Paradies (für Mäuse)

Gast: ehschowurscht
19.10.2012 13:07
2 0

Das ist eindeutig!!!

Der Philosoph Abbey hatte und hat (leider) noch immer recht, als er meinte:

"Wenn du dich weigerst, ungerechte Steuern zu bezahlen, wird dein Eigentum konfisziert. Wenn du versuchst, dein Eigentum zu verteidigen, wirst du festgenommen. Wenn du dich der Festnahme widersetzt, wirst du niedergeknüppelt. Wenn du dich dagegen wehrst, wirst du erschossen. Diese Maßnahmen sind bekannt als Rechtsstaatlichkeit"

Edward Paul Abbey (* 29. Januar 1927 in Indiana, Pennsylvania; † 14. März 1989 in Tucson, Arizona) war ein US-amerikanischer Naturforscher, Philosoph und Schriftsteller

Gast: phj
19.10.2012 12:57
5 0

Typisch für Ostermayer und Faymann

Einen Versuch war es wert.

Gast: Schlossherr Hugo
19.10.2012 12:43
6 0

zum Foto

ein Gesicht wie ein Feuermelder ...

Inserieren statt Leisten

Leistung wird bei der Regierungs"arbeit" von SPÖVP weiterhin kleingeschrieben. Stattdessen werden Jubelgeschichten im Stil der Prawda inseriert.

1 0

Einsparungen?

Bei allen anderen wird gespart. Es lebe hoch die Parteie(n)!!!!!! :-(

Gast: Peterundich
19.10.2012 11:15
10 0

Keiner von denen hat je gearbeitet.

Hatte jemals Verantwortung für eigenes Geld. Die werden weiterhin die Bevölkerung bestehlen und belügen solange die Bevölkerung als Souverän nichts dagegen unternimmt.
Jedesmal wenn ich nach Wien muß und den Androsch spazieren sehe wird mir Übel.
Beim Vranitzky muß ich dann auf den Topf. Bevor ich den Wiener Stadtsäufer sehen muß versuche ich die Stadt zu verlassen.
Letzhin kam mir der Faymann im Parlament unter. Flankiert von zwei gutgenährten, dafür sehr lauten, Wiener Gewerkschaftern.
Da dachte ich mir.
Wenn das die Zukunft Österreichs repräsentiert dann haben wir gut entschieden dieses Land nicht zu bewohnen.

Gast: Ich bis's
19.10.2012 11:12
11 0

Vielleicht gibt's noch ein paar Hotelzimmer in Guantanamo für Leute mit besonderen Verdiensten für Österreich


Gast: Hausbesitzer
19.10.2012 10:27
12 0

Was mich so fasziniert, ist die Frechheit der SPÖ!

Vor zwei Wochen hat man die REICHEN HAUSBESITZER als Staatsfeinde hingestellt.

Am besten enteignen und inhaftieren soll man die Fratzen.

Jetzt fliegen der Neidpartei die Fetzen um die Ohren. Zu dumm auch, wenn die eigene Korruption aufgedeckt wird.

Soziale Gerechtigkeit mit DIESEN Leuten?!?! Nie und nimmer!

10 0

was

heisst Panne? richtig: wir probierens.

Gast: Nordlicht
19.10.2012 10:17
9 0

Zu viel Geld für Parteien: Kanzleramt korrigiert

Sagte der Feimann zum Osterhasen: "Na, einen Versuch war's doch wert. Wäre doch schön gewesen, wenn wir die nächsten Inseratenserien aus der Parteikasse hätten finanzieren können. Dann wäre doch alles legal gewesen. Macht aber so auch nichts, die Österreicher wissen auch so, wenn sie das nächste Mal wählen müssen. Du weisst doch: den besten Bundeskanzler aller Zeiten, den BeBuKaz".

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Alles nur Zufall

Da schwirren immer so viele Zahlen herum, wers glaubt wird selig. Das hat wohl eher damit zu tun dass die SPÖ hoch verschuldet ist.

Warum drängt sich mir immer wieder das Bild der sich mästenden rosa Tiere vor dem Sautrog auf?!

es ist einfach nur zum ko****!

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Re: Warum drängt sich mir immer wieder das Bild der sich mästenden rosa Tiere vor dem Sautrog auf?!

bitte KEINE Beleidigung der lieben NUTZ-Tiere!

 
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