Bedrohliche Klänge, Blitz und Donner über einem nächtlichen Uhrturm, ein Sprecher, der mit Grabesstimme von Zorn und Neid spricht: Die Grazer FPÖ zieht mit einem Video in Billig-Horrorfilm-Aufmachung in den Wahlkampf. In dem dreiminütigen Clip "Schatten über Graz" werfen die Freiheitlichen VP-Bürgermeister Siegfried Nagl "Todsünden" vor.
"Seit Nagl an der Macht ist, steigen die Belastungen für die Bevölkerung ständig an", beklagt der freiheitliche Spitzenkandidat Mario Eustacchio etwa zur "Todsünde Gier". Auch "Lust" (an der Macht) und "Zorn" (über Kritik an seiner Politik) zählt die FPÖ zu Nagls Sünden.
Am Ende des Videos klart sich der schwarz-grüne Himmel über Graz auf und macht einem Regenbogen samt dem Schriftzug "FPÖ. Besser für Graz" Platz.
Im Netz sorgt das Video bereits für reichlich Spott. "Und plötzlich sind wir Kärntner nicht mehr die absolute Lachnummer. Danke, Grazer FPÖ", kommentiert ein User auf YouTube.
Ihr Programm für die Gemeinderatswahl will die FPÖ am 20. Oktober präsentieren. Nimmt man das Video als Maßstab, wird sie sich vor allem den Kampf gegen Schulden, Kriminalität und "Zuwanderung und Moscheen" auf die Fahnen schreiben.
(kron)
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