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Grundbuch-Gebühr neu: Verfassungsexperten haben Bedenken

19.10.2012 | 17:07 |  von Norbert Rief (Die Presse)

Nach heftiger Kritik werden Familienangehörige von der höheren Eintragungsgebühr für vererbte und geschenkte Grundstücke weitgehend ausgenommen.

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WIEN. Der Sturm der Entrüstung hat alle Pläne zu einer Gebührenerhöhung verblasen: Auch künftig können geschenkte oder vererbte Immobilien äußerst günstig ins Grundbuch eingetragen werden. Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) stellte am Freitag eine entsprechend überarbeitete Novelle zum Gerichtsgebührengesetz vor. Doch von der „Presse" kontaktierte Rechtsexperten haben Bedenken, ob die Änderungen der Verfassung entsprechen.

Die Novelle sieht breite Ausnahmen von der üblichen Grundbuchgebühr vor (1,1 Prozent vom Kaufpreis), wenn Immobilien innerhalb der Familie weitergegeben werden. Sie bezahlen nur 1,1 Prozent des dreifachen Einheitswerts. In der Praxis macht das einen Unterschied von mehreren tausend Euro: Die Eintragungsgebühr für eine gekaufte 480.000-Euro-Wohnung beträgt 5280 Euro, für eine in der Familie vererbte dagegen nur 490 Euro.
In einem ersten, auch von Parteifreunden Karls kritisierten Entwurf waren die Ausnahmen sehr eng gefasst: Nur wenn eine Person im gleichen Haushalt lebt und ein „dringendes Wohnbedürfnis" hat, wäre die geringere Gebühr zur Anwendung gekommen. Nun gilt der Einheitswert für Immobilien, die an „eingetragene Partner oder Lebensgefährten, Verwandte oder Verschwägerte in gerader Linie, Stief-, Wahl- oder Pflegekinder oder deren Kinder, Ehegatten oder eingetragene Partner, Geschwister Nichten und Neffen" übertragen werden. Das dringende Wohnbedürfnis fällt weg.

Doch genau diese Änderungen stoßen bei Verfassungsexperten auf Bedenken. Denn die Novelle war notwendig geworden, weil der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die alte Regelung wegen der Anknüpfung an die Einheitswerte aufgehoben hatte. „Die Bedenken, die das Höchstgericht damals geäußert hat, sind hier genauso relevant", meint der emeritierte Verfassungsexperte Bernd-Christian Funk.

„Umgehung des VfGH"


Auch der Verfassungsrechtler Werner Doralt meint zur „Presse", dass die Neuerung wohl wieder eine Frage für das Höchstgericht werden wird. „Die geplante Neuregelung ersetzt die Begünstigung für unentgeltliche Erwerbe bloß durch Erwerbe im engeren Famlienbereich. Es handelt sich dabei um eine offenkundige Umgehung der Bedenken des VfGH", so Doralt.

Parallelen gibt es zu den Unterschieden bei der Grunderwerbssteuer, die derzeit vom Verfassungsgericht geprüft wird. Auch hier geht es um die Anknüpfung an die Einheitswerte. Beim Kauf von Immobilien wird die Steuer am realen Verkehrswert bemessen, bei Schenkung oder Erbe jedoch nach den Einheitswerten. Eine Unterscheidung von entgeltlichem und unentgeltlichem Grundwerb sei zulässig, wenn die Unterscheidung sachlich gerechtfertigt sei, so der VfGH. Aber: „Die Anknüpfung an die Einheitswerte scheint nicht geeignet, diesem Anliegen Rechnung zu tragen."

Justizministerin Karl weist alle Verfassungsbedenken zurück. Ausnahmen für Familien seien „sachlich gerechtfertigt", meint sie zur „Presse". Mit der aktuellen Novelle nütze man den Spielraum aus, den das Höchstgericht dem Gesetzgeber gegeben habe.
Vorausgesetzt, Koalitionspartner SPÖ stimmt den Änderungen zu, soll die Novelle bereits am Dienstag im Ministerrat beschlossen werden.

Zweifel aus der SPÖ


Doch aus der SPÖ kommen Bedenken an der Novelle. Auch Justizsprecher Hannes Jarolim bezweifelt die Verfassungskonformität des Gesetzesvorhabens wegen der neuerlichen Anknüpfung an den Einheitswert. In einer Aussendung plädiert Jarolim dafür, vom Einheitswert ganz abzugehen und einen Immobilienkataster zu schaffen, der den realen Wert von Immobilien abbildet.

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84 Kommentare
 
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warum

bekomme ich beim Anblick dieser Frau immer Schluckauf!?

Gast: uburoi
20.10.2012 16:33
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warum heiratet der nicht das fräulein wissenschaftsminister?

das wär freakshow mit gott und dem rest!

nett aber unfähig

Sehr geehrte Fr. Karl sie schauen zwar nett aus aber von der Justiz verstehen sie leider nichts !
Leider hat mann bei ihnen den Eindruck das sie schwerstens überfordert sind !
Im Bereich der Justiz sind sie sicher nicht kompetent
Sonst wäre es unmöglich ::
das mehr korrupte Politiker im Parlament sitzen anstatt im Gefängnis!
das Vergewaltiger frei herumlaufen!
das sie nicht in der Lage sind Gesetze zu machen die vorm Verwaltungsgerichtshof standhalten

Bitte machen sie etwas wovon sie auch etwas verstehen!!

Gast: UKW
20.10.2012 12:38
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Wenn es ein Assessmentcenter für MinisterInnnen gäbe, wäre Daisy Duck mit Bravour durchgefallen

Unfassbar, mit welchem Personal sich die ÖVP umgibt. Siehe auch: Spindi.


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Senkung vs Anhebung

Erbschafts-, Schenkungs- und Grundsteuer
versus
niedrigerer Lohnsteuer und Lohnnebenkosten.
Mir solls recht sein.

die Ministerin, die immer wieder zurückrudern muss

Zunächst wurde behauptet, Anwalts- u.Notariatskammer würden Panik machen und Falschinformationen verbreiten, dann wurde doch "nachgeschärft".Entweder kennt die BMJ ihre hauseigenen Entwürfe nicht, oder sie hat sie nicht gelesen.Beides wär blamabel.Der adaptierte Entwurf dürfte wieder verfassungswidrig sein. Schätzungsbefugnis des Kostenbeamten, der meist über keine Ausbildung in Immobilienfragen hat, Strafzuschläge bei Wertangaben " weit unter dem Wert".... wie definiert man " weit "? Strafanzeige an StA und bei Verurteilung doppelte Eintragungsgebühr als Strafzahlung. Das Wort " Doppelbestrafungsverbot " dürfte den BMJ- Juristen nicht gerade geläufig sein? Und wenn es schon ein Privileg für Familie und Angehörige gibt, warum sind dann Lebensgefährten wieder ausgenommen usw. Es ist auch nicht einzusehen, warum die Eintragung, also der Manipulationsakt, durch den Grundbuchsführer wertabhängig sein soll...( s. Josef Urschitz, Die PRESSE, v.11.10,12).Bandion-Ortner hätte das auch können.

Karl

Diese Froschgoscherlministerin hat so wie die anderen Regierungsmitglieder, keinen Bezug mehr zur Bevölkerung!
Aber es kommt der Wahltag!

Laut einer Umfrage des spö-nahen Vorwärts Institutes liegt die SPÖ bei 54% STimmenanteil (unter den SPÖ-Mitgliedern)

laut einer Umfrage des ÖVP-nahen optimist-Institutes liegt die ÖVP knapp oberhalb der abslouten Mehrheit (ebenfalls bei ÖVP Mitgliedern).
Voraussetzung zur Teilnahme bei der nächsten Wahl wird aber eine EU-freundliche Einstellung, nachzuweisen durch eine Mitgliedschaft bei ÖVP oder SPÖ.


Gast: eling1
20.10.2012 10:52
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Wer war zuerst?

Die Fr.Karl oder der Hr.Wrabetz? Die Habgier ist was schiach's!
Dagegen waren die alten "blutsaugerischen Grafen" etc. mit ihren Zehent ja wirklich bescheiden.

Gast: black magic
20.10.2012 10:45
2 0

Ablenkung

Wir alle zahlen Unmengen an Steuern.
Dennoch umfasst ein großer Teil der Berichterstattung die detailhafte Diskussion über weitere Belastungen.

Es wird so getan, als sei es völlig normal, immer mehr Abgaben entrichten zu müssen, obwohl keinerlei Gegenleistung mehr gegenübersteht.

Und es werden immer mehr "Arbeitsplätze" geschaffen in politikabhängigen Strukturen wie etwa Krankenkassen, Finanzämtern, Kammern usw., um die Massen abhängig zu halten.

Dabei haben die Politdarsteller in Ö überhaupt nichts mehr zu melden. Gesetze werden überwiegend aus Brüssel diktiert.

Sie platzieren sich lediglich als Verkünder und Statthalter der EU, ohne jegliche Verantwortung.

Die Politmarionetten samt Anhang und Aggregate sind die einzigen im Land, die keinerlei Abstriche hinnehmen mussten. Ganz im Gegenteil: Während Schulbudgets gekürzt wurden, wurde die Parteienförderung erhöht.

Im Übrigen wird nicht gespart, sondern gekürzt, denn Sparen ist das Anhäufen von Guthaben.

Es gehört zum Vokabular der Lüge, dass "Rettungsschirme" aufgespannt werden.

Wessen Geld wird denn "gerettet" ?
Wer besitzt die Guthaben, die den Schulden gegenüberstehen?
Wer verteidigt deren Interessen?

Anhand dieser BM Karl wird deutlich, dass nur die Skrupellosesten und Gerissensten an die "Machtspitze" gelangen.

Es geht auch anders.
http://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld

Schulen werden, wenn es nach den Plänen der Frau Karl geht,

in Hinkunft eine Zeugnisausstellungsgebühr einheben.Sie soll 1% des elterlichen Jahreseinkommens betragen. Bei nicht blutsverwandten Kindern, also bei Adoptionen etc., erhöht sich dieser Betrag auf 5 % und für Kinder von Eltern mit einem Jahreseinkommen von > 100.000 Euro kommt ein Fixbetrag von 7000 Euro zur Anwendung.

Re: Schulen werden, wenn es nach den Plänen der Frau Karl geht,

Und eine schularbeitengebühr wäre auch nicht schlecht...

Angeblich plant die Frau Karl auch schon eine neue Standesamtsgebühr.

Sie soll "umsatzabhängig" sein, d.h. sie wird relativ vom Besitz + Jahreseinkommen des Ehepartners berechnet.
Wenn man beispielsweise einen einfachen Millionär heiratet, wird 1% von dessen Besitz, also 10.000 Euro STandesamtsgebühr fällig.
Eine Nagativsteuer für Ehepartner, die verschuldet sind, ist nicht vorgesehen.

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Quotenfrau Karl, Hauptquali: Frau


Gast: Lilli
20.10.2012 07:45
6 0

Justizministerin

Sie bringt nichts und wieder nichts auf die Reihe.
Kann es sein, dass etliche Sektioinschefs mit ihren Truppen sie "auf die Seife" steigen lassen.....??? um nach der nächsten Wahl wieder ein rotes Justizministerium haben zu können.
Gesetze werde ja von den Beamten erarbeitet,
die können schon ganz schön Einfluss nehmen
und wenns der Minister nicht durchschaut, ja dann.....
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Justizministeriumbeamtenschaft hinter ihr steht...........


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BEWEIS

Die Lobbyisten der reichsten 10% haben sich offensichtlich trotz Bedenken des Verfassungsgerichtshofes in der ÖVP durchgesetzt......wie immer.

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Re: BEWEIS

Den reichsten wärs wohl wurscht.
Das zielt eher auf die sehr häufige Situation ab:
Bauer ist kinderlos, und will im Alter von 70 bis 80 übergeben.
Nach vorigem Plan kann er zwar günstig an seine Lebensgefährtin oder deren Kinder übergeben, aber nicht an die Kinder seines Bruders, bzw realistischer vom Alter, die Enkel.
Das wurde jetzt nachgebessert.

Abkassierer

Bei Rot und Schwarz hat man das Gefühl, die wollen uns und Österreich vernichten. Wie lange wollen die unsere Gutmütigkeit und Geduld noch ausnützten?

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BEWEIS

Was hat diese Aktion der ÖVP-Ministerin mit den Sozialdemokraten zu tun ?

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Re: BEWEIS

nichts, aber betrachten sie bitte immer das politische Gesamtbild

Frage

Was ist ein Justizminister oder eine Justizministerin?

Falsche Antwort!

1.Verfassungsgesetz? 2.Bearbeitungsgebühr ?

1. Das wollen die doch gar nicht, die reden sich dann auf den VGH aus.
2. Vor wenigen Jahren beschlossen doch SPÖVP, daß Grundbucheintragungen von Notaren durchzuführen sind und nicht mehr von Hinz und Kunz selber eingereicht werden können. Da sind gleich einige hundert Euro fällig!
Da hat dann wenigstens die AK für die Austragung von Landeskrediten ein Formular bereitgestellt, damit wenigstens hier die Notargebühr wegfällt und "nur" mehr 50 € zu berappen sind. Und das Prozedere zur Eintragtung: 3 Seiten mit Vordruck so abgefaßt, daß der Grundbuchtext genau aufscheint. Wenn das nicht der Fall ist - keine Eintragung - nimm dir einen Anwalt!
Und nun lassen sich die Herrschaften schon wieder eine neue Gemeinheit einfallen: Eine Bearbeitungsgebühr an den Wert des Grundstücks gekoppelt. Und was macht die SPÖ, die "Arbeiterpartei" dagegegen?
Schieder muß noch "überlegen"!!!
Liebe Linkslinke, heute ist es gottseidank nicht mehr so, daß sich nicht ein einfacher Arbeiter ein Haus leisten könnte und nur die "Reichen" eins besitzen. Seit in der "Arbeiterpartei" Bankdirektoren den Vorsitz, Finanzminister zum leider-nein-Millionär-Unternehmer aufsteigen können, so gilt euer "klassenkämpferisches" Dogma vom bösen Hausbesitzer nicht mehr. Wacht endlich auf ihr Hirnis.
Kleinvieh macht nicht nur auch, sondern bekanntlich mehr Mist.

DAS IST ABZOCKE!!

Vertreibt diese Parteien endlich vom Trog, sie sind unfähig!!

Gast: gast oiugtutfc
19.10.2012 23:03
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Wie wäre es mit einem Verfassungsgesetz, ihr Amateure?

Können die Schwachköpfe nicht vielleicht ein VERFASSUNGSGESETZ zu deiem Zweck beschliessen?

Bei der Frage der Taxis ist es doch auch möglich gewesen, ein Verfassungsgesetz zu verabschieden, obwohl dieser Anlassfall den meisten Bürgern völlig wurscht war, oder jedenfalls nicht so wichtig wie die Frage der Vererbung innerhalb der Familie, Himmel Herrgott nocheinmal!

Wir haben Politiker!

Bei fast jeder

Wortmeldung unserer Politiker kann man nur mehr Kotzen😝

Gast: Saiffenstayn
19.10.2012 22:08
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Wer glaubt denn, dass die Reichen in diesem Lande

jemals etwas zahlen wollen ....

und da wäre es dann eine Sensation wenn ausgerechnet die ÖVP dafür die Verantwortung übernehmen würde ....


 
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