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Internes Papier: Profi-Miliz kostet mehr als 100 Mio. Euro

21.10.2012 | 18:28 |   (Die Presse)

Darabos ortet Zahlenspiele von Berufsheergegnern und betont, dass die Wehrpflicht teurer sei. Die Abteilung Einsatzvorbereitung hat ein Dossier ausgearbeitet, das sich mit den Folgen einer Systemumstellung befasst.

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Wien/Apa. Das Thema Berufsheer sorgt auch innerhalb des Verteidigungsministeriums für Zündstoff. Am Sonntag wurde ein internes Papier publik, laut dem die von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) geplante Profi-Milz von 9300Soldaten mehr als hundert Millionen Euro pro Jahr kosten würde. Der zusätzliche Aufwand für Katastropheneinsätze käme noch hinzu und würde sich gegenüber dem Status quo verteuern.

Die Abteilung Einsatzvorbereitung im Ministerium hat ein Dossier ausgearbeitet, das sich mit den Folgen einer Systemumstellung befasst. 46,5 Millionen Euro würden demnach allein die jährliche Anerkennungsprämie von 5000 Euro für die Milizangehörigen kosten. Dazu kämen Dienstgradzulagen, Monatsgelder und Milizprämien. Jeder Milizsoldat müsste zwei bis drei Wochen im Jahr verpflichtend Übungen absolvieren und bei Einsätzen innerhalb von 48 Stunden für das Heer zur Verfügung stehen.

Ein Sprecher von Darabos erklärte, bei dem Papier handle es sich um bloße „Zahlenspiele“ von Berufsheergegnern aus dem Ministerium. Der jetzige Grundwehrdienst koste bereits jährlich mindestens 430 Millionen Euro, davon würden 200 Millionen auf Verpflegung, Sold und Unterkunft entfallen. Selbst im engeren Sinn sei ein Berufsheer also nur halb so teuer. Auch die Behauptung, laut der Rekruten im Katastrophendienst billiger seien, stimme nicht. Man müsse nämlich berücksichtigen, dass Grundwehrdiener im Schnitt nur einen einzigen Tag Katastrophendienst leisten. Das sei ökonomisch ineffizient. Zudem könnten Profis die Arbeit besser erledigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2012)

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51 Kommentare
 
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darabos

sieht seine felle davonschwimmen und präsentiert immer geschöntere zahlen zu seinem von der krone verordnetem schwenk!

wie lange noch müssen wir diesen minister ertragen?
wie lange noch die spö in der regierung?

Gast: Das Recht geht vom Volk aus!
22.10.2012 15:17
1 0

ES REICHT!!

Ich mache bei der Befragung NICHT mit!

Ich schreibe meine Meinung in ein oder zwei Sätzen auf den Zettel und schicke diesen so ab!
Ich bin ein Bürger, ein Wähler und kein verdammter Spielball der beiden Machtgeilen "spitzen" Parteien.
Ich will mir auch bei Licht noch in den Spiegel schauen können.

Ich finde dieses Parteienhickhack ekelhaft. Menschen haben sich foltern lassen, Familien außeinander reisen lassen, sie haben sich töten lassen sie wurden eingesperrt, sie haben sich abgeschuftet
DAFÜR DAS WIR HEUTE WÄHLEN KÖNNEN!!

!!! SCHANDE ÜBER DIESE POLITIK !!!

Gast: Haueplbeobachter
22.10.2012 14:08
1 1

Besuffssoldaten

Schlafen, nicht, Essein nicht, haben keinen Lohn. Denn sie sind immer im Besuff.
Prost, Drabanosher. Wohl im B-Land auf der Kellerpartie uebergneisst?

Re: Besuffssoldaten

14:08 Uhr und sturzbetrunken.
Sehr traurig

4 0

Keine Erklärung

Kann mir bitte irgendwer erklären warum trotz des Pilotprojektes in der Rossauer Kaserne noch immer Rekruten herumlaufen?

Diese sollten doch durch Vetragsbedienstete mit marktgerechter Entlohnung ersetzt werden. Ist doch angeblich billiger.

Die Rekruten kommen jetzt mit den Öffis aus ganz Wien in die Rossauer Kaserne und machen dort Dienst!

Antworten Gast: Gast23
22.10.2012 21:57
2 0

Re: Keine Erklärung

Weil keine Pilotprojekten des Herrn Darabos funktioniert. Damit es nicht so auffällt werden die Rekruten nicht mehr direkt den Dienststellen zugeteilt, sondern "dienstzugewiesen". Damit kann er "offiziell" behaupten, dass die Pilotprojekte funktionieren, obwohl in Wahrheit nicht eines erfolgreich umgesetzt werden konnte.
So sind auch auf dem TÜPL "S" nach wie vor GWDs am werken, die von Zeltweg aus dienstzugewiesen werden und auch bei den JgB 25 sind im Oktober wieder GWDs eingerückt, da man nicht mal ansatzweise genug Freiwillige bekommen hat/bekommt.

1 0

Weil Vertragsbedienstete ...

... zu viel kosten würden.

Ich verstehe nicht ...

... wie man bei dieser ungwissen Lage in Europa, in Nahost und Nordafrika über eine Abschaffung der Wehrpflicht nachdenken kann, geschweige denn des Zivildienstes, in einer Zeit wo die Zahl der Hilfsbedürftigen älteren Menschen ständig wächst. .... Ist echt ein schlechtes Timing.

Wer glaubt diesem Wendehals noch ein Wort?

Er hätte nach der Blamage mit General Entacher den Hut nehmen müssen. Aber dazu hätte es entsprechender Charaktereigenschaften bedurft.

Gast: MiroL
22.10.2012 11:11
8 0

Schönrechnerei

Wir brauchen ja nur nach Deutschland zu blicken. Auch dort wurde die Wehrpflicht von einem "Abschreiber bzw. Copy/Paste Politiker" gegen das Berufsheer ersetzt. Jetzt im Nachhinein stellt sich heraus: wesentlich teurer, nicht so effizient, ein großer Blödsinn. Aber Darabos handelt ja im Auftrag von Häupl und Faymann. Und Darabos wird einmal Landeshauptmann von Burgenland - Gute Nacht Burgenland.

Gast: Ex-SPÖ-Wähler
22.10.2012 10:51
7 0

SPÖ, die Partei des Tarnens und Täuschens

ich glaube dem Zivi-Minister kein Wort!

hätte der Mann Anstand

würde er seine politische Zukunft vom Ausgang der Volksbefragung abhängig machen. So etwas kann man natürlich nicht erwarten von einem Menschen der das Rückgrat einer Qualle besitzt...

Antworten Gast: zetto
22.10.2012 10:42
3 1

Re: hätte der Mann Anstand

Volksbefragungen sind rechtlich nicht bindend und wurden auch immer so gehandhabt.

Den Darabosch Berechnungen


kann man genau so vertrauen wie seinen Berchnungen zu den "billigeren" gebrauchten Eurofightern der Tranche 1!

Wann ist die letzte Chance für ein Update der Flugzeuge und wieviel kostet das?

Wann gibt es keine Ersatzteile für Tranche 1 mehr?

Oder gibt es schon jetzt keine mehr?

Warum hält Darabosch seine Vertragsänderungen noch immer geheim?


Antworten Gast: alatheus
22.10.2012 11:14
6 0

Re: Den Darabosch Berechnungen

Der erste "Eurofighter" der Tranche 3 befindet sich bereits in der Endmontage in Warton (UK). Der Erstflug ist für 2013 angepeilt, das Ende der Produktion des "Eurofighter" voraussichtlich Ende 2017, sollte die Tranche 3B gestrichen werden.

Die "Chance" für ein Update wird es über die Lebensdauer der Jets (strukturell: ca. 60 Jahre; praktisch: vermutlich ca. 30 Jahre) sicher immer geben. Die Frage ist nur, wer das finanziert? Die Luftstreitkräfte haben dieses und letztes Jahr ein Mini-Upgrade für die 15 "Eurofighter" durchgeführt: Es betraf IFF (Freund-Feind-Erkennung), Kommunikationsausrüstung, den Ersatz "obsoleter" Ersatzteile und die Einrüstung von Zusatztanks. Der erste "Eurofighter" in dieser Konfiguration ist im Juli 2011 in Zeltweg gelandet. Der Vorteil eines Tranche-2-Upgrades würde auch darin liegen, dass die in Österreich verwendete Lenkwaffe IRIS-T im digitalen Modus, d.h. in ihrem vollen Leistungsspektrum eingesetzt werden könnte.

Nur gibt es in Österreich auch ganz grundsätzliche Probleme mit der Stückzahl - es sind einfach viel zu wenige Fugzeuge. Deshalb muss man auch auf die 42 Jahre alte Saab-105OE zurückgreifen, um irgendwie halbwegs eine aktive LRÜ gewährleisten zu können. Hätte man 30 Stück gekauft, wie ursprünglich geplant, gäbe es dieses Problem nicht. Von der fehlenden Ausrüstung (PIRATE, DASS - selbst die altersschwachen "Draken" hatten Selbstschutzssysteme!) ganz zu schweigen.

Re: Re: Den Darabosch Berechnungen


Danke für die fundierte Antwort!

Sonst hört und ließt man leider nur das übliche, politisch motivierte, Blabla über "Teurofighter" und ähnlichen Unsinn!


Re: Warum hält Darabosch seine Vertragsänderungen noch immer geheim?

Der einzig vernünftige Grund ist wohl der, dass das Ergebnis nicht gerade positiv sein wird. Allerdings wird man bei Hrn. Darabosch nicht wirklich von Vernunft ausgehen können, wenn die Partei befohlen hat?

Gast: SOZIALMENSCH
22.10.2012 09:53
2 0

pro wehrpflicht

da muss ich mich jetzt bald mal übergeben. was geht da so ab. wir sind weit weg von einer sachlichen diskussion!! goldfasane hin und ministersprecher her. ich werd jetzt auch schön langsam zum wutbürger. allen aussagen zum trotz halt ich mich an die gabi burstaller ..." wehrdienst hat noch keinen geschadet" dass das öbh reformiert gehört und auch der personalstand der generalstabsoffiziere versteht sich von selbst, aber jetzt mit den zahlenspielen zu beginnen bei dem sich der kleine bürger nicht mehr auskennt also da kann ich nur sagen pfui die herren pro und contra!!! darabos weg aus dem ministerium. und er wird verlieren und HOFFENTLICH seinen hut nehmen. soll er doch den job von der laura übernehmen das kann er besser der brave soldat "partei"! das tatsächliche thema heißt: atraktivierung des Grundwehrdienstes!! dort muss die politik und das bundesheer ansetzen aber bis dato hört man davon nix! die fronten sind verhärtet und der erzrote generalstabschef für als gallionsfigur der schwarzen hochgejubelt!!!!!!!!! MACHTS WAS ABER NET EWIG LÜGEN! die nächste wahl kommt bestimmt und der bürger wird es euch allen zeigen was er von solchen dingen denkt!

Gast: Nachdenklicher
22.10.2012 09:17
4 1

wo kommen die Milizsoldaten in Zukunft her

in der Vergangenheit und bis dato wurden Milizsoldaten sozusagen aus der Wehrpflicht generiert. Interessierte Personen haben sich im Zuge des Wehrdienstes dafür verpflichtet, aus welchen Gründen auch immer. In Zukunft wenn es KEINE Wehrpflicht gibt wer wird sich da noch interessieren können wenn man nicht gerade Berufssoldat werden möchte? Die Zahlen werden automatisch sinken. Hat da schon mal wer nachgedacht?

Antworten Gast: CCC
22.10.2012 10:19
0 0

Re: wo kommen die Milizsoldaten in Zukunft her

Es werden sich ganau die gleichen Personen dafür interessieren. Menschen die den Hang haben mit Waffentechnik zu arbeiten. Deren aktuelle sonstige Jobchancen gerade schlecht sind. Die sich bei einem abgesicherten Job einmal orientieren wollen usw.usw.

Dazu kämen Dienstgradzulagen, Monatsgelder und Milizprämien

..... Bravo ganz wie bei den Beamten.
Und zum Vergleich Wehrpflicht/Berufsheer: Würde man nur 9300 Wehrpflichtige einziehen können sie gar nicht teurer sein als Berufssoldaten.
Außerdem rechnet Darabos immer nur Kosten des Verteidigungsministeriums, Die Kosten der Zivildiener interessieren ihn nicht - kurzsichtig ist noch ein harmloser Ausdruck.

Gast: no friend of Darabos
22.10.2012 08:54
11 1

KRONENZEITUNG

DIE KRONENZEITUNG WILL ES SO, FAYMANN ALS BEFEHLSEMPÄNGER DIESER ZEITUNG KANN NICHT ANDERS HANDLEN, ER IST VON DIESEM SCHUNDBLATT ABHÄNGIG!

UND DER DARAPOSCHER MUSS MACHEN; WAS CHEF SAGEN! OJE!

Gast: c-e-s-a-r
22.10.2012 08:07
1 9

was ist mehr ?

430 Millionen Euro ( Wehrpflicht )

oder

200 Millionen Euro ( Berufsheer Profi-Miliz )

.

der Steuerzahler weiß was mehr ist.

weiß es der Profiteur der Wehrpflicht auch ?

4 0

Der Vollständigkeit halber ...

... muss man noch sagen, bis vor einigen Wochen kostete der Grundwehrdienst noch 210 Mio € (lt Aussage BMLVS).

Mann könnte meinen, je näher die Wahl kommt, desto teurer wird er.
Schauen wir mal was der GWD in 2 Monaten kostet.

Gast: fulca
22.10.2012 07:53
1 7

Der Verschwender

Ein Berufsstand - der der Goldfasane, wie die Herrn Generäle gerne genannt werden - kämpft um seine Existenzberechtigung und um seine Bedeutung. Was machen die vielen Häuptlinge denn ohne noch viel mehr Indianer ? Nicht anders ist zu erklären, warum man um jeden (politischen) Preis an einem veralteten und längst nicht mehr zeitgemäßem Wehrpflichtsystem festgehalten werden muss.

Gast: Leibschüssel
22.10.2012 07:41
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Zur Erinnerung - Der Häupl war's

Zur Erinnerung: Herr Häupl hat das Thema losgetreten, um damit Wahlen in Wien gewinnen zu wollen. Es ist beim Wollen geblieben und die Absolute der Sozialdemokratie in Wien ging zum zweiten Mal unter Häupl verloren. Jetzt hat Häupl das Thema einem Burgenländer umgehängt und der Sozialdemokratie insgesamt große Probleme zugefügt. Wer den Schaden - siehe Salzburg! - hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen

 
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