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Darabos ortet Propaganda älterer Offiziere

22.10.2012 | 17:40 |   (Die Presse)

Verteidigungsminister Darabos bleibt dabei: Ein Berufsheer sei „natürlich kostenneutral“. Es sei aber „interessant, dass interne Papiere“ aus dem eigenen Ministerium an die Öffentlichkeit gespielt werden.

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Wien/APA. Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) schießt sich in der Wehrpflichtdebatte auf Mitarbeiter seines eigenen Ressorts ein. Er ortete unter den Uniformierten, „ohne generalisieren zu wollen, eine Reihe von älteren Offizieren, die sich im jetzigen System wohlfühlen und versuchen, propagandistisch vorzugehen“. Damit kontert Darabos den jüngsten Berechnungen aus seinem Ministerium zu den Kosten eines Berufsheeres.

Ein Berufsheer sei „natürlich kostenneutral“, wies er anderslautende Berechnungen bei einer Pressekonferenz anlässlich des Nationalfeiertags einmal mehr zurück. Am Wochenende waren Zahlen aus seinem Ministerium publik geworden, wonach die im Berufsheer geplante Miliz über 100 Millionen Euro jährlich kosten würde, und zwar ohne den zusätzlichen Aufwand, der bei Katastropheneinsätzen der Miliz anfallen würde. Demnach kosten allein die jährlichen Anerkennungsprämien, die alle 9300 Milizsoldaten künftig bekommen sollen, 46,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten für die von den Milizsoldaten verpflichtend zu absolvierenden Übungen. Das sind unter anderem Dienstgradzulagen, Monatsgelder, Milizprämien, Ausgaben für Verpflegung, Unterkunft, Flurschäden, Munition, Fahrkostenersatz und dergleichen.

Auch Grundwehrdiener kosten

„Ich verstehe die Aufregung nicht“, sagte Norbert Darabos gestern, Montag. Denn die Kosten für Milizübungen würden auch jetzt schon anfallen. Zusätzliche Ausgaben ergeben sich damit lediglich durch die neue Anerkennungsprämie. Außerdem verursachen die Grundwehrdiener Ausgaben von über 200 Millionen Euro.

Es sei aber „interessant, dass interne Papiere“ aus dem eigenen Ministerium an die Öffentlichkeit gespielt werden, so der Verteidigungsminister, der das auf „propagandistische Triebe“ älterer Offiziere zurückführte. Es gebe aber „viele junge Soldaten, die positiv zu einem Berufsheer stehen“, sagte Darabos.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2012)

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72 Kommentare
 
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Gast: djkro
24.10.2012 16:39
1 0

Unfähig

Unser Minister ist unfähig, aber wer hat etwas anderes erwartet. In der Ergänzungsabteilung kann ich seit Montag niemanden erreichen. Der hat sein Ministerium nicht im Griff. Na ja was will man von einem Wehrdienstverweigerer anders erwarten.

Re: Unfähig

unfähig ...
weiß nicht.

In jedem Fall führt er die Parteilinie aus.
Und das macht er gut.

Vielleich soll er auch nicht mehr als das tun.

Gast: world-citizen
23.10.2012 10:00
0 0

Bei älteren Militärs .....................

.............. ist immer Skepsis und Misstrauen angezeigt:

http://www.the-worldcitizen.blogspot.co.at/2012/09/bilder-sprechen-mehr-als-1000-worte.html

Re: Bei älteren Militärs .....................

Ggg, wieder einer, der über einmalig 6 Monate Lebenszeitdiebstahl lamentiert und dabei ganz vergisst, das Max Mustermann jedes Jahr 8 Monate nur für den Finanzminister malocht!
Es könnte aber auch sein, dass der Jammernde außer der MWSt nichts zum Steueraufkommen beiträgt. Könnte sein...

Gast: der_mann
23.10.2012 07:40
2 0

ich orte...

extrem ausgeprägte inkompetenz beim minister...

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Rechnung, die nie aufgehen kann

Von einem NEUTRALEM wirtschaftlichem Ergebnis zwischen Berufsheer und Söldnerheer kann wahrlich nicht gesprochen werden, denn:
1. Nur ein Vergleich bei gleicher Mannstärke ist seriös
2. Selbst Söldner haben eine Karriere betreffend
Gehaltsentwicklung (Präsenzdiener klar nicht)
3. Ein Ersatz der Zivildiener (wieder bei gleicher
Stärke) ist auch hier wegen der wesentlich
höheren Einkommen wesentlich teurer.
3. Wie sieht die geheimnisvolle Rechnung des Darabos aus? Entweder ist sie unseriös (stark hinkender Vergleich) oder ganz einfach grundlegend falsch.
Der Wahltermin im Jänner 2013 wird somit ein Intelligenztest aller mündigen Staatsbürger mit Wahlrecht.

2 0

Re: Rechnung, die nie aufgehen kann

Wird Darabos bzw. die SPÖ für die Mehrkosten aufkommen, falls die Österreicher der Fehlinformation über die Kosten auf den Leim gehen? Oder übernimmt er dann nur die politische Verantwortung und verzieht sich in die karge Ministerpension ?

Gast: Hammvieh
22.10.2012 22:40
7 0

„natürlich kostenneutral“

Natürlich, natürlich. Unbezahlte Grundwehrdiener durch bezahlte Berufssoldaten zu erstzen, kann ja nur kostenneutral gehen. Wie kann wer was anderes vermuten!

Re: „natürlich kostenneutral“

hallo Hammvieh
Hast recht!
Mich wundert, dass dieses Thema (was ist teurer, Präsenzdiener versus Söldner) ernsthaft diskutiert wird.
Wenn unbenommen ist, dass unbezahlte Grundwehrdiener weit günstiger sind, dann sollte man selbst nach einem schweren Verkehrsunfall mit Kopfprellung nicht lange über die kostengünstigere Alternative nachdenken müssen!
Wenn trotzdem darüber politisch gestritten wird, heißt das, dass man das Volk für dumm verkaufen möchte!

Frage

Was will denn der Herr Darabosch mit den "älteren Offizieren, die sich im jetzigen System wohlfühlen" in seinem kloreichen Söldnerarmee-Entwurf machen? Frühpensionieren? Oder einen ÜsMG Zug aus Majoren und Obersten aufstellen?
Die "älteren Offiziere" werden sich in diesem oder jenem System wohlfühlen bis sie in Pension sind! Und bis dahin Kosten verursachen.

Es gebe nicht nur, sondern es gibt, viele junge Soldaten, die positiv zu einem Wehrpflichtigenheer stehen, wage ich zu behaupten.

Was mich aber zunehmend interessiert: Welche Vergünstigungen erwartet die SPÖ vom wem, wenn sie in Österreich eine Söldnerheer installiert? Aus ideologisch-historischen Gründen geht das ja komplett gegen die SP. und wer glaubt das die Roten dem Steuerzahler etwas ersparen wollen, schreibt auch Briefe ans Christkind...

Re: Frage

das mit dem üsMG-Zg gfallt mir :-)

Faschingsgilde

...... wenn der Wiener Bürgermeister eine Faschingsgilden - Bundesheer fordert, dann wird der Clown Darabosch dies selbstverständlich glaubhaft und felsenfest ùberzeugt argumentieren!
Nur das Volk hat sich schon längst von diesen Harlekins abgewendet und wird deutlich für die allgemeine Wehrpflicht votieren und das ist gut so!

In der BRD machen


sie schon Schülerschnuppertage bei der Bundeswehr!

Weil sie keine Rekruten für ihr Berufsheer bekommen!

War erst heute Abend in den RTL-Nachrichten!


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Darabos kritisiert,

wäre der Herr Minister für etwaige Fehlkakulationen direkt verantwortlich, käme er in seinen Berechnungen für ein Berufsheer zu ähnlichen Ergebnissen wie die "alten Offiziere".

Gast: Herrlasseshirnregnen
22.10.2012 18:34
12 0

Das Internet vergisst nicht...

Ein Berufsheer mit gleichem Leistungsspektrum wäre auch um einiges teurer. Das bisherige Budget müsste verdoppelt werden - angesichts des generellen Sparzwanges ein illusorischer Gedanke. - Es gibt also etliche Gründe, die gegen ein Berufsheer und zugleich für eine Beibehaltung des bisherigen Systems sprechen.
(Mag. Norbert Darabos, DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2010)

Berufsheer und Wehrpflicht - wer nimmt alte Offiziere ?

Wenn der zukünftige Berufssoldat 50 ist, übergewichtig und zuckerkrank - welche Einsätze sind dann noch möglich ? Aber bezahlen muss ihn das österreichische Volk weiterhin, und seine Pension auch...ob das kostenneutral ist, gegenüber einem Präsenzdiener ? Hat sich das BM Darabos schon überlegt ???

Und wer da Propaganda anwendet!


Gast: 475.1
22.10.2012 17:50
1 0

"Erfolg"

...des "Pilotprojektes" in Klagenfurt (Musterverband, der ohne Grundwehrdiener auskommen soll/auszukommen hat):
http://derstandard.at/1348285399751/Nun-doch-Grundwehrdiener-fuer-Pilotprojekt-der-Profis
Bilde sich jede(r) selbst ihr/sein Urteil betreffend Glaubwürdigkeit. *HARHAR*
"Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit" :-)

5 0

"natürlich Kostenneutral" ????

Woher kommt denn das Einkommen eines Berufsheeres? Durch Öl aus dem mittleren Osten?

Kein Heer ist kostenneutral, nirgendwo auf der Welt.

Gast: Peterundich
22.10.2012 17:34
4 0

Ein Berufsheer sei "natürlich kostenneutral".

Wenn ein Politiker anfängt von Alternativlos und Kostenneutral zu sprechen wird das sehr, sehr teuer für die Nettozahler Österreichs. Also alle die diesen xxxxxxx und dessen Partei sicher nicht gewählt haben.

eines muss man

dem darabosch lassen: er bleibt kosequent lernunwillig und dumm !

Antworten Gast: frrf
28.10.2012 21:18
0 0

Re: eines muss man

Falsch: Wenn er sich gegen die Partei Linie stellt ist er seinen Job als Minister los - und natürlich auch seine Gage.
Bei diesem Gehalt würde ich es genauso machen.

Herr Darabosch ..

... die Offiziere äussern lediglich ihre Meinung.

Propaganda schaut anderst aus, aber das müsste die SPÖ am besten wissen.

Zeigt Darabosch auf diesem Foto,



wie er die Wehrpflicht in Stein meißelt?


wider jeder wirtschaftlichen vernunft

belügt uns darabos, wenn er mit offensichtlich geschönten zahlen an die öffentlichkeit geht!

wie lange noch müssen wir diese unfähigkeit in person noch ertragen?
wie lange noch müssen wir die spö in der regierung ertragen?

Entacher

Was sich so Leute wie der Entacher erlauben können ist schlichtweg eine Frechheit. Der spielt sich auf, und wird dabei noch unterstützt.
Man stelle sich vor, man leitet eine Firma, und dann kommt so einer und tanzt dir auf der Nase herum.
Das Bundesheer ist auf jeden Fall sanierungsbedürftig so oder so.
Man kann zu Darabos stehen wie man will.
Das ist aber eine echte Beamtenposse. Pragmatisiert, klebt auf seinem Sessel und kriegt noch an Haufen Geld dafür, das er sich in den Medien als der große Retter der Bundesheeres aufspielt. Und alle schauen zu, und keiner sagt was.

 
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