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Kopf und Cap: "Stronach-Klub dürfte anerkannt werden"

23.10.2012 | 11:53 |   (DiePresse.com)

Die Klubchefs von SPÖ und ÖVP gehen davon aus, dass der Austrokanadier die Erlaubnis bekommen wird, einen Parlamentsklub zu gründen. Die Staatsanwaltschaft Wien prüft indes die BZÖ-Anzeige gegen Stronach.

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Die Klubobleute von SPÖ und ÖVP, Josef Cap und Karlheinz Kopf, gehen von einer Anerkennung des Team Stronach als Klub im Nationalrat aus. Beide glauben, dass sich SP-Nationalratspräsidentin Barbara Prammer an das einst von Heinz Fischer geschaffene Präjudiz im Zusammenhang mit dem Liberalen Forum (LIF) orientieren wird. Am kommenden Dienstag wird es zu der Debatte jedenfalls eine Präsidialkonferenz des Nationalrats geben. Zuvor ist auch ein Treffen von Prammer und dem Team angesetzt.

Die Nationalratspräsidentin habe angekündigt, im Fall des Team Stronach Rechtsauskünfte einzuholen, so Cap. Er geht davon aus, dass sie sich an den gesetzlichen Bestimmungen orientieren wird. Da seinerseits das Liberale Forum als Klub anerkannt wurde, dürfte sich die Entscheidung aber wohl an diesen Präzedenzfall halten. Die Geschäftsordnung müsse daher in Zukunft "präziser formuliert" werden.

Kopf: Fischers "Fehlentscheidung"

In der Ankündigung Stronachs, sich auch Abgeordnete der Koalitionsparteien zu angeln, sieht der SP-Klubchef allerdings "Theaterdonner". Das Team Stronach solle sich derzeit lieber um sich selbst kümmern.

Kopf sprach mit Blick auf das LIF am Dienstag von einer "Fehlentscheidung" des nunmehrigen Bundespräsidenten. "Dieses Präjudiz wiegt natürlich schwer." Nach der Entscheidung Prammers müsse die Geschäftsordnung für die Zukunft geändert werden. Auch in seinen Reihen glaubt Kopf nicht an potenzielle Abtrünnige. "Ich bin mir weiterhin sicher, dass er (Stronach, Anm.) bei der ÖVP nicht fündig werden wird."

Team Stronach: Die Mitstreiter des Milliardärs

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Die Regierungsspitze blieb im Falle Stronach eher wortkarg. SP-Bundeskanzler Werner Faymann verwies auf die "Zuständigkeit des Parlaments". VP-Vizekanzler Michael Spindelegger sieht darin eine Aufgabe Prammers, das zu entscheiden.

Staatsanwaltschaft prüft Anzeige

Neben der Frage nach dem Klubstatus beschäftigt das "Team Stronach" aber noch eine ganz andere Sache: eine vom BZÖ eingebrachte Anzeige wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Diese ist am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft Wien eingelangt, wie Behördensprecher Thomas Vecsey mitteilte. Die Anzeige werde nun geprüft, so Vecsey, und zwar sowohl auf die Frage der Zuständigkeit hin als auch auf die inhaltliche Substanz.

Das BZÖ wirft dem Austrokanadier Frank Stronach und dem ehemaligen orangen Abgeordneten Robert Lugar Bestechung vor. Bucher und anderen BZÖ-Mandataren sollen für einen Wechsel zur Partei Stronachs hohe Geldsummen geboten worden seien. Bucher sprach in seinem Fall konkret von 500.000 Euro. Das Team Stronach weist alle Vorwürfe zurück und kündigte an, eventuell selbst wegen Verleumdung gerichtlich gegen das Bündnis vorzugehen.

(APA)

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665 Kommentare
 
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Frage:

warum haben sich die weitgehend unbekannten und unauffälligen Hinterbänkler nicht alleine - ohne den Onkel Frank - als Klub abgespalten und gegründet?
Das riecht halt schon sehr danach, dass es einer Finanzspritze bedurfte ...

Antworten Gast: quoin
22.10.2012 11:48
1 2

Wie der Schelm denkt...

Ist ganz einfach, die "Hinterbänkler" sind gefragt worden oder haben sich mangels Erfolgsaussichten auf den Bänken weiter Platz zu nehmen, jenem zugewandt, der ähnliche Ideen hat und mehr Erfolg zur Umsetzung der Politik verspricht.

0 1

Re: Wie der Schelm denkt...

... und 99% der ÖsterreicherInnen würden so handeln. Oder ist plötzlich der sichere Arbeitsplatz unwichtig?
Es lebe "Der Herr Karl"!

1 2

Re: Frage:

Die es natürlich in anderen Parteien nicht gibt. Auch Versorgungsposten ist wohl eine Erfindung von Stronach?

Mein lieber Herr, andere Parteien kaufen nicht einzelne Personen, sondern ganze Unternehmen und Vereine!

Gast: Hans M..
22.10.2012 11:37
7 0

Mit denen ist kein Blumentopf zu gewinnen

Auch so einer von denen die ihr ganzes Leben in die Rentenkassa einbezahlt haben. Entschuldigung,war ein schlechter Witz von mir.
Ich verstehe Frank Stronach nicht,warum so ein gewiefter Geschäftsmann solche Würstchen einstellt.
Ich glaube mit diesen Verlierertypen hat er sich irgendwie verrannt.
Stronach hätte den anderen Weg gehen sollen so kann ich ihn nicht wählen. Ich heiße ja nicht Lugar,Hagen usw.

4 1

Re: Mit denen ist kein Blumentopf zu gewinnen

So blöd wird Stronach auch nicht sein. Aktuelles Ziel ist es den Klubstatus zu erreichen. Dazu wird ihm völlig wurscht sein wen er dafür einkauft. Er hatte schon 2 oder 3 BZÖ-ler. Er braucht fünf von der gleichen Farbe. Das war am einfachsten mit noch ein paar vom BZÖ zu erreichen.

Den abgeworbenen ist offenbar nicht klar daß Frank sie nach belieben abschießen wird wenn er nicht bekommt wofür er bezahlt.

Parteiräson

Die Entscheidung über einen Klubstatus liegt bei der Frau PräsidentIn Prammer.

Deren Überlegung muss sein: Ist es nicht unverantwortlich gegenüber der Partei, den gegenwärtig gewaltig Oberwasser habenden Klub Stronach noch weiter zu stärken? Scließlich wurde sie von der Partei in ihr Amt gestellt und hat eine doppelte Loyalitätsverpflichtung: Gegenüber Österreich, aber auch gegenüber den Menschen in dieser großen staatstragenden Partei!

Die Entscheidung sollte der Frau PräsidentIn nicht allzu schwer fallen!

2 0

ganz kann ich Ihnen nicht folgen.

was soll Prammer aus Verantwortung gegenüber Österreich tun?

Dem senilen, "wer das Gold hat, macht die Regeln" - Stronach, der nicht eine vernünftige Idee von sich gibt, sofort alles zugestehen?

Frau Prammer

hat keine Loyalitätsverpflichtung gegenüber der Republik, nur gegenüber der Paddei.

Gast: was soll man dazu sagen
22.10.2012 11:36
4 1

"finanzielle vorteile" für den "klub strohsacK"

jetzt ist er erst recht unwählbar geworden

3 2

Liebe Presse!

"..die bei der Nationalratswahl '08 auf der selben Liste kandidiert haben.."

Können Sie bitte jene Textstelle im Gesetz zitieren, welche das vorschreibt? Ich habe bisher nur gefunden:
"..der gleichen wahlwerbenden Partei."
Eine Zeitangabe gibt es nicht. Und eine wahlwerbende Partei ist das Team Stronach schon jetzt.

Das Gesetz wurde wohl im Huschpfusch zugunsten des LIF zum Leben erweckt. Mir kommt vor da tun einige Kaffeesudlesen.

Anregung

Man sollte nach dem Vorbild Fußballer auch für Politiker einen "Transfermarkt" einrichten. Da würde sich Onkel Frank sicher leichter tun, die billigsten Politiker zu erwerben. Sicherlich hat auch unser aller Strohsack nichts zu verschenken ...

Re: Anregung

Herrlich!
Uncle Frankie wäre der ideale Transfermanager - v.a. für Leute, die eh immer auf der Reserve (d.h. Hinter-) bank sitzen ...

Antworten Gast: flinton
22.10.2012 11:43
3 1

Die Anregung kommt Jahrzehnte zu spät, denn den Transfermarkt gibt es schon seit Beginn der Republik

von Arbeiterkammer und Gewerkschaft, von Raiffeisen, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer etc. ins Parlament.
So was nennt sich dann "freie Abgeordnete" und "Volksvertreter"

Die Altparteien werden natürlich alles tun um eine neue Partei zu vehindern

Und die sogenannten intellektuellen Demokratie-Beschützer werden kaltschen weil sie Stronach nicht mögen.


Markowitz hatte in einem TV Interview

2009 dem Seppi Bucher absolue Loyalität zugesagt....das Team Stronach wird allmählich zum Gut Aiderbichl der Politik.....Steuerweiden für 5 weitere Jahre gesichert....

Antworten Gast: ist es so ?
22.10.2012 13:34
2 0

Re: Markowitz hatte in einem TV Interview

.. und den Besitzer des Gnadenhofs und seiner Insassen sollte mal jemand in Form eines offiziellen Interviews fragen, wie er dazu kommt, als Grundsätze Worte wie Ehrlichkeit, Anständigkeit etc. zu missbrauchen und gerade diametral dazu zu leben? Oder findet er es anständig, eine Partei ohne jede Befragung und Unterstützung durch den Wähler zu gründen und stattdessen Leute dazu zu verwenden (jawohl: verwenden), welche unter gänzlich anderen Vorausetzungen zu ihren Mandaten gekommen sind? Durch derartige Schlängeleien wird das Ergebnis hoffentlich bescheiden bleiben, und der Besitzer des Gnadenhofes wird die Tiere dann wohl schlachen und den Hof wieder verkaufen. Das war es dann für diese so Begeisterungsfähigen, seine frisch gebackenen Abgeordneten ohne Mandat und Rechtsgrundlage, wenn man den Hausverstand nicht ganz aus dem Leben verbannen will.
Wie gesagt: Eine neue Partei gerne, aber auf redlich Art gegründet und mit Personal belebt. So nicht!
Und wieder gilt die Unschuldsvermutung!

Antworten Gast: so ist es !
22.10.2012 13:26
2 0

Re: Markowitz hatte in einem TV Interview

Tatächlich, die Bewegung des Hrn. Stronach ist so etwas wie ein Gnadenhof für entlaufene Politiker aller Farben.

demokratie?

one man one vote. one euro one man


nach Lugner jetzt markowetz

lauetr tolle politiker ha ha , hat der Frank Gratuliere zu dieser Chaotentruppe

Antworten Gast: kolleeeeegeeenn
22.10.2012 11:38
1 1

Re: nach Lugner jetzt markowetz

rhetorisch

Warum sollte ein erzkatholischer Verschwörungstheoretiker dem BZÖ Stimmen bringen?

Gast: gaesto
22.10.2012 11:31
5 1

Als es ins SPÖ Konzept gepasst hat, bekam das Heide und ihre Abtrünnigen recht flott vom NR-Präsidenten

die Anerkennung des Clubstatus. Wie Böhmdorfer schon sagte, es gibt dazu ein Erkenntnis und demnach geht es nicht um Genehmigung, sondern nur um in Kenntnisnahme durch die NR-Präsidenten.

0 1

Re: Als es ins SPÖ Konzept gepasst hat, bekam das Heide und ihre Abtrünnigen recht flott vom NR-Präsidenten

Es steht auch so im Gesetz, außer das Wort "Recht" hat in AT die Bedeutung von "ich darf als Untertan ein Frage stellen"

Interessanterweise verhält sich das Volk, inkl. Journalisten, sogar so.

Ein feigling folgt dem anderen


Gast: zetto
22.10.2012 11:27
3 0

Gestern Lugar in der Diskussion gehört. Hart.

Frage an das Forum: ist es eigentlich Grundbedingung bei Stronach, dass Abgeordnete genau so schlecht deutsch sprechen wie er selbst?

Im Zentrum

Wer die gestrige abermalige Anti-Stronach Sendung mit Ingrid Thurnher gesehn hat weiß, Daß dieser Bucher ebenso nicht daran interessiert ist etwas in Österreich zu ändern, als der ORF und die anderen Parteien.
Er kämpft gegen die Stronach-Partei obwohl die Parteiideologien in etwa gleich sind. Damit schwächt er Beide und das kann nur aus Eigeninteresse zustande kommen. Österreich ist dem Bucher wurscht!

Re: Im Zentrum

Ich finde Bucher ist aber gestern "Im Zentrum" wesentlich besser rübergekommen als der Noname-Vertreter (wo ist denn der Chef gewesen) der Stronach-Partei?
Wenn Bucher geschickt ist nutzt er die Mediale Präsenz, und es gelingt ihm, sich als ehrlich und die Stronachtruppe als moralisch- schwach ausgebildet darzustellen. Dann wird der angebliche Todesstoß des BZÖ zum Turbo für Orange. Damit hätte dann keiner gerechnet. Josef Bucher kam gestern außerordentlich sympatisch und vertrauenswürdig rüber. Die Leute, die bisher vom BZÖ zur Stronach wechselten, sind kein echter Verlust für Bucher. Dafür bekommt er durch den Abgeordneten-Klau eine gratis Medienbühne. Ich glaube, dass Stronach, ähnlich wie Hans Peter Martin, schon bald in Niemandsland verschwunden sein wird. Das BZÖ hingegen wird schon seit Jahren totgesagt, und es lebt noch immer. Wenn ich also auf eine der beiden Parteien wetten müsste, ich würde auf den Medienberichten zum Trotz auf das BZÖ wetten. Totgesagte leben länger und Stronachs Lack wird ziemlich bald brökeln.

Antworten Gast: aehaehaehaehaehae
22.10.2012 11:40
1 4

Re: Im Zentrum

Orte hier einen eklatanten Widerspruch: Wenn Bucher dem BZÖ und Stronach schadet, dann gewinnt doch ganz klar Österreich.

Re: Im Zentrum

"Anti-Stronach Sendung mit Ingrid Thurnher "

Die tun das Äusserste um Rot-Grün an der macht zu halten, denn die Teppiche, sprich Privilegien und Narrenfreiheit scheinen davonzuschwimmen.

Wenn Stronach in den Nationalrat kommt heisst die nächste Regierung S-S-S.
Und nur so ist wieder Dynamik in die österr.Politik und Gesellschaft zu bekommen.

2 1

Re: Re: Im Zentrum

AT hat in Prinzip seit 55 rot-schwarz.

...

und schon wieder keiner aus dem gesundheitsbereich - pflege...

Judas - zufrieden und satt


Re: Judas - zufrieden und satt

Andrerseits - was will man mehr?

Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

...muss Stronach jetzt nur noch ein Panscherl mit der Prammer anfangen und der Klubstatus ist gesichert.

Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

dieser weg wird wohl nicht notwendig sein, auch wenn er bisher wohl ein gängiger gewesen sein könnte.

6 3

Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

Gottseidank sind nicht alle Menschen so billig über alle Moralvorstellungen hinaus käuflich.

Antworten Antworten Gast: sascha3
22.10.2012 19:59
1 0

Re: Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

trau ihm einem besseren Geschmack zu!!!

Antworten Gast: guckmal
22.10.2012 11:13
2 3

Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

wie unhöflich von Ihnen, Frau Prammer sowas zu unterstellen. Diese Frau ist wohl die Einzige die noch für Werte steht

Antworten Gast: Xerxes III.
22.10.2012 11:12
2 1

Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

???

Sie sind schon etwas blöde, wie????

Re: Re: Nach dem Präzedenzfall der LIF-Gründung...

sie sind wohl ein Kroneleser.
Bleiben sie dort mit ihren primitiven 5 Wortkommentare.

 
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