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Trotz Nulllohnrunde: Wiens Schuldenberg wächst weiter

23.10.2012 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Das Stadtbudget 2013 sieht eine Neuverschuldung von 368,9 Mio. Euro vor - obwohl die Beamten eine Nulllohnrunde erwartet und die Einnahmen steigen.

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Der Schuldenberg der Stadt Wien wächst auch im kommenden Jahr wieder ein deutliches Stück an. Im Budget 2013 ist eine Neuverschuldung von 368,9 Millionen Euro vorgesehen. Dabei steigen nächstes Jahr die Einnahmen. Zudem schont eine Nulllohnrunde für die Rathaus-Beamten die Stadtkasse. Sie kommt nun fix und ist bereits im Zahlenwerk miteinberechnet, wie Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Dienstag erklärte.

Brauner sprach von einer „maßvollen Neuverschuldung". Sie wiederholte das Mantra der antizyklischen Wirtschaftspolitik in Zeiten der Krise.

Mit 11,85 Milliarden Euro fallen die prognostizierten Einnahmen 2013 um rund 420 Millionen Euro höher aus als dieses Jahr. Zeitgleich steigt das Ausgabenniveau mit 12,22 Milliarden Euro um circa 390 Millionen Euro gegenüber 2012. Der Maastricht-Saldo liegt im kommenden Jahr bei einem Defizit-Wert von 346,67 Millionen Euro. Durch einen "strengen Budgetvollzug" sollen die Vorgaben des Stabilitätspakts erfüllt werden, versicherte Brauner. Einsparen will man durch kleine Einzelmaßnahmen wie schlankere Strukturen, so Brauner.

4,34 Milliarden Schulden zum Jahresende

2013 werde man auch weniger zusätzliches Geld aufnehmen als dieses Jahr, kündigte Brauner an. Heuer ist ein zusätzliches Kreditvolumen von gut 400 Millionen Euro budgetiert. Bis 2016 will die Stadt die Neuverschuldung gegen Null drosseln, um im Anschluss wieder Schulden zurückzahlen zu können. Mit Jahresende 2012 wird der Gesamtschuldenstand der Stadt übrigens bei 4,34 Milliarden Euro liegen (Ende 2011: 4,03 Milliarden).

In der Frage der Nulllohnrunde hatte sich der grüne Koalitionspartner zuletzt noch skeptisch gezeigt. Brauner argumentierte den Schritt nun damit, dass sich die Bundeshauptstadt hier immer an die Vereinbarungen auf Bundesebene gehalten habe, auch bei teils saftigen Lohnerhöhungen in der Vergangenheit, die das Rathaus-Budget mitunter durchaus belastet hätten. Laut Brauner-Büro würde eine Erhöhung der Beamtenlöhne mit rund 30 Millionen Euro je Prozent zu Buche schlagen.

Der Budgetvoranschlag 2013 wird am 19. und 20. November traditionsgemäß in allen Einzelheiten im Gemeinderat diskutiert und am Ende des Debattenmarathons beschlossen - ebenfalls der Tradition entsprechend gegen die Stimmen der Opposition.

"Unguided missile" Brauner

FPÖ und ÖVP reagierten am Montag dann auch naturgemäß empört auf den Budgetvoranschlag: Der blaue Klubchef Johann Gudenus forderte gar den Rücktritt von "unguided missile" Brauner. Dieses Budget ist eine gefährliche Drohung für alle Bürger unserer Stadt, wird noch viele Generationen belasten und bestätigt nur einmal mehr als Scheitern von Rot-Grün", so Gudenus. Brauner sei das unrühmliche Kunststück gelungen, die Schuldenlast der Stadt in nur fünf Jahren zu verdreifachen, rechneten die Freiheitlichen vor.

Angesichts eines Schuldenstands von 4,34 Milliarden Euro mit Jahresende 2012 könne von "maßvoller Neuverschuldung" keine Rede sein, kiritiserte auch VP-Klubobmann Fritz Aichinger. Die Rathaus-Schwarzen vermissten außerdem konkrete Reformmaßnahmen zwecks Einsparungen, hatten dafür aber eigene Vorschläge parat. Sie forderten u.a. etwa die Umsetzung der Bundesregelung bei Beamtenpensionen, eine Evaluierung der Subventionsgelder sowie eine Kostenoptimierung in den städtischen Spitälern.

Die Details zum Budget
Die Gesamtinvestitionen der Stadt Wien und ihrer Töchterunternehmen werden um 188,38 Millionen auf 2,87 Milliarden Euro steigen. Mehr Geld will man auch für nachfragewirksame Ausgaben - darunter fallen Straßenerhalt oder Materialanschaffung - locker machen, nämlich 4,61 Milliarden statt heuer 4,42 Milliarden Euro. Für das Bau-und Baunebengewerbe sind 1,78 Milliarden Euro (2012: 1,74 Milliarden) vorgesehen. Ansonsten entfallen die größten Budgetbrocken einmal mehr auf die Bereiche Gesundheit und Soziales sowie Bildung. Den ersteren Sektor lässt sich die Stadt im kommenden Jahr gut 3,34 Milliarden Euro kosten. Für Schule und Bildung sind 1,82 Milliarden Euro reserviert, wobei auf die Kinderbetreuung rund 630 Millionen Euro entfallen.

Ein leichter Anstieg ist auch beim städtischen Personalstand vorgesehen, der sich um 250 auf dann 58.825 Mitarbeiter erhöhen wird. Brauner betonte, dass diese Erhöhung dem Ausbau der Kinderbetreuungsplätze geschuldet sei.

(APA)

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144 Kommentare
 
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Gast: Poitiker endlich nach Leistung bezahlen
27.10.2012 18:53
1 0

Haften eh nicht persönlich dafür

Das sind immerhin 59,6 Milliarden gute alte Schillinge. Das muss man sich einmal vorstellen! Das können die N I E mehr zurückzahlen und machen trotzdem hurtig und munter weiter Schulden.

Gast: 16er-Blech
27.10.2012 18:45
1 0

Nachhaltig gut wirtschaften sieht anders aus ...

Wo fließt eigentlich das ganze Geld hin? Wenn ich mir diese alte Stadt anschaue, frage ich mich: Was haben die eigentlich bisher getan mit dem ganzen Geld?

Wiener straft die Rot-Grüne-Verschwendungspolitik ab !!!!!!


Gast: Das Ekel Alfred
26.10.2012 09:39
4 0

26. Oktober - LAND DER SCHULDENBERGE




Antworten Gast: Oktober und November
26.10.2012 10:31
1 1

Re: 26. Oktober - LAND DER SCHULDENBERGE

Angeführt vom Land Kärnten!

Die nächste Generation bedankt sich dafür!

Gast: Orange-in-Wien
26.10.2012 00:33
4 0

Wundert mich nicht bei den

Fußgängerbeauftragten, Fahrradbeauftragten, Schülerbeauftragten,

Alles Versorgungsposten für Rot-Grüne Politiker die uns teuer kosten!

Antworten Gast: NEOS-Wähler
27.10.2012 18:55
1 0

Re: Wundert mich nicht bei den

Das Magistrat also eine riesige Geldvernichtungsmaschine?

4 0

Frühere Weltstadt, heutige ??

Schlimm, was aus dieser Stadt geworden ist.

Kein Ende Sicht mit Proporz und stumpfsinnigen, kleingeistigen Sozi-Gedankengut.

Kein Ende in Sicht mit Bevölkerungswachstum aus den hinterletzten Winkeln der Welt.


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4,34 Milliarden Euro Schulden

Da handelt es sich hiebei "Subventionen Stadt Wien 2011" ja nur um Kleinigkeiten

http://www.wien.gv.at/mdb/gr/2011/gr-004-s-2011-01-26-007.htm

Antworten Gast: Ilka II
26.10.2012 10:35
1 0

Re: 4,34 Milliarden Euro Schulden

Schaut Dirndle, des is noch gor nix! Bei uns in Kärnten haben wir 6 Mio für Gutachten ausgegeben und 20 Mrd Haftungen unterschrieben, dass nennen wir Kleinigkeiten!

0 0

Re: Re: 4,34 Milliarden Euro Schulden

Habe nicht von Subventionen des Landes sondern der Stadt Wien geschrieben.

...

oh wie kann das sein?
mit so vielen akademikern in der stadtregierung....

Gast: mir reichts
25.10.2012 12:30
1 0

was

ist aus dem verkauf der lainzgründe geworden? mit wahnsinnserträgen?

passts so, liebe 10zi oder immer noch pi?

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Verschwinden da kritische Postings im Nirwana?

Ist die Presseförderung in Gefahr, wenn zu viel regierungskritisches durchdringt?

Antworten Gast: grüße ins nirwana
25.10.2012 11:27
5 0

Re: Verschwinden da kritische Postings im Nirwana?



http://www.oe24.at/oesterreich/politik/210-Millionen-fuer-Parteien-und-Presse/56993851

Zitat:

"1,35 Mio. für „Presse“:
Die „unabhängige“ Presse kassierte im Jahr 2011 1,2 Mio. Steuergeld, dazu weitere 145.000 Euro für die Vertriebsförderung – insgesamt also 1,35 Millionen Euro...."


Antworten Antworten Gast: Der Vergleicher
26.10.2012 10:33
1 1

Re: Re: Verschwinden da kritische Postings im Nirwana?

Kärnten: 6 Mio für ein Honorar, dass zuerst 12 Mio Euro, dann mit 50% Patriotenrabatt 6 Mio Euro und eigentlich laut Gutachten nur 300.000.- Euro Wert war!

Das nennt sich FREIHEITLICHES Wirtschaften!

Antworten Antworten Antworten Gast: themenverfehlung - setzen bitte
28.10.2012 18:57
1 0

und was hat ihr (an sich berechtigtes) Lamento mit der Frage zu tun,

ob öffentliche Förderungen die unabhängige und objektive Berichterstattung eines "Qualitätsmediums" beeinträchtigen könnten?
Unabhängiger Journalismus ist fundamental wichtig in einer Demokratie- schon mal darüber nachgedacht?

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Re: Re: Verschwinden da kritische Postings im Nirwana?

Die Presse war einmal die 'Freie Presse', heute ist die Presse subventioniert.


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Rote Voodoo-Economics

Man kann sich vorstellen, wie im Rathaus die Gehirne rauchen um die nächsten Gebühren-und Abgabenlawinen den geplagten Bürgern aufs Aug zu drücken - streng antizyklisch natürlich - und ganz klar im Namen der "Gerechtigkeit". Aber die roten Bonzen spüren bereits daß ihr Hexeneinmaleins am Ende ist und die Pleite unaufhaltsam näher rückt. Schuld daran werden wie immer der Neoliberalismus, die Finanzhaie, die Spekulanten und die Gstopften sein die den Sozialismus in den Ruin treiben. Und in der rotgrünen Kernwählergruppe der intelligenzfernen Schichten wird man das glauben und den Genossen am 1. Mai wie immer zujubeln - es wird sich nie etwas ändern....

Antworten Gast: AltGast
24.10.2012 18:23
3 2

Re: Gebühren-und Abgabenlawinen

Ich bitte Sie: in Wien gibt es doch keine Gebühren-und Abgabenlawinen; das sind alles nur "Anpassungen".
/Sarkasmus Ende

Lieb in den Ankündigungen finde ich ja, dass immer von Sparen die Rede ist. Wie lässt sich das mit so ganz ganz ganz wichtigen Neuposten wie z.B. Fußgängerbeauftragte vereinbaren?

Ebenso herzig die Beteuerung (was für ein Wort in diesem Zusammenhang!), dass es ab 2016 ein ausgeglichenes Budget geben werde. Bis dahin fließt noch viel Wasser die Donau hinab, und es werden sich schon Ausreden finden, warum es nicht funktionieren wird. Das nächste ausgeglichene Budget wird man 2016 dann für 2020 oder so ähnlich prognostizieren, und so geht es immer munter weiter.


faktum ist,

die kleinen beamten bekommen eine nulllohnrunde,
posten werden seit jahren nicht nachbesetzt(ausser in der direktion)
kollegen ins burnout und die pension gemobbt,
die fruehpensionitis in der stadt liegt naemlich nicht an den paar kanalarbeitern, wie frauenberger immer herbeifantasiert, sondern an der menschen und mitqrbeiterfuehrung unter zutun der gewerkschaft.

unsere politiker verschleudern das geld fuer sinnlosprestigeprojekte oder setzen es in den sand(stadthalle, flughafen....) ohne dass es konsequenzem gaebe.

Antworten Gast: Nepomuk
26.10.2012 09:47
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JA - Mobbing im Rathaus


Mobbing ist im Rathaus besonders stark ausgeprägt.

Eine junge Dame aus meiner Familie hatte sich um eine Stelle in einer Magistratsabteilung beworben.
Nach 3 Wochen Mobbing ließ sie die Mobber im Rathaus Mobber sein.

Sie suchte sich einen anderen Job.

Und wenn sie nicht in Frühpension sind, dann mobben sie noch heute!




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Re: faktum ist,

Ja, Beamtenburnout. Mir kommen die Tränen.

Gast: Gast:Billie
24.10.2012 12:09
9 1

Länderbank, CA-BV, Zentralsparkasse

die halbe österreichische Bankenlandschaft
an die HypoVereinsbank verscherbelt.
daraus ist ein marginaler Prozentanteil
bei den Italienern geworden.
Wieviel ist dem Häupl sein AVZ - Anteil
noch wert.
was ist aus den Milliarden geworden.
ein paar mickrige Millionen.
und im Vorstand der AVZ sitzen noch immer
diese Gfraster, die das alles verbrochen
haben und kassieren eifrig weiter.

Gast: no alcohol
24.10.2012 11:45
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Ein Alkoholiker...

...wie Häupl, kann mit Geld nicht umgehen!

Der Vierterlkönig hat diese schöne Stadt finanziell in denAbgrund geführt!

SPÖ und der Umgang mit Geld hat noch nie funktioniert!

 
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