ÖVP-Chef Michael Spindelegger hält eine Dreier-Koalition seiner Partei mit der FPÖ und dem Team Stronach nach der nächsten Nationalratswahl für wenig wahrscheinlich. "Das ist keine realistische Möglichkeit", sagte er auf eine entsprechende Frage in der "Zeit im Bild 2" des ORF am Mittwochabend.
Er begründete seinen erneut geäußerten Zweifel mit der Europa-Skepsis der beiden politischen Mitbewerber. Die beiden Parteien wollten Mauern um Österreich herum bauen und würden einen Austritt aus dem Euro anstreben, so der Vizekanzler. Eine Koalition mit Stronach hatte er bereits Anfang September ausgeschlossen.
"Linke führen Wirtschaft in Abgrund"
Gleichzeitig betonte er in der "ZiB", dass ihm eine Koalition mit "den Linken" auch nicht einfacher fallen würde. Diese würden die Wirtschaft genauso in den Abgrund führen. Eine Erbschaftssteuer werde es jedenfalls mit ihm nach der Wahl keine geben, betonte er.
An allfällige Koalitionen wolle er aber ohnehin nicht denken, sagte Spindelegger. Zunächst habe der Wähler zu entscheiden. "Ich trete aber nicht mit einer Koalitionsansage an", verwehrte er sich gegen Spekulationen. Im übrigen verspüre er einen Auftrieb für seine Partei, Ziel sei Platz eins und der Bundeskanzler für die Volkspartei. Angst, dass ÖVP-Abgeordnete zu Stronach wechseln könnten, hat er keine.
(APA)
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