Stöger: "Gesundheitsreform bis Jahresende"

25.10.2012 | 09:20 |   (DiePresse.com)

Der Gesundheitsminister ist nach dem "Gipfeltreffen" zuversichtlich, dass die Länder die Grundsatzeinigung unterstützen werden.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Trotz der langwierigen Verhandlungen zwischen Bund und Landesvertretern ist SP-Gesundheitsminister Alois Stöger zuversichtlich, noch 2012 eine Gesundheitsreform beschließen zu können.

Mehr zum Thema:

Eigentlich haben sich Bund, Länder und Krankenkassen ja bereits im Juni auf eine Reform geeinigt. Ihre Eckpunkte: Bis 2016 sollen fast 3,5 Milliarden Euro im Gesundheitssystem gespart werden. Beitragen sollen zu 60 Prozent die Länder, zu 40 Prozent die Kassen, so die vorläufige Einigung. Die Länder wollen allerdings nachverhandeln - den Beginn dazu machte ein "Gipfeltreffen" am Mittwoch auf der Zugspitze.

Das Ergebnis: Die zuvor aufgekommene Forderung nach 230 Millionen Euro zusätzlich von den Kassen wurde quasi verworfen. Stattdessen wurde betont, die 15a-Vereinbarung Mitte Dezember im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Gremiums unterfertigen zu wollen. Damit gaben die Landeschefs ein "eindeutiges Ja" zur Gesundheitsreform.

Stöger: "Reden kann man immer"

Stöger gab sich nun im Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag zuversichtlich: "Ich lese in den Papieren von gestern, dass man bewusst dieses Verhältnis von 60 zu 40 behalten will. Ich gehe davon aus, dass das halten wird. Wenn die Länder aber noch mit der Sozialversicherung reden wollen, dann bitte. Reden kann man immer."

Auch hinsichtlich der künftigen Organisationsstruktur zeigte sich der Minister optimistisch. Dass künftig Kassen und Länder gleichberechtigt werden, steht für Stöger fest. Es sei entscheidend, dass hier "partnerschaftlich" agiert werde.

Das Fazit des Gesundheitsministers fällt damit positiv aus: "Wenn alle vernünftig sind - und das sieht derzeit so aus - dann können wir noch in diesem Jahr eine Einigung erzielen."

(Red.)

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

7 Kommentare

Manche Ärzte gehören an die Brust genommen!

Da wäre Einsparungspotential vorhanden.

zB.: HNO Arzt läßt jeden Patienten einen "Hörtest" absolvieren. Der Hörtest wird in einem nicht schalldichten Raum durchgeführt, man hört kaum etwas aus den Kopfhörern, weil im Warteraum div. Kinder Fußball spielen und dies von den Vorzimmerdamen geduldet wird, weil sie fürchten von deren kaum Deutsch sprechenden Müttern zusammengestaucht zu werden.

Vorher wird mit einer Pinzette ! das Ohrenschmalz entfernt (nicht durch Wasserspülung, weil dann der Hörtest nicht durchgeführt werden kann).
Das Hörtest-Ergebnisdiagramm schnell am PC Bildschirm angeschaut - ich mußte intervenieren, weil ich es ebenfalls studieren wollte. Sonst keine Behandlungsvorschläge gegen meinen Tinitus, aber die Rechnung wurde mit 110 € im Krankenkassenreport ausgewiesen. Mein HNO Arztbesuch war völlig für die Katz aber 110 € pfutsch und wahrscheinlich nicht nur bei mir.

Die Ambulatorien entlasten

hört man immer wieder. Leider sind aber die niedergelassen Ärzte nicht willens ihren pflichten nach zu kommen. Freitag Mittag ist bei den meisten Ärzten Schluß, in der Nacht ist sowieso keiner erreichbar und liegt eine Fall komplizierter, dann wird sowieso gleich ins Spital über wiesen.
Also kürzt man den Ambulatorien die Mittel, weniger Ärzte führen zu langen Wartezeiten, 4-5 Stunden sind da keine Seltenheit (Ibk-Stoffwechselambulanz) und hofft die Patienten verlassen von sich aus das Ambulatorium! Das ist z.B. so eine Reform zugunsten der Patienten, wie sich Stöger immer zu rechtfertigen versucht!

Also der Stöger hat sich besser zu Beginn der Regierung besser angehört als er jetzt agiert

bzw. hat er zuvor kaum agiert. Er sieht auch schlecht aus, hat die Strahlkraft verloren. Leider! was hat man mit ihm gemacht. Er wollte sich doch für die sozial Schwachen einsetzen. Davon ist jetzt keie Rede mehr.

stöger wer ist das?

was hat der die letzten 4 jahre gemacht, von dem höhrt man nie etwas!

hat der gute herr schon die zig forderungen des RH umgesetzt?
nein!
wofür wird der eigentlich bezahlt, das gesundheitssystem in österreich ist zwar exzelent, aber es gibt dennoch reisiges einsparungspotential, das alles schon schwarz auf weis vom RH erörtert wurde!

herr stöger sollte dies gefölligst umsetzten, statt so ein duckmäuschen zu sein!

Sie sind auch leiwand!

Ein Minister braucht nur das umzusetzen, was der RH vordiktiert. Da könnte man ja jeden als Gesundheitsminister hinsetzen.

Folgen der Umsetzung des Sparprogramms des ReHofes:
Im Wr. AKH auf der Psychartrie ist vor etwa zehn Jahren folgendes u.a. geschehen.

Eine Station benötigte 10 Harnfaschen und wollte diese telefonisch bestellen. Antwort: Das muss man schriftlich eingeben und mit Begründung: Also sagten die Leute ins Bett machen ist nicht gut und für besuchende Angehörige unzumutbar. Schüssel ist zu zeitintensiv in der Versorgung oder so, Katheder fällt auch weg (Grund weiß i nimma!), "Und, wenn Ihnen (der Bestellbehörde) nichts anderes einfällt, dann ersuchen wir jetzt um die Bestellung der 10 Harnflaschen!" so oder so ähnlich, die Gesuch um zehn Harnflaschen zu bekommen. Das fand ich im Internet in einem Jahresbericht.

Gast: Klaus Nomi
25.10.2012 16:24
4 1

3,5 Mrd. weniger für die Gesundheit???

Das passiert wenn junge, gesunde und reiche Menschen über alte, arme und kranke Menschen entscheiden!

danke Herr Stöger!!

Wenn alle vernünftig sind....

wie kann man darauf hoffen??????????????

Umfrage

  • Wie soll Österreich auf die deutschen Mautpläne reagieren?
  • Mit einer Klage
  • Mit einer ''Gegenmaut''
  • Österreich soll sich nicht einmischen

Mein Parlament

AnmeldenAnmelden