Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll hat während eines Deutschlandbesuchs Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Das bestätigte der Sprecher Prölls, Peter Kirchweger am Samstag. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Zusammenkunft sei das Thema Regionalförderung innerhalb der EU gewesen. Zudem fanden Gespräche zwischen Pröll und Finanzminister Wolfgang Schäuble sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) statt.
Als Lobbyist für die niederösterreichische Initiative zur Förderung europäischer Regionen, überreichte Pröll Kanzlerin Merkel die "St. Pöltner Erklärung". Diese haben bereits 208 Regionen und 114 Städte unterzeichnet und fordern darin den Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament, die regionalen Interessen in der Kohäsionspolitik zu verankern. Aktuell geht es auch darum, die Regionalförderungen bei den baldigen Gesprächen zum EU-Haushalt 2014 bis 2020 zu berücksichtigen. Das Gespräch habe, betonte Kirchweger, unter vier Augen stattgefunden. Es habe dazu kein offizielles Statement gegeben.
Wie der "Kurier" berichtete, habe das Treffen Prölls mit Merkel und Schäuble selbst Berliner Insider überrascht. So hob Österreichs Botschafter Ralph Scheide hervor, dass dies ein hohe Auszeichnung sei - die Kanzlerin treffe Regionalpolitiker nur ganz selten. Bei dem halbstündigen Gespräch soll es "dem Vernehmen nach" auch um die österreichische Innenpolitik gegangen sein.
(APA)
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