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Piraten: Neuer Vorstand, neue Hoffnung

29.10.2012 | 18:11 |  IRIS BONAVIDA (Die Presse)

Nach der Bundesgeneralversammlung am Wochenende in Graz peilt die Piratenpartei mit ihrem neuen Team vier bis sieben Prozent bei der Nationalratswahl an. Vor Frank Stronach fürchtet sie sich nicht.

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Wien/Graz. Nach einem ersten Medienrummel ist es in den vergangenen Wochen still um die Piraten Österreichs geworden – doch nun meldet sich die Kleinpartei mit einem neu gewählten Team zurück. Bei der Bundesgeneralversammlung am Wochenende in Graz wurden Vorstand und Geschäftsführung neu aufgestellt: In den Vorstand schafften es die Wiener Christopher Clay, Rodrigo Jorquera und Lukas Daniel Klausner sowie Marlies Wawra aus Niederösterreich und Andre Igler aus Kärnten. Auch die Geschäftsführung besteht aus vier neuen Köpfen.

Obwohl Clay mit 85,7 Prozent der Stimmen den meisten Zuspruch bekommen hat, bedeutet das nicht, dass er damit auch Spitzenkandidat bei der Nationalratswahl 2013 sein wird: „Jetzt hat der Vorstand nur die Aufgabe, die Geschäfte zu koordinieren und die Partei nach außen zu vertreten“, erklärt Klausner. Voraussichtlich im Februar werde die nächste Generalversammlung stattfinden – dann soll auch der Spitzenkandidat feststehen. „Das kann jemand aus dem Bundesvorstand sein – muss es aber nicht“, erklärt Klausner der „Presse“. Überhaupt sei unklar, ob es nur einen Kandidaten geben solle: „Es könnte auch ein Team aus vier Köpfen antreten, um die Basisdemokratie zu unterstreichen.“

Sollten die Piraten tatsächlich Klubstatus erlangen – und damit einen Obmann brauchen –, würde dieser nur pro forma gewählt werden, denn „wir sind prinzipiell gegen Hierarchien“. Doch davon ist bis jetzt noch nicht die Rede. Ihr nächstes Ziel sind die Wahlen in den Ländern – „dann rechnen wir bei den Nationalratswahlen realistisch mit vier bis sieben – optimistisch mit zehn Prozent“.

 

Keine Koalition mit Kleinparteien

Ob sie trotz der Aufregung rund um Frank Stronach tatsächlich noch mit so viel Zuspruch rechnen würden? „Im Frühling war das Medieninteresse sehr groß. Dann kam Stronach – und der hat lustigere Sachen gesagt“, gibt Klausner zu. „Doch jetzt sind wir deutlich besser aufgestellt.“

Auf Zusammenarbeit mit anderen Kleinparteien wollen die Piraten verzichten – auch wenn es einige Gespräch gegeben hat: „Unsere Marke ist aber stark genug, dass wir keine Koalition brauchen“, gibt sich Klausner selbstbewusst. Auf der Bundesversammlung hat man auch das Programm in seinen Eckpunkten aufgestellt: Die Partei ist etwa für ein Berufsheer und gegen den Rettungsschirm ESM. Und man hat sich auf eine Kandidatur unter dem Namen „Pirat“ geeinigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2012)

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20 Kommentare
Gast: PIRATe
04.11.2012 02:12
0 3

piraten sind sehr sympathisch

piraten sind sehr sympathisch

Gast: blackbeard
01.11.2012 13:06
2 2

ein unterschlupf

für frustrierte grüne, die keinen platz mehr am rotgrünen futtertrog bekommen haben.

Was für ein Rohrkrepierer


Für die wesentlich professioneller auftretenden Piraten in Deutschland sprach auch nur der Protestwille und Zorn innerhalb der Bevölkerung. Jetzt ist er verraucht und plötzlich ist es selbst dort mehr als fraglich, ob sie überhaupt in den Bundestag einziehen werden.

Die österreichischen Piraten sind aber ohnehin meilenweit davon entfernt. Der heimische Ableger ist doch schon jetzt zersplittert (Innsbruck) und die Halbwertszeit an der Parteispitze wird auch immer kürzer. Da ist ja einer Eintagsfliege ein längeres Leben beschieden.

Ach, und diese zur Schau gestellte naive Basisdemokratie. Bei uns gibt es keine Hierarchien, vielleicht gibt es auch 4 Spitzenkandidaten etc. Was für ein Unsinn. Das haben mittlerweile selbst die Grünen verstanden, dass Hierarchien, die durch eine Wahl legitimiert ist, nichts antidemokratisches ist und für den Parlamentarismus einfach notwendig ist.

Gast: jacksparrow
30.10.2012 10:21
0 4

klarmachen zum ändern!

[x] Piraten

wir haben die fragen,
ihr habt die antworten!

lass dich nicht für dumm verkaufen und denke selbst!

der korruptions u-auschuss, ist doch ein super beispiel für fehlende transparenz, freunderlwirtschaft und ungerechtigkeit!

ausserdem steuern wir auf einen überwachungstaat zu: ACTA, VDS, indect, clean IT, TOR... da war die stasi-technologie ein kindergarten dagegen!
wer gibt dem staat das recht, jegliche digitale kommunikation der bürger "vorsichtshalber" zu speichern?

wiederstand ist angesagt!

Antworten Gast: Hacklwerfer
30.10.2012 12:15
0 1

Re:...wer gibt dem staat das recht, jegliche digitale kommunikation der bürger "vorsichtshalber" zu speichern?

STALKING IST ILLEGAL!!!

Antworten Antworten Gast: jacksaprrow
31.10.2012 07:40
0 0

Re: Re:...wer gibt dem staat das recht, jegliche digitale kommunikation der bürger "vorsichtshalber" zu speichern?

tja wenn es interessen in der wirtschaft oder finanzwelt gibt dann springen sie gleich wie marionetten unsere behörden und politiker.

leider regiert geld die welt, und das meiste geld liegt bei ein paar wenigen.
und diese wenigen setzen durch lobbying gesetze wie den esm, acta, indect usw mehr od. weniger erfolgreich durch....

wenn das geld etwas besser verteilt wäre, würden auch solche seltsamen miderheitsmeinungen wie ESM nicht durchsetzbar sein.....

hier zeigt sich eindeutig wer das sagen hat, also ich will den esm nicht und kenne auch keinen.....
aber wir werden ja nicht gefragt, eine volksbefragung hätte sicher was anderes ergeben....

Gast: vote4pirates
30.10.2012 09:37
0 4

piraten sind einzig echte alternative

also ich finde die piraten super!
macht weiter so, auf das wir 5-10 % bekommen!

sie haben ein sehr interessantes und inzwischen sehr gut gewachsenes programm http://wiki.piratenpartei.at/wiki/Parteiprogramm

und die ganzen negativ-nasen hier^^ wenn ihr es alle besser wisst oder etwas ändern wollt,
ihr seit gerne zur diskussion oder mitarbeit eingeladen!
aber nur vom "sudern" alleine wird nix besser!

bei den piraten darf jeder zu wort kommen, und jeder kann und soll sogar aktiv am programm mitarbeiten!

aber ich verstehe auch das es einfacher ist fremde meinungen oder vorurteile anzunehmen anstatt zu hinterfragen. meistens auch noch von leuten die für das was sie sagen/schreiben bezahlt werden.... ;)

die piraten haben auch eine website piratenpartei.at , falls ihr euch auch noch woanders als bei "DiePresse.com" informieren wollt :)

wo wir gleich noch ein herausstellungsmerkmal haben, die piraten haben keinen sponsor oä. es basiert alles auf freiwilliger basis. bei den piraten bekommt keiner geld!
interessieren würde mich wieviele menschen beim "team stronach" komplett freiwillig ohne bezahlung mitarbeiten ? bzw. wie viel € er schon für den medienhype rausgeschmissen hat^^

[x] PIRAT

Die Piraten sind eine Mischung aus der üblichen Attitüde der unzähligen Protestparteien und einer 80erJahre-Grünen-Basisdemokratie-Nostalgie


Wodurch unterscheiden Sie sich denn programmatisch von den Grünen oder den anderen Protest/Wut- und Mutbürgerparteien wie den Neos, Stronach oder den Proponenten von MeinÖsterreich, die ja auch noch überlegen eventuell bei der nächsten Wahl anzutreten? Wo ist Ihre USP?

Praktisch alle diese Parteien haben ähnliche oder dieselben Vorstellungen bezüglich des Ausbaus der direkten Demokratie, Bildungs- und Verwaltungsreform etc. Für mich sind Sie einfach nur eine Kopie der Grünen in deren Gründungsjahren in den 80er Jahren.

Wenn man sich das Programm der Piraten ansieht ist es offensichtlich nur eine neue linke Kraft. Ersparen Sie mir dieses Argument, dass durch die Basisdemokratie für alle Ideen Platz wäre und sich eben nur die linken durchgesetzt hätten. Das ist doch einfach nur Selbstbetrug…

Antworten Gast: GrafBobby
30.10.2012 11:23
0 0

Re: piraten sind einzig echte alternative

Ja, klar im Nationalrat wären schon super, das Problem ist, dass wir im derzeitigen Zustand ja noch nicht regierungsfähig sind und "zu viele" Stimmen daher insgesamt wohl auch nicht nützlich wären (andererseits: Wenn man Stronach wählen würde, könnte man auch gleich die Piraten wählen weil bei dem schaut's bei der Kompetenz auch nicht besser aus)

Ja, auf die Möglichkeit zur Mitarbeit möchte ich nocheinmal hinweisen und: Man muss kein Pirat sein, um mitarbeiten zu dürfen, sondern man kann und soll gerne auch z.B. als ÖVP-Anhänger im Piratenforum (http://forum.piratenpartei-wien.at ) mitdiskutieren. Es ist immer gut, viele Ansichten zu bekommen, damit man aus all denen die beste auswählen kann - derzeit sind manche Diskussionen etwas einseitig; und ob man in einem Zeitungsforum oder dem Piratenforum oder in beiden schreibt, ist ja egal - mit dem Unterschied, dass es beim Piratenforum zumindest die theoretische Chance gibt, dass die eigene Meinung wirklich von der Politik ernst genommen wird.

Ad Hinterfragen: Ja, es ist wichtig, alles immer zu hinterfragen, aber ich habe so das Gefühl, dass das leider unter den Piraten auch nicht besonders weit verbreitet ist ...

PS: Sorry, ich bin auch Pirat, aber Kampfposter mag ich nicht (auch dann, wenn sie nicht bezahlt werden :-) - ich behalte auch als Pirat meine Meinung zu den Piraten und die ist nicht uneingeschränkt positiv; man wählt ja das kleinste Übel und die Wahrscheinlichkeit, dass "alles passt" ist überall ca. Null ...

Re: Re: piraten sind einzig echte alternative

Ich habe meine Zweifel, ob die Ideen aus einem wirtschaftsliberalen, bürgerlichen, ÖVP-Ecke überhaupt noch gehört werden würden. Derzeit hat sich die Richtung der Piraten bereits eindeutig manifestiert bzw. war dies durch die Wurzeln der Bewegung bereits vorgezeichnet.

Es ist einfach ein Pseudoargument zu behaupten man habe doch basisdemokratische Strukturen, jeder könne sich mit seinen Ideen einbringen und hätte dieselben Chancen. Das ist Unsinn. Ideen die nicht dem Mainstream der Piraten entsprechen würden einfach überstimmt werden, um dann auch noch süffisant zu behaupten er hätte sich eben mit den Ideen nicht durchgesetzt.

Jeder schreit nach Basisdemokratie, wenn er genau weiß, dass er die Mehrheit hat.

Antworten Antworten Antworten Gast: GrafBobby
30.10.2012 22:14
0 0

Re: Re: Re: piraten sind einzig echte alternative

Naja - man kann es ja mal probieren. Zu fast jedem Thema gibt es unterschiedliche Meinungen, und gerade ich (mit meinen etwas "rechteren" Ansichten zum Thema Immigration und als einer, der nicht unbedingt gerne sieht, wenn Leute, die nichts arbeiten wollen, durchfinanziert werden) würde mich eben sehr gerne über etwas Unterstützung freuen - insbesondere in Form von ein paar Statistiken, auf die man dann immer wieder schön verweisen kann.

Ja, die Piraten sind eindeutig eine linksliberale Partei - aber ich gebe halt die Hoffnung nicht auf, dass durch klare Statistiken und gute Argumente wenigstens ein paar Leute umgestimmt werden können.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: vote4pirates
31.10.2012 07:22
0 0

Re: Re: Re: Re: piraten sind einzig echte alternative

es wird immer einen teil in der bevölkerung geben der faul ist da kann man nichts machen,

aber die mehrheit will und geht arbeiten und trotzdem wird es immer schwieriger seinen lebensunterhalt zu bestreiten.

arbeit muss sich lohnen, niedriglöhne sind sklaverei bei den heutigen preisen.

gibt es überhaupt genug "gute" arbeit für alle?

die Immigration ist ein sehr wichtiges thema zu diesen thema muss ich sagen,
obwohl ich sehr weit links angesiedelt bin befürworte ich folgende vorgehensweise beim thema asyl & Immigration politk:

asylanten oder illegale Immigranten sollen abgeschoben werden sobald sie eine straftat begehen, oder evtl. erst bei der 2 straftat, dafür ohne wenn und aber !
das wäre eine einfache regelung ohne zuviel bürokratischen aufwand.

wenn jedoch menschen nach östereich kommen, die unsere sprache lernen (mind. die grundlagen), mit uns essen und arbeiten, unsere kultur und gesetze achten und wir sie an der gesellschaft teilhaben lassen - dann werden diese MENSCHEN auch ein wertvoller teil von uns , von dem auch wir profitieren und folglich alle!

wir haben auch genug innländische kriminelle, aber darum geht es nciht was ich sagen will :

wir sollten die menschen nicht an ihrer herkunft, religion oder sonstwas messen, sondern an ihren taten.

ich schätze jeder kennt einen türken der anständig und nett ist, aber auch mind. einen der ein arschloch ist.

und genau drauf will ich hinaus, die herkunft spielt keine rolle. überall gibt es schwarze schafe!

Bin einigermaßen erstaunt und beeindruckt

vom doch umfangreichen und wirklich gut durchdachten Programm der Piratenpartei.
http://wiki.piratenpartei.at/wiki/Parteiprogramm
Besonders deren Modell für mehr direkte Demokratie gefällt mir. Ist zwar stark am Modell der Schweiz angelehnt - was aber durchaus positiv ist. Ich habe zwischen 1999 und 2004 in der Schweiz gearbeitet und gelebt und konnte in meiner Gemeinde damals an den Abstimmungen als Gast teilnehmen. Wirklich beeindruckend wie das dort abläuft und wenn wir in Österreich das mal nur halb so demokratisch hinbringen sind wir demokratiepolitisch einen Meilenschritt weiter.....

7 1

Kindergarten 2.0

Nur gut, dass diese Digitalkommunisten schon wieder von der Bildfläche verschwinden.
Ahoi und Tschüss!

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Es reichen 4 Chefs mit der gleichen

Unternehmenskultur aus Brüssel. Einen Fünften mag man sicherlich nicht mehr sehen. Außer es wird aus einem Topf geteilt. ;-)

Antworten Gast: UKW
29.10.2012 22:58
2 0

Re: Kindergarten 2.0

Wenn die Wortschöpfung "Digitalkommunisten" von Ihnen stammt, dann gratuliere ich. Ein grandioses Wort.

Re: Re: Kindergarten 2.0

lieber Digitalkommunisten als Neoliberalterroristen

wobei die Bezeichnung Digitalkommunisten ja eine willkürliche Vorausbeurteilung und die Bezeichnung Neoliberalterroristen eine Suituationsbeschreibung ist.

Gegen den "Rettungsschirm"

Ich hoffe, mancher intelligente Linke gibt den Piraten die Stimme -

Gast: UKW
29.10.2012 20:22
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Howdy ihr Piraten! Am Mittwoch ist Halloween, am 11. 11. ist Faschingsbeginn, und ihr seid heute schon verkleidet.

Oder ist es ein zeitlicher Zufall? Dann müsst Ihr irgendwo entlaufen sein.


Re: Howdy ihr Piraten! Am Mittwoch ist Halloween, am 11. 11. ist Faschingsbeginn, und ihr seid heute schon verkleidet.

Verkleidet???
Ist es nicht ehrlicher, sich erkennbar zu kleiden und voll transparent zu sein als wenn man sich als seriöser Politiker verkleidet und unseriöse Handlungen setzt?

Mir graut und gruselt viel mehr vor den perfekt gekleideten und frisierten Strassers, Grassers, Mensdorfs und Co....