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US-Lob für Österreichs Balkan-Einsatz

29.10.2012 | 21:27 |  Von Thomas Vieregge (Die Presse)

Österreichs Verteidigungsminister Darabos traf am Montag Pentagon-Chef Panetta. Der Hurrikan wirbelte sein Besuchsprogramm durcheinander.

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[Washington] Hinter den Kulissen hatten sich österreichische Diplomaten seit Langem um einen Ministertermin im Pentagon bemüht. Beim Nato-Gipfel in Chicago im Mai war es zwar zu einem kurzen Meinungsaustausch zwischen Verteidigungsminister Norbert Darabos und US-Verteidigungsminister Leon Panetta gekommen. Der bilaterale Ministerbesuch in Washington stand jetzt indes eher unter einem unglücklichen Stern.

Der heraufziehende Hurrikan Sandy wirbelte das Programm am Montag durcheinander, die Wetterunbilden durch den „Jahrhundertsturm", wie es im Pentagon hieß, zwangen zur Improvisation. Nachdem ein Termin mit US-Vizeaußenminister William Burns kurzfristig abgesagt worden war, wurde das Gespräch mit Panetta im fünfeckigen Bau des US-Verteidigungsministeriums, einer Trutzburg aus Granit und Sandstein am Ufer des Potomac, kurzerhand vorverlegt. Die militärische Begrüßungszeremonie fiel ins Wasser.

Vor Stabswechsel in Pentagon

Nur gut, dass Panetta bereits in Washington weilte. Üblicherweise pflegt der Pentagon-Chef und Walnuss-Farmer die Wochenenden auf seiner Farm in seiner kalifornischen Heimat Carmel zu verbringen. Ob die Präsidentenwahl in der kommenden Woche einen Machtwechsel im Weißen Haus einläutet oder nicht: Im Pentagon steht ein Stabswechsel bevor. Der 74-jährige Ex-CIA-Chef und einstige Stabschef Bill Clintons gilt als amtsmüde, er will spätestens im Sommer ganz nach Kalifornien zurückkehren. Auf seinen Nachfolger wartet eine heikle Aufgabe: Er muss den Sparkurs fortsetzen.

Darabos und hochrangige österreichische Militärs werteten das Treffen - das erste eines österreichischen Verteidigungsministers seit Werner Fasslabend in Washington im Jahr 1996 - als Anerkennung für den Einsatz des Bundesheeres am Westbalkan und auf den Golanhöhen im Libanon. Das Engagement der österreichischen Truppen in Bosnien und im Kosovo ringt den US-Militärs durchaus Respekt ab. Zudem sind sie an der österreichischen Expertise auf dem Balkan und in Syrien interessiert. Für die Post-Assad-Ära in Damaskus sagte Darabos Unterstützung für die Vernichtung chemisch-biologischer Kampfstoffe zu. Im Bereich der Cyber-Technologie sucht Wien eine verstärkte Kooperation mit den USA.

„Wir können von dem Know-how profitieren", sagte Darabos.„Unser strategisches Hauptaugenmerk liegt auf dem Balkan und dem Nahen Osten." Der Minister sicherte sich die US-Unterstützung für den Einsatz in Bosnien. Während größere Länder wie Deutschland für ein Ende plädieren, wollen Österreich und mehrere mittel- und osteuropäische Staaten die Mission beibehalten.

Schon beim Nato-Gipfel in Chicago hatte Panetta den Einsatz Österreichs gewürdigt, erklärte Darabos. Es habe den USA ermöglicht, ihren Fokus auf andere Regionen zu richten. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton erwähnte im Übrigen mehrfach ihre Wertschätzung für die positive Rolle Österreichs auf dem Balkan, zuletzt in einem Statement anlässlich des Nationalfeiertags.

Afghanistan kein Thema mehr

So sehr sich das österreichische Militär im Rahmen der Friedensmissionen auf dem Balkan und auf dem Golan bewährt hat, so sehr sträubt sich Darabos gegen eine Verpflichtung in Afghanistan. Die USA hatten wiederholt versucht, die europäischen Staaten stärker in die Pflicht zu nehmen. Bei Österreich stießen sie auf Granit. Das Thema stand zur Erleichterung von Darabos nicht auf der Agenda.

Norbert Darabos und seine Delegation steckten vorerst in Washington fest, sie richteten sich auf einen verlängerten Aufenthalt ein. Die Sportgala am Mittwochabend dürfte ohne den Sportminister Darabos über die Bühne gehen.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2012)

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12 Kommentare
Gast: Wein eingeschenkt
30.10.2012 18:31
7 0

Seht wohin die Reise geht

Iran, Syrien, Angola, Griechenland, Spanien, Italien, aufständische Österreicher bzw. Kanonenfutter für NATO-Kampfeinsätze ...

österreich ist also der erfüllungsgehilfe der kriestreiber in washington

und spielt brav willenloser statthalter am balkan, damit die usa noch weitere länder im nahen osten destabilisieren , und in syrien die saudischen salafisten an die macht bringen können.

Gast: Billy the Wilder
30.10.2012 09:10
2 0

na was?

"Lob für Österreich", na was hätte er denn sonst sagen sollen?
Aber ich wette, Darabos hat auch herausgehört, dass Panetta auch für ein Berufsheer in Österreich ist!?
Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis die SPÖ spindocs das so drehen!

Wie konnten die sich unterhalten?

Spricht Panetta denn Deutsch?

Gast: gast:1
30.10.2012 06:34
9 0

Lob von den USA?

klingt für mich wie "sich mit Kuhdung parfümieren"...

Gast: Padawan will lernen um zu verstehen
30.10.2012 01:00
5 0

Schluss mit den Lob-Hymnen

seitens der USA, auch wenn das Video schon jeder kennt nur zur Erinnerung:
http://www.youtube.com/watch?v=pgK8Y2hHrw8&feature=fvwrel

oder die Unwahrheiten über Syrien, NDR berichtet:
http://www.youtube.com/watch?v=cLGZ8dYLFwM

Und in Bosnien, wie die Natoeinsätze (speziell der USA) durchgeführt wurden...Al Kaida Kämpfer wurden nach Bosnien gesendet...hier sollte man sich auch kein Blatt vor den Mund nehmen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/weisse-qaida-in-bosnien-mit-motorsaegen-zerstueckeln-a-451729.html
oder auch hier zu lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mudschahid

Also gibt es nichts auf was Usa od Europa stolz sein sollte.


1 0

Re: Schluss mit den Lob-Hymnen

Die USA sind ein einziges kriminelles Enterprise der Lügen.

Gast: Padawan will lernen um zu verstehen
30.10.2012 00:24
4 0

Please slow down ...

Für die Einsätze im Kosovo gewürdigt ?

Eigentlich sollte man sich in Grund und Boden schämen, für solch eine Aussage.
Denn der Kosovo-Einsatz war nicht legitimer Natur, das sollte man als Politiker und Verteidigungsminister schon wissen.
Denn laut OSZE Beobachtern, gab es keine humanitäre Krise, vor dem Natobombardement , im Kosovo !
Viel mehr wurde ein inszeniertes Szenario des ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Rudolf Scharping über den Medien vorgeführt:

Hier das Video über die schon längst aufgedeckte Lüge:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=4pU71RjzXOI#!

Dafür sollte man sich nicht auch noch Lob schenken !


oje ... Der ist jetzt schon auf der Suche nach Verbündeten um sein Berufsheer durchzuboxen ...

... Und noch dazu die Amis ... omg

Gast: india
29.10.2012 22:50
1 0

Solidarität?

Wir am Balkan !Da geht`s um nix! Dort wird sinnlos Steuergeld verschwendet und in Afghanistan sind Schweden, Finnen, Albaner........im Einsatz!
Da frage ich mich wo unsere Solidarität bleib. Verstecken kann man sich auch in Österreich!

Der österreichische Einsatz am Balkan.....

.. Ermöglicht es also den USA ihren Fokus auf anderes zu richten.... Naja da darf man sich ja gratulieren.....

das treffen wird von darabos

als lob gewertet, sehr subjektiv das ganze, ausgesprochen ist da gar nix.

wenn einem schon keiner auf die schulter klopft kann man sichs wünschen und sich als geklopft betrachten, weil man einen termin kriegt. jaja....