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Regierung plant kilometerabhängige Pendlerförderung

30.10.2012 | 16:43 |   (DiePresse.com)

Die jetzige Pendlerpauschale beinhalte viele Ungerechtigkeiten, sagen Ministerin Fekter und Staatssekretär Schieder.

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Die Regierung hat sich am Dienstag bereit gezeigt - wie von den Ländern gefordert - die Pendlerförderung zu reformieren. Sowohl VP-Finanzministerin Maria Fekter als auch SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder äußerten sich positiv zum Vorschlag einer kilometerabhängigen Pendlerförderung. Die jetzige Pendlerpauschale beinhalte viele Ungerechtigkeiten. Ein gerechteres kilometerabhängiges System wäre daher sinnvoll, so Fekter.

Konkret sollten Fekter zufolge künftig die tatsächlich gefahrenen Kilometer sowie Teilzeitbeschäftigte berücksichtigt werden sollen. Die Frage nach möglichen Mehrkosten ließ die Finanzministerin offen. Das komme darauf an, worauf man sich einige.

Auch Schieder zeigte sich von der Forderung nach einer Reform angetan. Er kann sich neben der kilometerabhängigen Förderung auch Änderungen in Richtung Ökologisierung vorstellen. Man werde dem Vorschlag der Länder jedenfalls "positiv prüfen". Von etwaigen Änderungen sollen sowohl steuerpflichtige als auch Niedrigverdiener profitieren, so Schieder weiter.

(APA)

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22 Kommentare
Gast: Kuya
02.11.2012 10:20
3 0

was die machen ist Stimmenfang, was die Landflucht nur fördert

. . . statt die Entwicklung am Land zu fördern, wo Licht, Luft und Sonne und die Tintenburgen aus der Stadt zu übersiedeln, Gemeinden zusammenzulegen und die Infrastruktur auszubauen, um Betriebsansiedlungen zu ermöglichen.

Gast: ökono-mist
01.11.2012 00:59
2 0

Im stürmischen N. Y. dürfen Autos mit weniger als drei Insassen gar nicht mehr fahren


Soweit, so (krisenbedingt) restriktiv...

In Österreich hingegen setzt man weiterhin auf Subventionierung des älplerischen Fünfsitzereinplatzbenzinvergeudungssystems.

Hauptsache Arbeit. Als gälte es nur, einen Haufen Sand von der einen auf die andere Seite - und wieder zurück - zu schaufeln. Ohne Rücksicht auf die damit verbundenen sozialen Auswirkungen.

Die OMV und das Finanzministerium danken...
(Und die Umwelt rächt's!)

P.S.: Zur rationellen Illustration genügt ein (von mir inzwischen zurückgezogener, nun recycelter) Kommentar zu den Pendler-Ideen des burgenländischen Landeshauptmannes allemal:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/127853


Antworten Gast: ökono-mist
01.11.2012 11:05
2 0

Re: "Im stürmischen N. Y. dürfen Autos mit weniger als drei Insassen gar nicht mehr fahren


1. Bei der Eingabe des Links ins Burgenland ist mir leider ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Der richtige Link lautet:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1278053

2. Zum Sandhaufenthema eine Ergänzung: Präzise müßte es heißen:"[...] als ginge es nur darum, einen Haufen Sand UM JEDEN PREIS von der einen auf die andere Seite zu schaufeln [...]"

Gast: superhirn
31.10.2012 19:20
0 2

pendlerpauschale 2013

Die angestrebten Neuerungen Bezug nehmend desr Pendlerpauschale, sind Verfassungswidrig. Es kann nicht sein, dass man jetzt € 3.672,- und dann nur € 2.600,- bekommt. Eine sogenannte Schlechterstellung ist gesetzlich nicht durchführbar.

Gast: Mister Ford
31.10.2012 08:32
2 0

Mehr Autos - mehr Geld!

Ein Segen für die Autoindustrie - eine Katastrophe für die Umwelt und die Lebensqualität der Anrainer.

3 0

Bürokratischer Super-GAU

Na, da dürfen wir gespannt sein, wieviele Finanzbeamte es braucht, um die kilometerabhängige steuerliche Absetzbarkeit zu prüfen. Ganz spannend für Arbeitnehmer, die nicht fünf Tage in der Woche arbeiten, die Fenstertage einarbeiten usw. usf. Da wird am Ende nichts mehr stimmen - endloser Briefverkehr zwischen Steuerpflichtigen und Finanzamt (und vielleicht noch den Betrieben?) wird das Ergebnis sein.
Davon, dass das Pendlerpauschale unzeitgemäß ist, weil es den individuellen Autoverkehr fördert, ist bei dieser Regierung sowieso keine Rede.

Wieso nicht nur für Niedrigverdiener?

Gutverdiener brauchen keine Pendlerförderung.

Antworten Gast: John Smith
31.10.2012 12:44
0 1

Re: Wieso nicht nur für Niedrigverdiener?

Wer nix verdient, soll mit dem Radl fahren.

1 0

Re: Wieso nicht nur für Niedrigverdiener?

Niemand braucht eine.

1 0

Und wieder wird die Mittelschicht geschröpft,

aber wer erwartet sich von dieser Abzockerregierung etwas anderen?

Die Verkehrsstrafen werden auch massiv erhöht. Die nächste Abzocke!

Lächerlich.

Was soll dieses Gesülze? Verkehrsstrafen zu erhöhen ist eine abschreckende Maßnahme - und KEIN Schröpfen.
Oder lamentierst Du auch darüber, dass höhere Strafen für Vergewaltiger hauptsächlich Männer betreffen???

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Re: Lächerlich.

Dann erklären Sie mir einmal bitte, warum man gerade jetzt, wo die Leute immer weniger im Geldbörsel haben, immer mehr ABSCHRECKEN muss ???

Das ist doch der pure Hohn.
Das ist nichts weiteres als eine der üblichen Abkassierereien. Der Staat ist pleite!

gefördert werden soll nur der öffentliche verkehr!

wie komme ich dazu, den reichen, die ihren wohnsitz in die schöne bucklige welt verlegen, ihren umweltzerstörenden und menschen verachtenden weg zur arbeit auch noch zu finanzieren?
und diejenigen, die wenig verdienen, sollten nicht so weit zur arbeit fahren; für diese gibt es sicher ersatz in der nähe der arbeitsstelle!

Re: gefördert werden soll nur der öffentliche verkehr!

Die, die wenig verdienen, werden aber nicht gefragt. Wenn Sie auf Jobsuche gehen, sagt man Ihnen beim AMS, dass eine Anfahrtszeit von bis zu 2 Stunden für eine Strecke zumutbar ist.

Re: Re: gefördert werden soll nur der öffentliche verkehr!

das ist richtig; aber stellen, die wenig gehalt "abwerfen", können wahrscheinlich auch recht leicht von leuten erledigt werden, die weit weniger als 2 stunden von dieser arbeitsstelle entfernt wohnen.
wozu soll eine friseurin zwei stunden zur arbeit pendeln? einen ersatz, der nur 10 minuten mit dem fahrrad zu dieser arbeitsstelle fahren kann, gibt es sicher!

Gast: Raumplaner
30.10.2012 18:05
3 0

Pendlerpauschale streichen!

War ja früher gut gemeint, aber aus heutiger Sicht recht unsinnig, was hier gefördert wird.

Wozu fördern wir mit dem österreichischen Steuergeld die Erdöl exportierenden Staaten?

Auch wenn es sich dann für Leute in der strukturschwachen Peripherie nicht mehr auszahlt in die Metropolen zu pendeln, fehlen in den Metropolen sicher keine Arbeitskräfte.
Lieber die Peripherie, bzw. die Menschen dort direkt fördern. Das wäre eine win-win Situation.

Zersiedelung stoppen!
Wenn jeder sich ein Häuschen im Grünen baut/kauft, gibt es halt kein Grün mehr.
Die Reichen im Speckgürtel brauchen ohnehin keine Unterstützung.

PS: Ich bin mir übrigens sicher, dass diejenigen am lautesten gegen meinen Kommentar schreien, die sonst sofort gegen jegliche kommunistische Förderpolitik sind.

"tatsächlich gefahrene Kilometer"

also: wenn ich tatsächlich mit dem Auto fahre, und nicht mit dem Öffi, erhalte ich mehr?

Antworten Gast: So ist es
31.10.2012 08:34
0 0

Re: "tatsächlich gefahrene Kilometer"

Die Roten haben ihre alte Liebe zum Auto entdeckt. Geht's dem Auto gut, geht's den Grünen schlecht.

Schlussendlich wird wieder

eine ganz miese Abzocke dieser Versagerregierung herauskommen!

1 1

die pendlerpauschale...

...sollte auch der möglichkeit der nutzung der öffis rechnung tragen - sprich - wenn für längere distanzen auch sinnvolle öffis zur verfügung stehen, sollte die anreise zu den öffis km-abhängig unterstützt werden, und die nutzung der öffis auf basis deren kosten nach vorlage der öffi-(jahres-karte)

die nutzung von pkw's sollte bei sinnvollen öffi-alternativen mit abschlägen oder garnicht erfolgen.

Gast: Josef Manderl
30.10.2012 17:00
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Ist das der 1. Schritt zur Kilometerabhängiger Autobahnmaut?


Re: Ist das der 1. Schritt zur Kilometerabhängiger Autobahnmaut?

sicher nicht, das wäre zur abwechslung ja mal intelligent...