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Grundbuchgebühr wird zum Probegalopp

30.10.2012 | 16:59 |   (Die Presse)

SPÖ lässt die Bauern und Unternehmer beim Entwurf für die Grundbuchgebühr, auf den sich die Regierung am Dienstag im Ministerrat geeinigt hat, ungeschoren – und hofft so auf eine Zustimmung zur „Reichensteuer“.

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Wien/ju. Die SPÖ sieht die Neuregelung der Grundbuchgebühr offenbar als Probegalopp für die Einführung von Vermögensteuern: Bundeskanzler Werner Faymann sagte am Dienstag, die im Gesetzesentwurf von Justizministerin Beatrix Karl vorgesehenen Ausnahmeregelungen für „Hauptwohnsitze, Familienunternehmen und dergleichen“ seien „keine schlechte Grundlage“ für die Definition von Vermögenswerten bei der geplanten Reichensteuer.

Der Entwurf für die Grundbuchgebühr, auf den sich die Regierung am Dienstag im Ministerrat geeinigt hat, sieht vor, dass für Immobilientransaktionen innerhalb der Familie sowie in der Landwirtschaft und bei Unternehmen der (niedrige) dreifache Einheitswert des Objekts als Basis herangezogen wird, dass sich die Gebühr aber bei allen anderen Transaktionen am hohen Verkehrswert bemisst. Der Unterschied macht selbst bei durchschnittlichen Immobilientransaktionen mehrere tausend Euro aus.

Androsch: Unfassbar kurzsichtig

Ex-Finanzminister Hannes Androsch (SPÖ) sagte zur „Presse“, er zweifle stark daran, dass die geplanten Ausnahmen „verfassungsrechtlich Bestand haben“. Auch die Konstruktion einer Gerichtsgebühr als „Steuer“ sei verfassungsrechtlich bedenklich. Er empfehle, von dieser „unfassbar kurzsichtigen und standortschädlichen Lösung“ Abstand zu nehmen.

Für die Vermögensteuer würde das Vorbild Eintragungsgebühr bedeuten, dass selbst bewohnte Immobilien, landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen von der „Reichensteuer“ ausgenommen oder zumindest viel niedriger versteuert würden. Das würde auf eine klassische „Mittelstandssteuer“ hinauslaufen, weil große Vermögen überwiegend in Form von Betriebsvermögen oder großen Agrar-Immobilien angelegt sind.

Auch die geplanten Einnahmen dürften so nicht erreichbar sein: Die vom früheren SP-Finanzminister Ferdinand Lacina abgeschaffte alte Vermögensteuer war zu 80 Prozent aus Steuern auf Betriebsvermögen gespeist worden.

Hausbesitzer: Versteckte Steuer

Für den Präsidenten des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbundes, Martin Prunbauer, wäre schon die am Verkehrswert bemessene Grundbucheintragungsgebühr eine Form der Vermögensteuer: „Eine Gebühr ist etwas, das ich bezahle, um eine Leistung zu bekommen“, sagte Prunbauer im Gespräch mit der „Presse“. Nachdem der Wert der Immobilie praktisch keinen Einfluss auf den Umfang der Leistung bei der Grundbucheintragung habe, sei alles andere als eine Fixgebühr also eine versteckte Steuer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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55 Kommentare
 
1 2

Re: Das kennen wir doch schon! Mit diesem Schmäh hat uns schon einmal die SPÖ abgezockt!

Steuer auf den Ertrag des "Geldes". Nicht auf das Geld selbst.

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
30.10.2012 18:05
6 0

Re: Re: Das kennen wir doch schon! Mit diesem Schmäh hat uns schon einmal die SPÖ abgezockt!

Konkret:

Steuern auf den nominellen Ertrag des Geldes.

Bei negativen Realzinsen aber eben auch Enteignung.


Re: Re: Steuer auf den Ertrag des "Geldes". Nicht auf das Geld selbst.

Nach den bisherigen Äußerungen dazu, soll es jetzt aber, als 2.ten Schritt, doch um's Geld selbst gehen. Denn Vermögenssteuern bedienen sich an vorhandenem Vermögen, vom Sparbuch, übers Eigenheim, Anteile am Familienbetrieb, bis hin zu allem was man hat.

Und ist ein solches Gesetz einmal vorhanden, kann und wird man - wie der gelernte Österreicher weiß - sehr schnell an den Grenzen und Ausnahmefällen drehen. Denn - und das weiß jetzt wieder die Politik - die großen Summen kommen immer von der großen Masse.

9 0

Re: Re: Re: Steuer auf den Ertrag des "Geldes". Nicht auf das Geld selbst.

Ist doch der übliche Politschmäh.

Zuersat schröpfen wir nur die angeblich Reichen. Dann kommt man drauf, dass das kaum etwas einbringt, weil die schnell weg sind und auch nur sehr wenige sind. Dann ruft man nach neuer "Gerechtigkeit" und schröpft auch die Mittelschicht, da wo es viel einbringt. Ausnahmen werden wegen der Gerechtigkeit gestrichen.

NUR die Privilegien der Politker bleiben immer die Selben!

Gast: Manfred Berger
30.10.2012 16:37
20 0

Wo liegt der Unterschied der Leistung?


Das Eintragen ins Grundbuch erfordert einen gewissen Arbeitsaufwand. Ich schätze, eine Stunde ist da schon mehr als hoch gegriffen.
Der Aufwand ist aber immer derselbe, egal ob man 2 m2 Grünland am adW einträgt oder ob das 10000 m2 Bauland im Stadtzentrum sind. Das darf nur dieselbe Gebühr für denselben Aufwand sein.
Die Anmeldung eines Dacia kostet ja auch desselbe wie die eines Rolls Royce.

Antworten Gast: Bärenfalle...
30.10.2012 18:07
6 0

Re: Wo liegt der Unterschied der Leistung?

Bringens unsere Roten bloß nicht auf irgendwelche Ideen....

Gast: NocheinParteiloser
30.10.2012 16:32
9 0

Das wird Super!

Es wird dann, wegen der Besteuerung von Besitz mit Grundbucheintragung, der Besitz nicht mehr erstrebenswert. Dann kann der Staat auf Immobilien billig zugreifen und den Bürgern dieses billig zur Verfügung stellen. Die Alternative dazu wären ja dann die notwendigen Mietpreiserhöhungen, weil diese Steuern ja Kosten am Objekt sind.

Das passt dann auch gut zu den absurden Ideen der Sozialdemokraten, weil diese dann eine ja auch die Gesamtschule eine Masse an Menschen bekommen, welche selber nichts schaffen / verwalten können. Wird dann ohnehin nicht lange brauchen bis aus dem Privatbesitz große Teile an abgewohnten Sozialwohnungen geworden sind.

Wer Anfang der 90er Jahre in die nördlichen und östlichen Nachbarländer reiste, der konnte die tollen Immobilien im Staatsbesitz auch bewundern.

Wenn diese Regierung so weiter macht und weiter die Staatsausgaben noch weit über die 150.000 Mio. Euro pro Jahr schraubt, dann dauert es nicht mehr viele Jahre bis Österreich abgewirtschaftet ist. Wem besteuert der Faymann dann?

Wie wäre es mal mit einer Reichensteuer für die reiche EU, welche momentan Ausgaben von 1.000.000.000.000.- Euro zur Genehmigung verhandeln! Dieser Reichtum ist doch zu 100% unnötig für die Europäer, eher schädlich. Da sollten man gleich eine ordentliche Steuer darauf einheben.

Antworten Gast: VW
30.10.2012 23:50
0 0

Re: Das wird Super!

sozialismus erledigt jenen mittelstand endgültig, den es trotz des parasitären bankensystems und damit einhergehenden hohen steuern (um zinsen für das aus der luft geschöpfte giralgeld der banken zu finanzieren) noch gibt.

14 0

Unglaublich

Das österreichische Justizsystem finanziert sich zu 110 % aus Gebühren. Schweden nur zu 0,5%. Auf Platz 2 legt Malta mit 50%.

Was sagt uns das. Der Österreicher ist so dumm und lässt sich diese Willkür gefallen. Bis vor kurzem hat eine Kopie noch über 1. Euro gekostet. Und die Grundbuchsgebühr ist ja ein Witz. Dir sollte für jeden gleich niedrig sein- um die 500€.

Die ÖVP ist gegen eine Vermögenssteuer. Nun meine Frage was stellt diese gestaffelte am Verkehrswert sich orientierende Gebühr dann dar..?

Und der grösste Grundbesitzer ist der Österr. Staat.


Antworten Gast: Karl - Heinz G.
30.10.2012 18:04
4 0

Re: Und der grösste Grundbesitzer ist der Österr. Staat.

und danach folgt die Kirche und dann die Banken. Und alle sind natürlich befreit von der Steuer!!!!

Gast: Freiheitsliebender
30.10.2012 16:20
16 0

Der Faynachtsmann träumt von einer völligen Enteignung der Bevölkerung.

Dieser Grinsekanzler weis genau das die Teuerungsrate bald alle Einfamilienhaus- und alle Stadtwohnungenbesitzer zu "Reichen" macht.

Diejenigen welche wirklich Geld haben wandern aus, wie umlängst Felix Baumgartner.

Das ganze ist nichts weiter als wie eine Massensteuer der Zukunft.

Die einzige Steuer die wir einführen sollten ist eine SPÖ-Steuer, so ca.100% vom Einkommen ;) .

Das würde uns Bürger von vielen Belastungen erlösen (Faymann, Rudas, Taus, Darabós,Cap,..)


die transfergeldempfänger

kosten. die kuh wird immer magerer.

Gast: GASTzusxb23
30.10.2012 16:11
12 0

Amtsgebühren

jetzt könnte man noch auf die Idee kommen, die Neuausstellung eines Füherescheines oder Reisepasses nach dem Gewicht des Antragstellers zu vergebühren!!!

Ein Wahnsinn diese Regierung!

Gast: VictoriaI
30.10.2012 16:09
10 0

Kreativ beim Kassieren

Wenn man von dieser Regierung und ihrem Chef etwas hört, dann geht es immer nur um höhere und neue Steuern - alles im Namen der Gerechtigkeit. Wo bleiben die Reformen, die Durchforstung der Förderungen . . .?
Kreativ sind ÖVP und SPÖ vor allem dann, wenn es um's Abkassieren geht.

Gast: Paz
30.10.2012 15:56
1 1

Feststellung des Verkehrswertes?

Der bisherige Gesetzgeber hat schon gewusst aus welchen Gründen der Einheitswert herangezogen worden ist.
Beim Verkehrswert werden abzurechnen sein die üblichen Hypotheken und auch die Sevituten.
Dies wird ein verdienstvolles Geschäft für die Sachverständigen. Das bedeutet, dass der handelsübliche Liegenschaftsverkehr aufgrund der hohen Gebühren zum Erliegen kommen wird oder soweit möglich auf eine Eintragung im Grundbuch verzichtet werden wird!!

Gast: Billy the Wilder
30.10.2012 15:52
3 0

seid gnädig!

Bitte seid mit Herr Faymann gnädig, er sagt doch nur, was ihm seine Parteizentrale vorschreibt!?
Er hat ja scheinbar nichts anderes gelernt?
Und das ist ja seine Stärke: die Strippenzieher hinter ihm finden ja keinen solchen gutwilligen "Daherplapperer" wie ihn, daher halten sie ihn auch!
Gefährlich wird es nur, wenn man diese etwas lächerliche Seite dieses Herren als seriöse Aussagen klassifiziert!

Sie wollen die "Reichen" besteuern, haben aber schon längst alle Register gezogen.

Österreich hat die zweithöchste Steuerlast (Lohnsteuer) aller OECD Staaten - nach dem krisengebeutelten Island.

Herr Kanzler, was machen Sie zuhause wenn sie kein Geld haben: SPAREN oder Schulden ?

Steuer für geprüfte (?) Taxilenker

Ich schlage eine Steuer für beschäftigungslose und daherschwafelnde Taxilenker vor - 100% für diese Fehlbestzung !

nicht gelesen oder nicht verstanden Herr Faymann?

das in der vorliegenden Form beschlossene Gesetz fliegt sowieso wieder beim VfGH, so viel vorweg.
Die Ausnahme kann nicht die Grundlage für die Definition der Reichensteuer sein. Der Nachkomme einer Millionärin kann genauso wie der arme Schlucker die Ausnahmebestimmung in Anspruch nehmen.
Vielleicht sollte der Sebastian Kurz mal das "sinnerfassende Lesen" bei Herrn Faymann abprüfen.

Als neutraler beobachter aus der ferne......

frage ich mich langsam, wie lange sich das oe volk das noch gefallen laesst - als auslandsoesterreicher beobachte ich nur zeitweise das politische geschehen in der alten heimat - aber- von der regierung hoert man nicht viel - ausser - eine neue steuer - aufgewachsen mit klaus und kreisky vermisse ich etwas an feuer bei hr. faymann - auf mich wirkt er klinisch tot - und sein team ist unter jeder kritik - ich beziehe hier den partner in dieser 'regierung' mit ein - neue steuern haben noch nie etwas positives gebracht - das defizit ist schon zu hoch - harte einschnitte scheinen angebracht - leistung muss wieder gefoerdert werden - der aufgeblasene und unproduktieve politikerclan muss verkleinert werden - nicht angenehm - aber notwendig und laengst ueberfaellig...........

Gast: Rosa44
30.10.2012 15:16
6 0

Einfach zum nachdenken

Die Banken zahlen im Schnitt 7% für ihre Gewinne. Kein Arbeitnehmer kommt mit 7% Lohnsteuer davon!

Raiffeisen zahlte für 2 Mrd. Gewinn lediglich 1% Steuern; ganz legal.

Gast: Walter56
30.10.2012 15:13
5 0

Neue. noch höhere Steuern braucht das Land!

24.9.2011: Dass die Steuerquote allgemein steigt, kann er sich nicht vorstellen: „Im Gesamtkontext muss es nach unten gehen“, so Mitterlehner.

17.2.2012: Mitterlehner (ÖVP) verlangt eine höhere Grundsteuer.

18.2.2012; Mikl-Leitner: Eine Erhöhung der Grundsteuer kommt nicht in Frage.

Die Steuerlast ist von 2002 bis 2011 um 32,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Jahr davor ist ein Plus von sieben Prozent. Die Arbeitnehmer haben von Jänner bis November 2011 gut 19,5 Milliarden Euro an Lohnsteuer bezahlt und damit fast zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

Lt. OECD hat:
•die Republik Österreich eine der höchsten Steuerquoten der Welt (Arbeit ist unterdessen einschließlich Arbeitgeberbeiträgen mit mehr als 60 Prozent durch Steuern und Abgaben belastet); immer wieder kommen Finanzminister mit ihren Steuereinnahmen ganz dramatisch nicht aus.


Gast: Franz53
30.10.2012 14:53
21 0

Das muss man so verstehen

Nachdem der SPÖ immer mehr Wähler aus dem Gemeindebau weg sterben müssen rasch neue "Proletarierer" (Besitzlose) ins Land geholt werden.

Bei diesen Leuten punktet man, wenn man auf die Reichen schimpft und von ihnen mehr "gerechtere" Steuern verlangt.

Das ist linker Wahlkampf pur!

Gast: =EHM=
30.10.2012 14:36
15 0

Der lieb Werner wird keine Gelegenheit haben sein krausen Ideen umzusetzen. Denn nach den zahlreichen Wahlen im kommenden Jahr wird er von seinen Genossen von denen sich viele dann beim AMS bewerben können abgewählt.

Also, alles heiße Luft eines Mannes der glaubt wichtig und gescheit zu sein.

Gast: Kalibers
30.10.2012 14:28
14 0

Wer

Ermittelt wie und zu welchen kosten den Verkehrswert der Immobilie ? Wie wärs mit einer parteiabhängigkeitssteuer für lebenslängliche Berufspolitiker ?

Re: Wer

Anschlussfrage: Wer ermittelt den Wert des restlichen Vermögens? Ist ein Versprechen auf eine Politikerpension im Gegensatz zu privater Vorsorge eigentlich "Vermögen"?

Im Grunde also Fragen über Fragen. Und da die niemand wird beantworten können, wird´s halt - je nach Ausprägung der Katastrophe - entweder einfach auf eine saftige Erhöhung der Einheitswerte und/oder eine Zwangshypothek auf Immobilien hinauslaufen.

Gast: MK5
30.10.2012 14:15
14 0

Was will dieser abgewählte Loser?

Für wie blöd hält er die Leute, dass er glaubt mit seiner populistischen Reichensteuer sein defizitäres Image polieren zu können?

Gast: mens sana
30.10.2012 14:01
18 0

Ich bin für eine Blödensteuer

Damit Herr Faymann in angemessener Weise zum Ausgleich der volkswirtschaftlichen Schäden herangezogen werden kann, die seine Politik verursacht.

Gast: sozisschadendemvolk
30.10.2012 13:57
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auf die hackler, häuslbauer u arbeitnehmer,asvgpensionisten die steuern zahlen und ihr bereits versteuertes! eigenes eigentum verkaufen wollen, auf die geht die SPÖ los; die casinofinanzmärkte, banken und reichen spekulanten werden durch die SPÖ weiter geschützt.


 
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