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Pendlerpauschale: SPÖ macht Druck, ÖVP wartet ab

01.11.2012 | 17:59 |   (Die Presse)

Der bisher gestaffelte Pauschalbetrag der Pendlerpauschale soll künftig in einen kilometerabhängigen Steuerbonus verwandelt werden. Außerdem will die SPÖ den Steuerbonus auch Teilzeitbeschäftigten zukommen lassen.

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Wien/Red./APA. SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder will die Reform schon Anfang 2013 wirksam werden lassen: Bei der Pendlerpauschale soll der bisherige Steuerfreibetrag in einen fixen Absetzbetrag verwandelt werden, um die Höhe des Steuerbonus von der Einkommenshöhe zu entkoppeln. Auf Drängen der Arbeitnehmervertreter der Koalitionsparteien sowie mehrerer Bundesländer soll der gestaffelte Pauschalbetrag nun in einen kilometerabhängigen Steuerbonus umgeändert werden.

Damit geht die SPÖ auch in die Verhandlungen mit der ÖVP. Außerdem will sie den Steuerbonus auch Teilzeitbeschäftigten zukommen lassen. Noch keine konkreten Reformvorschläge will man im Büro von ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter nennen. Prinzipiell ist man aber auch hier für eine Umstellung von Pauschalbeträgen auf eine kilometerabhängige Förderung.
Derzeit kommt rund eine Million Österreicher in den Genuss des Pendlerpauschale. Das „große Pendlerpauschale“ gibt es nur dann, wenn der Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar ist oder wenn deren Benutzung wegen einer Behinderung oder besonders langer Fahrdauer nicht zumutbar ist. Abhängig von der Entfernung zum Arbeitsplatz ist das Pauschale in vier Stufen gestaffelt: Bei einer Distanz von zwei bis 20 Kilometern zum Arbeitsplatz macht der Freibetrag 372 Euro jährlich aus, bis 40 Kilometer sind es 1.476 Euro, bis 60 Kilometer 2.568 Euro und für längere Wegstrecken 3.672 Euro jährlich.

Wenn ein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht, kann nur das „kleine Pendlerpauschale“ bezogen werden. Für die ersten 20 Kilometer gibt es keine Förderung. Zwischen 20 und 40 Kilometern beträgt der Freibetrag 696 Euro jährlich, bis 60 Kilometer sind es 1.356 Euro und darüber sind es pauschal 2.016 Euro jährlich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)

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26 Kommentare
 
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Wenn schon eine eine Pendlerpauschale dann

• kein öffentl. Verkehrsmittel (Bahn, Bus etc.) möglich ist.
• täglich (und nicht nur an max. 11 Tagen) zur Arbeit gefahren wird.
• sozial ausgewogen ( nur bis max.
€ 50.000,-- Jahreseinkommen) ist.
• elfmal im Jahr (ohne Urlaub) ausbezahlt wird - bei Lehrern nur 8x.

Soviel Intellekt trauen sie dieser Regierung zu?

Sinnvoller wäre es die Pendlerpauschale ganz zu streichen, wie viele andere Sinnlosförderungen auch und eingespartes Geld für die Admin dafür zu verwenden, die Lohnnebenkosten zu senken.

Das ist fairer und vereinfacht das Steuerchaos!


Antworten Antworten Gast: Klaus
03.11.2012 16:50
0 0

Re: Soviel Intellekt trauen sie dieser Regierung zu?

auja ... Lohnnebenkosten senken ... das wäre ja mal ganz was neues ...

- Freibetrag f Essensmarken
- Sachbezugsregelung f. Firmenauto
- E-Card Gebühr
- Sonderzahlungen
- Luxustangente bei PKW
- Vorsteuerabzugsregelung bei PKW
usw.

aber die Presse wird derartigen Input von mir ab 5.11.2012 nicht mehr bekommen. pfah! Und selbst sind sie zuwenig investigativ dass mal von den Journalisten was kritisches kommen würde.

Gast: fesima
01.11.2012 21:02
2 1

pauschale keinesfalls erhöhen

Ich kenn genug Leute aus NÖ, die keinesfalls in Wien wohnen möchten und lieber täglich 2 Stunden verfahren, um in ihr günstiges Haus mit Garten in NÖ zu kommen. Soll das die Allgemeinheit noch unterstützen?

Antworten Gast: Klaus
04.11.2012 09:16
0 0

Re: pauschale keinesfalls erhöhen

Ich kenn genug Leute aus ganz Österreich, die keinesfalls in Wien wohnen möchten.

Antworten Gast: Johann Sebastian
02.11.2012 09:18
0 0

Re: pauschale keinesfalls erhöhen

Wenn z.B. einer in Wien und der Ehepartner in NÖ arbeitet, steht es 50:50, ob man dann in NÖ bleibt oder nach Wien zieht. Es gibt nicht nur den einen Fall mit dem "günstigen Haus" am Land! (was ja in einigen Teilen NÖs ohnehin nicht mehr zutrifft zB. Bezirk MD)
Außerdem - wenn alle, die in Wien arbeiten, nach Wien ziehen wollen, kann sich sowieso keiner mehr das das Wohnen in Wien leisten...
Und: schon mal die "W"-Autos gezählt, die sich zB. ins IZ-NÖ-Süd nach Wiener Neudorf oder nächst der AS A2/Mödling in der Früh an der Ampel anstellen?

Gast: schwarzseher
01.11.2012 20:38
2 0

spiele

brot und spiele für das volk-auf volkes kosten. wahlpropaganda für werner.

Gast: Lillit_Lea
01.11.2012 19:50
4 1

Ersatzlos streichen!

Die Pendlerpauschale gehört ersatzlos gestrichen, da falsche Anreize geschaffen wurden und der administrative Aufwand zu groß ist.

Die täglichen Verkehrsstaus verursacht durch die Pendler beweisen, dass dieser Freibetrag sofort abgeschafft gehört!

Gast: GASTlu43h8zb
01.11.2012 10:20
3 0

Verwaltungswahnsinn

Das ist ja administrativer Irrsinn, was der Biologe Häupl da plant, um die parkpickerlgeschädigten Pendler zu beruhigen.
Dafür daß Wien jetzt Millionen mit der Parksteuer kassiert, soll der Bund und der österreichische Steuerzahler jetzt für Wien die Zeche ein zweites Mal bezahlen!! Ein Skandal ist das. Und die ÖVP spielt mit samt dem roten Nissl ( auch die Burgenländer pendeln viel nach Wien, davon wurde nie etwas geschrieben, scheinbar wollte man den roten Genossen im Burgenland politische Probleme ersparen).

Diese Idiotie!

Die Loesung ist ganz einfach:
- Heruntersetzen der Steuern auf Arbeit
Folgen:
- Keine Pendlerpauschale wird benoetigt
- Kein Verwaltungsaufwand fuer selbige
- Bares Geld auf "beiden Seiten".

Einfach geht bei uns jedoch nicht, und Verwaltungsbeamte will unser SPOE/OEVP Bonzentum auch nicht einsparen. Ist eh alles nur Steuergeld!

Gast: Wiene988
30.10.2012 15:21
0 0

Ja, bis....

zu den nächsten öffentlichen Verkehrsmitteln sollen Kilometerabhängige Transferleistungen für Pendler gezahlt werden, aber nicht mehr. Das wäre ja absurd, wenn man die Luftverschmutzung über das Pendlerpauschale hinaus förden würde. Die entsprechenden öffentlichen Parkplätze müssen Niederösterreich und Burgenland beisteuern.

Antworten Gast: Klaus
03.11.2012 16:52
0 0

Re: Ja, bis....

Österreich besteht aus mehr als aus Wien. Die Regelung muss also für ds ganze Land sinnvoll sein.

Gast: Blankensteiner Husar
30.10.2012 15:03
2 0

Wieder ein Beweis, dass Politiker wie der Michel keine Ahnung von was haben!

Denn die Pendlerpauschale deckt erstens nie die Kosten und zweitens bekommt man da nichts, sondern hat einen Steuerfreibetrag.
Und warum jemand von Güssing täglich nach Wien fahren soll, das kann er auch mal erklären.

Die Pendlerpauschale

Da sprechen die Landesfürsten von Wien, NÖ und Burgenland schon wieder über etwas das sie gar nichts angeht denn zahlen soll ja der Bund also wir alle.
Damit will man wieder einmal Faymann, Spindelegger und Fekter zeigen wer das Sagen hat.

Gast: Frecherix
30.10.2012 09:11
1 1

Aha..

..es werden die belohnt die (aus verständlichen Gründen) aus Wien rausgezogen sind, und die bestraft, die in Wien bleiben (müssen, oder Reich genug sind eines der wenigen lebenswerten Flecken Ihr Eigen nennen zu dürfen- Beamte zB.).

Wo ist da die Logik?

Gast: MarkaI
30.10.2012 09:06
2 1

Dann zahle ich als

lärmgeplagter Wiener auch noch meinen Peinigern das Autofahren??? Schnapsidee.

3 0

Re: Dann zahle ich als

Naja, die zahlen ja auch für IHRE U-Bahn, denn 365 € ist nicht mal ein Deckungsbeitrag!

Gast: rapauke
29.10.2012 23:53
3 2

ja

wieso soll eigentlich ein pendler aus neufld das gleiche bekommen wie jener aus güssing??? ich frage mich, ja wieso soll einer aus neufeld und aus güssing überhaupt nach wien fahren - sollte die frage heissen! wieso schafft es häupls spiegelbild niessl nicht, vernünftige betriebe in neufeld oder in güssing anzusiedeln, damit den armen häusl-bauern zugemutet wird so weit zu fahren? warum glauben so viele aus dem unternehmerparadies nö nach wien kommen zu müssen? wenn eh alles eine wirtschaftliche einheit ist, warum brauchen wir dafür drei verwaltungen???
da kann sich die opposition eine lektion in populismus holen!

Gast: UKW
29.10.2012 20:34
3 1

Ich zieh jetzt auch wieder raus aufs Land

Damit ich vom Steuerzahler für das verschmutzen der Luft bezahlt werde. Ich werde darauf achten möglichst viele Kilometer zu fahren, damit der Rubel rollt.

Pauschale

Endlich tut sich etwas, Super !

gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

nicht das private autofahren!

Antworten Gast: Klaus
03.11.2012 16:55
0 1

Re: gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

ja, für die Leute die von 8-12 und 13-16 Uhr arbeiten könnte das ja irgendwie passen .. Entlang von Hauptverkehrsrouten ... aber das gibt es kaum noch.

Antworten Gast: PÖHSE
30.10.2012 09:22
1 1

Re: gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

Ganz ihrer Meinung! Man muss sich auf zukünftige Realitäten einstelln, auch wenn manche noch glauben, dass sich in Hinsicht Privatverkehr `eh nix ändern` muss.

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Re: Re: gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

Und was ist mit dem Berufsverkehr? Der ist hier schließlich Thema. Keiner redet vom Ausflug am Wochenende.

Antworten Antworten Antworten Gast: Klaus
04.11.2012 09:22
0 0

Re: Re: Re: gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

registrierter Benutzer zu sein hilft nicht beim Denken ...

von den menschen wird immer mehr Flexibilität verlangt, und die Meschen sollten das auch von Hintertupfing aus leisten können. Öffis können das recht selten leisten, insb. dann nicht wenn die Entscheider keine Ahnung von Volkswirtschaft haben.

PS: ab 5.11.2012 ohne Registrierung, daher ohne Beiträge.

Re: Re: Re: Re: gefördert werden sollte nur die benützung des öffentlichen verkehrs,...

diese angelegenheit sollten die firmen intern lösen.
es geht nicht an, dass ein sehrgutverdiener in die pampa zieht, dort wenig für das bedürfnis "wohnen" zahlt, und ich ihm dann noch einen zuschuss für den tank.
für wenigverdiener findet sich sicher guter ersatz in der nähe der arbeit.
jedermann ist für seine wohnsituation selbst verantwortlich.

 
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