Zu alt: Gericht befreit Mann vom Präsenzdienst

09.11.2012 | 18:39 |   (Die Presse)

Das Heer wollte einen Mann einziehen, der die 35-Jahr-Grenze überschritten hatte. Ab 35 darf man aber zum Präsenzdienst nicht mehr eingezogen werden.

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Wien/Aich. Noch bevor die politische Entscheidung über ein mögliches Ende der Wehrpflicht fällt, hat ein Mann gerichtlich erkämpft, dass er keinen Präsenzdienst leisten muss. Das Heer hat dies von dem Mann verlangt, obwohl er bereits den 35. Geburtstag hinter sich hat.

Ab 35 darf man zum Präsenzdienst nicht mehr eingezogen werden. Das Heer hat allerdings damit argumentiert, dass es dem Mann bereits in jüngeren Jahren zweimal Einberufungsbefehle geschickt habe. Beide Male wurde dem Mann aber danach eine Befreiung vom Wehrdienst gewährt. Als das Heer den Mann nun doch noch einberief, war es zu spät: Wie der Verwaltungsgerichtshof in seinem aktuellen Urteil ausführt, kommt es nicht darauf an, wann zum ersten Mal die Einberufungsbefehle versandt wurden. Denn diese Befehle wurden wieder zurückgenommen. Entscheidend sei der Zeitpunkt, ab dem der Mann tatsächlich einrücken müsste. Und dies wäre erst nach Erreichen der Altersgrenze gewesen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2012)

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5 Kommentare

Freiwilligenheer statt Zwangsdienste für Männer


Re: Freiwilligenheer statt Zwangsdienste für Männer

Freiwillige Steuern statt Zwangssteuern!

Jajajajaja ....

Re: Re: Freiwilligenheer statt Zwangsdienste für Männer

auch nur für Männer?

Re: Re: Re: Freiwilligenheer statt Zwangsdienste für Männer

ja bitte! :)

Auch als Verfechter der Wehrpflicht bin ich der Überzeugung , dass die Entscheidung richtig ist

Irgendwo muss tatsächlich eine Altersgrenze sein.
Ist es nicht nur so, dass eben ab einem gewissen Alter die körperliche Fitness tatsächlich nicht mehr so ist, dass man den diesbezüglichen Anforderungen entsprechen könnte. Ein zweiter, nicht zu vernachlässigender Aspekt ist jener, dass es auch nicht gut wäre, wenn zwanzigjährige Gefreite, Korporäle oder Zugführer die nicht nur körperlich sondern (hoffentlich) auch geistig und charakterlich gereifteren Staatsbürger herumkommandieren könnten. Was bei Gleichaltrigen nicht immer zum Problem wird, das wäre dann in späteren Jahren enormes Konfliktpotential. Schlimm kann es auch sein wenn "Zivilversager" dann "Macht" über jene hätten, die es ausbildungsmäüig und beruflich zu etwas gebracht haben. Um einem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin davon überzeugt - dass Dank der Wehrpflicht - nicht nur Zivilversager im Rahmen des Heeresdienstes gute Arbeit liefern (Ich selbst bin Reserveunteroffizier und habe länger gedient). Aber zurück zur Sache: Ab einem gewissen Alter sollte es tatsächlich nicht mehr möglich sein, jemanden zur Grundausbildung einzuziehen. Und da scheint mir das Lebensalter von 35 Jahren äußerst hoch.

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