Krankenkassen erwarten nun Plus von 106 Mio. Euro

15.11.2012 | 11:18 |   (DiePresse.com)

Der Hauptverband schraubt seine Prognose nach oben. Im August war noch mit einem Überschuss von nur 73 Millionen Euro für heuer gerechnet worden.

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Die Krankenkassen erwarten für heuer einen Überschuss von 105,9 Millionen Euro. Dies geht aus dem am Donnerstag vom Hauptverband vorgelegten (aktualisierten) Voranschlag für 2012 hervor. Nur für zwei Träger, nämlich die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse und die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, wird ein Defizit prognostiziert. In seiner letzten Prognose vom August hatte der Hauptverband nur mit einem Plus von insgesamt 73 Millionen Euro gerechnet.

Für 2013 wird mit einem Überschuss von 109 Millionen Euro gerechnet. Der Schuldenstand - vor einigen Jahren noch über einer Milliarde - liegt nun bei rund 200 Millionen Euro. Der Großteil davon geht auf die Wiener Gebietskrankenkasse zurück.

Die neun Gebietskrankenkassen (GKK) zusammen erwarten einen Überschuss von 74,9 Millionen Euro. Als einzige GKK rechnet die Niederösterreichische mit einem Minus von 15,8 Millionen Euro. Jene im Burgenland, in Tirol und in Vorarlberg erwarten ein ausgeglichenes Ergebnis. Den größten Überschuss soll die GKK der Steiermark mit 43,7 Mio. Euro erwirtschaften. Die Wiener, die jahrelang als größtes Sorgenkind gegolten haben, erwarten ein Plus von 23,2 Millionen Euro. Ebenfalls mit einem Überschuss rechnen die Kärntner (plus 12,2 Mio.), die Salzburger (plus 7,2 Mio.) und die Oberöstereicher (plus 4,4 Mio.).

Unter den anderen Trägern ist die SVA der gewerblichen Wirtschaft mit 9,8 Millionen Euro als einzige im Minus. Die SVA macht dafür einen "Zwangsbeitrag" zur Budgetkonsolidierung, die doppelte Hebesatzsenkung und ihren Finanzierungsanteil am Wiener Hanusch-Spital verantwortlich. Ohne diese "Eingriffe von außen" könnte die SVA nach eigenen Angaben für heuer einen Gewinn von 22,5 Mio. Euro erwirtschaften.

Im erwarteten Gesamtergebnis von 106 Millionen Euro sind die 40 Mio. Euro aus dem Strukuturfonds sowie die Auswirkungen der vereinbarten Finanzziele bereits berücksichtigt. Ebenso berücksichtigt sind die Maßnahmen des Konsolidierungspakets (Beitragssatzsenkung bei der BVA sowie Hebesatzsenkung bei der SVA und der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau).

(APA)

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2 Kommentare

Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung ....

... und die kranken Kassen verschwinden vom Markt. M.a.W., er wird sich selbst bereinigen!

Wenn alle sinnfreien 35 Kassen erst zusammengelegt würden....


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