Asyl: Protestmarsch aus Traiskirchen erreicht Wien

24.11.2012 | 21:31 |   (DiePresse.com)

An dem Marsch nahmen rund 100 Asylwerber und 400 Sympathisanten teil. In der Bundeshauptstadt wird für mehrere Tage ein Protest-Zeltlager errichtet.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Eine Gruppe von Asylwerbern aus der Aufnahmestelle Traiskirchen ist am Samstagabend nach stundenlangem Fußmarsch an ihrem Ziel beim Sigmund-Freud-Park vor der Wiener Votivkirche angekommen. Zuvor hatten die protestierenden Asylwerber auf ihrem Weg in die Wiener Innenstadt noch vor dem Asylgerichtshof in der Laxenburger Straße für eine Kundgebung Halt gemacht. Im Sigmund-Freud-Park soll nun ein mehrtägiges Protest-Zeltlager bezogen werden.

Nach Angaben des Innenministeriums war die Gruppe bis zu ihrem Ziel auf rund 500 Personen angewachsen, davon etwa 400 Sympathisanten und 100 Asylwerber, hauptsächlich solche aus Pakistan.

Der Protestmarsch verlief laut Veranstalter und Polizei ruhig und ohne Zwischenfälle. Für Unruhe sorgte unter den Asylsuchern nach Angaben der Veranstalter allerdings das Gerücht, es werde in Traiskirchen noch um 21.00 Uhr Abend bzw. am nächsten Morgen eine sogenannte Standeskontrolle durchgeführt.

Ein Sprecher des Innenministeriums meinte dazu, eine Kontrolle noch am Abend sei "frei erfunden", dergleichen sei keinesfalls geplant. Sonntag früh werde "wie jeden Tag" eine Anwesenheitskontrolle durchgeführt. Für alle jene Bewohner, deren Abwesenheit begründet sei, "weil sie etwa bei einem Arzt sind - oder von ihrem verfassungsmäßigen Recht auf Demonstrationsfreiheit Gebrauch machen", habe diese Kontrolle aber keinerlei Konsequenzen

Auch das geplante Zeltlager vor der Votivkirche werde von der Polizei als Ausdruck der Versammlungsfreiheit toleriert, hieß es aus dem Innenministerium.

(APA)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
220 Kommentare
 
12 3 4 5
PENITENTIAM AGITE
25.11.2012 19:37
0

Und selbstverständlich: man muss diese Anliegen der Asylanten unterstützen, wenn man Demokrat ist und bei Sinnen. Nur die ganz dummen kapieren nicht, dass sich die Anständigkeit einer Gesellschaft und der Grad an Menschsein sich über den anständigen Umgang mit den Schwächsten definiert.

Österreich könnte viel mehr in Sachen Asylpolitik tun und viel mehr arme Menschen aufnehmen und viel mehr für Flüchtlinge tun.
Jeder sollte sich schämen, der nicht zumindest privat solche arme Menschen untertützt!

Antworten seerose
26.11.2012 11:57
2

Re: Und selbstverständlich: man muss diese Anliegen der Asylanten unterstützen, wenn man Demokrat ist und bei Sinnen. Nur die ganz dummen kapieren nicht, dass sich die Anständigkeit einer Gesellschaft und der Grad an Menschsein sich über den anständigen Umgang mit den Schwächsten definiert.

Naiver geht es nicht mehr.Wenn man in Ihrem Sinn handeln würde,dann würden wir von Flüchtlingen überschwemmt werden und das wäre der Anfang vom Ende für Österreich und Europa.

Antworten qwertzui8520
25.11.2012 23:01
0

Re: Und selbstverständlich: man muss diese Anliegen der Asylanten unterstützen, wenn man Demokrat ist und bei Sinnen. Nur die ganz dummen kapieren nicht, dass sich die Anständigkeit einer Gesellschaft und der Grad an Menschsein sich über den anständigen Umgang mit den Schwächsten definiert.

Darf man fragen wie groß Ihre Anständigkeit und Ihr Grad an Menschsein ist? Wieviele der armen Flüchtlinge haben Sie bei sich aufgenommen?

Stella Bartholomäus
25.11.2012 19:10
0

Das sind die wirklichen Gründe warum Menschen flüchten!

Für alle ÖsterreicherInnen die nicht verstehen, warum Menschen von weit her nach Österreich flüchten und Gebrauch von ihren Rechten auf öffentlicher Straße machen.
Ich empfehle Ihnen von ganzem Herzen diesen Link:
http://www.youtube.com/watch?v=v... ure=relmfu

Kampfpudel
25.11.2012 16:57
10

Irene Brickner im Standart

"Verlegungen ohne Rücksicht

Und sollte ein Flüchtling woanders in Österreich für ihn wichtige soziale Kontakte haben: egal, wer verlegt wird, muss folgen!"

Eine Caritas-Mitarbeiterin gestern bei Vorarlberg-Heute, wenn ein Bewohner einer Asylunterkunft in Vorarlberg einen Freund in Traiskirchen hat, versuchen wir dass diese Freunde auch wieder zusammen kommen.

Diese reisserischen und verlogenen Artikel in den Ö-Medien sind unausstehlich.
Ich habe es hier geschrieben, weil ich mich bei so einer Zeitung nicht registrieren möchte.

Roman aus Wien
25.11.2012 16:40
11

Die Forderungen der armen Asylanten ...

... sind ja wirklich sehr bescheiden. Hier kann sich jeder selbst davon informieren: http://www.sosmitmensch.at/stories/6821/

Kampfpudel
25.11.2012 16:18
4

Wir brauchen Pick-up

Für den Österreichischen Frühling.

SPÖ-Loser
25.11.2012 14:10
15

Sollte man nicht wieder ...


... eine bessere Kontrolle und Beweislegung von sämtlichen Asylanten über Ihr Hierherkommen fordern ?

Es ist schon beachtlich, wie diese Leute zu Uns hierher gekommen sind. Immerhin sind Wir hier in inem EU-Binnenland, und jeder Einzelne müsste ein Flugticket haben.

Naaaa, raschelt's ?

starshaper
25.11.2012 11:25
23

sie fordern, wir zahlen

... z.B. einen Gratis-Dolmetscher beim Arztbesuch
... Gratisfernsehen
... und vieles mehr ..

Antworten TT007
26.11.2012 08:14
0

Re: sie fordern, wir zahlen

Gratisfernsehen - köstlich :-) da flüchtet jemand mit todesangst aus Syrien und lässt sich nachher freiwillig vom ORF weiterfoltern :-)))))

Antworten spektator_vie
25.11.2012 15:48
5

Re: sie fordern, wir zahlen

da kann man nur folgendes vergleichen:

a) wie es in T ausführlicher berichtet war
http://kurier.at/politik/inland/protestaktion-mit-fragezeichen/1.417.101

b) wie es anderen (in der Regel Österreichern) geht...
http://kurier.at/chronik/wien/eine-nacht-ganz-unten-in-der-gruft/1.416.444

dann denkt man sich seinen Teil über diese Aktion...

Freies Bürgertum
25.11.2012 10:51
24

Asylanten-Demo... instrumentalisiert (von außen)zum Aktionismus

bei der das Flüchtlingsthema (links)politisch missbraucht wird.

Sieht so die Zukunft Österreichs (s.Foto) aus ?
Vielleicht - man weiß es nicht, aber manche wollen es so.

Antworten PENITENTIAM AGITE
25.11.2012 19:41
0

Re: Asylanten-Demo... instrumentalisiert (von außen)zum Aktionismus

Sie polemisieren nur; haben Sie auch etwas essentielles zu sagen?
Ist Ihre untergriffige Anspielung auf eine multikulturelle Gesellschaft sachlich begründet oder reden Sie da einfach nur einem Strache nach?

Hundefuerst
25.11.2012 10:44
27

Fragwürdige Aktion

Einhundert Pakistani, die erst mühsam zur Teilnahme überredet werden mussten, begleitet von 400 AktivistInnen aus der linken Politsektenszene. Dazu nachweislich falsche Behauptungen wie bspw: fehlende Kleidung

Nicht sehr überzeugend!

Der KURIER war dabei:
http://kurier.at/politik/inland/protestaktion-mit-fragezeichen/1.417.101

Antworten Kampfpudel
25.11.2012 15:09
3

Selbst recherchieren vermisse ich bei der Presse

Immer nur hinter dem Ofen sitzen und von der APA abschreiben ist kein Journalismus vom Staat gefördert.

Antworten walter123
25.11.2012 11:13
14

Re: Fragwürdige Aktion

den ngos und anderen nutzniesern geht es um die eigene existenz und rechtfertigung dieser. einfach peinlich und schade. gehts den asylwerbern gut gehts den organisationen schlecht....

diabolo
25.11.2012 10:41
23

Was mir aber am meisten Kopfzerbrechen macht ist das Schweigen der Politik zu dieser Demonstration!


Antworten Politicus1
25.11.2012 11:54
16

Re: Was mir aber am meisten Kopfzerbrechen macht ist das Schweigen der Politik zu dieser Demonstration!

genau!
Nicht einmal die GrünInnen vermelden sich dazu.
Hat Frau Vassilaku das Zeltlager schon besucht?

bernhardb.
25.11.2012 10:36
28

Ich bin

kein Rechter und kein Linker. Asyl ist grundsätzlich wichtig und gut. Aber ein Asylsuchender hat doch noch keine staatsbürgerlichen Rechte. Er/Sie hat Recht auf Nahrung und Wärme bis entschieden wurde und aus. Asylantendemo? Wenn ihnen nicht gefällt steht ihnen die Heimreise offen.

Chefinspektor
25.11.2012 10:35
31

Forderungskatalog

Hier für interessierte der Forderungskatalog von SOS Mitmensch. Interessant vor allem Punkt 16, Sat-TV und Internetzugang...

Man bertrachte auch das Foto auf dieser Seite. Auf dem Plakat steht:

Keine Grenzen
Keine Nation
Kämpft gegen die Festung Europa
Wir werden uns erheben

Sprachlosigkeit kommt auf.


Antworten Chefinspektor
25.11.2012 15:27
1

SOS Mitmensch

Habe den Link beim Kommentar vergessen:

http://www.sosmitmensch.at/stories/6821/

Antworten Freies Bürgertum
25.11.2012 10:54
19

Re: Forderungskatalog

Wie schon öfters erwähnt wurde hier ... der Linksfaschismus "köchelt " weiterhin hier in Ö...

Antworten Antworten Politicus1
25.11.2012 11:55
14

Re: Re: Forderungskatalog

er köchelt nicht - er ist aktiv und ständig präsent.

Antworten Hundefuerst
25.11.2012 10:47
8

Re: Forderungskatalog

Das sind die Parolen der linkssektiererischen Organisatoren. Der Pakistani, dem man diese Kopfbedeckung aufgesetzt hat, ist vermutlich ahnungslos.

Der Mann wird benutzt!

MALSI
25.11.2012 10:35
22

Forderungen überzogen

Ich finde es unangemessen, wenn Asylanten mehr fordern, als etwa der einheimischen Bevölkerung an Mindestsicherung zusteht.

Wer eventuell unverschuldet, durch Krankheit u.ä in Armut geraten ist, bekommt zumeist keinen Gratis-Friseur, keine Gratis-Bekleidung ,kein Gratis internet und kein Gratis SAT-TV.


AustroBavarian
25.11.2012 10:32
22

Unverfrorene Provokation

Die Zustände in Österreich, dem Land, das die angeblich um ihr Leben fürchtenden Flüchtlinge aufnimmt, ihnen ein Dach über dem Kopf gibt, sie einkleidet und mit Nahrung versorgt, sind also "menschenunwürdig"!
Wenn es hier in Österreich so schlimm um die Menschenwürde steht, warum marschieren die bei uns ach so Geplagten dann zur Votivkirche? Erstens ist es von Traiskirchen aus die falsche Richtung und zweitens nicht weit genug.
Österreich zwingt niemanden, die mit unseren Steuergeldern bezahlten Leistungen anzunehmen, ebensowenig, die "menschenunwürdigen" Zustände ertragen zu müssen. Die Grenzen zurück in die Heimat sind von unserer Seite aus offen - und bei uns wäre wieder Platz für Menschen, die wirklich Asyl brauchen.
Das meint sicher nicht nur
Der AustroBavarian

 
12 3 4 5

Interaktive Grafiken zur Hofburg-Wahl

Mein Parlament

AnmeldenAnmelden