Streit um Wehrpflicht: "Das ist ein Frondienst"

27.11.2012 | 18:20 |  MARTIN FRITZL (Die Presse)

Ex-Vizekanzler Hannes Androsch und Ex-IV-Chef Veit Sorger leiten die Personenkomitees für und gegen die Wehrpflicht. In einem emotional geführten "Presse"-Streitgespräch kreuzen sie erstmals die Klingen.

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Die Presse: Herr Androsch, Sie waren wie die gesamte SPÖ früher für die Wehrpflicht. Warum jetzt dieser Meinungsumschwung?

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Hannes Androsch: Weil wir uns diese Zeit- und Ressourcenverschwendung nicht mehr leisten können. Der Wehr- und Zivildienst sind eine Naturalsteuer, die Menschen verlieren fünf Prozent ihres Lebenseinkommens. Und wir haben einen riesigen Speckbauch im Heer und einen riesigen Wasserkopf. Wir geben 200 Millionen Euro für die Rekruten aus, aber das Heeresbudget macht das Zehnfache aus.

Veit Sorger: Da muss ich eine Korrektur anbringen. Ein bezahltes Profiheer, wie es sich die andere Bewegung vorstellt, heißt ja nicht, dass die Leute besser sind. Sie sind nur einfach alle bezahlt. Heute gibt es beim Heer erstklassig ausgebildete Offiziere, die international anerkannt sind. Diese nicht als Profis zu bezeichnen, ist die Herabwürdigung eines ganzen Berufsstandes. Ein Wasserkopf besteht bei den Zivilbeamten. Und bei den Wehrdienern, die eine geringe Zeit ihres Lebens der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, sind auch bereits sehr gut ausgebildete Leute dabei – nehmen Sie nur die Facharbeiter-Gesellen. Hier fließt von außen zusätzliche Professionalität in das Heer ein.

Androsch: Zum Großteil ist das Naturalsteuer, weil der von Ihnen angesprochene Geselle darf nichts machen, der hängt den Großteil des Wehrdienstes untätig herum und hat die Aufgabe, alles zu grüßen, was sich bewegt, und alles zu putzen, was sich nicht bewegt.

Auch bei einem Profiheer können Sie ja gute Leute bekommen.

Sorger: Das ist ein großes Problem, denn derzeit rekrutieren wir die Berufssoldaten bei den Präsenzdienern. Wo bekomme ich die sonst her? Ich kann ja nicht auf den Markt gehen und sie einkaufen.

Androsch: Wir haben auch eine Berufspolizei mit 26.000 Angehörigen und zwei Jahren Ausbildung. Da funktioniert das offensichtlich.

Sorger: Aber das ist ein anderes System.

Androsch: Und genau das wollen wir fürs Heer auch haben. Erklären Sie mir, warum die europäischen Staaten mit ganz wenigen Ausnahmen ein Berufsheer haben?

Sorger: Weil die meisten davon der Nato beigetreten sind.

Androsch: Norwegen und die Türkei sind bei der Nato und haben den Wehrdienst. Das ist nicht das Kriterium.

Sorger: Warum muss ich ein bewährtes System, das zugegebenermaßen gewisse Schwächen hat, die ich aber sehr einfach ausmerzen kann, warum muss ich das mutwillig zerstören?

Androsch: Weil es eine Zwangsverpflichtung als Naturalsteuer ist.

Sorger: Das ist keine Zwangsverpflichtung!

Androsch: Das ist ein Frondienst!

Sorger: Das ist eine Verpflichtung, wie Steuer zu zahlen oder in die Schule zu gehen. Das kann ich doch nicht als Zwangsdienst bezeichnen. Wollen wir, dass der Staat alles macht? Wollen wir uns von jeder Eigeninitiative, von jeder Leistung freikaufen? Wollen wir auch das, was jetzt freiwillig läuft, nur noch bezahlen, etwa bei den Feuerwehren? Ich lehne es ab, dass jede Leistung, die der einzelne erbringt, nur mit Geld bewertet wird.

 

Wird es mit einem Berufsheer teurer?

Sorger: Natürlich. Entweder es wird teurer, oder es leistet weniger.

Androsch: Das glaube ich nicht. Die Umstellung wird teuer – aber das müssen wir ohnehin machen, damit wir eine Milliarde im Budget wegbekommen, die leistungsbezogen keinen Sinn macht. So bekommen wir das Geld für entsprechende Professionalität.

Sorger: Die Rekrutierungskosten und die Rekrutierungsmöglichkeiten sind derart eingeschränkt. Welcher Facharbeiter geht zum Heer?

Androsch: Warum haben wir dann 26.000 Polizisten?

Sorger: Wir sehen ja, wie es in Deutschland funktioniert. Dort gibt es bei den Freiwilligen eine Fluktuation von 25 Prozent und gigantische Rekrutierungskosten.

 

Die Befürworter des Berufsheers argumentieren mit der geänderten sicherheitspolitischen Lage.

Androsch: Das ist ein wesentliches Argument. Es geht heute nicht mehr um die Territorialverteidigung. Aber wir haben neue Probleme, wie die Rohstoff- und Energieversorgung oder unerwünschte Immigration. Heute kommt die Gefahr nicht von einem Panzer, sondern aus der Steckdose – Stichwort: Cyberattacke. Und dazu braucht es längerdienende Qualifizierte. Natürlich auch dementsprechend bezahlt.

Sorger: Ich höre immer Profis. Die Profis sind heute da. Wir haben in Österreich 1000 Objekte, die im Notfall geschützt gehören. Sie können das nicht ausschließlich mit Berufssoldaten machen.

Androsch. Mit Wehrpflichtigen auch nicht.

 

Sie sehen die geänderte sicherheitspolitische Lage nicht als Grund für einen Systemwechsel?

Sorger: Ich verstehe nicht, dass man einen Weg gehen will, der bewusst mehr kostet, der bestehende Qualifikationen vernichtet und mit Unsicherheiten vollgepflastert ist. Das Bundesheer hat bis heute alle seine Aufgaben bestens erfüllt. Sagen Sie mir eine Situation, wo sie nicht da waren.

Androsch: In Galtür haben sie keine Hubschrauber gehabt.

 

Umfragen deuten auf einen klaren Sieg der Wehrpflicht-Befürworter hin. Rechnen Sie sich noch Chancen aus?

Androsch: Wir werden sehen. Ich persönlich habe nichts zu gewinnen oder verlieren.Gefordert ist aber das Innenministerium, das die Inhalte dieser komplexen Befragung aufbereiten muss. Ansonsten wäre diese Befragung eine Zumutung. Und es könnte passieren, dass keiner hingeht.

Sorger: Auch ich mache keine parteipolitische Karriere und ich werde jedes Ergebnis respektieren. Aber es ist eine weitreichende Entscheidung, die hier getroffen wird. Damit muss endlich einmal eine Initiative ergriffen werden – in die eine oder in die andere Richtung.

 

Wie schlimm wäre es für Sie, wenn die Wehrpflicht bleibt?

Androsch: Dann haben wir zehn Jahre verloren.

 

Umgekehrt: Was ist, wenn ein Berufsheer kommt?

Sorger: Dann rechnen wir mit doppelten Kosten, geringeren Inhalten und enormen Problemen bei der Rekrutierung der Berufssoldaten.

Zu den Personen

Hannes Androsch (74) war von 1970 bis 1980 Finanzminister in der Regierung Kreisky und ist jetzt Unternehmer (AT&S, Salinen). Im Vorjahr initiierte er das Bildungsvolksbegehren, derzeit wirbt er als Vorsitzender Personenkomittees „Unser Heer“ für die Einführung eines Berufsheers.

Veit Sorger (70) sitzt dem Personenkomittee „Einsatz für Österreich“ vor, das für die Beibehaltung der Wehrpflicht wirbt. Sorger war von 2004 bis Juni dieses Jahres Präsident der Industriellenvereinigung. Er unterstützte auch das Bildungsvolksbegehren von Androsch.

Volksbefragung. Am 20. Jänner 2013 entscheiden die Österreicher über Wehrpflicht oder Berufsheer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2012)

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66 Kommentare
 
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oida

also es gäbe ja genügend gründe für ein berufsheer (und auch dagegen): aber der herr androsch beweist, dass diese art von sozen nicht rechnen kann. 2 x 26.000 polizisten erwähnt, die als beweis der rekrutierungsbasis dienen sollen. den winkt polizisten sehr schnell der beamten status - und bis zur pension bleiben können. verständlicherweise attraktiv. aber glaubt der herr androsch wirklich, dass man GWD durch pragmatisierte beamte ersetzen soll? das spielts nicht, somit wird sich kaum wer melden, wenn ja, irgendwer (zB häfenbrüder vgl GB) oder mehr oder weniger große rambos oder rechtsextreme und dgl. oder halt leute, die sich den job fürstlich entlohnen lassen, was niemand bezahlen wird. somit ist das berufsheer der tod diese restarmee - und ob das klug ist, beweifle ich.

Personalreserve der spö

Wenn alle Stricke reissen und der Herr Salzbaron kurzzeitig wieder trocken ist, dann schlägt die Kreisky Stunde - sozusagen als Erinnerung an den Anfang des Endes

War nichts anderes als wieder Parteienhickhack.

Von beiden Herren halte ich sachlich sowieso wenig bis nichts und das hat sich mir wieder bestätigt:
Echte Fakten und Daten zu beiden Varianten haben wieder gefehlt.
Für mich 2 traurige Figuren die sich - jeder für sich seiner Partei - zu so etwas hergeben.

Laut Androsch sind 6 Monate von 40 Jahren 5%.

Da habe ich zu lesen aufgehört.

eine schwere Entscheidung!

als Libertäre müsste ich mit voller Überzeugung gegen den Frondienst stimmen und für ein Berufsheer eintreten. Da Libertäre jeden staatlichen Zwang und Bevormundung ablehnen.

Aber... mit den Sozialisten stimmen? Das widerstrebt mir auch!

Re: eine schwere Entscheidung!

Ja, bei Sachthemen können eigenartige Koalitionen entstehen. Eine der schrägsten war die zwischen linken und konservativen, christlichen Frauen beim Strassenprostitutionsverbot in Wien.

Trotzdem sollten Sie nach Ihrer Haltung bei der Sachfrage Wehrpflicht abstimmen und nicht nach der, der jeweiligen Parteiproponenten.

Leider nein ...

Androschs Aussage „ich glaube nicht, dass ein Berufsheer teurer ist“ spricht nicht unbedingt für seine seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema. Er hat auch einst auf die Frage, ob er denn Millionär sei, mit Nein geantwortet. Vermutlich hat er das auch nur geglaubt.

Die Ideologie der Sozen

jede Leistung muß mit Geld abgegolten werden. Ehrenämter werden abgeschafft, sie passen nicht in die Ideologie der Sozen. Alle Lohnempfänger sind Mitglieder bei der AK und beim Gewerkschaftsbund, der für sie alljährlich höhere Löhne aushandelt. Mit ihrem Lohn zahlen sie dann den Gewerkschaftsbeitrag und die SPÖ-Mitgliedsbeitrage. Logischerweise wählen die dümmlichen Sklaven der SPÖ dann auch diese Partei...?

Re: Die Ideologie der Sozen

Taisa, Danke! Sie haben mir die Entscheidung abgenommen: Ungültig! oder ich geh gar nicht...diese ausufende Demokratie finde ich so und so zum Ko...en.

Stockkonservativ ist dieses Land!


Jede Veränderung, egal welche, löst einen Sturm der Entrüstung aus. So unmöglich wie man die Ganztagsschule - ein Erfolgsmodell in der Mehrzahl der europ. Staat - schlechtredet, so unmöglich wird jetzt auch das Berufsheer verbal vernichtet.

Die Volksbefragung ist wertlos, wenn das Volk nicht ausreichend informiert wird. Und das geschieht nicht, denn das Einzige wovon man hört und liest, ist Parteipropaganda einer Parteiendiktatur von ROT/SCHWARZ.

Im übrigen ist das Ganze ist genauso peinlich, wie E. Strasser sich gerade benimmt!

Es bleibt nur die Frage, wieso können das die Schweizer soviel besser und haben eine funktionierende Demokratie und KEINE Staatsschulden!

Darabos und Androsch,


die Zerstörer der österreichischen Landesverteidigung und des Bundesheers.

So lange das Bundesheer im Burgenland an der Grenze spazieren gung ....

.... und den roten Landeshauptmann / Verzweiflungsminister beschützte war der Frondienst völlig in Ordnung. Sogar noch dann, als die Nachbarstaaten schon dem Schengenraum beigetreten sind.

Jetzt auf ein Mal ist es ein böser "Frondienst".

Ein Sozialist zeichnet sich dadurch aus, dass er zwar die Neutralität hochhält, aber die damit eingegangenen Verpflichtungen gemäß des Haager Völkerrechts grundlegend ignoriert.

So wie Kreisky während des zweiten Weltkriegs und Gusenbauer 2002 hat jeder aufrechte Sozialist inzwischen offenbar sein Flugticket in der Schublade, um rasch zu verschwinden, wenn das Land einer Bedrohung gegenübersteht.

Re: So lange das Bundesheer im Burgenland an der Grenze spazieren gung ....

Ohne auf ihre an geschacklosigkeit kaum zu ueberbietende aussage zu kreisky naeher einzugehen, der politisch motivierte assistenzeinsatz war zwar schwachsinn, aber die blauen haetten am liebsten panzer stationiert. Doch was wehrpflicht mit voelkerrecht zu tun haben soll,muessen's genauer erklaeren.

mittelalterlicher Nachtwächterstaat

ausnahmsweise hat der Veit-Sorger einmal irgendwo recht
ein Berufsheer wäre ein Schritt mehr in Richtung eines mittelalterlichen Nachtwächterstaates--volle Kraft zurück zu autoritären Strukturen

Re: mittelalterlicher Nachtwächterstaat

Meine sie jene autoritaeren strukturen die schweden,slowakei usw. auszeichnen?

In

6 Monaten kann man nicht Hubschrauberfliegen lernen, da hat der Androsch recht, nur hat er vergessen zu sagen, daß kein einziger Grundwehrdiener Hubschrauber fliegt. Es sind Staatsbeamte die diese Dienste verrichten. Wir haben ein gemischtes System und die haben es mit derart geringen Geldmitteln gar nicht so schlecht gemacht. Wir brauchen keinen Staat im Staat, das hat schon genug Unglück gebracht. Darabos soll den Grundwehrdienst reformieren, damit er besser wird, aber das sollte es schon gewesen sein. Alles andere kommt viel teurer.

Ob sich Salzbaron und Ex-IV-ler

von einem Gärtner oder Veilchenzüchter (nix gegen diese) ihr Geschäft hätten erklären lassen???

ja, es ist Frondienst,

und ein vollkommen sinnloser noch dazu.

so oder so wird ein Berufsheer kommen, es geht nur mehr darum ob jetzt oder in ein paar Jahren.

die jungen Männer die jetzt noch hin müssen, werden es der ÖVP und Sorger danken, dass sie den sinnlosesten Frondienst aller Zeiten noch leisten mußten, nur damit die geschützte Werkstatt des ÖAAB beim Heer erhalten bleibt.

Re: ja, es ist Frondienst,

Warumm wäre der selbe Dienst, wenn ihn ein bezahlter Söldner macht sinnvoller. Oder bezweifeln Sie die Sinnhaftigkeit einer Armee an sich? Dann ist es aber Irrsinn, für die teurere Berufsheer Variante zu sein.

Die zwei alternden Herren sollten sich lieber

um ihr Leben im Jenseits kümmern, da haben nämlich beide genug zu tun!

Frondienst

Den leisten alle berufstätigen Österreicher jahrein jahraus vom Jänner bis August, erst dann arbeiten wir für uns - so schauts aus.

Mit gleichen Kosten ein Berufsheer zu erhalten kann jeder logisch denkende Mensch nicht nachvollziehen (außer dem Heeresminister).

Völliger Schmarrn

Was da der Androsch zum Besten gab. In einem halben Jahr kann man nicht Hubschrauber fliegen lernen, das ist klar, aber bisher mußten sich Soldaten, die beim Heer die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten absolvieren wollten Zeitverpflichten. Daß ein reines Berufsheer billiger kommt, glaubt dieser feine Herr wohl selber nicht. Was macht man mit in die Jahre gekommen Beamten?
"Spezialisten" als Söldner? Wer glaubt Androsch wer sich dazu meldet? - Nur welche, die in der Privatwirtschaft keine Chance haben.
Der Darabos ist noch 2010 vom Bundesheer überzeugt, jetzt nicht mehr. Da merkt man, welcher Charakter an der Spitze des Heeres steht. Einfach nur grauslich.
Glaube eher, daß die Regierenden zukünftig Unruhen im Volk befürchten und deshalb auf ein Söldnerheer a la Gaddafi drängen. Söldner schießen (Abschußprämie) skrupelloser auf das eigene Volk als GWD.

Diese umfrage...

ist schwachsinn.Da die regierungsparteien und ihre experten nicht faehig,oder mit blick auf die wahlen,nicht willens sind,hier eine vernuenftige,sachlich zu rechtfertigende loesung anzubieten,wird das volk befragt.Zu einem thema,von dem die meisten keine ahnung haben und jene,welche an der befragung teilnehmen,ihre entscheidung nach gefuehl treffen werden.Und wenn nach umsetzen des volkswillens das bh in der bekannten art und weise "weiterwurstelt",dann kann die politik zumindest behaupten, das oesterreichische bh ist die "armee der herzen".

Re: Diese umfrage...

"Armee der Herzen"... das haben Sie schön gesagt, das klingt so richtig österreichisch gemütlich, so nach k.u.k.-Armee, die im Walzerschritt an die Front tänzelt ;-)

Der Staat Österreich kann sich ein Berufsheer,


das diesen Namen auch verdient und tatsächlich & ernsthaft Österreich mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verteidigt ganz einfach NICHT LEISTEN.

Das hat der Staat Österreich in den letzten 50 Jahren bewiesen: Der Staat Österreich hat nie die notwendigen Verteidigungsausgaben ausreichend finanziell dotiert.

Wie um alles in der Welt will man denn plötzlich das österr. Bundesheer mit den Streitkräften in Schweden oder in Deutschand vergleichen??

Alle diese "Berechnungen" die da derzeit von Darabos (fürs Berufsheer) und Hundstorfer (für den neuen 'Zivildienst') vorgelegt werden sind schöngerechnet und "frisiert", entsprechen nicht der Realität.

Da wird versucht den Wählern Sand in die Augen zu streuen. So nach dem Motto: "Ihr müsst für die Allgemeinheit nichts beitragen. Der Staat zahlt eh alles." - Ganz im Stil der 1970er-Jahre zur Zeit Kreiskys.

Mit einem reinen Berufsheer und bezahlten Katastrophenschützern und bezahlten Sozialdienstleistenden kommt alles das was bisher das Bundesheer&Zivildiener leisteten den Steuerzahlern um VIELES TEURER. Diese "Modelle" von Darabos & Hundstorfer würde scheitern!

Professor Schneider von der Uni Linz hat es nachgerechnet.

Re: Der Staat Österreich kann sich ein Berufsheer,

Gleich Ihr erster Satz:
"...ernsthaft Österreich mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verteidigt...",
beinhaltet doch, dass diese "mit allen zu Gebote stehenden Mittel" gleich null sind. Wie wollen Sie denn mit solch einer Ausrüstung wie der derzeitigen einem massiven Angriff standhalten? Ich verrate es Ihnen: Überhaupt nicht! Das wäre wie zu Zeiten des Kalten Krieges, als man tatsächlich Planspiele gegen Angriffe seitens des Warschauer Pakts machte, deren Ausführung einem kollektiven Selbstmord gleichgekommen wären.
Es sei denn, Sie verstehen unter "ernsthaft verteidigen", Widerstand gegen "Angriffe der Natur" (Hochwasser, Schneelawinen...), die ja immer wieder von den Wehrdienstbefürwortern vorgebracht werden. Dazu brauchen sie aber kein an Waffen ausgebildetes zwangsrekrutiertes Personal, da tät‘s auch eine Art "Zwangsarbeitsdienst", den Herr Androsch so schön mit „Frondienst“ umschrieben hat. Wer aber kann denn sowas ernsthaft wollen?

 
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