''Sorry, my political is too shortly'': Wenn Politiker ''Englisch'' sprechen


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Der Prozess gegen Ernst Strasser sollte ans Licht bringen, ob der frühere EU-Abgeordnete sich von vermeintlichen Lobbyisten bestechen lassen wollte. Ein amüsantes Nebenprodukt waren Sätze wie "my political is in the center of the political" oder "they come when the water is to here" (--> mehr).

Auch andere Politiker gebrauchen die englische Sprache in recht eigenwilliger Art und Weise.

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29 Kommentare
 
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OMG

danke Presse für diesen Artikel, einfach göttlich!! :D Wieso hab ich mich bei meiner Diplomarbeit überhaupt bemüht??! ;)

?

This is not the yellow from the egg, but it goes!

Die informellen Gespräche...

...sind es, um die es sehr häufig abseits der tatsächlichen Verhandlungen geht. Schon um das Zwischenmenschliche.

Und hier ist auch in der EU tatsächlich das Englische die meist verwendete "lingua franca", also die Frendsprache die die meisten verwenden bzw. verstehen.

Es war denn auch mehr als nur lächerlich, als der BK Faymann bei EU-Ratssitzungen immer um die Merkel wieselte - weil er eben in Englisch nicht einmal zu einem small talk fähig war. UNd das von seinen Propagandisten so interpretiert wurde, die Deutsche ließe sich von dem gelernten Liesinger Mieterschuztzsekretär beraten...Noch blamabler, als er anläßlich eines offiziellen Besuches des EU-Präsidrenten Barroso in Wien einfach untertauchte - weil ihm die spin doctores sagten, es würde blöd im Fernsehen ausschauen, wenn er ständig beim Small talk einen Dolmetscher herum wieseln hätte, wenn er mit Barroso spricht....

wozu?

deutsch ist die meistgesprochene sprache in der eu.
aus diesem bewusstsein heraus kann man sich das englisch-radebrechen eigentlich sparen.
(oder einen dolmetscher zuziehen).
westerwelle hat eigentlich recht.

Re: wozu?

Warum wohl wurde Deutsch, die am meisten von EU-Bürgern gesprochene - und hoffentlich verstandene - Sprache nicht als offzielle dritte AMTSsprache in der EU eingeführt? Ebenso wenig wie die Briten und Franzosen ihren UNO-Sicherheitsratssitz zugunsten der EU aufgeben würden.
So viel zu "Potsdam 1945 und die Folgen" und die deutschen verdeckten Reparationen.

Dass die EU auf ein amerikanisches Projekt, nämlich ERP, zurück geht und nicht auf die Montan-Union darf man heute politkorrekt nicht mehr sagen nachsem irgend welche norwegischen Gerontokraten der EU einen Nobelpreis umhängten. (Wie Begin und Sadat, Le Duc Do und Kissinger oder gar erst dem Guantanamo-Nichtauflöser Obama). .

Denn das ERP war die amerikanische Antwort auf die französischen Gebietsforderungen zwischen 1945 und 1948 gegen Deutschland "im Westen Gebietsabtreutungen an Frankreich gleich wie im Osten an Polen und die Sowjetunion"....
Gell, das "weiß man nicht mehr" vor lauter "Friedensprojekt EU" mit dem Glühlampenverbot und den Raucherschikanen als Aktionsnachweis...

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"my political is in the center..."

So viel ich weiß, ist Deutsch neben Englisch und Französisch die dritte Konferenzsprache der EU.
Englische Sprachkenntnisse gehören daher nicht unbedingt in das Anforderungsprofil eines österreichischen EU-Abgeordneten. Warum aber zieht ein solcher EU-Abgeordneter, der offenbar Englisch nicht einmal radebrechen kann, zu einer Unterhaltung mit englischen Gesprächspartnern keinen sprachkundigen Übersetzer bei? Der Grund dafür kann nur sein, dass er keine Mitwisser haben wollte. Ich bin überzeugt, dass dem Herrn Strasser ein in englische Konversation sattelfestes Hilfspersonal zur Verfügung gestanden wäre.

Das ist ein Phänomen aus DE/AT

In diesen Ländern wollen die Leute immer in Fremdsprachen reden, da fühlen sie sich so richtig "jungdynamisch international".

In jedem 2. Stelleninserat wird nach "verhandlungssicherem" Englisch verlangt.

Dann hocken die Leute dort und plappern mit ihrem 300 Worte Wortschatz herum.

Ein Profi, egal ob aus Wirtschaft oder Politik, nimmt sich einen Übersetzer mit, auch wenn er selber Englisch kann. Unsere Chinesischen und Japanischen Geschäftspartner machen es sehr erfolgreich genau so. Nur der Deutsche und der Österreicher ist sich zu gut dafür und blamiert sich gerne.
Oder unterschreibt Verträge, deren Inhalt er nicht begreift;-)

Der Unterschied

Vielleicht kapieren die Hinterwäldler hier auch einmal, dass es einen sehr großen Unterschied beim Auftreten auf der "internationalen" oder EU-Bühne zwischen den offziellen Verhandlungssprachen bzw. deren An- und Verwendung geht - und ob sich Abgeordnete, Minister oder Beamte dort auch auf informeller Ebene Kontakte und Beziehungen aufbauen und pflegen können...(Wie verheerend das Matura-Englisch etwa in Wien ist, davor erschauderten heuer Bekannte, die anläßlich der Maturaprüfung ihres Sohnes den Prüfungen als Beobachter beiwohnten.)
Auchh stünde es eben auch Minister oder Inlandsbeamten gut an, dass sie zumindest Englisch als die informeller Umgangssprache in der EU so weit beherrschten und verständen, dass sie nicht vollends von den "Diplomaten" und deren multilingualem Rattenschwanz abhängig sind wenn sie auch nur Guten Tag sagen wollen...

Durch Kriechen und Buckeln lernt man nichts!

Kein Wunder, daß wir von der EU nicht ernst genommen werden, wenn wir einen Taxler als Bundeskanzler und eine Mizzi haben, die unseren Schotter brav und bedingungslos nach Brüssel tragen. Zum Mut gehören eben Eier - und das haben beide nicht. Somit wird Fman (wie gesagt, ohne "ei" und zweites "n") auch weiterhin nur als Montis Sekretär und die Mizzi als Bürohilfskraft erkannt werden. Mehr sind die beiden auch nicht, obwohl ich gerne deren Gehalt hätte.

englisch - können oder nichtkönnen ist die frage

ich glaube, dass bei allen, die hier schreiben, die zeit in der täglich englischlektionen auf dem programm bzw. stundenplan standen schon relativ lange her sind. und den politikern wird es ähnlich ergehen. aber nicht nur der schuster soll bei seinem leisten bleiben - auch wir sollten alle bei unserer muttersprache bleiben und diese dafür gut können. dolmetscher sind nicht umsonst gut bezahlt.

Re: englisch - können oder nichtkönnen ist die frage

Also das ist aber wirklich mehr als engstirnig:

- Ihrer Meinung nach sollte man einen großen Bogen um jeden Gebrauch einer Fremdsprache machen, oder?

- Wenn aber nötig so sollte man immer einen Dolmetscher mitnehmen. Wie aber soll das gehen?

- Sollten dann nicht besser sämtliche Sprachkurse abgestellt werden, da sinnlos und verwerflich?

- Wäre es somit auch unverantwortlich, von Politikern zu fordern, sich sprachlich weiterzubilden?

- In einem Punkt muß ich Ihnen aber recht geben: ... Muttersprache gut können ... - Auch ich bin dafür, die eigene Sprache richtig und korrekt zu verwenden, zum Beispiel unter Beachtung von Groß- und Kleinschreibung.

www.fremdsprachenweb.net


Re: Re: englisch - können oder nichtkönnen ist die frage

da ist was falsch rübergekommen: es ist nicht meine meinung, dass keine fremdsprachen gelernt werden bzw. angewandt werden sollen. aber bei politischen gesprächen geht es meist um mehr als nur small talk, und um hier keine missverständnisse aufkommen zu lassen, die nicht nur lustig sein können sondern vielleicht sogar sehr viel (steuer)geld kosten können, ist es sicher besser einen dolmetsch mitzuhaben als selber "herumzubasteln".
meiner meinung gehört auch der dialekt viel mehr gefördert, ist heute für viele auch schon eine art "fremdsprache". aber das gefühl für ein volk, das eigene oder ein fremdes, kann man am besten "erfühlen", wenn man deren sprache spricht. ob gut oder nicht gar so gut ist für den normalverbraucher meist nicht so wichtig. für geschäftsleute, politiker und wahrscheinlich noch einige mehr ist korrekte übersetzung meist schon sehr wichtig.

Re: Re: Re: englisch - können oder nichtkönnen ist die frage

Danke für diese Klarstellung, dem kann ich vorbehaltslos zustimmen. LG

ja, wir koennen ja alle englisch soviel besser!

fordern wir doch einmal die angelsachsen auf, deutsch, franzoesisch, spanisch und russisch zu sprechen. dann nehmen wir erste reihe fussfrei und kruemmen uns vor lachen!

Re: ja, wir koennen ja alle englisch soviel besser!

Bin anglosachsisch, wie viele meiner Freunde. Man versteht mich auch ausreichend gut auf deutsch. Sprache ist bloss einer Werkzeug zu kommunizieren und soll nicht misbraucht werden, um jemanen zu desqualifizieren. Auch nicht die Blauen.

Re: ja, wir koennen ja alle englisch soviel besser!

Genauso ist es.
Solange man nicht wie James Bond jede Sprache spricht (auch die Sprache der Liebe) ist relativ irrelevant wer man ist..

Die Englisch-Kenntnisse unserer "Pol." sind ein QUERSCHNITT der Bevölkerung.
Es gibt noch genug Menschen die ohne Englisch aufgewachsen sind.
Und wenn man Richard Lugner Englisch reden hört weiß man auch warum soviele Politiker kaum Englisch können...
die wenigsten haben im Ausland gelebt oder dort wenigstens die Sprache trainiert!

Wenn man sein ganzes Leben in Wien 15 verbringt kein Wunder...
Demzufolge kann man keinen was vorwerfen bis auf das Lachse verhalten..

0 0

Ist das einer unserer ...

... Spitzenbeamten? Gibts da noch mehr davon?

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und?

Ein österreichischer Politiker hat die Staatssprache Deutsch in unmissverständlicher Version zu verwenden!

Das wird zweckmäßiger Weise eine der in Österreich bodenständigen süd- oder mittelbairischen Versionen der deutschen Sprache sein. Die Alemannen in Vorarlberg "dürfen" gerne auch anders reden ...

Das stumpfsinnige Getue mit Englisch geht auf ein paar rotzfreche Pimpel zurück die sich um 1948 wieder aus englischsprachigen Gebieten ins vermutlich für sie damals noch immer angenehmere Österreich zurückverrollt haben und nichts G´scheiteres zusammengebracht haben als sich über "das schlechte Englisch" der Bodenständigen lustig zu machen.

Es gibt Dolmetscher die von ihrer Arbeit leben ...

Zu Strasser wäre noch viel zu schreiben. Insbesondere davon, dass sich dieser Typ als Innenminister oft fast mehr in Nordamerika als in Österreich herumgetrieben haben soll und sich auch nicht erblödete in grausam blödem Proletendenglisch von "seinen Cops" im angelsächsischen Stile stupide Prolentenliedeln zu dudeln. Alleine dafür gehört der bereits eingekastelt ...

bezeichnend

und dabei gäb's doch wirklich gescheite Leute

ach hörts doch auf

diese Hybris ist unerträglich. 99 Prozent der Österreicher sprechen nicht nur nicht gut Englisch sondern haben ja sogar Sprachprobleme mit dem "Deitschen", nicht?

Roda Roda

Erinnere mich über die köstlich , amüsante Geschichte vom ungarischen Selfmade Mann der sich selbst Englisch beibrachte.

mein favorit

mein absoluter favorit:

http://www.youtube.com/watch?v=-RrEQ8Ovw-Q

ist eh nur EU-Kommissar....

Mein Favorit ist

"shortly, without von delay".

Genial. Und solche Figuren vertreten unser Land.

Jeder 8-Jährige spricht besser Englisch. Wie haben diese Leute eigentlich alle die Matura oder gar ein Studium absolviert ?

Doch nicht etwa frei nach dem Motto "Der Papa wirds scho richtn" ?

Fragen über Fragen ...

Re: Mein Favorit ist

Bei der Fekter - im Gegensatz zu den Provinztroll Gorbach und Strasser oder dem Liesinger Parteisurm Faymann - ist ihr verheerendes Englisch deshalb erstaunlich, als sie promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin (Dr. rer.oec.) ist und auf der Welthandel immer schon Zweisprachigkeit Pflichtfach war.

Unsere Politiker sollten sich nicht scheuen,


Re: Unsere Politiker sollten sich nicht scheuen,

ihre Muttersprache Deutsch zu verwenden, die mindestens von 90 Mill. Menschen als Muttersprache gesprochen wird. Besser gutes Deutsch als schlechtes Englisch. Also selbstbewußt auftreten und nicht immer vor den USA durch Gebrauch von deren "Herrensprache Englisch" kriechen.

Übrigens erinnert sich keiner mehr an die vielen grammatialischen Fehler einer US-Präsidenten Bush? Und bei dem ist Englisch (oder das, was er dafür hält) immerhin die Muttersprache ...

 
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