Glawischnig zur Spitzenkandidatin der Grünen gewählt

01.12.2012 | 10:05 |   (DiePresse.com)

Mit 94,02 Prozent der Stimmen wählten die Grünen ihre Sprecherin auf Platz 1 der Bundesliste für die Nationalsratswahl 2013. Kogler und Moser folgen auf den Plätzen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Eva Glawischnig wird die Grünen erwartungsgemäß als Spitzenkandidatin in die Nationalratswahl 2013 führen. Beim Bundeskongress am Samstag in Linz wurde sie mit 94,02 Prozent der Delegiertenstimmen auf Platz 1 der Bundesliste gewählt. Sie erhielt 220 von 239 abgegebenen Delegiertenstimmen. Auf die beiden Grünen Bundeslistenplätze hinter Eva Glawischnig reihten die Delegierten Vize-Klubchef Werner Kogler mit 88,84 Prozent Stimmanteil auf Platz 2 und Gabriela Moser mit 94,47 Prozent auf Platz 3. Für beide Positionen gab es keine Gegenkandidaten.

Glawischnig, die sich ohne Gegenkandidaten der Wahl stellte, betonte das Eintreten der Grünen für Unbestechlichkeit. "Korruption frisst Zukunft", sagte sie beim Grünen Bundeskongress, denn sie zerstöre das Vertrauen in Politik und Demokratie. Die Grüne Spitzenkandidatin redete einem radikalen Systemwechsel das Wort, der von der Umwelt- über die Bildungs- bis zur Steuerpolitik reichen solle.

Lob für Korruptions-U-Ausschuss

Lob gab es von Glawischnig für den zähen Einsatz der beiden Grünen im kürzlich beendeten Korruptions-U-Ausschuss, Gabriela Moser und Peter Pilz. "Ich kann nur hoffen, dass sich (Rüstungslobbyist Alfons, Anm.) Mensdorff-Pouilly nicht so fühlt, wie seine eigenen Fasane." Auch SPÖ und ÖVP könnten weitere Aufklärung nicht abdrehen, betonte sie.

"Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut" sei eine fatale wirtschaftliche Lüge, so Glawischnig. Das Wirtschaften sei derzeit weder sozial verträglich noch nachhaltig. In Umweltfragen gehe es nicht um "Peak oil" sondern um "Peak everything", argumentierte sie einmal mehr für eine ökologische Energiewende. Notwendig sei eine Regulierung der Finanzmärkte sowie eine Reichen- und Erbschaftssteuer. Im Bildungsbereich brauche es eine Revolution, verstaubte Mauern müssten niedergerissen werden.

Vor Glawischnig meldete sich die Grüne Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zu Wort. "Wer sich an uns hält, der weiß, was ihn erwartet", sagte sie unter Verweis auf die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung und die Verbilligung der Öffi-Jahreskarte in der Bundeshauptstadt. Dies gelte auch für andere Bereiche wie Korruption, Energiewende oder günstigere Mieten. Auch sie hoffte auf das bisher beste Wahlergebnis, denn "diese schwarz-blaue Tea Party gehört in die Bedeutungslosigkeit geschickt."

Reissverschlusssystem

Die Partei schließt in Linz ihre Kandidaten-Kür für die Nationalratswahl 2013 ab. Abgestimmt wird auch über 14 Plätze auf der Bundesliste, die 232 Delegierten nehmen sich dafür bis zum Nachmittag Zeit.

Für Bundeslistenplätze haben sich insgesamt 17 Personen beworben. Hinter Platz 3 beginnt das Gedränge um die besten Plätze, die im Reißverschlusssystem abwechselnd an Frauen und Männer vergeben werden. Stimmberechtigt sind 232 Delegierte, gewählt wird mit elektronischen Abstimmungsgeräten.

Um die vorderen Positionen matchen sich unter anderen die derzeitigen Abgeordneten Peter Pilz, Karl Öllinger, Christiane Brunner, Helene Jarmer und Bruno Rossmann, Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer, der burgenländische Landtagsmandatar Michel Reimon, der Wiener Bundesrat Marco Schreuder, Volker Plass von der Grünen Wirtschaft oder Anwalt Georg Bürstmayr. Weniger bekannte Namen sind Juliane Alton aus Vorarlberg oder der grüne Bauer Thomas Waitz.

Bis zu sieben Personen von der Bundesliste

Wie Wallner vor Beginn der APA erklärte, könnten bis zu sieben Kandidaten der Bundesliste den Einzug in den Nationalrat schaffen. Derzeit sind es fünf. Weil Glawischnig, Kogler und Moser über fixe Landesmandate verfügen und auch Öllinger eines in Wien zumindest in Reichweite hat, dürften die Bundeslistenplätze bis zu Rang 11 aussichtsreich sein.

Die Zulassungsabstimmung für all jene, die bereits drei Mal für die Grünen angetreten sind, schafften zu Beginn sämtliche Kandidaten. Betroffen davon waren Glawischnig, Kogler, Moser, Öllinger und Pilz.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

73 Kommentare
 
12

Es kann einem nur mehr schlecht werden!

Was die Verfassung alles deckt ....?!

Wer verhindern will, dass Österreich keine rechte Soap wird und von ÖVP-Korrupties und Blauen Tölpel mit Kriminalbiographie beherrscht wird, der muss Rot oder Grün wählen.

Ob er will oder nicht.
Ist er seinen unschuldigen Kindern schuldig.

Wahl, wozu?

Verhältnisse wie in Nordkorea bei den Grünen.

Antwort an Le Petit Prince

Ihr Vergleich hinkt. Lesen sie mein Kommentar an Freies Bürgertum(Heute um 17:10). Ich habe nie behauptet, das Menschen züchten. Aber in Biologie, haben sie bestimmt nie gute Noten gehabt. Wie heißt es "Seelig sind die Armen im Geiste"

Das Wort "Wahl"

bedeutet doch zumindest eine Wahl zwischen 2 Dingen, Personen, etc., zu haben.

Dieser Wortwahl bei einer einzigen Kandidatin zu verwenden erinnert daher doch schon sehr stark an die Wahlgänge der Kommunisten?

glawischnik oder sonst jemand

Wette um EUR 1.000,-- dass die Grünen bei der nächsten NRW keinen Stimmenzuwachs bekommen

Re: glawischnik oder sonst jemand

und Stronach auf anhieb mehr stimmen bekommt !

Pfff

schwach schwächer Glawischnig

Antwort an krawuzikaputzi

Ich konntr meine Ahnen zurückverfolgen bis zum Jahr 1694 in Pulkau N.Ö. Das berechtet mich als Österreicher zu sprechen, Oder?

Doch noch eine Bemerkung zu Glawischnig:

Äußerlich gewinnt sie immer mehr Ähnlichkeit mit dem späten Michael Jackson. Oder etwa nicht?

Und was die Verrücktheiten betrifft (Affenliebe, Sauerstoffzelt, zweifelhaftes Verhältnis zur Sexualität von Kindern) nehmen sich beide nix.

schade um die vertane chance


Ich bin so froh

Dass der Glawischnig die Grünen in die Schlucht führt.

Ein alter Hut - trotzdem danke

Es ist zwar ein alter Hut, dennoch ist den "Grünen" zu danken, dass sie mit der Wahl von Frau Piesczek zur Spitzenkandidatin bei de kommenden Nationalratswahl wieder nichts "reißen" werden.

An Freies Bürgertum

Haben sie noch nie etwas über die Biologie gelesen?
Österreicher wird man nicht durch eine Unterschrift, oder Kenntnis der deutschen Sprache. Es sind unsere Vorfahren, die österreichische Kultur und unsere Traditionen, die uns zu Österreichern machen.
Können sie es verantworten, das unser Volk unterwandert wird?

Re: An Freies Bürgertum

Bin ihrer Meinung, sie dürften mich missverstanden haben.

ihre vorfahren waren vor 6 generationen zu 90 % ausländer.

komisch, gell?

Re: ihre vorfahren waren vor 6 generationen zu 90 % ausländer.

und wie lange sind Sie schon in Österreich ?

hat sie einen feuchten kehricht zu interessieren, mate...


Re: hat sie einen feuchten kehricht zu interessieren, mate...

laenger als ein jahr?

Korrektur bzgl. Frau Glawischnig... nicht "Korruption frisst Zukunft" (bzgl. einiger Verfehlungen/Vorfälle) sondern " Multikulturalimus frisst Zukunft"

Österreichs bzw. der jungen Generation. Ich erspare mir ins Detail zu gehen.

14

Frau Dr. Glawischnig, bitte um eine Antwort.

Auf einem sehr großen Haflingergestüt, bringt eine Lippizanerstute, ein Fohlen zur Welt. Ist dieses Fohlen, da es auf dem großen Haflingergestüt,zur Welt kam, ein Haflingerfohlen?
Ist ein Schwarzafrikaner, ein Türke, ein Inder usw. der in Österreich zur Welt kommt, ein Österreicher?

Re: Frau Dr. Glawischnig, bitte um eine Antwort.

und menschen züchtet man ja auch wie pferde?

Re: Re: Frau Dr. Glawischnig, bitte um eine Antwort.

sie irren!

Re: Frau Dr. Glawischnig, bitte um eine Antwort.

Zumindest ein Doppelstaatsbürger kann er werden.

und wo ist

der (notarielle) Unterschriften-
Leugner?

Die Grünen, rassistisch gegen das eigene Volk!

Eine Schande, dass so eine Partei im Parlament hockt. Mehr ist zu dieser Bande nicht zu sagen.

 
12

Umfrage

  • Ist das Team Stronach noch zu retten?
  • Ja
  • Nein
  • Nur wenn Frank Stronach das Ruder wieder übernimmt

Das Bundesheer und sein Kampf ums Budget

Mein Parlament

AnmeldenAnmelden