Eurofighter-Kauf: Derzeit keine Politiker unter Verdacht

03.12.2012 | 06:42 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwaltschaft hat jedoch einen konkreten Verdacht, wer Gegengeschäfte "angeschoben" haben könnte.

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der Eurofighter-Causa in zwei Richtung: Ob es Bestechung gegeben hat, um den Ankauf der Eurofighter zu beeinflussen, und ob bei den nach der Typenentscheidung vereinbarten Gegengeschäften "angeschoben" worden sei. Während es bei der Beschaffung noch keinen Verdacht gegen bestimmte Personen wie Politiker oder Beamte gebe, habe man bei den Gegengeschäften konkrete Verdächtige, sagte Gerhard Jarosch von der Staatsanwaltschaft Wien in der ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntagabend.

Namen wollte Jarosch natürlich nicht nennen, diese sind aber öffentlich schon weitgehend bekannt. Jarosch sagte zudem, dass es nicht Aufgabe der Staatsanwaltschaft sei, zu prüfen, ob Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) ausreichend Basis dafür habe, vom Vertrag zurückzutreten oder Schadensersatzansprüche zu stellen. Eine vom Grünen Peter Pilz angekündigte Anzeige gegen mehrere Beamte des Verteidigungsministeriums sei bei der Staatsanwaltschaft noch nicht eingelangt, so der Staatsanwalt.

Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP) zeigte sich indes weiter überzeugt, dass beim Jet-Kauf und den Gegengeschäften alles rechtens gewesen sei. "Es ist alles gelaufen - aus meiner Sicht -, wie es hätten laufen sollen." Er habe keine Auffälligkeiten wahrgenommen und sehe weiterhin keinen Anhaltspunkt, dass hier etwa unsauber gewesen sei. Immerhin sei der Eurofighter-Kauf in einem Untersuchungsausschuss und fünf Mal vom Rechnungshof geprüft worden. Die Gegengeschäfte seien keine Luftgeschäfte, sondern für die Wirtschaft profitabel gewesen. Zu den großen Profiteuren hätten die FACC, Magna und MAN gehört. Das Wirtschaftsministerium habe die Geschäfte geprüft und habe von Briefkastenfirmen, die jetzt im Visier der Justiz sind, nichts gewusst.

Causa Eurofighter: Eine Affäre ohne Ende

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(APA)

 
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30 Kommentare
 
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Heimkehrer
04.12.2012 15:47
0

Eurofighter-Kauf: Derzeit keine Politiker unter Verdacht

Ich würde - durch die 14 Korruptionsfälle motiviert - dafür plädieren:

Wenn gegen einen Politiker die Staatsanwaltschaft ermittelt, dann soll er für die Zeit der Ermittlungen von allen seinen Ämtern
beurlaubt werden !!

Heimkehrer
03.12.2012 23:59
1

Eurofighter Kauf, bisher niemand unter Verdacht

Bis zu den kommenden Wahlen wir sich dies sicher ändern !

So wie der vergangene Wirtschaftsminister in der Sendung Im Zentrum dreingeschaut und geduckt hat, wird sicher einiges auf uns zukommen !

peer
03.12.2012 23:14
1

Martin B. und Wolfgang S.

zur Verantwortung ziehen , sind sicher eingekleidet von Sorelle ramonda !!!

ServusMiteinend
03.12.2012 18:28
4

konkrete Verdächte ...

... gibts schon sein 10 Jahren.

Sorry, aber für dieses Thema wird bald mal ein Abschluss fällig.

Wa. Serro_
03.12.2012 18:15
4

Es geht nicht um Gegengeschäfte ...

es geht um das Ergebnis der Nachverhandlungen. Dort begann erst das Desaster mit den Eurofightern.

Darabos verhandelte den Kauf von untauglichen Schönwetterseglern nach.

Und das ist der eigentlich wirkliche Skandal am gesamten Kauf.

Antworten BRDÖsterreicher
04.12.2012 10:40
0

Re: Es geht nicht um Gegengeschäfte ...

Die neue Strategie von schwarzblau ist es jetzt also zu versuchen anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Typisch für das verlogene P... das die angeblichen "anständigen" Christen vertritt!

Besucher
03.12.2012 17:57
3

Eurofighter-Kauf: Derzeit keine Politiker unter Verdacht

Was der Herr Schüssel beim Frühstück auf den Weg brachte, kann gar nicht anrüchig sein.

Taisa
03.12.2012 15:57
3

wie naiv ist ein Bartenstein?

seine abgehobene Art zeigt eher, daß er die Österreicher für bescheuert hält. Seine "diversen Gegengeschäfte" hat man dem Typen aber schon damals nicht abgenommen. Die ÖVP ist schon soweit im Korruptionssumpf versunken, daß sie es nicht einmal merkt!

numerus clausel
03.12.2012 13:55
5

5 Millionen für Rapid

Ich frage mich noch immer, worin das Gegengeschäft besteht, dass Rapid mit´m Würstl-Edlinger 5 Millionen Euro von EADS so einfach unter der Hand bekommen hat....

Sam Lowry
03.12.2012 12:38
8

Ich bin auch für die Rückabwicklung ...

... aber nur für die Rückabwicklung der schlechten "Nachverhandlung" durch Darabos.

buhbuh
03.12.2012 11:27
6

wer kommt denn da auf die abstruse Idee, dass

da Politiker verwickelt sein könnten ? So ein Blödsinn. Die Lobbyisten und Vermittler haben sich
die Schmiergelder gegenseitig gezahlt.
Und der Herr Bartenstein ist doch höchstens ein
erfolgreicher Schuheinkäufer ( wahrscheinlich auch
ein Gegengeschäft ).

cs745
03.12.2012 11:11
3

kein politiker unter verdacht

es gilt für alle die unschuldsvermutung denn sie sind alle supersauber

BRDÖsterreicher
03.12.2012 10:53
3

kann nicht nachvollziehen wie

man in Österreich tatsächlich glaubt der Kauf könnte aufgrund von Korruption rückgängig gemacht werden. Eine Weltfirma wie EADS es ist mit Werken und Geschäftspartnern auf der ganzen Welt ist doch nicht so doof das Sie sich bei evt. Korruption erwischen lässt. Zudem die Firmen die angebliche "Gegengeschäfte" angegeben haben, werden den Teufel tun und zugeben das das bereits vorher vereinbart war. Sorry, aber wer glaubt das irgendwann mal was nachgewiesen werden kann was auch vor Gericht hält und zur Rückabwicklung führen kann ist entweder naiv oder möchte politisches Kapital draus schlagen. Und um was anderes geht es in der Debatte auch gar nicht. Ich hoffe die Leute lassen sich nicht länger verscheissern. Da können noch X dubiose Dinge hervorkommen die man wohl aber nie rechtsgültig beweisen wird können!

Antworten eumlinger
03.12.2012 12:48
5

Re: kann nicht nachvollziehen wie

Hallo Nachbar,
wir hatten gestern eine Sendung im ROT-TV.
Sie haben schon Recht damit.
Niemals wird EADS seine Geräte zurücknehmen.
Aber man hat uns in der Sendung auch klar gesagt das es auch keinen finden wird, der seinen Kopf hinhalten wird müssen.
Zumindest keinen der hochrangigen Politiker.
Auch nicht in Deutschland, nicht bei Eads,und auch nicht im U-Bootdeal mit Portugal.

MdeLind
03.12.2012 10:43
4

Das spricht nicht gerade für die Staatsanwaltschaft.


das hirn
03.12.2012 10:35
4

die italienischen aufklärer des herrn pilz

sind per se schon ein widerspruch. italienische aufklärer werden durch zwei maßnahmen gestoppt :
1. ein anruf von giancarlo pistoletti, der mitteilt, dass der aufklärer in grösster lebensgefahr schwebt .
2. ein anrufer, der folgende frage stellt : an welchen betrag haben sie gedacht ?
das war´s dann schon.

holifax
03.12.2012 09:58
5

DERZEIT ;-))

aber eventuell doch diverse EX-MINISTER ?????

persil 4.0
03.12.2012 08:27
15

Ich möchte Darabosch


für seine "Nachverhandlung" vor Gericht sehen!

Denn die wird uns noch richtig teuer kommen!


Antworten BRDÖsterreicher
03.12.2012 13:16
3

Re: Ich möchte Darabosch

Könnens das irgendwie belegen oder nur das übliche unbewiesene Unterstellen in Austria?

Antworten Antworten MiG35
04.12.2012 03:19
2

Re: Re: Ich möchte Darabosch

Ich kann beweisen, dass der Eurofighter der 1. marge anfälliger gegen EMP ist und ohne die 2


Antworten Antworten MiG35
04.12.2012 03:19
2

Re: Re: Ich möchte Darabosch

Ich kann beweisen, dass der Eurofighter der 1. marge anfälliger gegen EMP ist und ohne die 2


Antworten Antworten Antworten MiG35
04.12.2012 03:22
2

Re: Re: Re: Ich möchte Darabosch

Waffensysteme Pirate und Pretorean kaum geeignet ist. Wikipedia nach Eurofighter Affäre durchsuchen.
Alleine ein schlechter Verhandler zu sein ist nicht kriminell, aber in der privaten Wirtschaft ausser in Bank Bereich wäre dein Posten anders besetzt worden.

Antworten Antworten Antworten Antworten persil 4.0
04.12.2012 06:50
2

Re: Re: Re: Re: Ich möchte Darabosch


Sämtliche Störfälle betreffen fast nur Tranche 1!

Fahrwerk, Dichtungen der Druckkabine usw.!

Außerdem haben einige der Darabosch-Flugzeuge schon soviele Betriebsstunden, daß ein großes 400-Stunden-Service anfällt, das kostet siche 1/3 des Neupreises, da wird alles zerlegt!

Und die Tranche 1 lässt sich auch nicht auf den neuesten Stand bringen!

Die Tranche 1 war eigentlich nicht mehr als ein Großversuch, in Europa sind wir die Letzten, die noch solche Flugzeuge haben!

Es werden viele Ersatzteile nicht mehr in Serie hergestellt!

Einzelfertigung ist natürlich extrem teuer!

Im Ursprünglichen Vertrag war die Aufrüstung auf den neuesten Stand includiert!

Wir HATTEN den besten Vertrag aller Käufer, dank Darabosch haben wir jetzt teuren Schrott!


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten BRDÖsterreicher
04.12.2012 10:45
0

Re: Re: Re: Re: Re: Ich möchte Darabosch

Mir ist nichts bekannt das ein Eurofighter hier in D oder anderswo vom Himmel gefallen ist und bzgl. Dichtungen:
Die werden bei FACC in Oberösterreich im Innviertel hergestellt. Ich wäre vorsichtig damit zu behaupten Österreicher bauen nur Mist......

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten persil 4.0
04.12.2012 10:48
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ich möchte Darabosch


Dann googeln Sie mal nach den Störfällen, die BRD wollte die Tranche 1 nicht umsonst loswerden!

Sonst ist der Eurofighter das beste Flugzeug, diser Gruppe, das man derzeit kaufen kann!

Aber eben nicht diese Versuchsserie die uns Darabosch eingebrockt hat!


Antworten eumlinger
03.12.2012 12:55
7

Re: Ich möchte Darabosch

na wenn man bedenkt was uns die SPÖ bisher alles gekostet hat.
Konsum,Bawag,Bank Burgenland usw....

Aber was sind das für Peanuts wenn man die Asfinag, die ÖBB, und den Schuldenstand ansieht.

Sie haben Recht - die Spö wird uns noch sehr TEUER kommen.

 
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