Strassers Ex-Assistentin: "Das fand ich etwas paranoid"

04.12.2012 | 13:09 |  Hellin Sapinski (DiePresse.com)

Live-TickerNachlese: Frühere Mitarbeiterinnen Strassers bestätigen, dass der damalige EU-Parlamentarier sie von seinem Verdacht informiert habe, der Geheimdienst sei hinter ihm her.

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Fünf ehemalige Assistentinnen von Ernst Strasser haben am fünften Verhandlungstag im Prozess gegen den Ex-Innenminister und EU-Parlamentarier ausgesagt. Zwei bestätigten dessen Version, er habe einen Geheimdienst hinter den vermeintlichen "Lobbyisten" geortet - Richter und Staatsanwaltschaft orteten Widersprüche. So erklärte die erste Zeugin, Strasser habe ihr gegenüber im Herbst 2010 erstmals den Verdacht geäußert, ins Visier eines Geheimdienstes geraten zu sein. Sein Verhalten sei "etwas paranoid" gewesen. Einmal habe er ihr sogar einen Zettel hingelegt, auf dem stand, "dass wir abgehört werden".

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Als Richter Georg Olschak ihr vorhielt, sie habe bei einer Einvernahme im Ermittlungsverfahren angegeben, ihr Ex-Chef habe den Agenten-Verdacht erst nach Auffliegen der Affäre 2011 geäußert, meinte die Zeugin, sie könne sich nicht mehr genau erinnern.

Eine weitere Ex-Mitarbeiterin berichtete, die vermeintliche Lobbying-Agentur "Bergman & Lynch" habe um einen Termin mit Strasser ersucht. Sie habe ihm das weitergeleitet und sich die Homepage der Firma angesehen: "Die war komisch - keine Fotos, keine Namen." Außerdem habe sie für Strasser recherchiert, ob er im EU-Parlament einen Abänderungsantrag bezüglich einer Anlegerschutzrichtlinie einbringen könnte - darum hatten ihn die als Lobbyisten getarnten Journalisten Jonathan Calvert und Claire Newell gebeten. Die Zeugin will Kontakt mit dem Büro von Strassers Fraktionskollegen Othmar Karas und Hella Ranner aufgenommen und erfahren haben, dass die Frist dafür schon abgelaufen war. "Ich habe mir nichts dabei gedacht." Später habe ihr Strasser gesagt, dass das Büro womöglich abgehört werde.

Die übrigen drei Damen, zwei vormalige Assistentinnen des Ex-Politikers und eine frühere Praktikantin, machten Erinnerungslücken geltend. "Das ist alles lange her. Ich weiß nicht", war zu vernehmen.

Als letzter Zeuge wurde der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, befragt. Er betonte, dass Strasser das BVT erst im April 2011 über seinen Verdacht informierte. Er habe ihn gefragt, ob es einen Zusammenhang mit "Bergman & Lynch" gebe, Strasser habe verneint. Zuvor hatten sich die beiden bereits Ende November 2010 getroffen. Damals sagte Strasser nichts von einem Geheimdienst-Verdacht. Der Ex-Politiker will so gehandelt haben, weil er dem Verfassungsschutz misstraue. Hätte er seinen Verdacht geäußert, ohne Beweise vorbringen zu können, "hätte Gridling mich ausgelacht", betonte Strasser am ersten Prozesstag.

Strasser wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Er hatte den als Lobbyisten getarnten britischen Journalisten zugesagt, für 100.000 Euro die EU-Gesetzgebung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Strasser sagt dazu, er habe erkannt, dass ihm die beiden eine Falle stellen wollten und sie als Geheimdienstagenten enttarnen wollen. Bei einer Verurteilung drohen dem Ex-Politiker ein bis zehn Jahre Haft.

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181 Kommentare
 
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Lauschangriff auf das EU-Büro?

Man kann nicht sagen das er nicht weiß von was er spricht.
Die Aussage von ihm wirkt lächerlich, so eine dumme Ausrede gibt es nicht, die kann keiner erfinden.

Auch in Belgien
Marc Dutroux Todesfälle nach der Verhaftung
Laut der ZDF-Reportage Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen[5] von 2001 verstarben während der Ermittlungszeit nach Dutroux’ Verhaftung 27 Zeugen, die im Prozess aussagen wollten. Der Staatsanwalt Hubert Massa beging im Juli 1999 Suizid. Doch konnte kein eindeutiges Motiv geklärt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die verstorbenen Zeugen umgebracht wurden, um sie zum Schweigen zu bringen

Die Roten sind da viel schlauer!

Die nehmen ihre angegriffenen Politiker rechtzeitig aus der Schußlinie (Inseraten-Affaire)!

Haaallooo! Der hat ja eine Meise! Warum wird der nicht wegen Geisteskrankheit weggesperrt?

Wenn Otto Normalverbraucher mit so Flausen daherkommt verschwindet er in Gugging!

Der Schärdinger

Das Problem liegt in der Verharmlosung des Wortes Korruption.
Man nennt das jetzt Beratung. Keine Firma braucht eine sog. Beratung von einem Strasser, Gorbach usw.
Man sucht nach Leuten, die sich bestechen lassen, um im Interesse einiger weniger etwas durchzuboxen, was der Allgemeinheit teuer zu stehen kommt.
Strasser ist in der ÖVP großgeworden.
Wie eine Schwalbe keinen Sommer macht, so gibt es auch nicht nur ein schwarzes Schaf in einer Herde.
Mit Nachdruck wurde er nach Brüssel geschickt um das Ö. Wahlvolk dort zu vertreten.
Wer sich von solchen Volksvertretern vertreten lassen will, der wird wieder ÖVP wählen.
Ich habe diese Partei noch nie gewählt und muss mir dadurch auch nicht vorwerfen lassen,
der Korruption Vorschub geleistet zu haben.

Re: Der Schärdinger

wenn er krank ist könnte man ihn ja auch auf unbestimmte zeit in eine anstalt einweisen.

kranke die an paranoia leiden haben schon schlimme dinge angestellt....

viele von solchen kranken bleiben dort auch länger als im häfen....

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Warum gerade Strasser?

Warum gerade Strasser, warum nicht Hr. oder Fr.PolitikerIn XY, das ist wie in Kommentaren bereits angeführt, die Schlüsselfrage an die Journalisten, haben sie von irgendwoher den Typ bekommen, - mit diesem Mann funktioniert höchstwahrscheinlich eine Bestechung, mit ihm könnten solche Geschäfte laufen, vielleicht weil sie schon vorher auch gelaufen sind?

der mann hat zwei probleme :


Re: der mann hat zwei probleme :

1. er "muss" einerseits seine (unabhängig vom verfahrensausgang) mit der medialen vorverurteilung jedenfalls verbundene gesellschaftliche
ächtung zu relativieren versuchen und
2. andererseits sich im verfahren möglichst "geschickt" verantworten, um einer verurteilung zu entgehen oder zumindest nur möglichst gering bestraft zu werden !
beides legitime zwecke!
nur: zweifrontenkriege (ob verschuldet oder nicht) führen gewöhnlich in den untergang !
bleibt die frage, ob sich das mitleid mit ihm in grenzen halten kann /soll (er muss ja in seiner gesellschaftlichen stellung nicht etwa bloß von einem hocker herabsteigen -- er fällt vom kirchtum herab, den er allerdings übermütig erklommen hatte)..........

Interessant Verteidigungsstrategie

Die Strategie ist recht interessant. Hoffe für Herrn Strasser, dass er nicht wirklich so paranoid ist.

Im Prinzip stelle ich mir allerdings schon die Frage, wieso hatten es die Briten ausgerechnet auf Herrn Strasser, einen Mann aus einem nicht unbedingt wirklich wichtigen Land in der EU, abgesehen ?

Keiner soll mir erzählen, dieser Fall sei einzigartig. Also was haben wir übersehen ?
Waren da schon vorher Ungereimheiten ? Passte Herr Strasser irgend einer Gruppe nicht in den Plan ? Hat man einen Puh-Mann gebraucht, um größeres zu verdecken ?

An Zufälle will ich persönlich nicht glauben.

Re: Interessant Verteidigungsstrategie

Das Wort "Puh-Mann" find ich in diesem Zusammenhang sehr gut, bei dem englischen Geschwafel ...

:)

wenn man seine Mitarbeiter

mit diesen "Lauschangriff Unsinn" zur max. Verschwiegenheit bewegen kann, hat man selbst max. Gestaltungsspielraum.
hier sollte alles Untersucht werden.

Re: wenn man seine Mitarbeiter

Korrekt, und eine Absicherung IF shit hits the fan!

glaubt der wirklich, was er da erzählt,

muss man ihn dringend aus dem Verkehr ziehen, wenn nicht , er also nur lügen sollte, dann erst recht.

Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

korrekt! entweder häfn wegen korruption oder steinhof wegen offener psychose. die qual der wahl

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

glaub ich nicht! die geheimdienst geschichte wird zweifel aufbringen!

und eine psychose oder stoerung der persoenlichkeitsstruktur ist bei einem politiker kein grund fuer eine psychiatrie, sondern eher ein grund fuer einen vorderen listenplatz! sehen sie sich einfach die gruenInnen auf den ersten listenplaetzen an, das ist der beweis! ;-))

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

Vorverurteilung, unsachliche Postings,
Sie sollten sich besser ins MITTELALTER BEGEBEN, da hätten Sie als grauslicher Hexenverbrenner sicherlich Karriere gemacht. Mich widern derartige Typen mittlerweile so was von an. Pfuiiii!!!

KEINE ANGST!

Weder der Häfn noch Steinhof ist ein Scheiterhaufen! Da läßt es sich ganz bequem leben ...

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

Vorverurteilung, unsachliche Postings,
Sie sollten sich besser ins MITTELALTER BEGEBEN, da hätten Sie als grauslicher Hexenverbrenner sicherlich Karriere gemacht. Mich widern derartige Typen mittlerweile so was von an. Pfuiiii!!!

Berufsverfehlung

Ein klassischer Fall von Berufsverfehlung. Der Mann hätte Schauspieler werden sollen.

Re: Berufsverfehlung

Naja, wenns auch ein T. Schweiger mit seinem Genuschel dazu brachte, warum er nicht?;-)

Re: Berufsverfehlung

Naja, wenns auch ein T. Schweiger mit seinem Genuschel dazu brachte, warum er nicht?;-)

Re: Berufsverfehlung

Und die Journalisten V-Männer des Geheimdienstes ....

wenn dieser Mann glimpflich davon kommt

seid vorsichtig wie ihr diesen Mann behandelt.
Wir wollen nichts mehr von seinen lächerlichen Gründen hören.
Er soll endlich Verurteilt werden.

Strasser:

Lügenbaron - oder Irrer??

Re: Strasser:

Politiker! Wo ist der Unterschied?

Also wenn ich`s halbwegs verstanden habe,

dann sollte der Gute,bei / in der für die EU bestimmten Anlegerschutzbestimmung & irgend etwas in Angelegenheit Elektroschrottverordnung beeinflussen bzw Änderungen herbeizuführen (versuchen).

Jetzt frage ich mich,wie kommt er auf die Vermutung,dass ihn mal der russische,dann der US Geheimdienst ans Zeug wollte, um zB das Swift Abkommen (Bankdatenaustausch EU-USA) bei ihm auszuspionieren,wenn es doch in der Sache Anlegerschutz / Elektroschrott ging/geht?

Hääää? Wie soll das zusammen passen?

Verwirrte,deppate Agenten? Sprachprobleme?Hörprobleme?Substanzen eingeworfen dadurch allgemeine Auffassungsprobleme?Sphärische elektronische Störwellen?Hypnose?



 
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