Karriere mit 23: Wegen Haider zu den Grünen

03.12.2012 | 18:13 |  IRIS BONAVIDA (Die Presse)

Der 23-jährige Kärntner Julian Schmid wurde beim Bundeskongress der Grünen am Wochenende auf Platz acht der Bundesliste für die Nationalratswahl 2013 gewählt - das überraschte nicht nur ihn selbst.

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Linz/Wien. Zehn grüne Delegierte hatten sich beim Bundeskongress am Wochenende um Platz acht der Liste für die Nationalratswahl 2013 beworben, darunter auch Sozialsprecher Karl Öllinger und Behindertensprecherin Helene Jarmer. Das Rennen machte aber der jüngste der Kandidaten: Julian Schmid, ein 23-jähriger Kärntner und Bezirksrat in Wien Wieden.

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Das Ergebnis überraschte nicht nur ihn, denn bisher war Schmid unter den Grünen recht unbekannt. „Was, du warst Schulwart?“, wurde er etwa am Samstag von einer Delegierten gefragt, nachdem er von seinem Werdegang in der Partei erzählt hatte.

Die Geschichte ging dann doch etwas anders: Als Schmid 13 Jahre alt war, kam der damalige Kärntner Landesschulratspräsident Jörg Haider in seine Schule – „mit fünf Bodyguards, ein ziemlich martialischer Auftritt“. Schmid verteilte an dem Tag Anti-Schwarz-Blau-Aufkleber – und sein Schulwart riss sie ihm von der Jacke mit den Worten: „Das geht nicht, das ist gefährlich für die Schule.“ „Da habe ich mir gedacht: Wenn Meinungsfreiheit gefährlich ist, muss sich was ändern – und bin zu den Grünen“, erzählt er.

Der Rest seines Lebenslaufes klingt relativ typisch für einen Grün-Aktivisten: Schmid war Landesschulsprecher, begann ein Politikwissenschaftsstudium in Wien und organisierte die „Uni brennt“-Proteste im Jahr 2009. „Aber ich weiß auch was Regierungspolitik bedeutet“, meint er. Schließlich sei er auch Landesvorstand bei den Wiener Grünen. Nun will er in den Nationalrat – mit 23 Jahren nicht noch etwas zu jung? „Nein. Denn ein Mandat ist bei den Grünen kein Belohnungssystem für langjährige Verdienste. Es ist dazu da, die Bevölkerung zu vertreten.“ Und ein großer Teil davon sei eben unter 25. Konzentrieren will er sich vor allem darauf, „dass die Generation Praktikum Geschichte ist“. Wie genau, steht noch nicht ganz fest: „Einerseits muss man das Problem thematisieren, andererseits bessere Gesetzesregelungen schaffen.“

Etwas hat Schmid übrigens mit Haider gemeinsam: Nach der Wahl wurde er von seinen Grün-Kollegen auf den Schultern getragen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.12.2012)

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71 Kommentare
 
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mein

gott, der ist ja dem jungen toni polster wie aus dem gesicht geschnitten.

Hauptsache ein Bericht in den Medien?

Was ist jetzt los - warum werden die anderen achten von den anderen Parteien sie in so einem großen Umfang erwähnt? Achso, die waren ja nicht gegen den Jörg. Wie informativ aber auch.

Tsa - da ist ein Grüner gegen den Jörg gewesen. Gab es eh wirklich selten.

Schmid verteilte Anti-Schwarz-Blau-Aufkleber in der Schule

In der Schule politische Aufkleber verteilen ist also "Meinungsfreiheit" bei den Grünen?

Ich möchte das Gekreische und Gezeter hören, wenn die FPÖ in der Schule Aufkleber verteilen würde.

Überschriftenleser?

Als Schmid 13 (!) Jahre alt war, kam der damalige Kärntner Landesschulratspräsident Jörg Haider in seine Schule – mit fünf Bodyguards ....

weil der Haider nämlich ein ziemliches Zniachtel war, das man in der SCHULE ohne seine fünf Bodyguards kaum gesehen hätte.
:-)

Re: Schmid verteilte Anti-Schwarz-Blau-Aufkleber in der Schule

Interessant, gegen das Integrationsprojekt von Staatssekretär Kurz stellte sich BM Schmied quer und wollte ihn verbieten, die Schulen zu dieser zweifelsohne positiven Aktion betreten - und der grüne Schmidt bekam von der KommunalKredit-Terminatorin Schmied keine Schwierigkeiten.

Re: Schmid verteilte Anti-Schwarz-Blau-Aufkleber in der Schule

Ganz einfach, da wäre sofort der Staatsanwalt zugegen und der ORF würde der FPÖ Wiederbetätigung unterstellen.

haider

warum konnen diese hooligans einen verstorbenen nicht in ruhe lassen - widerlich!

Pilz gibt ab, und das ist gut so

10 Jahre seines Lebens hat der Pilz den Eurofightern gewidmed, und kein einziger Politiker wurde verurteilt.
Heftige Bilanz


"Gefordert wurden ... klare Mietzinsobergrenzen"

Und dass, obwohl Ökonomen schon zig mal darauf hinwiesen, dass Preisobergrenzen sich negativ auswirken.
Das Angebot geht zurück, die Qualität sinkt und der Druck für Ausgleichszahlungen unter der Hand steigt.
Hauptsache es ist "political correct".

Re: "Gefordert wurden ... klare Mietzinsobergrenzen"


Die Sozialwohnungen werden ja schon an die "Neubürger" verschenkt,

Jetzt wollen sie auch noch die Wohnungen vergeben, die ihnen auch nicht gehören!


Grüne: Pilz macht für die Jungen Platz

Peter Pilz ist auch hier wiederum ein Vorbild!!!
Bravo Peter!!!

Re: Grüne: Pilz macht für die Jungen Platz

Das ist eine aufgelegte Schwindelei und Heuchlerei.

Den Jungen Julian Schmidt lässt in den Vorstand, wo er ehrenhalber unbezahlt hackeln kann und Pilz sitzt sich um 8000.- € im Parlament seinen Hintern platt.

Himmelschreiende Heuchlerei

Dieser Pilz ist zum kotzen.

Er "verzichtet selbstlos" auf eine Kandidatur, nach dem er auf der Nationalratsliste der Grünen auf Platz vier gesetzt wurde, was einem sicheren Stockerl im Nationalrat bedeutet.

Wie edel!!! Eh klar, denn das Amt des Bundesvorstandsmitglied ist ehrenhalber, also ohne einen Euro Verdienst.

Im Nationalrat sackelt er 8000 € pro Monat ein.

Da gibt er natürlich selbstlos den Null-Euro Vorstandsitz aufopfernd für den 8000 €uro Sitz im Nationalrat her.

Die 3 Flügel der GrünInnen und ihre politische Attraktivität

Analysiert man/frau die inhaltlichen Aussagen und das Verhalten der GrünInnen in den letzten beiden Jahren, liegt folgende Schlußfolgerung nahe:

Die Partei sollte sich um eine Namensänderung bemühen. Grün ist wie die Tarnkappe für folgende wichtige Geisteshaltungen:

1. Absolutistisches Gehabe (wir beziehen das Volk nur so lange ein, wie es mit uns einer Meinung ist. Siehe dazu Parkraumvolksbefragungen in Wien)
2. Grün steht für eine zentral gelenkte Wirtschaftspolitik, wobei das wirtschaftliche Ergebnis von Leistung (Einkommen, Vermögen) in privaten Händen unerwünscht ist (Beispiel Reichensteuern für die Mittelschicht gefordert).
3. Ständiges Skandalisieren der anderen, ohne es selbst besser machen zu können.

Pech für die GrünInnen ist es, dass diese 3 Geisteshaltungen von anderen Parteien besser besetzt ist. Punkt 1 Absolutismus kann Frankie Stronach besser, Punkt 2 Leistungsfeindlichkeit passt besser zur KPÖ und Punkt 3 Ständiges Skandalisieren ist das Reich von HC Strache. Umweltschutz, welches dem Namen nach ihr wichtigstes Programm sein sollte, ist bei allen anderen Parteien zumindest gleich gut oder schlecht vertreten.

Wozu brauchen wir also diese grüne Tarnkappenpartei? Warum zum Schmiedl gehen, wenn es bessere Schmiede gibt???

Vielleicht sollte

der Öllinger auf Transgender machen (E**** hat er eh keine). Dann hat er vielleicht wieder eine Chance. Ja, ja da sägt er Jahre lang am Ast auf dem er sitzt und dann ist er entäuscht, der Tölpel.

Aber das ist immer so bei den Gutmenschen, wenn sie von ihren eigenen Vorschlägen und Ideen plötzlich selber betroffen sind, ist Schluß mit lustig....

wer ihn gesehen hat, Gestern im ROT-TV

scheinbar hat er tatsächlich was aufgedeckt.

Er schien mir sehr Aufgeregt und dem Herrn Bartenstein gegenüber sehr Siegessicher.

Jedenfalls werde ich die Hände des betreffenden im Auge behalten.
Seine Sprzis sollen mal schon die Brandsalbe herrichten.

Re: wer ihn gesehen hat, Gestern im ROT-TV

Sieger schauen anders aus. Pilz verstrickte sich zum Schluss nur mehr in polemischen Bemerkungen, ohne substanziellem Inhalt.

Was mich wundert ist, dass die Frage nicht gestellt wurde, dass Darabos ja gänzlich neue Bedingungen nachverhandelt hat.

Denn da fängt ja die wirkliche Idiotie um den Eurofighter erst an. Dass Darabos für all seine Schnitzer noch immer Minsiter ist, kann einem nur wundern.

Die "Jungen" sind gleich überflüssig wie die "Alten"!


Ich bin ja kein Hellseher,


aber ich glaube, daß es die Grünen bald nicht mehr ins Parlament schaffen werden!

Wer soll diesen Kommunistenersatz noch wählen?

Denen gehen doch die Klienten aus, echte Umweltschützer wählen diese Grünen sicher nicht, denn mit Umweltschutz hat diese Partei schon lange nichts mehr zu tun!

Wer die Überbevölkerung in einem Land fördert, kann nicht für Umweltschutz sein!


Re: Ich bin ja kein Hellseher,

Lächerliche Verdrehung der Tatsachen. Die Überbevölkerung wird doch seit jeher von der ÖVP (erfolglos) gefördert, die das Ideal der kinderreichen Großfamilie hochhält.

Und dass die Grünen aus dem Parlament fliegen ist ein Wunschtraum, nichts deutet darauf hin, was auch alle Umfragen belegen. Zu mehr als 10-15% Prozent wirds aber wohl wirklich nie reichen.

Re: Re: Ich bin ja kein Hellseher,

Die Geburtenrate ist in Österreich sehr niedrig. Das Bevölkerungswachstum geht v.a. auf Zuwanderung zurück. Und hier agieren die Grünen höchst widersprüchlich.
Einerseits stehen (standen) die Grünen für Umwelt- und Naturschutz, für Kapitalismuskritik, andererseits sind sie für Wachstum um jeden Preis?
Wie geht das zusammen? Gar nicht.
Mehr Wachstum bedeutet mehr Verbauung, mehr Energie- und Ressourcenverbrauch, mehr Umweltbelastung und Naturzerstörung. Das ist ein Dilemma, das die Grünen nur ausblenden können.


Jubel, Trubel, Heiterkeit ...

Iris hat einen guten Job für die grünen Kommunisten gemacht!

Die Grünen

sollten vernünftigeren Parteien en bloc Platz machen.

Re: Die Grünen

Vernünftige Parteien? So was die FPÖ vielleich?

Re: Die Grünen

Vernunft liegt wohl immer im Auge des Betrachters?

Und aus meinem Auge sind - angesichts der Vernünftigkeit der Alternativen - die Grünen sehr vernünftig.

Sie können aber auch eine eigene, vernünftige Partei gründen.

Re: Re: Die Grünen

Hallo, Ich glaube das Grün im nächsten Wahlergebnis eine grosse Rolle spielen wird.
Wenn sie weiterhin ihre Ideologie vergessen und die SPÖ unterstützen, wird es so weitergehen in Österreich.
In einer Koalition mit GrünRot wird sich nichts ändern in den Stammzuchtburgen Austrias.
Aber sie sagen ja laut und deutlich das sie auch dafür sind - für eine Veränderung.
Somit müßten sie sich eigentlich eher Stronach und Strache zuwenden.

ESM läßt grüßen.

 
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