Pensionen steigen 2013 um 1,8 Prozent

03.12.2012 | 19:56 |   (DiePresse.com)

Die rund 230.000 Mindestpenionisten bekommen eine Erhöhung ihrer Ausgleichzulagen um 2,8 Prozent.

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Die rund 2,6 Millionen Pensionisten bekommen im nächsten Jahr eine Erhöhung ihrer Pensionen um 1,8 Prozent. Dieses im Vorfeld schon erwartete Ergebnis haben die Seniorenvertreter am Montagabend in einer nur halbstündigen Verhandlungsrunde mit SP-Bundeskanzler Werner Faymann, VP-Vizekanzler Michael Spindelegger und SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer fixiert. Schon vorigen Dienstag hat die Regierung im Ministerrat beschlossen, dass die rund 230.000 Mindestpenionisten eine Erhöhung ihrer Ausgleichzulagen um 2,8 Prozent bekommen.

Sowohl die Regierungsspitze als auch die beiden Seniorenratspräsidenten Andreas Khol (ÖVP) und Karl Blecha (SPÖ) verwiesen darauf, dass eine soziale Staffelung der 1,8 Prozent aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich sei. Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes über die Pensionsanpassung 2008 ist eine Ungleichbehandlung von Penisonisten nicht möglich, und bei einer sozialen Staffelung würden überwiegend Männer schlechter gestellt, weil sie in der Regel höhere Pensionen haben.

Beratung über Pensionistenabsetzbetrag

Die 1,8 Prozent kommen dadurch zustande, dass die Regierung mit dem Sparpaket beschlossen hat, dass die Pensionen um einen Prozentpunkt unter der Inflationsrate erhöht werden. Die Inflation im maßgeblichen Zeitraum hatte 2,8 Prozent betragen. Die 2,8 Prozent wird es nur für die Bezieher der Ausgleichszulage geben, das hat der Ministerrat bereits am letzten Dienstag beschlossen.

Weiter beraten wollen Regierung und Seniorenvertreter über andere seniorenpolitische Fragen. Konkret hat der Seniorenrat von der Regierungsspitze die Zusage erhalten, mit VP-Finanzministerin Maria Fekter über den Pensionistenabsetzbetrag zu sprechen. Ihn können Pensionisten-Ehepaare geltend machen, die zu zweit von einer Pension leben, die nicht höher als 1750 Euro liegt. Wer eine höhere Pension hat, hat keinen Anspruch darauf. Das bedeutet, wenn Pensionisten mit der Pensionsanpassung über diese Grenze rutschen, verlieren sie den Anspruch darauf und damit mindestens 30 Euro. Damit würde von ihrer Pensionserhöhung praktisch nichts übrig bleiben. Die Seniorenvertreter wollen das verhindern.

(APA)

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41 Kommentare
 
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toll

bei einer echten inflation von 9% ist das betrug.

Die Pension(ist)en sind es, die auch Österreich in die Schuldenkrise getrieben haben

Der irrwitzige Staatsaufwand für Pensionen hat einen großen Anteil daran, dass Österreich immer tiefer in den Schuldensumpf sinkt.

Denn die Pensionisten wählen immer denjenigen Kasperl, der am Meisten verspricht. Und so sind Leute wie Kreisky und Co. an die Macht gekommen und haben unsere Staatsfinanzen ruiniert. Und auch die anderen Parlamentsparteien sind zu feige, dem Druck der Pensionisten standzuhalten.

Somit ist die Erhöhung um 1,8% noch zu viel. Von rechts wegen hätte es eine Nullrunde geben müssen.

Denn die Pensionisten sind, neben den beamten, die einzigen, die bisher absolut nichts von der Krise zu spüren bekamen.

Erhobenen Hauptes...

und stolz auf den Verzicht auf die zustehende Pensionserhöhung gehen unsere alten Leute auf der Strasse. So möchte es die Regierung und unser "blecherner Papa" und unser "gscheiter Kohlkopf". So spielt es sich nicht ab. Die Rüheständler sind super angefressen. Sie helfen mit die Ungeheuerlichkeiten zu finanzieren: Hypo-Alpe-Adria (Milliarden!), Eurofighter-Schmiergelder (Milliarden!), erhöhte Gebühren der Städte (Millionen!), die "armen" Griechen (Milliarden!) usw. Für die Ganztagsschule bettelt man um mickrige 80 Millionen, die hamma ned! Beruhigt kann man vernehmen, dass sich die Politiker sehr wohl eine angemessene Erhöhung genehmigt haben. Von diesem Kraftakt können sich auch die Parlamentarier bis 30.Jänner erholen. Erhobenen Hauptes....(oder?)

Von den 1,8 Prozent muss man bei Monatsrenten von 909 Euro ein Drittel Einkommensteuer für den Staat abziehen

bleibt ein Prozent auf die Hand bei einer Steigerung der normalen Lebenskosten von gut 5 Prozent. Das heißt, der Staat kassiert von unseren ASVG-Renten viel mehr als er angeblich zuschießt. Noch schäbiger sind unsere staatsgestützten Banken: Sie geben für ein Jahr gebundene Sparbucheinlagen (wie wir Rentner sie gern zur mittelfristigen Vorsorge haben) 0,5 Prozent minus Kest.
Unser Euro wird laufend entwertet und ist nicht mehr viel wert.

Re: Von den 1,8 Prozent muss man bei Monatsrenten von 909 Euro ein Drittel Einkommensteuer für den Staat abziehen

Die sogenannte Bankenkrise ist nichts Anderes, als daß die Banken versuchen große Anleger so zu behandeln, wie den kleinen Mann und ihm lächerliche Zinsen unter der Inflation zu bieten. Im Gegensatz zum kleinen Mann können sich aber die Großanleger wehren und geben den Banken nur Geld gegen realistische Zinsen und auch den korrupten Staaten ebenfalls gegen hohe Zinsen. Der kleinen Sparer darf die Banken dann mit seinem Steuergeld retten.

Re: Von den 1,8 Prozent muss man bei Monatsrenten von 909 Euro ein Drittel Einkommensteuer für den Staat abziehen

Bei 909 Euro Pension zahlen Sie keine Lohnsteuer!

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UND WIEDER GEGEN DIE BEVÖLKERUNG!!!

Politiker erhöhen ihre Gehälter um 2,8 %, bauen jedoch Mist ohne Ende. Sie erfinden immer wieder neue politische Ämter, wo unfähige und korrupte Artgenossen zu besten Bedingungen untergebracht werden! Im Verhältnis hat Österreich die meisten Politiker WELTWEIT! WANN KAPIEREN DIE ÖSTERREICHER DAS???

Ich bin für viel bessere Bezahlung unserer Politiker. Diese müssen jedoch wirklich fähig sein und für das Volk arbeiten! Maximal ein Drittel würde mehr als ausreichen. Darum weg mit dem parteilichen Bundespräsidenten, weg mit dem Bundesrat, weg mit den Landesregierungen, weg mit den Staatssekretären. maximal 7 Ministerien, maximal 77 Abgeordnete usw. usw. NIEMAND MÜSSTE AN EINSPARUNGEN DENKEN!!! Eine tiefgreifende Verwaltungsreform wäre die einfachste Lösung! Nur davon wären zu viele Parteiaposteln betroffen!

Re: UND WIEDER GEGEN DIE BEVÖLKERUNG!!!

faymann und die spö stehen für zeit für gerechtigkeit aber nur bei sich selber.

Mit 1,8% Pensionserhöhung

sollen dann die Gebühren- und Preiserhöhungen der letzten Monate (Beispiel Wien) finanziert werden?
+6% Abwasser,
+33% Wasser,
+5,5% Erdgas,
+8,2% Fernwärme,
+65% Hundeabgabe,
usw.

Wir sollten SPÖ+ÖVP wieder wählen,

damit sie uns weiterhin abzocken können!

Re: Mit 1,8% Pensionserhöhung

MEHR ALS 30 % AN STEUERN UND ABGABEN BEI ENERGIE!!! Den Österreichern geht es viel zu gut, denn überall in Europa sind die Leute auf der Straße!!! Oder sind wir einfach zu blöd um zu begreifen was da abläuft?

@lobo2

Mit 30% Steuern auf Treibstoffen wären wir gut bedient.

Derzeit liegen wir knapp bei 75% vom Zapfstellenpreis.

Höhere Steuern auf Energie sind gerechter meint die SPÖ, die ÖVP nennt es ökologischer.
Seit wir gerechtere und ökologischere Steuern haben geht es der Umwelt und uns allen gleich viel besser.

Re: Re: Mit 1,8% Pensionserhöhung

bei uns profitieren zu viele von diesem system und sind meist seit generationen davon abhängig; darum sind die österreicher nicht auf der strasse.

Re: Re: Re: Mit 1,8% Pensionserhöhung

ich glaube die sind einfach zu dumm.

Jupiduhhhhhhh,

mit dieser fetten Erhöhung lasse ich die Puppen auf dem Tisch tanzen.

grazer vorstadtkritiker gemeinsam mit Schurl Schlapptschil

Irgendwie werde ich das ungute Gefühl nicht los, die PRESSE macht sich von den tatsächlichen Problemen der ärmeren Bevölkerungsschichten mit Riesenschritten auf und davon. Ein bisserl mehr Zuneigung zu den sogenannten Souterrainbürgern (sind auch von Sauerstoff durchflutete Menschen!!!) dürften wir uns schon erwarten. Ist nicht Euer Anliegen? Dann werdet Ihr als Zeitungsmacher, den Zug in eine für alle gleichbleibende Gerechtigkeit im Wartehäuschen
geldsüchtiger NabobIntelligenzler versäumen.

da wird die zukunft der kinder verjausnet

ein umlagesystem wuerde naemlich die summe aller einzahlungen "umlegen" auf die summe aller auszahlungsberechtigten.
so werden aber zig-milliarden aus dem allgemeinen budget hinzugeschossen jedes jahr, weil das eigentliche "nicht-umlagesystem" pleite ist, weil versprechungen gemacht wurden, die nicht einhaltbar sind.

Re: da wird die zukunft der kinder verjausnet

Lieber "civil liberties", der Staat kassiert von uns ASVG-Rentnern viel mehr an Einkommensteuer als er zuschießt (ab monatlicher Rente von ca 910 Euro 36 Prozent Einkommensteuer). Worauf wir seit Jahren vergeblich warten wäre eine echte Pensionsreform für alle und eine Richtigstellung der durch die kalte Progression immer gefräßiger werdenden Einkommensteuertabelle.
Aber wie gesagt, darauf warten wir vergeblich. Und wenn Stronach dazu was sagt, wird das von unseren Medien entweder verschwiegen (hat kein Programm) oder er wird für dumm erklärt.

Wo

sind die Medien, die von diesem Betrug berichten? Es kann ja sein, daß ihnen die Leser weniger wichtig sind als die Presseförderung und die Lächlerinserate dieser Betrüger. Die noble Zurückhaltung bei dieser Schweinerei wirft auf die Zeitungen kein gutes Licht. Die meiste Enttäuschung sind die Roten, nennen sich sozial und betreiben so einen Rentnerbetrug. Die christlichen Schwarzen werden für Ihre Falschheit mit Sicherheit bei der nächsten Wahl sehr gestraft. Strache und Stronach sind in den Startlöchern. So viel Volksbetrug wie jetzt hat es noch nie gegeben. Für die Banken und Pleiteländer ist ja genug Geld vorhanden.

Ich plädiere

für eine maximale Politikerpension / Beamten / Verstaatlichen Ind. in Höhe von 2 bis 3 ASVG Höchstpensionen. Der Überschuss soll den ASVG und Minderpensionen zugute kommen.

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Eine Schweinerei!!

Wer hat die beiden Pensionistenverrät ... ähem vertreter eigentlich befugt für die Pensionisten zu verhandeln??

z.B.:
Ausgleichszulagenbezieher 2,8% Is ja schon ein Scherz bei den Preissteigerungen.
Aber 1,8% bei einer Invaliditätspension von ca.800€ is ja lachhaft, Schweinerei und eine reine Kürzung der eh schon witzhaften Pension!

Womit soll man das alles wirklich bezahlen??

Wieso nennt man den Blecha und Khol immer Pensionsvertreter

Niemand hat sie je dazu gewählt. Sie haben mit uns ASVG-Rentnern auch nichts zu tun diese beiden Staatspensionsmillionäre. Es ist zwar logisch, aber eine4 Frechheit, dass sich Spindelegger und Faymann bei diesen beiden Herrn bedanken, dass wir Rentner und Pensionisten so viel Verständnis für das Sparpaket zeigen. Kein Wunder, dass wir seit Jahren einen realen Pensionsverlust erleiden. Die Medien schreiben auch immer nur von der Brutto-Erhöhung und nicht vom Geld, das wir wirklich auf die Hand (Konto) bekommen. Liebe Redakteure, rechnet doch einmal aus, wieviel der Staat Einkommensteuer abkassieret von unseren Renten. Und was die kalte Progression in der Steuertabelle Jahr für Jahr mehr von unseren Bruttopensionen wegfrisst.

Re: Wieso nennt man den Blecha und Khol immer Pensionsvertreter

die alten müssen endlich lernen das rot schwarz sie seit jahrzehnten aussackelt.

Auf dem Weg zur Volkspension

Anpassung für jene, die die höchsten Pensionsbeiträge durch viele Jahre gezahlt haben - und deshalb mehr als die Mindespension bekommen, liegt weit unter der Inflationsrate!
Die echte Inflationsrate spiegelt sich z.B. in den neuen Taxipreisen, Lebensmittelpreisen, etc. und liegt weit darüber. Die Ersparnisse - soweit vorhanden - macht die Inflation kleiner. Wir sind auf dem Weg zur Volks-Mindestpension und unsere Regierung nicht weit von einer Volksdemokratie kommunistischer Prägung. Siehe z.B. den Wiener Bürgermeister und sein "Damen" und "Herren".

wetten...

dass sie trotzdem wieder rot wählen werden?

Re: wetten... grazer vorstadtkritiker


 
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