Strasser: "Meine Lebensgefährtin war von den Socken"

11.12.2012 | 11:30 |  von Hellin Sapinski (DiePresse.com)

Live-Ticker Der Ex-EU-Parlamentarier legt im Lobbyisten-Prozess erneut seine Geheimdienst-Version dar. Auch seiner Lebensgefährtin sei erzählt worden, dass da "jemand am Werk ist". DiePresse.com berichtete live.

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Am siebenten Tag im Prozess gegen den früheren Innenminister und VP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Ernst Strasser, wurde dessen Ex-Kollegin in Brüssel, Hella Ranner, einvernommen. Gefragt wurde sie zu E-Mails von Strassers Assistentin, die diese an das Büro von Ranner und deren Fraktionskollegen Othmar Karas geschickt hatte. Darin hatte sie angefragt, ob Strasser einen Abänderungsantrag zu einer Anlegerschutz- und einer Elektroschrott-Richtlinie einbringen könnte. Dafür hatten ihm die als Lobbyisten getarnten Journalisten Jonathan Calvert und Claire Newell 100.000 Euro geboten. Strasser betont bisher, er wollte den Antrag nur „prüfen lassen", um den „Lobbyisten", die er als Geheimdienst-Agenten enttarnen wollte, „Futter zu geben".

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Ranner sagte nun, Strassers Antrag sei „untergegangen". Sie habe ihn „nicht zu Gesicht bekommen und erst im Nachhinein, als ich von einem Journalisten darauf angesprochen wurde, davon erfahren. Das muss ich eingestehen." Ranners damalige Mitarbeiterin, die nach ihrer Ex-Chefin befragt wurde, meinte, sie habe die Mail beantwortet. „Ich habe geschrieben, dass Karas' Büro zuständig ist." Auf die Frage von Richter Georg Olschak, ob sie sich denn nicht gewundert habe, „dass Strassers Assistentin gefragt hat, ob man eventuell über Sie etwas einbringen könnte?" Zeugin: „Nein, wir haben ja von verschiedenen Seiten Anträge bekommen."

Dann wurde Strasser selbst in den Zeugenstand gerufen, um seine Geheimdienst-Geschichte erneut zu erläutern. Dabei stellte er fest: Im Frühjahr 2010 - vor Strassers erstem Treffen mit Calvert und Newell - habe „meine Lebensgefährtin einen Anruf vom BVT erhalten (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Anm.). Sie war damals vollkommen von den Socken. Sie haben ihr gesagt, dass da wer am Werk ist." Es habe einen Hinweis aus dem Kabinett gegeben, „wir sollten vorsichtig sein". BVT-Chef Peter Gridling habe Strasser erst im April 2011 ein Paper mit zehn Punkten vorgelegt, die Indizien aufzeigen sollen, dass er mögliches Ziel einer Geheimdienst-Attacke war. Seine damaligen Assistentinnen will Strasser indes bereits „im April oder Mai" 2010 gewarnt haben.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 11. Jänner 2013. Für diesen Tag sind die beiden britischen Journalisten Jonathan Calvert und Claire Newell, eine ehemalige Strasser-Mitarbeiterin, Strassers Lebensgefährtin, sein Firmenbuchnummer-Überprüfer und zwei BVT-Mitarbeiter geladen. Auch soll das Urteil an diesem Tag fallen, kündigte Richter Olschak an.

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141 Kommentare
 
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die einzige erklärung

für diese absurde verteidigungsstrategie ist, dass er auf zurechnungsunfähig plädieren will;-)

skyfall in Nö

dank Ernstl 0,0007 und pröll als mr q sind wir endlich im zentrum der welt ! österreich wird richtig wichtig; schätze wir werden bald einen ständigen sitz im sicherheitsrat bekommen! da bei uns ja der proporz regiert sollte dies unser weltenbürger und wohnbaustadtrat aus wien namens werner f erhalten!

Der Schärdinger

Bei einem solchen Beweismaterial braucht niemand weiters auszusagen.
Die beiden Briten sagen zurecht, wenn das nicht genügt, dann macht in A was ihr wollt. Was sollen wir denn dazu noch aussagen!?

Und wer verfolgt den Psycho-Ernstl sonst noch? Die Geheimagenten der Finanz etwa?

Jaaaaaa, alle sind Geheimagenten!
Auch die, die sichals Eintreiber der Kirchensteuer tarnen!
Und die Sternsinger sowieso!
Und die Heilsarmee (Nomen est women!)

Warten wir ab, bis die beiden Briten aussagen ...

... wenn sie überhaupt aussagen.

Das wäre dann blamabel, wenn die Hauptzeugen auf die sich die ganze Anklage stützt, nicht aussagen.

Theater haben's eh schon genug aufgeführt, die zwei zwielichtigen Gestalten.

Re: Warten wir ab, bis die beiden Briten aussagen ...

Was postet denn nun der Unterbeger Andiin der Presse?
Ist ihmim eigenen Askäsen-Bloglangweilig geworden?

Hihihihi!

Re: Warten wir ab, bis die beiden Briten aussagen ...

Diese Aussagen sind im Prinzip unnötig, da der Videobeweis vorliegt. Gute journalistische Arbeit!

Sperrt´s die beiden Briten endlich ein!

Die Langvideos sind angeblich genauso wie die Youtube-Videos verfälscht. Sperrt´s die beiden Briten endlich ein, die sich seit 2 jahren auf Kosten der Republik unglaublich amüsieren müssen.

Re: Re: Warten wir ab, bis die beiden Briten aussagen ...

Journalistischer "Lauschangriff" der Zeitungs-V-Männer meinten sie wohl ....


vielleicht war es ja die österreichischen

Schlapphüte , die dem Ärmsten ein Bein stellen wollten, klar,dass er dann nicht zum Verfassungsschutz gelaufen ist. Das würde alles erklären.

Heiteres Bezirks (bzw. Landes)gericht.


Paranoide Schizophrenie

Strasser kann nicht verurteilt werden, weil er unzurechnungsfähig ist. Auf das läuft es wohl hinaus. Und wenn das Gericht es jetzt immer noch nicht kapiert, wird irgendwann auch noch der Mossad für seine krude Verteidigung herhalten müssen.

Re: Paranoide Schizophrenie

Ich tippe immer noch auf den KGB und die Stasi. Ach ja, die gibt es ja nicht mehr....

was mich ein bisserl nervös macht,

ist,
dass dieser paranoide Schizophrene möglicherweise nicht der einzig geistig beeinträchtigte Machtinhaber in unserm Landl ist,
der mich zu regieren versucht.....

Re: was mich ein bisserl nervös macht,

dass er einen Huscher hat, wissen wir seit seiner Zeit als Innenminister, wo er einen funktionierenden Apparat in Selbsherrlichkeit kaputt gemacht hat. Jetzt ist das alles nur Larifari und Verteidigungsstrategie - als Beschuldigter kann er lügen, was das Zeug hält. Die ganze Geschichte glaubt ihm sowieso keiner. Eigentlich gehört er in eine Anstalt für geistig abnorme Verbrecher eingeliefert. Da wir er ganz schön schnell wieder normal werden.

Strasser, von Agenten umzingelt

Und solche Leute regierten / regieren Österreich ?! Das ist doch krank !!

Fall für die Psychiatrie

Mit diesen Angaben verantwortet er sich in Richtung Psychatrie. Die Frage ist warum er für einen allfälligen Geheimdienst so interessant sein sollte.
In einer Zeit des nahezu permanenten Versagens der Politik sei es Korruption oder hochgradiger Unfähigkeit, immerhin eine neue Ausrede, der "Geheimdienst" habe Schuld an der ganzen Angelegenheit!
Das "Zauberwort" heißt das Geld in den Beutel springen lassen, alles andere ist in diesem Politsystem mit seinem Abgabenwucher nebensächlich.

Na da schaust oba!

Ursprünglich ging`s um Anlegerschutz und um Elektroschrott.

Und da interessieren sich auf einmal der russische ,ein US und jetzt ah der französische Geheimdienst dafür?

Die wenden sich alle ,an ein im Grunde genommenen ahnungsloses EU Politwirschtl ,der nicht einmal weiß wie man einen An bzw Abänderungsantrag einbringt?

Der Mostsch*dl muss sich in seiner Kindheit ein Nick Knatterton-Kombiniere,Kombiniere-Trauma eingefangen haben und jetzt kommt`s hervor.


Re: Na da schaust oba!

echt guat !!!!!!!!!!!!

Re: Na da schaust oba!

ist alles larifari und Schwachsinn! Traurig ist aber, dass er das alles glaubt, was er da von sich gibt. Er glaubt auch, dass ihm die Leute das alles abnehmen.

Die Welt ist grausam

den Gustl Mollath sperren sie für Jahre in die Psychatrie, weil er sich kriminelle Machenschaften für die es Beweise gibt, angeblich nur einbildet

und Ernst Strasser läuft frei herum. Dabei wäre so eine weichgepolsterte Zelle für ihn sicher optimal. Die kann er gut überblicken und merkt sofort wenn dort jemand eine Wanze platziert.

Strasser: "Meine Lebensgefährtin war von den Socken"

Kein Wunder!

Ist ja jeder, der noch seine sieben Sinne beieinander hat ;-)

Zeit

für die "Geschlossene"

wer hat uns diese traurige witzfigur

eigentlich umgehängt?

Re: wer hat uns diese traurige witzfigur

der kleine Napoleon Schüssel! Wieso lässt den eigentlich jeder in Ruhe? Was weiss der alles, dass jeder, aber wirklich jeder in der Politik einen Bogen um diesen kleinen Möchtegern macht. Das ist alles sehr verwunderlich - nein, wundern tut mich das eigentlich nicht (mehr). Na ja, die Zeit wird auch für den kleinen Napoleon kommen.

 
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