Mail an Burgstaller: "Helfen Sie mir"

13.12.2012 | 18:14 |  CLAUDIA LAGLER UND GERHARD HOFER (Die Presse)

Wer hat wann was gewusst? Nun tauchte ein belastendes Mail von Monika R. auf. Gabi Burgstaller soll demnach schon im September von Verlusten erfahren haben.

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Salzburg. „Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau! Ich bitte Sie um Ihre Hilfe, dass Sie nicht zulassen, dass mir all meine persönlichen Rechte genommen werden, zumal ich ohnedies bereits öffentlich diskreditiert wurde. Bitte helfen Sie mir.“ So beginnt ein E-Mail von Monika R. an Salzburgs Landeshauptfrau, Gabi Burgstaller (SPÖ). Das Mail, das der „Presse“ vorliegt, wurde am 21.September um 9.16 Uhr abgeschickt. Und R. warnt vor Verlusten in Höhe von 130 Mio. Euro.

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Mit diesem Schriftverkehr will Herbert Hübel, Anwalt von Monika R., nun den Beweis antreten, dass die Politiker viel früher von den Fehlspekulationen gewusst haben, als sie zugeben. Somit gibt es in dem Finanzskandal, bei dem 340 Millionen Euro auf dem Spiel stehen, den nächsten Paukenschlag. Schon um 8.53 Uhr dieses ominösen 21. September hatte sich Monika R. per Mail auch an den Leiter der Finanzabteilung, Eduard Paulus, und Finanzlandesrat David Brenner (SPÖ) gewandt. „Da werden Fakten einfach bewusst verdreht, und ich wehre mich dagegen“, schrieb sie knapp einen Monat nach ihrer Beurlaubung.

Anwalt Hübel meint, Burgstaller könne nicht behaupten, erst am 3.Dezember von den Verlusten erfahren zu haben. Er stellte der Politikerin ein Ultimatum zum Widerruf ihrer Aussagen. Andernfalls werde man sich rechtliche Schritte überlegen. Ein Ultimatum, das man im Büro der Landeshauptfrau gestern verstreichen ließ.

„Gabi Burgstaller hat erst am 3. Dezember vom drohenden 340-Millionen-Euro-Verlust erfahren. Das ist Tatsache“, sagte Wolfgang Schmidbauer, Sprecher der Landeshauptfrau. Nach dem E-Mail-Verkehr sei es am 27.September zu einem persönlichen Gespräch zwischen Burgstaller und R. gekommen. „Dabei hat die Mitarbeiterin nicht vor Verlusten gewarnt“, sagte Schmidbauer.

„Wir werden so lange weitere Fragen stellen, bis die Herrschaften die Wahrheit sagen“, kündigte hingegen der Anwalt von R. der „Presse“ an. In der Aufarbeitung der Frage, wer wann was gewusst hatte und welche Geschäfte überhaupt getätigt wurden, wird nun der Salzburger Landtag aktiv. Alle vier Fraktionen einigten sich darauf, dass ein Unterausschuss des Finanzüberwachungsausschusses den Skandal aufarbeiten wird. Externe Experten sollen dabei helfen. „Im Landesrechnungshof und in der Landesbuchhaltung haben wir diese Experten nicht gefunden“, sagte der Grün-Abgeordnete Cyriak Schwaighofer. Der von der ÖVP für 16.Jänner angekündigte Neuwahlantrag wird erst im Februar eine Mehrheit finden. FP-Chef Karl Schnell kündigte an, dass seine Fraktion Neuwahlen frühestens im Februar zustimmen werde. „Ohne Wissen, wer Mitschuld an dem Finanzskandal trägt und wie hoch der Schaden ist“, sei ein Wahlkampfbeginn unverantwortlich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.12.2012)

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122 Kommentare
 
12 3

Nicht gelesen

Da war die Gabi gerade beim futtern an einem Gratis-Buffet, wer hat da Zeit e-mails zu lesen..

Ihnen ist nicht zu helfen.

Arroganz ist unheilbar.

Das Verhalten von Burgstaller ist doch zum Kotzen...


....wollte sie doch schon bei der Festspiel-Affäre nichts gewußt und alle Schuld der Buchhalterin in die Schuhe schieben.

Stereotyp wiederholt Burgstaller dieselbe Verteidungsstrategie in der jetzigen Misere.

Panik gepaart mit Dummheit, dazu noch eine übertriebene Wehleidigkeit und so eine Person ist Landeshauptfrau von Salzburg.

Na Servas!

lügen

lügn alle wie gedruckt.... und peinlich genug für fr. burgstaller wenn sie solange angeblich nix wusste... das soll sie mal erklären, womit sie sich eigentlich befasst für ein supergehalt, da hat sie zu wissen was in ihrer partei vor sich geht ....

Nicht kapiert!

Wetten, es läuft bei der weinenden Gabi darauf hinaus, dass sie eben nicht verstanden hat, was ihr die Frau Referatsleiterin da im September erzählte...Seit wann verstehen denn rote "Powerfrauen" aus der AK auch nur irgend etwas von Wirtschaft im Allgemeinen - außer Geld hinaus schmeißen - geschweige denn von vertrakten Finanztransaktionen im Besonderen?

Na eben.

Heul doch, Gabi!


@ Gabi

„Gabi Burgstaller hat erst am 3. Dezember vom drohenden 340-Millionen-Euro-Verlust erfahren. Das ist Tatsache“, sagte Wolfgang Schmidbauer, Sprecher der Landeshauptfrau.

>> das ändert aber politisch, juristisch und faktisch nichts daran, dass sie offensichtlich bereits im September über den drohenden Verlust von 130 Mio Euro gewusst hatte.

>>>>>> @ Gabi, es wird Zeit, dass du die politische Verantwortung übernimmst und dich nicht mehr nur an der sich selbst-überschätzenden Referentin abputzt !

Re: @ Gabi

Man sollte nicht den Fehler machen eine spezielle Frage als allgemeine Frage beurteilen.
Wenn die Frage lautete Wann hat Fr. Burgstaller vion den Verlust von 340 Mio erfahren und sie behauptet dass dies am 3.12. gewesen sei, so ist es irrelavant ob Fr. B. bereits im September von einem Verlust von 130Mio erfahren hatt oder nicht.
Die Sache sähe anders aus lautete die FRage wann hat Fr. Burgstaller von Verlusten erfahren.
Das Problem ist, dass FRagesteller besonders schlau sein wollen und möglichst viel politisches Kapital für die Gegner der betroffenen Person gewinnen wollen. Dabei übertrippeln sie sich dann meist selbst.

Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

So wie an unserem Dr. Werner Faymann, dem beliebtesten Volksbundeskanzler der 2.Republik, dem auch sämtliche blauen und schwarzen Politjauchenwagen nichts anhaben konnten, weil er quasiein gleissendes Licht am roten Politikerhimmel ist!
Habe ich schon gesagt, dass meine Eltern, die Schwiegereltern I und II, und all unsere Großeltern immer die anständigste Partei gewählt haben und das immer die SPÖ war? Nein, dann wißt Ihr es jetzt!
Unerschütterlich setzen wir Sozialdemokraten uns für die Ehrlichkeit, die Gerchtigkeit und das Wohl unserer Lamdsleute und Mitösterreichbewohner ein!
Wir kennen keine Klassenunterschiede, keine Herkünfte, keine Religionszugehörigkeiten. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt!!!!!!
Und das fürchtet Ihr und deswegen wollt Ihr uns immer schlechtmachen!
Ja, das wollt Ihr!
Damit man Euch nicht anschaut, wo man ja sofort sieht, was Ihr vertretet: nur Euren persönlichen Vorteil und Eure Bankkonten! Und natürlich auch Eure Aktiendepots, wo Ihr gegen Österreich spekuliert!!!!!
Ich sage das ganz offen und ichnehme bewußt in Kauf, dass Ihr michdann wieder offen angreift und verhöhnt! Aber als echter "Roter!" kann ichgar nichtanders, so wie die liebe Gabioder der Dr. Werner, die können auch nur ehrlich, direkt und menschlich sein!
So, und jetzt tobtsEuch halt aus mit Euren lächerlichen roten Stricherl!
Arm, armselig, Ihr tuts uns leid!

Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

Wäre ich ganz sicher dass Sie Ihre Ergüsse nicht ernst meinen, so müsste ich noch immer festhalten, dass Ihr Beitrag einen netten ambitionierten Versuch darstellt, aber mit den Leistungen des Originals (michi_austria) halt doch nicht mithalten kann.
Aber ich bin mir eben nicht sicher.

Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

Endlich nimmt jemand die SPÖ, diesen Hort des Guten und Wohlstands (leider nur für die eingenen Mitglieder) in Schutz.

Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

ruhig Blut lieber Herr.
Wir sehen ihr Leid.
Einige werden ihnen mit Sicherheit ein paar Rote Tupfer verpassen.
Ich bin nicht sehr Modebewusst, denke aber- diese werden ihnen gut stehen - die Roten Stricherl.

Sie sitzen gerade mit ihrem Vater und Opa zusammen ?, bei Glühwein und Kastanien ?
Vorsicht bitte, Heisse Kastanien,
Bauring, KOnsum,Bawag, Bank Burgenland,Lucona,Burgstaller,Brenner,
Verzetnitsch,Sinowatz,Gratz....

alles heisse Kastanien....
wohl bekomms mein Herr !!!

Re: Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

Das ist alles vergessen- die Konsum Genossenschaftsanteile, die Bawag- das war alles gestern oder vorgestern- wie SPÖ`le schauen nur nach vorne. Und was sehen wir da: GELD; GELD,GELD- all das können wir zum Wohle unserer Freunde und Markenpickenden Mitglieder verzogen- und ALLE müssen zahlen ( siehe Wien-so geht´s - hick`s... ) UHBK- Oh jetzt doch nicht mehr- aber wie gesagt: das war gestern

Re: Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

ihre Partei ist nicht mehr Regierungsfähig.

Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

Köstlich!!!!!
Blöd nur, daß Leute wie die Laura R. der angebliche Taxifahrer und ohne Matura dastehnder Werner F. das als ernst nehmen.

Re: Ihr könnts unsere liebe Gabianpatzen, was ihr wollts! An dieser besten salzburger Landesmutter wird nichts hänegen bleiben! Istja keine Waltraud K., die den Herberstein-Bussi-Bussis die Millionen zugeschanzt hat!

Das bei den Sozialisten immer der Mensch im Mittelpunkt gestanden hat ist allerdings richtig, so kann man ihn nämlich am besten von allen Seiten ausnehmen. : )

Freundschaft.


Vorhersage

Das wird ein Paradebeispiel für die Verantwortlichkeit von Politikern und ihren Parteien.

Am Ende wird niemand Schuld sein.
Es wird wieder ein Politkabarett geben und am Schluss werden ein paar Politiker auf gut dotierte Posten abgeschoben werden.

Übrig bleiben wird Frau Monika R., um die sich dann niemand mehr kümmern wird.

Ach ja. Der Steuerzahl bleibt natürlich, wie immer, auch übrig. Der darf ja in diesem Abklatsch eines demokratischen Staates alles bezahlen.

Fein! Jetzt wissen wir alle, was das Durchschnitts-Anterl im Wiener Stadtparkteich denkt!

Ist Ihr Biotop eh nochzugefroren?
Denn Eure soziale Kälte läßt ja sogar den glutspeienden Ätna zufrieren!

sofortiger rücktritt und

strafrechtliche verfolgung des gesamten lügenpacks!

Von Anfang an unglaubwürdig

Versetzen wir uns doch einmal in die Lage der Beamtin. Sie hat sich nach bisherigem Wissensstand nicht persönlich bereichert.

Warum sollte sie dann Unterschriften fälschen, wohl wissend, dass ihr das den Job kosten kann? Jemand fälscht Unterschriften "fürs Land"? Wenn sie zugegeben hätte, schaut's her, ich hab da 100 Millionen Verlust gebaut, wär sie schlimmstenfalls versetzt worden, aber niemals entlassen.

Hier wird offensichtlich versucht, die eigenen Haut durch ein Bauernopfer zu retten. Paulus, Brenner und Burgstaller - sie werden letztendlich alle zurücktreten. Alle.

Re: Von Anfang an unglaubwürdig

Gründe für die Fälschung von Unterschriften gibt es viele, u.a. auch um das eigene Prestige zu heben oder nicht zu gefährden, was im Falle der Fr. R. wohl der Fall gewesen sein dürfte, so der Vorwurf der Unterschriftenfälschung bestätigt werden sollte.
Selbstverständlich kann auch perönliche Bereicherung ein Grund für Unterschriftenfälschung sein. Es gibt aber auch Fälle in denen durch die Fälschung der Unterscrift Schäden für jene Person abgewandt werden, deren Unterschrift gefälscht wurde, z-B. um einen Terminverlust zu vermeiden.

Vorhersage

Das wird ein Paradebeispiel für die Verantwortlichkeit von Politikern und ihren Parteien.

Am Ende wird niemand Schuld sein.
Es wird wieder ein Politkabarett geben und am Schluß werden ein paar Politiker auf gut dotierte Posten abgeschoben werden.

Übrig bleiben wird Frau Monika R., um die sich dann niemand mehr kümmern wird.

Ach ja. Der Steuerzahl bleibt natürlich, wie immer, auch übrig. Der darf ja diese Parteiendiktatur bezahlen.

Chapeau!

Ein meisterlicher Auftritt, die tränenerstickte Schmiere vor Landtag & Kameras.

Dann in der ZIB2 in der Rolle als unwissendes Opfer-Lämmchen- da wurde die LH-Frau von Könnern gebrieft: treuherzig Besserung gelobend (zahlt sie vielleicht die paar Netsch aus der Privatschatulle zurück??) und alle Schuld auf eine kleine Beamtin abschiebend.
So mies ist heute die Politik in Österreich.

Aber es ist nicht so fein gesponnen...daher: Gabi, geh' Sitzen!

Re: Chapeau!

Naja, früher oder später wird sich eh herausstellen, dass der Haider schuld an allem ist. Da mach ich mir keine Sorgen. Wenn man sich allerdings in Erinnerung ruft, wie souverän die Wiener SPÖ den Komunalkreditskandal abgearbeitet hat und die Chuzpe besessen hat, eine der Hauptschuldigen (es gilt die Unschuldsvermutung) dann auch noch zur Ministerin zu machen, da hat man wirklich den Eindruck, bei Burgstaller und Co. handelt es sich um blutige Anfänger. Die sollten mal bei Blecher u. Co ein Privatseminar besuchen. Nachher kann man Schiffchen versenken und es passiert einem nicht viel.

Re: Re: Chapeau!

Genau- der Haider ist schuld, der Mozart hat da auch seine Finger im spiel gehabt und erst der Hias vom Musikantenstadl- der war der ärgste ! Zum glück ist jetzt die rote Gabe zwischen den Mahlzeit drauf gekommen, das da was nicht stimmt ! Die hat das Zeug zur Bundeskanzlerin. Beispiel: mit tun die Wiener so leid 260 Mill Verlust bei den Wr,Stadtwerken- Tränen-Tränen-Tränen, aber die heizpresie bleiben eh gleich, erst nach der Wahl werden wir anpassen- Tränen, Tränen, Tränen- diesmal von den Wiener nach Erhalt der Rechnung !

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untersuchungshaft

wegen verdunkungsgefahr fuer burgstaller, brenner und paulus sind angebracht !

 
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